Modul-Verschaltung bei unterschiedlicher Neigung der Module

  • An meiner PV-Anlage (zweiteilig auf einen Zähler speisend, 7 KW auf Wohnhaus mit 45 Grad Neigung und 15 KW auf Scheune mit ca. 7 Grad Neigung, Ausrichtung jeweils Süd und unverschattet) stellt sich folgendes Problem:


    Die Datenauswertung an den 7 SunnyBoy-Wechselrichtern mit SunnyBoy-Control hat ergeben, dass zzt. die Ausbeute bei 7 Grad Dachneigung um ca. 30 Prozent geringer ist, als bei den Modulen auf dem 45 Grad-Dach des Wohnhauses. Je tiefer die Sonne steht, umso gravierender ist der Unterschied. Mir bietet sich nun die bauliche Möglichkeit, die Hälfte der Module auf der Scheune aufzurichten und damit einen Winkel von ca. 30 Grad zu erreichen.
    Frage: Ist die Modulverschaltung so zu gestalten, dass ausschliesslich die 30 Grad Module einen Wechselrichter speisen, oder können auch die Module mit 7 Grad Neigung mit den 30 Grad Modulen zusammengeschaltet werden? konkret hieße das: 10 Module mit 7 Grad zusammen mit 10 Modulen in 30 Grad Neigung an einen SunnyBoy 3000.



    danke f. eure hilfe


    JOCHEN.

  • Das kommt auf deinen WR an.


    Bei normalen Stringwechselrichter müßen alle Module die gleiche Ausrichtung und auch die gleiche Neigung haben.


    Bei einem Multistring ist das wieder anders. Hier kannst du auch einen String mit anderer Neigung verbauen.


    Welch intelegenter Solateur hat dir Module mit 7° Neigung installiert. :?:

  • @ Walter:
    Den Sommer über machen die 7 Grad Neigung kaum einen Unterschied zu den 45 Grad aus. über 17000 KWh seit 1.4.05 sprechen wohl für sich!!!


    Die Installation wurde übrigens komplett in Eigenleistung vorgenommen.


    Gruß
    JOCHEN.

  • Hallo Jochen,
    nicht schlecht für den Sommer, denke ich. Aber deine Idee mit der Aufständerung auf 30° bis 40° bringt bestimmt nochmal einiges an Prozenten mehr. Ich empfehle dir, sicherheitshalber mal nachzurechnen, ob du die Abstände groß genug kriegst um im Herbst/Winter/Frühjahr die gegenseitige Verschattungen der Module zu verhindern.


    Die Zusammenschaltung unterschiedlicher Stränge geht wohl erst mit WR neuerer SMA-Produktion.
    Ich vermute mal, dass sich erhebliche Änderungen ergeben werden in der Richtung, dass wahrscheinlich von den neuausgerichteten Modulen weniger auf einen Wechselrichter kommen dürfen, als von den 7°Modulen. Der Grund liegt in darin, dass die Strahlungsebene der Solarstrahlung nun einen günstigeren Winkel zur Moduloberfläche findet und demnach insbesondere in den Sommermonaten mehr Energie umgewandelt wird. Guckst du hier:http://www.photovoltaikforum.com/viewtopic.php?t=377 Das obere Diagramm stellt das sehr schön dar.
    Diese höhere Leistung muss der SB3000 auch verarbeiten können, ohne dauernd Pause zu machen, wenn es ihm zu warm wird (Derating).


    Es gibt da bei SMA ein kostenloses Tool mit dem du die Wechselrichterbelastung neu ausrechnen kannst. Das Tool heißt GENAU und das findest du hier: http://www2.sma.de/index.php?i…nau&keinKategoriemenu=aus
    Mich würde auch mal das Ergebnis interessieren und ich bin neugierig, wie du das dann realisierst.


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Doris :


    Danke f. deinen Tip.
    Das Problem mit der Verschaltung hat sich allerdings mittlerweile erledigt. Habe die aktuelle Verschaltung nochmals überprüft u. festgestellt, dass ich die Verschaltung jetzt derart ändern kann, dass die aufzuständernden Module jeweils separat einen Wechselrichter speisen können und die nicht aufgerichteten auch.
    Es ergibt sich jedoch ein weiteres Problem mit der neuen Windlast. Muss wohl noch einen Statiker zu Rate ziehen.


    Gruß
    JOCHEN.