E.on Braunschweig zahlt nicht

  • Zitat von za-ass

    Ich frage auch mal anders herum: Darf den jeder einfach mal eben so einen Zähler setzen und ans öffentliche Netz (bzw. Netz des VNB) anschließen?


    Nicht jeder, aber jeder darf seinen eigenen Zähler einbauen lassen.


    Die Clearingstelle hat hierzu auch entschieden. Achtung betrifft nur Einspeiser mit EEG 2004.


    In Kürze:


    -Meßhoheit liegt beim Anlagenbetreiber


    -Jeder Fachkundige darf Zähler einbauen. Dies sind in der Regel Elektromeister, aber auch sonstige Fachkundige (selber nachlesen).


    -Die eichrechtlichen Bestimmungen müssen eingehalten werden. Es muss ein geeichter Zähler sein.


    -Keinerlei Abschluss eines Vertrages notwendig, auch kein Messstellenbetreiberrahmenvertrag oder sonstiger Messstellenbetreiberunsinn


    -Zählerstand muss bis bis 28.2. des Folgejahres beim Netzbetreiber eingegangen sein (Dürfte aber jedem bekannt sein)


    Hier der link zur Clearingstelle. Ganz unten die "Empfehlung.pdf". Die ersten vier Seiten sind der Spruch. Wer will kann sich auch noch den Rest rein ziehen, echt spannend.


    http://www.clearingstelle-eeg.de/EmpfV/2008/20


    Grüße

    11,84 KWp Ausrichtung 250 ° West Neigung 42° - 64xAleo 185 4xFronius IG 30

  • Die Empfehlungen der Clearingstelle würde ich nicht zu ernst nehmen. In der Verhandlung vor dem Landgericht ging es u.a. um die Frage, ob der Anlagenbetreiber (Zulassung durch die Eichdirektion vorausgesetzt) auch Messstellenbetreiber sein kann.


    Nach der Empfehlung der Clearingstelle kann er. § 7 Abs. 1 EEG spricht jedoch von einem Dritten. Daher sah das der Richter anders, und damit hatte er kein Problem: "Was ist für mich maßgeblich, die Clearingstelle oder das Gesetz?"


    Die Empfehlungen der Clearingstelle sind m.E. weniger relevant als die Entscheidung eines OLG; vom BGH ganz zu schweigen.


    M.E. stellt sich aber die Frage nach der Folge eines Verstoßes gegen § 7 Abs. 1 EEG. Es kann nicht sein, dass dieser Verstoß den Verlust der Einspeisevergütung nach sich zieht; insbesondere, weil E.ON den Strom im Rahmen des Ausgleichs nach den §§ 34 ff. EEG "weiterverkauft".


    Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Aber es sieht gut aus.


    Viele Grüße



    Stevie

    Dr. Stefan Rode

    Rechtsanwalt und Steuerberater

  • Hallo,
    auch bei mir ist der Sonnenschein durch die E.ON Braunschweig getrübt! Erste Abschlagszahlung für Monat Mai/Juni wurde gebündelt überwiesen, danach kam nichts mehr. Ich habe eine moantliche Abschlagszahlung vereinbart. Ich denke nicht, dass ich dann verpflichtet bin auch noch eine Rechnung zu stellen. Ich habe nun per Fax die E.On gemahnt und werde nun Ende der Woche beim Amtsgericht ggf. einen Titel erwirken.
    Die vielen Tipps mit den freundlichen Anrufen hätte ich auch gerne befolgt, liegt mir weit aus mehr als der Rechtsweg! Das Anrufen ist allerdings der reine Nervenkrieg, weiter als die Warteschleife kommt man nicht. In der Zentrale wird nicht weiter vermittelt, auf anfragen per Fax oder Mail wird nicht geantwortet!
    Nach Auskunft meines Beraters bei der Volksbank, geht es jedem 3. Kunden mit der E.On so. Es liegt wohl ganz einfach an der "Flut von Arbeit" und nur derjenige der am lautesten schreit bekommt pünktlich sein Geld.
    Rechtlich gesehen steht die E.On mit dieser Sache wohl auf sehr dünnem Eis, so ist das Geld was dort an uns Betreiber ausgezahlt wird ja nicht Kapital des Energieversorgers, sondern Steuergeld was es zu verteilen gilt.


    Wenn jemand noch einen Tipp hat, wäre ich sehr dankbar, eine Rechtsanwalt wollte ich mir eigentlich sparen!
    Danke,
    Olli

  • Zitat von COOL SOL

    Rechtlich gesehen steht die E.On mit dieser Sache wohl auf sehr dünnem Eis, so ist das Geld was dort an uns Betreiber ausgezahlt wird ja nicht Kapital des Energieversorgers, sondern Steuergeld was es zu verteilen gilt.


    Da solltest du dich noch mal etwas näher informieren: gerade Steuergeld ist es eben nicht! :)


    Ansonsten aber viel Erfolg beim Eintreiben der ausstehenden Zahlungen. Es ist und bleibt unverständlich, dass es immer wieder und immer noch VNB gibt, die allen Ernstes im Jahre 10 nach EInführung des ersten EEG versuchen glaubhaft zu machen, dass sie von der Antragsflut für EEG-Anlagen überrannt werden. :roll:

  • Zitat von COOL SOL

    ...
    Rechtlich gesehen steht die E.On mit dieser Sache wohl auf sehr dünnem Eis, so ist das Geld was dort an uns Betreiber ausgezahlt wird ja nicht Kapital des Energieversorgers, sondern Steuergeld was es zu verteilen gilt.


    So eine (falsche) Aussage hätte ich nicht von einem Betreiber einer PV-Anlage erwartet :(


    Ich selber habe bei der EON Avacon mal angerufen letzte Woche...anscheinend sind die mal wieder/immer noch total unterbesetzt und arbeiten extrem langsam die anliegende Arbeit ab. Nachdem ich die werte Frau gefragt habe ob ich über die Aussenstände von immerhin über 4.500 Euro nun eine Rechnung schreiben soll, meinte sie, sie würde das zeitnah bearbeiten und ich diese Woche Nachricht erhalten.
    Naja zumindestens hat Sie meine Erweiterung innerhalb einer Minute in Ihren Unterlagen gefunden.
    Als sie meinte sie würden mir erstmal den Vertragsentwurf zukommen lassen, wies ich sie darauf hin das ich einen vertragslosen Zustand mit der EON Avacon habe und dieses warscheinlich auch bei der Erweiterung machen werde.
    Ich warte dann mal diese Woche ab :juggle:


    Sonnige Grüße
    Harvester66

    Sovello SVT 180 in 12/09 und Anlagenerw. 06/10 mit Suntech STP 205 -18/Ud => Fronius WR.
    Neu: 12,25 kWp IBC Monosol 245 ET wurde dank RöRö am 05.03.12 vergütungstechnisch in Betrieb gesetzt. Am Netz ab 26.07.12 mit Eigenverbrauchs- und FRE-Regelung.

  • Tach

    Zitat von za-ass


    Ansonsten aber viel Erfolg beim Eintreiben der ausstehenden Zahlungen. Es ist und bleibt unverständlich, dass es immer wieder und immer noch VNB gibt, die allen Ernstes im Jahre 10 nach EInführung des ersten EEG versuchen glaubhaft zu machen, dass sie von der Antragsflut für EEG-Anlagen überrannt werden.


    Aehm, und die Solarsiliziumhersteller +Modulhersteller +WR-Hersteller+Handwerker machen auch seit ca 10 Jahren immer noch bei der Vergütungsänderungrallye mit. Man könnte ja einmal die Herstellungskapazitäten /die Lagervorräte/den Personnalstamm etc anheben, aber das würde womöglich nur mehr Umsatz und weniger Gewinn zur Folge haben . Also wird weiterhin Just in Time geplant. Von den Betreibern in spe die nicht wirklich wissen was sie wollen einmal ganz abgesehen.


    MfG

  • Hallo,
    wo kommt Geld her, wenn die Bundesregierung etwas fördert bzw. Förderungen kürzt :?:
    Falls dies nicht aus Steuertöpfen kommt bitte ich vielmals um Entschuldigung! :oops:
    Aber nochmal zurück zum Thema, für Tipps nach wie vor gerne zu haben!
    Dank und Gruß

  • Tach

    Zitat von COOL SOL


    Aber nochmal zurück zum Thema, für Tipps nach wie vor gerne zu haben!


    Welche Telefonnummer +Faxnummer+Mailadresse wurden verwendet ?


    MfG

  • Hallo Atommafia,
    Vertragspartner ist die E.On Avacon AG in Helmstedt. Dort ist auch immer jemand erreichbar, doch leider nicht zuständig!
    Als Ansprechpartner in Rechnungsfragen, und das sollte hier wohl der Fall sein, wird auf den sog.
    E.ON Best Service GmbH in Quickborn verwiesen. (Tel.: 5351 38880300 Fax.: 05351 38880301 Mail.: eav-einspeisekundenservice@eon-avacon.com )
    Dort bekommst Du niemanden ans Telefon bzw. null reaktion auf Mail oder Fax.
    Bis Freitag ist noch Zahlungsziel, dann geht es zum Amtsgericht. Weiß leider keine Alternative.
    MfG Cool Sol

  • E.on per Einschreiben mit Rückschein mahnen zur Zahlung; gleichzeitig mit rechtlichen Schritten drohen.
    Bei wiederholtem vertragsbrüchigen Verhalten der E.on Einschreibegebühr in Rechnung stellen.

    klingi