Eigenverbrauch 30% Grenze

  • Zitat von sisterb

    ...ist es günstiger als gekaufter Strom.


    genau. ich mach zwar etwas weniger gewinn, lass mir den eigenen strom bezahlen. Das geht nur mit solaranlage, wer keine hat hat pech und muss den Strom teuer bezahlen.
    Vergleicht mal mit einer termischen anlage, da bekommst du gar nichts, oder versuch damit mal zu kuehlen. also eben die billigste art zu heizen und zu kuehlen 8)
    Und nicht vergessen: nächstes jahr wird der strom wieder teurer, da lohnt sich das um so mehr.

  • Klar ist Eigenverbrauch im Idealfall günstiger als Bezugsstrom, aber was sisterb geschrieben hat, ist dennoch richtig: Den eigenen Strom zu verbrauchen "kostet" immernoch 19,xx ct/kWh!
    Es macht also keinen Sinn, extra Verbrauch zu generieren.


    Sonnige Grüße

    Private PV-Anlage (07/2019):
    19,84 kWp | Heckert NeMo2.0 60M 310W | E3/DC S10 E PRO (13 kWh Speicher) | SMA SB3.6
    Bürgersolaranlage (04/2009):
    25,2 kWp | Sharp NT175E1 | SMA SMC8000TL | SMA WebBox | SunnyPortal

  • Zitat von buergersolar

    Es macht also keinen Sinn, extra Verbrauch zu generieren. Sonnige Grüße


    na trotzdem, ein bischen bezahlten luxus ohne der umwelt zu schaden ist schon eine tolle sache :D, mach das mal mit termischer solartechnik. hat mein nachbar, war sauteuer und bringt nichts ein. der würde das nie wie machen.

  • Naja. Zum einen ist im Winter, wenn man die Wärme braucht, nur wenig (und auch nur kurz) Strom vom Dach verfügbar. Man braucht also schon eine ganze Menge Platten da oben. Und einen ordentlichen Pufferspeicher.


    Zitat von ElChe


    na trotzdem, ein bischen bezahlten luxus ohne der umwelt zu schaden ist schon eine tolle sache


    Und da handel Dir mal nicht den Ärger der "Öko-Apostel" :D hier im Forum ein. Weil den Strom könntest Du trotzdem ins Netz einspeisen, damit er sinnvoller genutzt werden kann UND ein (wahlweise Atom-/Kohle-/Gas-)Kraftwerk weniger laufen muss. :idea:

  • Zitat von ElChe


    na trotzdem, ein bischen bezahlten luxus ohne der umwelt zu schaden ist schon eine tolle sache :D


    Hallo Elche,


    Wenn du meinst, den eigenen Strom kostenlos zu verbrauchen, oder gar einen Gewinn daraus zu ziehen, liegst du praktisch gesehen falsch: Auch die eigenverbrauchte kWh kostet dich 19,xx ct (im Vgl. zur Einspeisung).


    Dein "bezahlter Luxus" wird also auch weiterhin von dir bezahlt. Nicht mal das grüne Gewissen, das du dabei hast, ist gerechtfertigt. Aber das hat dir sisterb auch schon erklärt.


    @ Elche: Hauptsache, du verdienst ordentlich Kohle mit der Einspeisevergütung, die dir "der Staat zahlt" * (ich hoffe du weißt, dass das NICHT so ist).


    Sonnige Grüße



    * Anspielung auf Beitrag von Elche in "UBA Studie Energieziel 2050"

    Private PV-Anlage (07/2019):
    19,84 kWp | Heckert NeMo2.0 60M 310W | E3/DC S10 E PRO (13 kWh Speicher) | SMA SB3.6
    Bürgersolaranlage (04/2009):
    25,2 kWp | Sharp NT175E1 | SMA SMC8000TL | SMA WebBox | SunnyPortal

  • Zitat von sisterb

    Wenn ich eine kWh einspeise, bekomme ich 39,14 ct (netto).
    Wenn ich die gleiche kWh selbst verbrauche, dann bekomme ich 22,76 ct (netto).


    Die Differenz (also das, was ich weniger für eine kWh gezahlt bekomme, wenn ich sie selbst verbrauche statt einzuspeisen) ist 16,38ct netto, und mit den 19% Mehrwertsteuer (hier gehe ich ja aus dem Betrieb raus in den privaten Bereich) komme ich dann auf 19,49ct.


    Und die Differenz von 0,1638 € wirst du auch noch als Entnahme versteuern müssen ...


    Sonnenfinsternis

  • Liebe leute, ihr macht euch doch nicht sorgen um meine einnamen. rechnet das doch mal für termische anlagen aus. das kostet nur ein haufen geld, dagibts keinen cent dazu. wenn bei mir der zähler wieder in die richtige richtung läuft ist doch alles bestens wegen paar cent mehr oder weniger mach ich mir insgesamt keine sorgen, verdienen tu ich doch trotzdem bestens dabei. bin vieleicht doch nicht ganz so scharf aufs geld wie manche hier sagen.

  • Das Problem ist ja gerade, dass Du dabei nicht "bestens verdienst". Für den "verschwendeten" Strom erhältst Du eine Vergütung, die i.d.R. nicht ausreicht, um die Investition (Abschreibung, Zinsen, Versicherung, etc.) zu refinanzieren. Stell es Dir so vor, als ob der Teil der Anlage, der gerade den eingespeisten Strom produziert, den anderen Teil "quersubventionieren" muss.


    Das ist weder "gut für die umwelt" - noch "gut zum geldverdienen".


    Nur mal zum Vergleich. Bei uns in der Gegend gibt es sehr viele Windräder. Einige sehe ich wenn ich aus dem Fenster schaue. Wenn ich jetzt bei viel Wind z.B. mit Glühbirnen mein Wohnzimmer heizen würde (angenommen ich bin grad gar nicht drin und brauche das Licht nicht - aber es wird wärmer), und mir dann überlege dass der Strom aus diesen Windrädern kommt (was physikalisch sogar sehr wahrscheinlich ist) und bei meinem jetzigen Stromanbieter auch 19,5ct/kWh zahle - dann habe ich sowohl für die Umwelt als auch für meinen Geldbeutel den gleichen Schaden angerichtet als ob ich meinen eigenen Solarstrom auf die Weise "verschwenden" würde.


    Das heißt nicht dass ich mir das nicht trotzdem finanziell leisten könnte :D Du kannst sowas auch gerne machen, darf halt nur keiner die Sinn-Frage stellen.
    (Solarthermie kann auch sinnvoll sein - aber mit Wärmepumpe habe ich mich auch dagegen entschieden, weil das dann finanziell halt nicht mehr sinnvoll ist. Zumal hier vermutlich sogar die ökologische Seite stimmt: Der Wirkungsgrad, wenn man die im Sommer weggeworfene/nicht genutzte Wärme mit einrechnet, dürfte auch nicht wesentlich besser als bei PV sein).