Definitionen Begriffe standard test conditions

  • Guten Tag


    ich habe eine Frage zu den Definitionen
    ein kWp ist die Leistung die das Modul erzeugt wenn 1000W/m2 senkrecht auf die Module kommt
    ist dies richtig also ist der Wert abhängig von der Einstrahlleistung und dem Winkel?
    ich frage darum so erstaunt da ja auch mehr leistung runterkommen kann (rein Wetterdatenmässsig hab ich schon werte über mittag von über 1100W/m2 gesehen
    daraus eine Weitere Frage wenn man die Flächenleistung zb mit Speigeln oder Linsen vergrössert ändert sich dann auch der kWp und wie weit ist das für die Module gefährlich (vorausgesetzt wärmeentwicklung oder besser Abführung ist gelöst)


    EIne weiter Frage zu einem anderen Thema
    der Preis pro kWp der berücksichtigt einen allfälligen Wirkungsgrad nicht? oder
    wäre es da nicht Aussagekräftiger die Angebote mit Preis pro kWp/m2 zu vergleichen
    nichts gegen Preis pro kwp der hilft schon gewaltig :-)


    und eine letzte Frage (für heute)
    ist der zum Teil höhere Preis in der Schweiz aus irgendwelchen Gründen zu erklären
    hat da wer erfahrung was die Unterschiede Deutschland Schweiz sind
    so wie ich gehört habe sind in CH nur 3 Phasige Wechselrichter erlaubt ist das in Deutschland anders
    gibt es noch mehr Unterschiede die sich dann im Preis bemerkbar machen könnten?


    gruss Roman

  • Danke für diese Denkanstöße.


    Zitat von strolchi

    Guten Tag


    ich habe eine Frage zu den Definitionen
    ein kWp ist die Leistung die das Modul erzeugt wenn 1000W/m2 senkrecht auf die Module kommt
    ist dies richtig also ist der Wert abhängig von der Einstrahlleistung und dem Winkel?
    ich frage darum so erstaunt da ja auch mehr leistung runterkommen kann (rein Wetterdatenmässsig hab ich schon werte über mittag von über 1100W/m2 gesehen


    Es wird bei 25 °C homogener Modultemperatur, 1000 W/m² Bestrahlungsstärke und einer Luftmasse von 1,5 gemessen. Dies sind die Standard-Testbedingungen (STC, engl. Standard-Test-Conditions). Dies dient hauptsächlich der Vergleichbarkeit (unterschiedlicher Herstellervarianten). Ein Mehr ist jederzeit möglich. Es gibt auf der Erde sicher Plätze die auch 1700 W/m**2 und mehr produzieren.

    Zitat von strolchi


    daraus eine Weitere Frage wenn man die Flächenleistung zb mit Speigeln oder Linsen vergrössert ändert sich dann auch der kWp und wie weit ist das für die Module gefährlich (vorausgesetzt wärmeentwicklung oder besser Abführung ist gelöst)


    Es gibt sicher einen Sättigungspunkt, bei dem man materialbedingt nicht mehr erwarten kann, aber den kenne ich nicht. Ich sehe eher die Problematik, dass die Querschnitte der Bus-Bars eventuell die Stromdichte nicht mehr zerstörungsfrei bewältigen könnten und wie eine Sicherung aufschmelzen (solche Effekte hat es meist durch schlechte Verbindungen, schon gegeben). Also könnte es neben der Sättigung ein konstruktives Maximum geben. Die entstehende Wärme ist dabei eher ein Schutz für Überlastung, da sie den Wirkungsgrad reduziert. Für mich wäre auch mal interessant zu wissen, ob der angegebene Kurzschlussstrom eines Moduls signifikant über die Datenblattangabe steigen kann.

    Zitat von strolchi


    EIne weiter Frage zu einem anderen Thema
    der Preis pro kWp der berücksichtigt einen allfälligen Wirkungsgrad nicht? oder
    wäre es da nicht Aussagekräftiger die Angebote mit Preis pro kWp/m2 zu vergleichen
    nichts gegen Preis pro kwp der hilft schon gewaltig :-)


    Ja. Wird zum Vergleich mit dem Flächennutzungsgrad auch schon gemacht. Aber beides Wirkungsgrad und Flächennutzungsgrad werden erst wirklich interessant, wenn die Fläche zur Nutzung begrenzt ist. Und dann sollte man auch nochmals rechnen, ob das gewünschte Mehr an Ertrag nicht durch die Investionen überkompensiert wird.



    Also in Deutschland ist einphasige Einspeisung bis zur maximalen Schieflast von 4,6KVA erlaubt und wird bei Wohnhausanlagen bis 10KWp oft auch mit zwei WRs so gemacht.
    Zu den Preisen kann ich nicht wirklich etwas begründen, aber ich vermute, dass einfach die Möglichkeiten des lokalen Marktes durch die Hersteller versucht werden auszunutzen. Also so wie immer.

    Einmal editiert, zuletzt von P.Voltologe ()

  • da mit dem Mark mag stimmen
    übrigens tipp ich da mehr auf die Händler als auf die Hersteller also sowohl als auch denk ich mal
    Je grüsser "Umweltschurz ja" da steht desto kleiner steht darunter "nur wenn ich daran verdiene"


    naja die wirklich wichtigen Dinge im Leben kann man sich zum Glück nicht kaufen
    und kann man es ist es nicht wichtig


    ich werde die Module auch mal in Deutschland anfragen da spricht ja nichts dagegen
    ich darf ja als schweizer in De bestellen und die dürfen auch in die Ch liefern
    Gewährleistung ist ja eh dieselbe
    oder vergess ich was




    bezüglich Fläche die ist bei mir begrenzt zumindest so ca
    hab eine ca30m2 Dachfläche dann nochmals eine 20m2 beide ca 34 Grad neigung und dann noch eine ca 30m2 mit 10 bis 15 grad neigung alles nach süden
    dann noch einiges an Freifläche aber die Dachflächen müssten ja erstmal genügen bei minergie
    aber dennoch wenn man den Markt so sieht möcht ich nicht alles mit schlechtem Wirkungsgrad zupflastern und dann in 10 Jahren feststellen das die nun weg müssen weil sonst kein Platz mehr ist die sollen ja auch nach der Abschreibung (20 Jahre ja bei uns ist es nicht so gefördert wie bei euch )so lange produzieren wie sie können :-)
    bezüglich der Förderung ich will das keines falls kritisieren nur is es halt bei uns leider schwerer wirtschaftlich zu werden

    Einmal editiert, zuletzt von strolchi ()

  • Im Kern richtig. Ich würde dabei zu Firmen tendieren, die erwartungsgemäß auch noch in 20 Jahren greifbar bleiben (Leistungsgarantien laufen meist in diesem Bereich, obwohl die Beanspruchung an viele Probleme stößt).
    Ob zwischen Schweiz und EU beim Handel irgendwelche Zwangssteuern entstehen entzieht sich meiner Kenntnis.


    Zum dreiphasigen Einspeisen wäre auch noch zu bemerken, dass dies im Regelfall die Lebensdauer der verwendeten Wechselrichter günstig beeinflusst (symetrische Belastung führt zu geringere erforderliche Kondensatorkapazitäten im WR).
    Grüße