Eigenvebrauch aus Stadtwerkesicht - Bachelorarbeit

  • Hallo und vielen Dank für die weiteren Einträge!


    @ suntha: Ja, du hast natürlich vollkommen Recht, man muss einfach gewisse Annahmen machen! Aber da es in diesem Fall ausnahmsweise nicht darum geht, ein Ergebnis zu präsentieren, welches ein Auftraggeber gerne sehen möchte, sondern eher um eine halbwegs plausible Abschätzung zukünftiger Entwicklungen, will ich zumindest versuchen, möglichst realistische Annahmen zu treffen.


    @ PeterQ: Die von dir angesprochenen neuen Tätigkeitsfelder, die sich für Stadtwerke zukünftig ergeben könnten, werden wohl am Ende der Arbeit angeschnitten. Hier soll es dann eben genau um die Frage gehen: In welchen Bereichen können/müssen die Stadtwerke aktiv werden, um Absatzeinbußen etc. aus dem „klassischen“ Geschäft abfangen zu können.
    Sobald ich Ergebnisse meiner Arbeit habe, kann ich wie gesagt gerne hier darüber informieren.


    @ PV-Berlin: Ich bin zwar kein Techniker und sicher gibt es zahlreiche Mitglieder im Forum, die deine Frage besser beantworten können, aber soweit ich weiß, besteht grundsätzlich auf jeden Fall die Möglichkeit, dass Trafos Strom aus PV-Anlagen von einer niedrigeren in eine höhere Spannungsebene transformieren. So kommt es in Bayern meines Wissens nach bereits gelegentlich vor, dass PV-Strom von der Niederspannungsebene in die Mittelspannungsebene transformiert wird und sich der „klassische“ Lastfluss (von „oben nach unten“) dann umdreht.


    Sunstegen : Vielen dank für Ihre gemessenen Werte und Aussagen zum Eigenverbrauch Ihrer PV-Anlage!!!


    Viele Grüße


    Marcel


  • Mit einem 2kWh Akku wirst Du den Eigenverbrauch auf 70-80% hochschrauben können.


  • Hallo Marcel,


    Ich habe zwar keine praktische Erfahrung mit Eigenverbrauch, interessiere mich aber schon seit einiger Zeit für Erneuerbare Energien/Energiepolitik.


    Da bin ich einmal auf folgende Studie (aus den USA) gestoßen, die dich interessieren könnte:


    Zitat

    Future of Grid-Tied PV Business Models: What Will Happen When PV Penetration on the Distribution Grid is Significant?
    Conference Paper
    NREL/CP-670-42985
    May 2008


    Hier abrufbar: http://www.nrel.gov/docs/fy08osti/42985.pdf


    Und noch ein Zitat - nur so als kleiner Denkanstoß:


    Zitat

    "If you have a domestic customer using 4,000 units of energy they can now install solar panels that take them down to 2,000 units," she said. "But at 2,000 units the margins are not there for an energy supplier. You are almost at a level where you start to lose money providing energy to that household."


    Davenport predicts utilities will have to reposition themselves as service providers if they are to maintain profit margins as more customers install renewable energy systems.


    Zitat

    The nature of that service is likely to evolve as renewable energy systems become more common, but Davenport predicted that energy firms would ultimately provide a wide variety of support services, including providing certified renewable energy installers and managing the home's connection to the grid.


    "The final version of the model is likely to be based on matching supply and demand to make sure the house has energy when it needs it," she said, explaining that the customer would effectively be paying for a service that ensures it has energy when it is not sunny, rather than for the energy itself.


    Quelle: http://www.businessgreen.com/b…1100/feed-tariff-promises


    Viel Erfolg beim Forschen und Schreiben!


    LG,
    m-e

  • Zitat von Spekulatius

    Mit einem 2kWh Akku wirst Du den Eigenverbrauch auf 70-80% hochschrauben können.


    Die Eigenverbrauchsquote beschreibt den Anteil des direkt verbrauchten Stroms bezogen auf die SOLARSTROMERZEUGUNG, nicht bezogen auf den Verbrauch.
    Im o.g. Beispiel ist Deine Aussage somit eine mathematische Unmöglichkeit.

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp

  • Zitat von Sunstegen

    ...habe auf Eigenverbrauch optiert mit der Regelung wie diese am 18.3. bestand d.h. ich bezahle für der eigenverbrauchten Strom 19,15 Cent incl. MWST.


    Du zahlst für deinen eigenverbrauchten Strom keine 19,15 ct/kWh
    sondern 16,38 (39,14 - 22,76) ct/kWh x1,19 = 19,49 ct/kWh.


    Dazu musst du dann noch die einkommenssteuerliche Seite in deiner Rechnung berücksichtigen
    "Soweit Steuerpflichtige selbst erzeugten und vom Netzbetreiber vergüteten Strom unmittelbar nach der Erzeugung für private Zwecke - z. B. im eigengenutzten Wohneigentum - selbst verbrauchen, liegt gleichzeitig eine Entnahme dieses Stroms vor. Die Entnahme ist nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG mit dem Teilwert anzusetzen, der ... durch den Marktpreis bestimmt wird. "
    Quelle

  • Zitat von cephalotus

    Die Eigenverbrauchsquote beschreibt den Anteil des direkt verbrauchten Stroms bezogen auf die SOLARSTROMERZEUGUNG, nicht bezogen auf den Verbrauch.
    Im o.g. Beispiel ist Deine Aussage somit eine mathematische Unmöglichkeit.


    Stimmt, Du hast recht, nehme ich zurück.


    Der Eigenverbrauch im obigen Beispiel liegt bei 1100 kWh / 4000 kWh = 27,5% (Annahme = 1000 kWh/kWp)


    Mathematisch maximaler Eigenverbrauch wäre 2200 kWh / 4000 kWh = 55%. Selbst dieser lässt sich nicht erreichen, da im Sommer zu viele PV-Überschüsse und im Winter zu viele PV-Defizite entstehen. Ich tippe auf eine maximal-mögliche Eigenverbrauchsquote von ca. 40%, bei Einsatz von 1-2 kWh Akku. Das lohnt sich dann wahrscheinlich nicht.


    Der niedrige Stromverbrauch führt dazu, dass die PV-Anlage ca. 4-fach Überdimensioniert ist. Bei 2200 kWh Jahresverbrauch wäre 1 kWp (5 Module) die maximale Anlagengrösse, wenn ein hoher (>90%) Eigenverbrauch gewünscht ist (mit Tagesspeicher - ohne Saisonalspeicher).


    Der Spekulatius :mrgreen: