Wunder-Strahlungskollektoren

  • hallo zusammen,
    ich bin recht neu hier und beschäftige mich auch erst seit kurzem mit dem thema "photovoltaik", denn ich plane in näherer zukunft eine anlage anzuschaffen, aber ich muss zugeben, mir raucht schon jetzt gehörig der kopf...
    fängt man einmal an, sich im internet informationen beschaffen zu wollen, kommt man, wenn man nicht muss, die nächsten 3 tage nicht mehr davon los und findet jeden augenblick neue informationen.
    unter anderem auch bei der firma "MEREG" in leipzig, die, wenn ich das richtig verstanden habe, kollektoren anbietet, die sowohl wärme als auch strom erzeugen können.
    aber gilt das nicht (bislang zumindest) als unmöglich?! oder bin ich echt einfach so überfrachtet mit infos und kompetenzfrei, daß ich da etwas verwechsel?
    für aufklärung und licht am ende des tunnels bin ich schon jetzt sehr dankbar!

  • Nichts ist unmöglich. Ob solche Sachen aber Rentabel oder gar kostendeckend betrieben werden können mag bezweifelt werden.
    Meist sind solche Anlagen mit Solarfolien ausgelegt. Naja schaun ma mal wenn eine solche Anlage mal ein paar Jahre in Betrieb ist

  • Hallo son...ie-sh,
    die Absicht Photovoltaikstrom und Solarwärme zu verheiraten ist nicht neu. Fakt ist, dass es auf herkömmliche Weise mechanisch und elektrisch funktioniert. Das Ergebnis ist allerdings fragwürdig. Hier nur diese Aspekte:
    - PV-Module wollen es schön kühl, weil das verwendete Silizium einen negativen Temperaturkoeffizienten hat. Mit steigender Temperatur fällt die Stromproduktion.
    - Die Solarzelle soll recht viel Wärme absorbieren arbeitet damit der PV-Zelle entgegen. Zellentemperaturen von über 100°C und mehr sind möglich.
    - Eine Menge anderer Probleme, die mit der Unvereinbarkeit von Wasser und Strom zusammenhängen.


    MEREG arbeitet an der Entwicklung einer neuen Technologie zur Nutzung von Solarenergie für Photovoltaik und Wärmegewinnung auf der Basis von farbselektiven Interferenzspiegelfolien. Ergebnis: Solarstrom und Wärme mit hohem Wirkungsgrad und Kosteneinsparung bei teurer Halbleiterfläche. Die SOLAMI®-Technologie verspricht eine um 30-70% bessere Rentabilität gegenüber bisher üblicher Solartechnologie. Herkömmliche Systeme können nur entweder Strom oder Wärme erzeugen. SOL AMI® kann beides.


    Wen es interessiert, das ist schon eine dufte Entwicklung, die sich da abzeichnet. Guckst du hier:
    http://www.mereg.de/index.php?folder=entwicklung
    Diese Anlagen sollten erst ab einer bestimmten Größe effektiv arbeiten können, weil doch erheblicher Aufwand für eine ganze Menge Mechanik, Steuerungselektronik usw. notwendig ist. Über die Lebensdauer der Folien ist auch nichts gesagt.


    Das System SOLL 2005 auf den Markt kommen und es werden noch Beteiligungsmöglichkeiten zur Finanzierung der Produktionsanlage geboten. Das Jahr ist nun bald zu Ende. Gibt es inzwischen die Produktionsanlage oder eine Referenz- oder Versuchsanlage zum angucken? Hat jemand dazu Infos?


    Aber ich denke, für den privaten Bereich sind die MEREG-Anlagen vorläufig indiskutabel.


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Das MEREG-System SOL AMI ist eine Konzentrator-Technologie. Mit relativ preiswerten optischen Komponenten (Spiegel oder Fresnellinsen) wird das Licht auf kleine Halbleiterflächen gebündelt und so teure Halbleiterfläche eingespart. Wie alle Konzentratortechnologien kann aber nur die direkte Sonnenstrahlung, nicht das diffuse Licht, genutzt werden.
    Solche Technologien sind in sonnenreichen Gebieten folglich überproportional ertragsreicher. Von "Wunder-Strahlungskollektor" kann natürlich keine Rede sein.
    Bei dem SOL AMI-System wird im Gegensatz zu anderen Solarsystemen eine Aufsplittung der Lichtfarben (Regenbogen-Spektrum) vorgenommen und auch Wärmestrahlung von der (photovoltaisch nutzbaren) Lichtstrahlung getrennt. Dazu werden Interferenzspiegelfolien verwendet. Optische Interferenz tritt an dünnen Schichten auf, die nur 1/4 der Wellenlänge des zu reflektierenden Lichts dünn sind, also ca. 1/800 der Dicke eines menschlichen Haares. Wenn man einen Tropfen Öl in eine Pfütze tropft, dann sieht man auch die Lichtfarben schillern. Dies ist optische Interenz.
    Es werden bei SOL AMI mehrere Halbleiter-Konzentratorsolarzellen verwendet, denn jeder Halbleiter kann prinzipiell immer nur einen kleinen Farbbereich effizient in Strom umwandeln. Leisten daher die heutigen konventionellen Solarmodule mit Silizium-Zellen gerade mal 14-20% sind mit 4 verschiedenen Halbleiter-Zellen theoretisch bereits bis zu 48,3% Wirkungsgrad möglich. Praktisch sollen 35-40% angestrebt werden. Das hebt den Nachteil nicht genutzter Diffuslichtstrahlung wieder auf. Diffuslischt kann man aber auch nutzen, indem man z.B. auf der Rückseite der Hauptspiegel Dünnschicht-Solarzellen aufbringt. Das dürfte nicht allzuviel extra kosten, wenn es während der Spiegelherstellung industriell erfolgt. Da man den Spiegel ohnehin drehen können muß, läßt sich diese Schicht bei Bewölkung auch in Richtung Himmel drehen und so zusätzlicher Stromertrag mit 6-8% Wirkungsgrad erzielen.
    Ein SOL AMI-Prototyp mit 2m² Hohlsiegel wurde im Juni 2005 auf der InterSOLAR-Messe in Freiburg ausgestellt. Wir haben eine Silium-Konzentratorzelle mit bereits 19% Wirkungsgrad für rotes Licht getestet. Z.Zt. wird ein Prototyp mit einem 9m² großen Hohlspiegel (Schefflerspiegel) getestet und Konzentratorzellen auf Basis von Galliumarsenid für das gelbe Licht gebaut. Zusammen dürfte dies bereits ca. 27-29% Wirkungsrad erbringen. Von anderen Entwicklern kennen wir Resultatate mit GaSb-Konzentratorzellen für Nahinfrarot-Strahlung und GaInP-Zellen für blaues und grünes Licht. Nach den Tests im kleinen Maßstab ist ziemlich klar, mit welchen Resultaten man rechnen kann, wenn man alle 4 Zellen miteinander in größeren Anlagen kombiniert. Bilder werden wir demnächst auf der MEREG-Webseite veröffentlichen.
    Also, liebe Leute, es funktioniert ! Aber es muß noch ausführlich getestet werden und fertige Produkte werden schon noch ein wenig anders aussehen als die ersten Prototypen.
    Ziel ist, in sonnenreichen Gebieten (Californien, Australien, Spanien, Italien, Nordafrika, Indien, China, etc.) mit den Energieerzeugungskosten soweit runter zu kommen, dass es ohne Subventionen wettbewerbsfähig mit fossilen Energieträgern wird. Das erscheint uns durchaus möglich, bedingt aber eine industrielle Fertigung.


    MEREG startet nach Freigabe des Genussrechte-Prospektes durch die Finanzaufsichtsbehörde BaFin Anfang Dezember nun endlich auch die Beteiligungsmöglichkeit. Ab 2500 Euro kann man Anteile zeichnen. Unabhängig von Banken ziehen wir die Markteinführung von SOL AMI durch und investieren in Produktionstechnik. Neben den 6,5% Grunddividende ist nach 2 Jahren geplant, den Genussrechte-Inhabern eine Wandeloption in Aktien anzubieten.
    Ziel ist, einen Wertzuwachs der Anteile zu erreichen. Wir glauben, dass die SOL AMI-Technologie ein solches Marktpotenzial in sich birgt, das die Aktie ein Mehrfaches des jetzgen Genussrechte-Einsatzes an Wertzuwachs bringen kann. Dennoch - no Risk no Fun - das gilt natürlich immer.
    Unabhängig von SOL AMI hat MEREG aber immerhin seit Firmengründung im April 2004 eine positive Entwicklung gezeigt - 10 Mio € Umsatz in 12 Monaten und wir schreiben schwarze Zahlen auch ohne Investoren, Bankkredite und SOL AMI. Also: Chancen nutzen, der Solarmarkt boomt !
    Mail an investors@mereg.de