Definition wichtiger Begriffe

  • Hallo zusammen,


    hab noch ein paar Definitionsfragen zu wichtigen Begriffen. Hoffe, dass es das Thema nicht schon mal so gab :-/


    1) Wechselrichter-Nutzungsgrad
    2) Nennleistungsverhältnis
    3) Energienutzungsfaktor
    4) Performance Ratio


    Hoffe, ihr könnt mir helfen.


    Gruß
    Mätty

  • Seit kurzem kursieren einige neue Begriffe, welche Wiki noch nicht definiert. Aus persönlichem Interesse möchte ich versuchen diese zu erklären und zur Diskussion stellen.


    Netzdienlich stammt aus den Versuchsprojekten des Smart Grid, wozu Elektromobile an der interaktiven Wallbox zum Lastausgleich im Verbundnetz angedacht waren (EVPS). Diese Vorhaben werden nun in sog. Clouds verwirklicht.
    Private Batteriespeicher sollten netzdienlich ausgelegt und -interaktiv betrieben werden, indem auch die Interessen
    der Netzbetreiber einfliessen.


    Aufspeisen (von letsdoit erstmals gelesen) geht in die selbe Richtung und bezeichnet ein Kompensationssystem
    für Eigenverbrauch. Dabei wird der HH-Stromverbrauch über Einspeisewechselrichter aus einer Batteriebank
    im Netzparallelbetrieb aufgespeist.


    Importieren / Exportieren bedeutet Bezug von Netzstrom, bzw. einspeisen von Solarstrom ins Verbundnetz. Zweirichtungszähler und Stromwandler können Strom in beide Richtungen verwalten.
    Diese Informationen werden zur Steuerung von EV-Lösungen verwendet z.B. für den SHM.


    Hybrid ist ein Schlagwort geworden und benennt in der Branche ein Universalgerät mit MPP-Tracker, DC-Zwischenkreis zum Bi-direktionalen Anschluss einer Batteriebank, sowie netzgeführtem- und Inselwechselrichter.
    Menuegeführte SW-Lösungen ermöglichen die Anpassung und den Einsatz für vielfältige Anwendungen.


    EVPS wird von Mitsubishi Japan seit Jahren erfolgreich eingesetzt. Die netzinteraktive Wallbox enthält Lader
    und Wechselrichter als privates Kleinkraftwerk. Elektromobile mit CHAdeMO-DC-Schnittstelle dienen als Speicher.


    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Spätestens seit letzter Nacht gibt es einen neuen Begriff in der PV-Fachwelt:
    M O N D S T R O M
    erfunden, oder zumindest publiziert von Murray
    Ich versuche ihn mal zu definieren:
    Umgangssprachlich Nachtstrom, also immer dann, wenn die Sonne nicht scheint. Doch natürlich scheint sowohl die Sonne wie alle anderen reflektierenden Himmelskörper rund ums Jahr :!: (damit nich wieder jemand kommt mit einer Zeigeruhr :wink:
    Als PV-ler könnte man Mondstrom demnach ausdehnen über die Zeit, wo das Modulfeld unter einer Schneedecke liegt.
    Persönlich setze ich Mondstrom mit dem Niedertarif gleich, denn da macht er am meisten Sinn.
    Niedertarif bezeichnet einen Überschuss von erzeugtem Strom, welcher in der Nacht aus wirtschaftlichem Grund
    günstiger abgegeben wird, um Rotationsmaschinen nicht unnötig herunter und am Morgen wieder hochzufahren.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Nunja da liegst du wie so oft wieder daneben.
    Mit Mondstrom hatte ich ursprünglich wirklich die Energie bezeichnet welche durch den Mond und anderes strahlende Himmelskörper des Nachts auf auchsreichend dimensiionierte PV erzeugt wird :mrgreen:

  • Zitat von Murray

    ... wirklich die Energie bezeichnet welche durch den Mond und anderes strahlende Himmelskörper des Nachts auf auchsreichend dimensiionierte PV erzeugt wird :mrgreen:


    Bei meinen dilettantischen Messungen kam heraus dass der "Mondstrom" durchaus in der Lage ist den nächlichen
    "Rückstrom" auszugleichen :mrgreen: (http://www.photovoltaikforum.com/rueckstrom-t96989.html)
    Einstein, Mondstrom klingt um Welten besser als Niedertarif !
    lg,
    Philip

  • V-2-G: Vehicle to Grid. Obschon es bereits eine gefühlte Seite Wikis gibt darüber, scheint diese brilliante Idee in Europa
    noch nicht so richtig Fuss zu fassen. Im Gegenteil, Automobilhersteller und die EU beschäftigen sich immer noch mit der Standardisierung der Ladetechnik. Andere Hersteller installieren ignorant ihre eigenen Supercharger, teuer, inkompatibel
    schon gar nicht netzdienlich und immer noch weit weg von Bi-direktional.
    Dabei ist es eigentlich einfach, wie das Anwendungsvideo von Protoscar (Schweiz) in Zusammenarbeit mit Mitsubishi veranschaulicht.
    https://www.youtube.com/watch?v=L-3DfnP1-4U
    Übrigens: Das Video ist bereits vier Jahre alt und V-2-G ist in Japan standard. :idea:
    einstein0

    Bilder

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • In den letzten Wochen liefen mir verschiedene Infos von Entwicklern von EV-Steuerungen, sowie Zukunftspläne
    von Schweizer Stromversorgern über den Weg.
    Daraus geht hervor, dass künftig nicht mehr der Stromkonsum in kWh, sondern vielmehr die Netz-Infrastruktur
    als Dienstleistung verrechnet wird. Der eigentliche Strompreis wird also irrelevant und man tut gut daran, seine Anlage
    auf Netzdienlichkeit auszulegen. Ein Beispiel aus einem aktuellen Tarifblatt (Zitat):


    Eigenverbrauch mit einer Produktionsanlage mit Anschlussleistung >10–30kVA:
    – Die Messstelle für EVZ wird mit einem bidirektionalen Zähler mit einer ¼-h- Leistungsmessung ausgerüstet.
    Ein PZ ist nicht erforderlich.


    Hier wird also neben dem Grundpreis und Kosten für die Netznutzung nur noch eine gewisse Leistungsspitze bezahlt.
    Die Rechtsgrundlage sieht zudem vor, dass Versorger Solarstrom entgegen nehmen müssen (zu Marktpreisen).
    Am besten kommt der Konsument weg, wenn er rund um die Uhr Strom in einem moderaten Leistungsrahmen bezieht.
    Der Eigenverbrauchsanteil muss also nicht möglichst hoch sein, sondern der Stromimport als Dauerleistung möglichst tief.
    Somit macht auch ein Speicher keinen Sinn, weil er meistens in der Nacht nur den marginalen Grundverbrauch deckt,
    aber im Winter nichts zur Netzdienlichkeit beiträgt, -im Gegenteil, womöglich teure Zusatzleistung zur Akkupflege bezieht.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.