Eigenvebrauch aus Stadtwerkesicht - Bachelorarbeit

  • Hallo


    Zum Hintergrund dieses Posts: Ich befinde mich derzeit in der Recherchephase zu meiner Bachelorarbeit im Rahmen des Studiengangs „Energiewirtschaft“ an der Hochschule Darmstadt. Grundsätzlich soll es hierbei um Auswirkungen und Handlungsalternativen für süddeutsche/bayerische Stadtwerke im Rahmen des starken Zubaus an PV-Anlagen (derzeit und wohl auch in Zukunft) gehen.


    Einen Schwerpunkt der Arbeit wird das Thema „PV-Eigenverbrauch“ bilden. Hierbei soll zum einen auf die derzeitig gültige Regelung im EEG mit ihrem aus Anlagenbetreibersicht starken Anreiz zum Eigenverbrauch eingegangen werden, zum anderen soll aber auch ein Ausblick in die Zeit der „Netzparität“ erfolgen, da dann ja ein Anreiz zum Eigenverbrauch auch ohne zusätzliche EEG-Vergütung bestehen wird.


    Um die Auswirkungen aus Vertriebssicht eines süddeutschen Stadtwerks beleuchten zu können, stellt sich u.a. folgende Frage: Mit welchen Absatzeinbußen muss in den nächsten Jahren gerechnet werden, wenn immer mehr PV-Anlagenbetreiber einen Teil ihres Strombedarfs selbst decken und entsprechend nicht mehr über ihr Versorgungsunternehmen beziehen?


    Natürlich hängt diese Frage von zahlreichen z.T. schwer vorhersagbaren Faktoren ab und ist bestenfalls in einer groben Größenordnung abschätzbar. Trotzdem wollte ich an dieser Stelle fragen, ob eventuell irgendwelche Quellen bekannt sind, die im Zusammenhang mit dieser Frage nutzbar sein könnten?
    Hilfreich wären z.B. Abschätzungen, welchen Anteil des Stroms einer PV-Anlage in einem Haushalt durch Eigenverbrauch genutzt werden kann, wenn gewisse Prämissen wie Anlagengröße in kWp und Stromverbrauch des Haushaltes in kWh/a gegeben sind. Mir ist natürlich bewusst, dass dies im Einzelfall sehr stark vom Nutzerverhalten der Bewohner des Haushaltes abhängt, da meine Arbeit aber die Strom-Vertriebssicht beleuchten soll, wäre ein Mittelwert über eine größere Anzahl an Haushalten für meine Zwecke in jedem Fall nützlich.


    Selbstverständlich versuche ich auch „auf eigene Faust“ mögliche Quellen zum Thema zu finden und habe auch schon einige eigene Berechnungen zum Thema Eigenverbrauch auf Basis des Standardlastprofils für Haushaltskunden aufgestellt (Näheres hierzu könnte ich natürlich bei Interesse erläutern). Trotzdem wäre für jede weitere mögliche Informationsquelle zum Thema Eigenverbrauch mehr als dankbar!


    Ich würde mich also über alle möglichen Links, Ideen, Anregungen etc. sehr freuen!


    PS: Folgendes Thema habe ich mir bereits gelesen:
    http://www.photovoltaikforum.c…ch-und-teuer--t45814.html
    Hinweise auf weitere Themen im Forum, die im Zusammenhang mit dem Thema Eigenverbrauch für mich nützlich sein könnten, sind natürlich ebenfalls gern gesehen!


    Viele Grüße


    Marcel

  • hier gibts daten zu lastgängen von haushalten und industrien:


    http://www.volker-quaschning.de/downloads/index.php


    der Mann war mein Professor in reg. Energien in berlin und Diplomvater, arbeitet auch am Desertec projekt mit als berater, ist also keine unseriöse Quelle


    Aber warum fragst du nicht die stadtwerke, wissen die nicht wann und wieviel ihre Kunden verbrauchen? Schwach...


    Dort gibts auch erzeuger-last-gänge zu PV Anlagen in DE (mittelwerte), wenn du dich um süddeutschland kümmerst, solltest dir dort aber die daten besorgen, alle EVUs sind dazu verpflichtet Anlagendaten zu veröffentlichen, weiß ich da ich eine ähnliche untersuchung wie du in Hamburg erstellte, da ging es aber eher um den PerformanceRatio Vergleich bei alten und modernen PV anlagen und Qualitätsstandard die daraus abgeleitet werden sollten, den Bericht hat die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg, Vattenfall macht das, aber andere nicht obwohl sie dazu gezwungen sind... Weiß nicht wie es bei deinen Stadtwerken der Fall ist


    Du musst dir außerdem klarmachen das der eigenverbrauch der gefördert wird nichts anderes ist als die normale PV-Nutzung (technisch gesehen), man baut nur einen anderen Zählertyp ein, der den PV Strom misst der im Haus verbraucht wird.


    Auch ohne diesen wird PV Strom im haus verbraucht, ohmsches gesetz, der strom sucht sich den weg des geringsten wiederstandes und der ist eben im haushalt und nicht im nächsten umspannwerk...
    der unterschied besteht nur in der verrechnung


    WIRKLICHER eigenverbrauch sind Offgridanlagen oder zumindest mit netzunterstützung, heißt eine PV Anlage speist wie gehabt über einen Wechselrichter AC Strom ins hausnetz ein, überlasten werden in Baterien gespeichert (laderegler nötig), bei Unterdeckung speist die batterie ein, sollte diese leer sein, dient das Netz als Bezugsstütze, aber nicht mehr als Hauptversorger


    Ziel einer solchen betriebsweise ist es die batterien so selten wie möglich zu nutzen, den die habe lade und entladezyklen die begrenzt sind und sind sch... teuer! ;Lohnt sich in unseren breiten noch nicht. Da aber die Automobilbranche auf elektro umstellt, werden Li-Ionen akkus in massen gefertigt (Renault will bis 2020, 20% ihrer Produktion auf Elektro umstellen), heute werden noch ineffiziente Blei-Akkus in PV-Offgridanwendungen benutzt, sollte es einen Preisverfall bis 2020 im Li-Ionen akku bereich geben, machen auch Offgridanwendungen sinn, denn dafür gilt dann wirklich die "gridparity" also wenn eine offgrid anlage mit netzstützung günstiger in der erzeugung ist als haushaltsstrom (also unter 23cent/kWh)


    heute kostet eine kWh aus einer Standard PV anwendung um die 20cent (abgeschrieben um die 1cent je kWh), durch zu erwartende kostenreduzierungen bei modulen und wechselrichtern können diese kosten schon 2015 bei ca 9-10cent liegen


    die für offgrid nötigen zusatzkomponenten kosten heute zusätzlich 20-30cent (95% davon durch Batterien die nur mit einer Lebensdauer von 7-8 Jahren bei PV nutzung gerechnet werden können)


    bei Li Ionen akkus erhöht sich die lebensdauer auf das 3 fache (dann sind wir bei den 20 Jahren die für PV heute veranschlagt werden), aktuell zu teuer, wenn aber der "E-Mobil-Effekt" schlägt (das sich die kosten auf Bleiakku niveau senken), könnten wir hier auch, bis 2020, bei 8-15cent landen und schwups lohnen sich offgridanwendungen


    Grüße suntha


  • Moin ...


    natürlich beschäftigen wir uns hier auch intensiv mit dem Thema schon allein aus "Zukunftsperspektive" bzw. schon aus der Gegenwartsrealität heraus, weil ja manche schon auf Eigenverbrauchsregelung gesetzt haben. Da gibt es meiner Erinnerung nach auch durchaus Anlagen mit Datenloggern die man sich konkret betrachten könnte. Diesbezüglich der Aufruf an andere mal entsprechende Links hier zu bringen. Da kann man am besten ablesen was deren Haushalt so "einspart" ....


    Man kann sicher nicht jeden Haushalt als "Standard" ansetzen, denn die Lastkurven über den Tag hängen natürlich stark von der Wohnungsnutzung bzw. dem der Geräte ab und z.B. von der individuellen Situation was auch Arbeit (Pendler) und Familie betrifft. Dies gilt für "normalen" Haushaltsstrom wie z.B. für Beleuchtung (eher weniger tagsüber :wink: ) , "Braunware" (Unterhaltungselektronik) "Weissware" (Haushaltsgeräte) und sonstiges.


    Eine besondere Form der Nutzung welche bislang noch nicht Vordergrund steht ist die thermische Nutzung zur Gebäudeheizung .. sei es im Verbund mit einem Be/Entlüftungssystem über Wärmetauscher (&Zusatzheizer für extreme Kälte) oder eben den Betrieb einer Wärmepumpe. Diesbezüglich finden Sie im Forum aktuell mindestens zwei Threads .. einer unter dem Forentitel "EVU" (theoretische Betrachtung) ...ein anderer unter "Österreich" (praktisches Vorhaben)


    Ein weitere Aspekt nämlich die erweiterte zukünftige Nutzung im Bereich der Elektromobilität schließlich wird hier aktuell unter "Energiepolitik" diskutiert bzw. gibt es einige ältere Threads unter "Off Topic" ... ein bischen "wühlen" müssen Sie aber schon selber :wink: (Ohne Fleiß kein Preis)


    Zum Schluß möchte ich noch anbringen, daß hier im Forum immer gerne nach "INPUT" von eiifrigen Studenten verlangt wird und wir uns natürlich nicht lumpen lassen diesen zu geben. Jedoch ...und da setzt meine Kritik an... wird hier selten bis nie "OUTPUT" gegeben, d.h. deren Studien/Erkenntnisse im Anschluß hier nicht veröffentlicht. Das ist schon etwas "nervig" ... Wenn Sie da also mit leuchtendem Beispiel voran gehen möchten :wink:


    mfg vom Deich

    [color=#800000]56 x Sharp NU-180E1, 2 x SB 5000 TL HC
    Dach:Az. 200 Grad, Elev. 40 Grad (3 Strings)
    + 28 Grad (1 String) Null Schatten ..

  • Zitat von Marcel_K


    Hilfreich wären z.B. Abschätzungen, welchen Anteil des Stroms einer PV-Anlage in einem Haushalt durch Eigenverbrauch genutzt werden kann, wenn gewisse Prämissen wie Anlagengröße in kWp und Stromverbrauch des Haushaltes in kWh/a gegeben sind. Mir ist natürlich bewusst, dass dies im Einzelfall sehr stark vom Nutzerverhalten der Bewohner des Haushaltes abhängt, da meine Arbeit aber die Strom-Vertriebssicht beleuchten soll, wäre ein Mittelwert über eine größere Anzahl an Haushalten für meine Zwecke in jedem Fall nützlich.


    Guten Tag,


    entsprechende Arbeiten wurden und werden auch von anderen Stadtwerken durchgeführt.


    Wir haben ein Excel basiertes Berechnungstool dazu veröffentlicht: http://solarportal-sachsen.de/…ltaik/Eigenverbrauch.html
    (Vorsicht große Datei). Sie können gewisse Parameter variieren wie Solarertrag, Jahresverbrauch, Stand-By, usw...


    Dem Zugrunde liegt der Jahresgang einer realen PV Anlage (relativ flach und starke Schneebedeckung im Winter) in Dresden und ein fiktiver Lastgang basierend auf den Haushaltsdurchschnitt eines EVUs.


    Wenn Sie reale (gerne anonymisierte) Werte im 15 Minuten Takt (also 33.580 Werte pro Jahr) für einen Haushalt und/oder eine PV Anlage liefern kann ich die Simulation gerne entsprechend anpassen. Der Service ist kostenlos, da ich ebenfalls ein Interesse an einer großen Datenvielfalt habe.


    Ich möchte noch darauf hin weisen, dass durchschnittliche Lastgänge das Ergebnis stark verfälschen können, da ein typischer Lastgang eines Haushaltes oft kurze aber starke Lastspitzen aufweist (z.B. Haartrockner, Wasserkocher, Durchlauferhitzer, E-Herd, Waschmaschine), die bei verwendung "glatter" Durchschnittskurven nicht berücksichtigt werden können. Selbst die 15 Minuten Auflösung ist hier schon kritisch.


    Mit freundlichen Grüßen

    Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH
    Pirnaische Straße 9
    01069 Dresden
    Telefon: 0351/4910-3167
    Fax: 0351/4910-3155
    Internet: http://www.saena.de

    Einmal editiert, zuletzt von M Reiner ()

  • Hallo und vielen Dank für die bisherigen Antworten!


    Zum Beitrag von suntha:


    Quasching kenne ich, daher ohnehin keine Zweifel an der Seriosität!


    Zitat

    Aber warum fragst du nicht die stadtwerke, wissen die nicht wann und wieviel ihre Kunden verbrauchen? Schwach...


    Das werde ich in jedem Fall noch tun! Ich schreibe die Arbeit in Zusammenarbeit mit einem Beratungsunternehmen und über dieses habe ich Kontakt zu mindestens einem Stadtwerk, das auch bereit ist, Daten zur Verfügung zu stellen. Ich erhoffe mir natürlich hier praktische Daten, sowohl zum Lastverhalten verschiedener Kundengruppen als auch zum Einspeiseverhalten von PV-Anlagen, zu erhalten. Außerdem für PV-Anlagen mit Inbetriebnahme nach 01.01.2009 evlt. auch schon Daten zum Thema Eigenverbrauch.


    Zitat

    Du musst dir außerdem klarmachen das der eigenverbrauch der gefördert wird nichts anderes ist als die normale PV-Nutzung (technisch gesehen), man baut nur einen anderen Zählertyp ein, der den PV Strom misst der im Haus verbraucht wird.


    Das ist mir bewusst. Solange keine Änderung im Nutzerverhalten durch die Eigenverbrauchsregelung hervorgerufen wird, ändert sich aus "Netzsicht" praktisch nichts. Ich werde mich aber wie gesagt vor allem auf die "Vertriebssicht" konzentrieren. Und aus Sicht eines Stadtwerks ergibt sich dabei durch Eigenverbrauch von Solarstrom zunächst ja einfach folgende Situation: Eine Kunde, der ohne PV-Eigenverbrauch zuvor 4000 kWh/a bei mir gekauft hat, realisiert nun einen Eigenverbrauch von 1500 kWh/a. Diese Absatzmenge fällt bei mir weg. Unabhängig davon, ob der PV-Strom auch ohne die EEG-Eigenverbrauchsregelung physikalisch "den selben Weg" genommen hätte.


    Und die Frage, die sich dadurch nun im Rahmen meiner Bachelorarbeit ergibt, ist grundsätzlich folgende: Um welchen Betrag dürfte sich der Stromabsatz eines Stadtwerkes in Zukunft reduzieren, wenn immer mehr PV-Strom "eigenverbraucht" wird?


    Ich werde die Betrachtung der Frage wohl unterteilen in "kurzfristige Perspektive" und "mittel- bis langfristige Perspektive". Die kurzfristige Perspektive betrifft den Zeitraum bis Ende 2011. Danach kommt wohl die nächste EEG-Novelle und auch die derzeitige Eigenverbrauchsregelung soll dann auf den Prüfstand. Die kurzfristige Betrachtung beruht also auf "Stand gesetzliche Rahmenbedingungen heute". Wie die EEG-Bedingungen für PV-Strom nach der EEG-Novelle 2012 aussehen werden, ist derzeit meiner Meinung nach äußerst schwer abschätzbar (es wird heute ja z.T. bereits der komplette Ausstieg aus der Förderung gefordert).


    Danach kommt dann die langfristige Perspektive. Hier ist der entscheidende Punkt, dass für private Haushalte aller Voraussicht nach früher oder später die viel zitierte "Netzparität" herrschen wird und es sich für PV-Anlagenbetreiber dann auch ohne spezielle Eigenverbrauchsregelung aus dem EEG lohnt, Eigenverbrauch umzusetzen.
    Auch bei dieser Betrachtung soll wieder eine (grobe) Abschätzung erfolgen, deren Ergebnis die Frage beantwortet: Mit welchen Absatzeinbußen müssen Stadtwerke bis (z.B.) 2020 rechnen, wenn (z.B.) ab dem Jahr 2014 Netzparität für Privathaushalte erreicht ist?
    Diese Betrachtung dürfte unter viel größerer Unsicherheit erfolgen, als die kurzfristige Betrachtung, da eben dann genau die von sintha angesprochenen Faktoren wie "Entwicklung von Speichern und deren Kosten, auch in Verbindung mit Elektromobilität", "Entwicklung der Modulpreise, Wechselrichterpreise, etc." und noch viele weitere Dinge zum Tragen kommen. Nicht zuletzt auch die dann herrschenden gesetzlichen Rahmenbedingungen der Förderung. Denn auch die Netzparität nützt dem Anlagenbetreiber meiner Meinung nach wenig, wenn er aus seiner 5 kWp-Anlage z.B. 50 % des Jahresertrags eigenverbraucht, den Rest aber nur mit einer Vergütung von z.B. 5-6 ct/kWh in das allgemeine Netz einspeisen kann. Außer natürlich Speicher sind bis dahin entsprechend kostengünstig verfügbar…Wie gesagt, alles ziemlich schwer voraussagbar, werde wohl verschiedene Szenarien aufstellen müssen.


    Aber um mal nicht zu weit in die Ferne zu schweifen: Zunächst geht es mir wie gesagt um die kurzfristige Perspektive. Angenommen im Jahr 2011 werden in Bayern 1000 MWp PV-Leistung zugebaut, davon 700 MWp in Form von Anlagen, die grundsätzlich für Eigenverbrauch in Frage kommen (Dachanlange, bis 500 kWp). Welche Menge des darin erzeugten PV-Stroms dürfte wohl „eigenverbraucht“ werden?


    An dieser Stelle wird dann der Aufruf von neuharlingerstrom (Danke dafür!) interessant:

    Zitat von neuharlingerstrom

    Da gibt es meiner Erinnerung nach auch durchaus Anlagen mit Datenloggern die man sich konkret betrachten könnte. Diesbezüglich der Aufruf an andere mal entsprechende Links hier zu bringen. Da kann man am besten ablesen was deren Haushalt so "einspart" ....


    Denn die von suntha angesprochenen „Erzeugerlastgänge“ für PV liegen mir zwar vor, stellen jedoch, wie suntha selbst sagt, nur Mittelwerte der realen Einspeisung dar. An einem Tag im Juli wird in der ¼ h von 12.00 bis 12.15 Uhr somit immer die gleiche PV-Einspeisung angenommen.
    Die für PV typischen vergleichsweise starken Schwankungen von Tag zu Tag, ggf. auch von Stunde zu Stunde etc. werden gemittelt. Und auch wenn Statistik nicht mein Spezialgebiet ist, so bin ich recht sicher, dass eine Abschätzung der realisierbaren Eigenverbrauchsquote für einen Haushalt auf dieser Basis nicht optimal möglich ist. Reale Einspeisewerte für jede ¼ h mehrerer Jahre wären hier, denke ich, geeigneter!


    @ neuharlingerstrom: Danke auch noch für die weiteren Themen, die du mir nahegelegt hast! Dass ich selbst „wühlen“ muss, ist natürlich klar, ich mache seit zwei Wochen fast nichts anderes mehr! Aber natürlich nicht nur im Forum. Und was die Sache Input/Output betrifft: Ich persönlich hätte grundsätzlich nichts dagegen, die Arbeit hier später auch zur Verfügung zu stellen, es wird jedoch aller Voraussicht nach leider trotzdem nicht möglich sein. Und zwar aus dem oben genannten Grund: Die Arbeit schreibe ich in Zusammenarbeit mit „der Praxis“ und leider kann ich eine Bachelorarbeit, die auf internen Zahlen eines/mehrerer Stadtwerke beruht, nicht einfach im Internet frei zugänglich machen.


    Anders sieht es natürlich mit den grundsätzlichen Ergebnissen/Aussagen etc. aus. Diese kann ich natürlich gerne im Forum zur Diskussion einstellen, sofern gewünscht! Denn auch wenn ich die Arbeit aus Sicht der „klassischen“ Versorger schreibe, die standesgemäß nicht nur erfreut sein dürften, wenn ihnen durch PV ein Teil des Marktes wegzubrechen droht, so soll das Ergebnis der Arbeit keinesfalls „contra-PV“ ausfallen, sondern vielmehr Möglichkeiten aufzeigen, wie Stadtwerke sich auf regionaler Ebene am besten an der Neugestaltung der Energiewirtschaft beteiligen bzw. daran teilhaben können.


    Da der Beitrag nun aber mittlerweile die kritische Länge deutlich überschritten hat, soll’s das nun vorerst gewesen sein. Ich freue mich auf weitere Beiträge und einen interessanten Austausch!


    Viele Grüße


    Marcel

  • Ich sehe gerade, dass während ich einen Beitrag geschrieben habe, eine weitere sehr interessante Antwort hinzugekommen ist. Da ich nun aber nur noch wenig Zeit habe, zunächst nur ganz kurz:


    @ M Reiner: Vielen Dank für ihren Link und Ihr Angebot! Ich werde auf jeden Fall spätestens Anfang nächster Woche auf Sie zurückkommen!


    Bis dahin,


    Marcel

  • um dir vielleicht die angst bei deinen vorhersagen zu nehmen, schau dir mal langzeitstudien großer Consulting firmen an, zB zum Energiekonzept der CDU, die von profund,


    dort werden manchmal ganz abstruse dinge angenommen, wie zum Beispiel das der stromverbrauch der nächsten Jahre sinkt, das brennstoffkosten stabil bleiben usw, weil die regierung dies so sehen wollte


    Hörche also deine auftraggeber aus was sie für ergebnisse erwarten und dann rechne es so, das es hinkommen kann, so funktioniert consulting...leider


    Studien spiegeln immer nur die sicht des autors oder der interessengruppe wieder, mach dir das klar, mache ungefähr realistische annahmen und schaue dann ob die Ergebnisse plausibel sind, wenn du ZU wissenschaftlich rangehst, verbringst du zuviel zeit mit detailfragen und verlierst dein ergbniss aus den augen, eine gute Note in deiner abschlussarbeit


    ging mir auch so und das führte zum schluss zu mehreren nächten ohne schlaf ;-)


    Grüße Suntha

  • Den Stadtwerken wird bei verstärkten Eigenverbrauch eher das Strommanagement zukommen als nur bloßer Stromlieferant zu sein. Insellösung bei der Stromversorgung wird eher die Ausnahme sein. Daher werden die Stadtwerke als Stromabnehmer für überschüssigen PV-Strom und als Stromlieferer bei mangelnden PV-Strom fungieren. Dafür werden sich wahrscheinlich die Grundpreise ändern, da bei Eigenverbrauch der Gewinn der Stadtwerke durch Stromverkauf geringer wird, die Netze trotzdem erhalten werden müssen.
    Würde mich interessieren, was aus deiner Studie herauskommt.


    Sonnige Grüße Peter

  • Eine sicherlich blöde Seitenfrage.
    Kann der Strom aus einer normalen PV Anlage (Dach Haus) überhaupt in das Netz eingespeist werden? Meine damit über die 380V hinaus, also 10 KV und höher.
    Dachte immer, die Trafos funktionieren nur in eine Richtung.


    Wenn ich raten dürfte, dann würde ich meinen, dass der normale PV Dach Kunde 2025 maximal noch 50% seines heutigen Bezuges beim Stadtwerk einkaufen wird. *Winter
    Bis dahin, wird das Thema Speicher so normal sein, wie das Thema WR Heute. Zumal die Strompreise signifikant steigen werden. Und dann kommt noch die MWST. usw. dazu. Man muss kein Techniker sein, um das Thema zu denken. Wer 1 Cent für die kWh aufwenden muss, der kann 20 Cent für das speichern verbraten und macht dann immer noch Gewinn. *2025
    Und wo ein Markt ist, da ist dann bald auch ein ordentliches Angebot. Zumal, das Thema Speicher nicht allzu utopisch sich darstellt.
    Zum Glück für die Vier und die Stadtwerke, sind ja nicht mal alle EFH optimal für PV geeignet. Ergo, bleibt denen noch genug Kundschaft.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Hallo Marcel,
    ich betreibe seit 18.3.2010 eine PV Anlage mit 4 KW/Peak und habe auf Eigenverbrauch optiert mit der Regelung wie diese am 18.3. bestand d.h. ich bezahle für der eigenverbrauchten Strom 19,15 Cent incl. MWST.
    Grundsätzlich muss man ja bei deinem Thema berücksichtigen, daß jeder der ein PV-Anlage auf seinem Haus installiert, wenn er Strom verbraucht oder im Haus oder Nachbarschaft Strom verbraucht wird zu erst der Strom aus der PV-Anlage verwendet wird das ergibt sich aus den pysikalischen Gesetzmässigkeiten.
    Insofern wird, wenn die PV- Anlagen dezentral über viele Standort verteilt installiert sind das Niederspannungsnetz in der Regel deutlich entlastet. Das besondere an dem Eigenverbrauch ist, das der Eigenverbrauch messtechnisch erfasst wird auch wenn nur 1 Phasig eingespeist wird und 3 Phasig verbraucht wird sind die Verbrauchswerte korrekt ermittelt.
    Bei mir stellt sich die Situation nun wie folgt dar.
    Durch Kauf von neusten Elektrogeräten und Installation von einer Solarthermieanlage mit energiesparenden Pumpen und optimierter Regelung bin ich im Haushalt mit 3 Personen und 150 QM Wohnfläche
    von eine Stromverbrauch von bisher 3700 KWh pa. inzwischen auf 2200 Kwh pa..(hoch gerechnet seit 18.3 aufs Jahr) Verbrauch angekommen.
    Von diesen 2200 kwh p.a. werde ich ca 50% d.h. 1100 kwh durch Eigenverbrauch decken.
    Diese 50% sind seit 18.3.2010 real ermittelte Werte. Diese wurde erreicht ohne die Verbrauchsgewohnheiten zu ändern.
    Für den bezogenen Strom von 1100 kwh bezahle ich rund 24 cent das ist natürlich Kleintarif und 100% erneuerbare Energie. So das ich heute durch den Eigenverbrauch bereits ein Kostenvorteil von 5 Cent pro kwh habe und den Preis für den Eigenverbrauch für die nächsten 20 Jahr fest habe. http://www.photovoltaikforum.com/posting.php#

    Gruss
    Martin
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