Stadtwerke gegen Atom-Lobby

  • Die großen Vier bekommen verstärkt Gegenwind von den Stadtwerken und die gelb-schwarze Energiepolitik gerät immer mehr unter Feuer.


    http://www.n-tv.de/wirtschaft/…Lobby-article1337986.html


    Besonders interessant finde ich die Zahl von 56 Mrd. Euro Zusatzeinnahmen der AKW-Betreiber bei einer Laufzeitverlängerung um 8 Jahre. Der derzeit angedachte Brennelementesteuer wäre da wirklich nur ein Trinkgeld.


    8)

  • Wobei auch bei den genannten Stadtwerken unterschiedliche Interessen eine Rolle spielen, so z.B. beim Mannheimer Versorger MVV, der seine Felle bei gerade im Bau befindlichen Kohlekraftwerk davonschwimmen sieht.

  • Die Stadtwerke werden im Markt den Ausgleich bringen, den die EE brauchen.
    Die AKW und Großkraftwerke können und wollen das nicht.
    Das eigentliche Ziel der Vier ist es, diese lästige Konkurrenz auszuschalten. Solange die Abschaltung in der Schwebe ist, wird keine Bank der Welt einen Kredit für ein Regelkraftwerk/KWK usw. geben. Der Viererbande geht es nicht um sauberen Atomstrom, denen geht es nur darum, die Monostrukturen in der Energieerzeugung zu festigen. Auch die HGÜ Diskussion ist auf diese Lüge aufgebaut. Wenn der "Regionalist" am Drücker wäre, hätten wir genug Platz in den Netzen, um einen sinnvollen Ausgleich bei Schwankungen darzustellen.


    Riesige Netze+ riesige Kraftwerke = gigantische Betreiber= Monopolpreise für den Endkunden= mehr Import von Energieträgern=Kaufkraftverlust= Handelsdefizit bei Energie.


    Ein nationales Energiekonzept, ist mit der Viererbande nicht zu machen. Sind ja nicht mal Deutsche Unternehmen. (Eigentümer mehrheitlich nicht in Deutscher Hand)


    Es steht nur eine Frage zu beantworten: Was nützt dem Land.

  • :danke: PV-Berlin,
    Dein vorheriges Posting kann ich nur dick und fett unterstreichen!


    In meinen Worten: wohin fließt das Geld bei den großen Vier? EON-Auslandsanteil ca. 70%, bei RWE ca. 50%. Wer sitzt dort in den Aufsichtsräten (und Tochter-GmbHs als Geschäftsführer) und kassiert ab? Clement, Merz und Co, und viele andere (ex-politiker und andere) die erstaunlich viel Geld verdienen...


    Was ist die Alternative?
    Das Geld bleibt im Dorf oder der Stadt zumindest im eigenen Landkreis.
    a) es können viele Millarden Euros pro Jahr eingespart werden, pardon verhindert ins Ausland (meist USA, England) abzufließen
    b) anstelle von Mult-Millionen Gehältern von vielen Hunderten von Besitzstandswahrern-Mangern (bei den großen Vier) können Tausende oder Zehntausende kleinere LOKALE und umweltfreundliche Betreiber von Solar-, Wasser-, Geothermie-, Wind und BHKW maßvolle (wenn auch bei guter Betriebsführung überdurchschnittliche) Gehälter zahlen und Aufträge lokal vergeben.
    c) die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinden könnten wesentlich höher sein (bei den großen Vier dürfte ähnlich wie bei Siemens, Bayer und Daimler die gezahlten Steuern innnerhalb Deutschland ERHEBLICH zurückgegangen sein) - sprich die Verschuldung, Steuerspiralen könnten vermindest, wenn nicht sogar gestoppt werden.


    Also, gebt den Bürgern und lokalen Betreibern die Macht zurück. Kündigt bei den großen (und deren Direktvertriebstochern) die Verträge, speist in eurer Gemeinde ein, so daß diese weniger von den großen Vier einkaufen müssen.


    Ich denke, den meisten pv-foren Leuten sage ich nichts neues, aber es gibt noch einiges zu tun bzw. aufzuklären.


    Ich schließe mit einem Hinweis auf ein ganz neues radikales Fördermodell (ohne Einspeisevergütung), schaut mal:
    http://www.ddp-partei.de/solarenergie.html Wobei hier mal einiges geupdated werden müßte und der einzige "Haken" den es überhaupt gibt, ist die günstige Speichertechnik...

    12,6 kwP seit 2009+17,76+15,66+17,82 (2010),+11,09 (2011)+15,7 (2014), Großhändler, Interessen: Erneuerbarer Energie günstige Photovoltaik und Hanf und das bandbreitenmodell.de

  • Zitat von tonycat

    Also, gebt den Bürgern und lokalen Betreibern die Macht zurück. Kündigt bei den großen (und deren Direktvertriebstochern) die Verträge, speist in eurer Gemeinde ein, so daß diese weniger von den großen Vier einkaufen müssen.


    In der Beurteilung der Sachlage stimme ich ja in vielen Punkten überein, aber mit der Einspeisung ist es doch ganz einfach so, dass man an den jeweiligen VNB gebunden ist, wer immer das im Einzelfall auch gerade sein mag. Ein Wahlrecht, wo bzw. bei wem man einspeist gibt es nicht.

  • Ok, ich habe ja selber (in ein paar Tagen) auche eine Anlage die bei EOn einspeist, die anderen sind alle bei lokalen Stadtwerken. Die Aufgabe geht dann also an die Städte weiter, deren Netze zurückzukaufen (bzw. die Lizenzen nicht weiter zu verlängern).

    12,6 kwP seit 2009+17,76+15,66+17,82 (2010),+11,09 (2011)+15,7 (2014), Großhändler, Interessen: Erneuerbarer Energie günstige Photovoltaik und Hanf und das bandbreitenmodell.de

  • Zitat von tonycat

    In meinen Worten: wohin fließt das Geld bei den großen Vier? EON-Auslandsanteil ca. 70%, bei RWE ca. 50%


    Ergänzung hierzu: EnBW gehöhrt zu ca. 45% EDF.
    Stadtwerke gegen Atom-Lobby stimmt auch nur zum Teil, die Stadtwerke Bielefeld sind zu 45% an einem norddeutschen AKW beteiligt.


    Leute, passt auf, wohin euer Geld fließt. Dies ist nicht primär eine Frage Inland oder Ausland, sondern Atomlobby oder nicht. Interessanter ist hier auch die Position der Abnehmer als die der Einspeiser.
    In Jeder Gemeinde kann man ermitteln, wem das Netz gehört, wie groß der Anteil der Atomlobby daran ist, und dann versuchen, die daraus auszukaufen.
    Klartext: Kein Abschluß von Konzessionsverträgen unter Beteiligung der "Vier"


    Als Rüsselsheimer kann ich dazu nur sagen:
    "Wem isses Netz? Unser!!!
    ... und die Stadtwerke auch !


    Empfehlung zum Strombezug:
    Atomausstieg selber machen
    http://www.atomausstieg-selber-machen.de/


    Wir haben die Wahl, wir müssen sie nicht bezahlen.

    safety control rod axe man

  • Hallo zusammen,


    wenn die Strompreise immer weiter steigen, trotz ausreichender Kraftwerkskapazitäten, was spricht dagegen, dass sich Stadtwerke unabhängig von den großen Energieversorgern machen und selber z.B. in Photovoltaik oder Biogas investieren? Die wirtschaftlichkeit der erneuerbaren dürfte ja in 3 bis 5 Jahren gegeben sein, vor allem bei weiter steigenden Strompreisen.


    Grüße
    EP

  • Zitat von erdnusspower

    Hallo zusammen,


    wenn die Strompreise immer weiter steigen, trotz ausreichender Kraftwerkskapazitäten, was spricht dagegen, dass sich Stadtwerke unabhängig von den großen Energieversorgern machen und selber z.B. in Photovoltaik oder Biogas investieren? Die wirtschaftlichkeit der erneuerbaren dürfte ja in 3 bis 5 Jahren gegeben sein, vor allem bei weiter steigenden Strompreisen.


    Grüße
    EP


    Aus dem Bauch heraus gesagt: da gibt es immer 3 Argumente: 1) Geld (was die großen haben) und 2) Arbeit (Kompetenz im Betreiben eigener Kraftwerke), als 3) kommt sicherlich hinzu: Lobbyismus oder neutraler gesagt: für Bürger nachteilhaftige Arbeitsteilung. Einem lokalen Gemeinschaft kann meineserachtens aber nichts bessere passieren als (lokale) Stromautarkie. Keine Importe von Brennstoffen, keine "fremden" Leitungsgebühren, keine Gewinnabschöpfungen usw., Kontrolle vor Ort...

    12,6 kwP seit 2009+17,76+15,66+17,82 (2010),+11,09 (2011)+15,7 (2014), Großhändler, Interessen: Erneuerbarer Energie günstige Photovoltaik und Hanf und das bandbreitenmodell.de