Kosten Zweirichtungszähler

  • Hallo zusammen,


    ich bin am 23.06.2010 mit meiner Photovoltaikanlage ans Netz gegangen. Dazu ist zusätzlich ein Zweirichtungszähler installiert worden. Zum einen zählt dieser Zweirichtungszähler den insgesamt von der PV-Anlage erzeugten Strom. Zum anderen gibt es einen Unterzähler, der den von der PV-Anlage verbrauchten Strom zählen soll. Bis heute ist dieser Unterzähler immer noch auf dem Anfangsstand; es ist bisher kein Strom aus dem Netz verbraucht worden.


    Da der neue Zweirichtungszähler installiert worden ist, ist aus Sicht des EVU ein neuer Stromlieferungsvertrag von mir abzuschließen. Kosten: 60,-€ netto Grundgebühr p.a. und für den Fall, dass die PV-Anlage Strom aus dem Netz des EVU ziehen sollte, dann ist auch hier noch ca. 20 Cent netto pro Kilowattstunde fällig.(Allerdings ist hier die Zählermiete, Rechnungschreibung, Ablesegebühr usw. enthalten)


    1. Frage: Wird die PV-Anlage Strom aus dem Netz des EVU ziehen? Wenn ja, dann wofür?
    2. Frage: Sind bei Euch auch so hohe Kosten entstanden? Mir war schon klar, dass ich ca. 20,-€ zusätzlich für die Zählermiete p.a. zahlen muss, ich empfinde allerdings 60,-€ netto p.a. als schon sehr hoch.


    Ich freue mich auf ein paar kurze Feedbacks. Vielen Dank.


    MfG


    Thorsten

  • Kann dir irgendwie nicht ganz folgen...
    Üblicherweise zählt der Zweirichtungszähler den erzeugten Stromanteil der eingespeist wurde und daneben das, was du an Bezugsstrom verbraucht hast.
    Das was du als Unterzähler bezeichnest misst üblicherweise den von deiner PV-Anlage insgesamt produzierten Stromertrag.


    Hier ist das Ganze etwas graphisch aufbereitet nachzusehen.


    Unabhängig von allem sind 20ct/kWh als Nettobezugsstrompreis schon heftig!

  • Hallo za-ass,


    ich habe mir die Zeichnung angeschaut. Es ist alles bei exakt so installiert, allerdings ist der Zähler Zs bei mir auch ein Zweirichtungszähler, der sowohl die Gesamterzeugung der PV-Anlage misst, aber auch den (wöfür auch immer) Strom, die die PV-Anlage aus dem Netz zieht.

  • Zitat von drblond

    Hallo za-ass,


    ich habe mir die Zeichnung angeschaut. Es ist alles bei exakt so installiert, allerdings ist der Zähler Zs bei mir auch ein Zweirichtungszähler, der sowohl die Gesamterzeugung der PV-Anlage misst, aber auch den (wöfür auch immer) Strom, die die PV-Anlage aus dem Netz zieht.


    ???
    Da hätte es an der Zs-Position aber auch ein einfacher Zähler ohne Rücklaufsperre getan; hier einen Zweirichtungszähler zu verbraten ist doch mehr als Luxus (den du 'for nothing' bezahlst); außerdem kannst du als PV-Anlagenbetreiber diesen (Zs-)Zähler selbst stellen, was ich angesichts des Jahresmietpreises (gelten die 60,- EUR für beide 2R-Zähler oder pro 2R-Zähler?) wohl auch machen würde.

  • die Sache mit dem Zweirichtungszähler ...
    also niedergeschrieben ist das in der Richtlinie Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz, Absatz 2.2
    allerdings steht da daß diese Zähler "grundsätzlich" einzusetzen sind
    in der Praxis wird das je nach Netzbetreiber unterschiedlich gehandhabt, z.B. ab 10 oder ab 30 oder ab 100 kW


    der hohe Preis pro kWh ist überhaupt nicht das Problem, weil, wenn überhaupt, fast keine kWh übers Jahr zusammenkommen
    der Kostenfaktor ist einfach die Grundgebühr!


    bei meiner Anlage mit 38 kWp fallen im Jahr ca. 30 kWh an Bezugsstrom an
    (wofür weiß ich selber nicht, vielleicht für die dreiphasige Spannungsüberwachung ?)
    eon verrechnet mir dafür 52 Euro netto


    Gruß,
    jodl

  • Hallo jodl,


    ich habe mitlerweile ein bischen recherchiert. Auch die EWE (mein EVU) nimmt an, dass ich höchstens 5 bis 10 kwh im Jahr verbrauchen werde. Weiter meint die EWE, dass jeder Zähler (ob gemietet oder Eigenbesitz) grundsätzlich mit einem eigenen Vertrag auszustatten sei; dieser Vertrag kostet halt netto 60,-€ p.a.Grundgebühr.


    Ferner ist zu erwähnen, dass ich seit Jahren nicht mehr Strombezieher der EWE bin. Ich vermute, dass "Nichtkunden" in diesem besonderen Falle gerne zur Kasse gebeten werden.

  • Hallo Thorsten,
    ich bin seit dem 23.09.2010 mit 7,14KWp am EWE-Netz.
    Ich habe ebenfalls einen digitalen Zweirichtungszähler gesetzt bekommen und bin ebenfalls über die 51,43 (Netto) Jahresgebühr gestolpert.
    Das finde ich echt frech.
    Früher hat die Zählermiete m.E. ca. 7 Euro jährlich gekostet.
    Dazu kostet die kWh noch 32,90 Cent (Netto) !!!! :evil:
    Meine 2 WR haben bisher zusammen 0,8 kWh gebraucht.
    Das ist wohl der Standbyverbrauch bzw. der Bezug für das Aufsynchronisieren.
    Das ist natürlich nicht der Kostenpunkt- aber die Jahresgebühr!
    Schließlich bezahle ich ja auch noch kräftig für meinen "normalen" Bezugszähler (mit mech. Drehscheibe).
    Könnte man nicht verlangen, daß alles über den einen Zweirichtungszähler läuft ?
    Ein bekannter hat vor kurzem (Juli) seine PV - Anlage ebenfalls bei EWE in Betrieb genommen und hat den Zähler selbst gekauft!
    Einmalige Zahlung von ca. 80 Euro.Gegen 10-Jahreskosten von über 500 Euro!
    Mir hat man telefonisch gesagt, daß es schon seit 2009 verboten ist, eigene Zähler zu nutzen.
    Da stimmt doch etwas nicht!
    Willst du noch etwas tun in der Sache ?
    Gruß
    Rainer

    Gruß,
    Rainer (DL8BCN)

  • Hallo Rainer,


    bisher ruht der See still in dieser Angelegenheit, denn die EWE hat bisher nicht die monatlichen Raten von 15 (!!!!!!) € pro Monat eingezogen. Die vereinbarten Zahlungen für die Einspeisung sind allerdings erfolgt. Ich frage in dieser Angelegenheit auch erstmal nicht nach. Ich denke, dass aber spätestens im November bei der Jahresabrechnung das Thema wieder aktuell werden wird. Noch ein Hinweis: meine beiden WRs haben bisher 0,0 kwh aus dem Netz der EWE "genommen", der Zähler steht immer noch brav bei 1,2 wie im Auslieferungszustand.


    Trotzdem noch einmal eine Rückfrage: Wieso bei mir 60,-€ netto und bei Dir 51,43€ ?????


    VG


    Thorsten