Pachtvorauszahlung

  • Hallo,


    ich bin am überlegen, ob ich ein mir angebotenes Dach zum Betrieb einen PV-Anlage einmalig über eine abgezinste Vorauszahlung anpacht. Aus meiner Sicht handelt es sich dann bei der einmaligen Vorauszahlung um Anschaffungsnebenkosten, die auch IAB-fähig sind. Anschaffungsnebenkosten daher, da diese Pacht für die Dachfläche Grundvoraussetzung für die Errichtung einer Anlage ist und aus meiner Sicht die Pacht im Verhältnis zu den echten Anschaffungskosten eine untergeordnete Rolle spielt.


    Hat hier jemand bereits Erfahrungen mit dem Finanzamt gemacht.

    Hab Sonne im Herzen und auf dem Dach
    Andy

  • Das dürfte m.E. nicht funktionieren. Die Pachtvorauszahlung ist auf die Laufzeit des Vertrags zu verteilen. Das würde den allgemeinen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechen. Nach Handelsrecht, welches immer noch die Grundlage bildet, wäre es unzulässig, die Pachtvorauszahlung zu den Anschaffungskosten zu rechnen. Man würde Dir entgegenhalten, dass Du Dich reich rechnest.


    Die Steuer wird Dir sagen, dass der IAB nur für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens gilt. Eine Anzahlung ist kein bewegliches Wirtschaftsgut.


    Viele Grüße aus Eschweiler vom Forumstreffen



    Stevie

    Dr. Stefan Rode

    Rechtsanwalt und Steuerberater

  • Hallo,


    das wird nicht funktionieren - siehe Sonnenstevie - der ja sowieso der Fachmann ist :D . Da war auch mal 'ne Abhandlung im SVF Forum drin, wo genau das steht. Abzuschreiben über 20 Jahre!


    Gruß
    Martin


    Sonnenstevie : WIr stehen in den Startlöchern :D - bis morgen :wink:

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Inmotion V10F; Nikola Gotway 84V

  • Zitat von Sonnenstevie

    ..
    Die Steuer wird Dir sagen, dass der IAB nur für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens gilt. Eine Anzahlung ist kein bewegliches Wirtschaftsgut.


    sehe ich auch so,
    Dachmiete-Vorauszahlungen sind linear über den Vorauszahlungszeitraum (normal= 20 Jahre) zu verteilen (sagt mein Steuerberater und das FA)
    Ist auch irgendwo beschrieben, habe jetzt nicht die genaue Stelle (suche mal, hatte ich mal hier im Forum beschrieben)


    Was man machen kann:
    Vorauszahlungen bis 5 Jahre können auf einmal oder auf 5 Jahre verteilt "abgeschrieben" werden, alles was über 5 Jahre ist, wird wie vorher beschrieben behandelt.
    Denke jedoch das will der Verpächter nicht.

  • Schade, vom Grundsatz her war ich eigentlich überzeugt, dass ob der Unwesentlichkeit im Gesamtbetrag der PV-Anlage, diese Vorauszahlung den Anschaffungskosten zuzurechnen wäre. Ohne Dach keine PV-Anlage!
    Danke für die Antworten.

    Hab Sonne im Herzen und auf dem Dach
    Andy

  • Hallo noch ein Hinweis:


    mir ist bewusst, dass die Anzahlung selbst kein bewegliches WG ist. Aber ist Sie nicht eine Nebenleistung zum Erwerb des bewegl. WG = PV-Anlage. Ich kenne das aus dem Umsatzsteuerrecht: Die Nebenleistung teilt das Schicksal der Hauptleistung! Eine Maklerprovision zum Beispiel ist ja auch den Anschaffungsnebenkosten zuzurechnen.

    Hab Sonne im Herzen und auf dem Dach
    Andy

  • Die Vorauszahlung wird wie normale Mieten zB. für ein Mietobjekt behandelt


    Das hat mir mein Steuerberater gesagt, ich habe auch bereits zwei Dächer mit Vorausmiete über 20 Jahre.


    Mieter:
    Muss , wenn die Miete mehr als 5 Jahre im voraus bezahlt wird, linear auf die Laufzeit der Vorauszahlung verteilt werden.
    Wenn du die Miete immer bis 5 Jahre im voraus zahlen würdest, dann kann man den Betrag jeweils in einem Jahr oder verteilt in 5 Jahren absetzen.


    Vermieter:
    Miete sind Einnahmen und zwar komplett im Jahr der Mietzahlung.


    Oder, sollte das nicht ausreichend sein, einfach beim FA anrufen.