Rückbaukosten für Freiflächenanlagen

  • Hallo,


    ich baue eine Freiflächenanlage, die aufgeständert in Rammung realisiert wird.
    Auflage der Gemeinde ist, dass die Rückbaukosten angespart werden oder per Bürgschaft sichergestellt sind.
    Nun meine Frage:
    "Wie gross sind die Rückbaukosten"? in €/kwp oder €/ha?


    Gruss


    Hope


  • Gehört der Acker der Gemeinde ?
    -Ich würde einfach mal die Kosten für das rammen nehmen, zu heutigen Preisen und nicht erhöhen (rausreisen geht einfachen als rammen und ausrichten)
    -dann würde ich (Eisen ?) die Materialkosten gegen rechnen

  • Solche Fragen kann man heute einfach nicht seriös beantworten.

  • Zitat von open source energie

    Solche Fragen kann man heute einfach nicht seriös beantworten.


    Klar ist das nicht so einfach.
    Man muß aber was annehmen, die Gemeinde will eine Zahl für die Bankbürgschaft / Rückbau

  • hallo hope,


    jede summe, die du hier angibst ist verkehrt. der rückbau kann nach 20 jahren, aber auch erst nach 40 jahren erfolgen. beim vollständigen rückbau muß der zaun mit allen schutzeinrichtungen sowie die gesamte pv-anlage mit evtl. trafohäuschen einschließlich aller fundamente entfernt werden. ggfs muß nur ein teilweiser rückbau erfolgen, weil z. b. das gelände für pflanzenanbau oder tierzucht weitergenutzt werden kann. hier kann der zaun stehenbleiben.


    ich kann mir sogar vorstellen, daß später einmal der trend da sein wird, nur die module auszutauschen, weil die sonstige infrastruktur noch jahrzehnte dafür geeignet ist, strom mittels pv zu produzieren. möglicherweise ist dann auch der standort viel mehr wert als heute. so sieht es z. b. heute bei der windenergie aus, wo die besten lagen bereits belegt sind und ein sog. repowering bei bestandsanlagen erfolgt.


    grüsse


    jürgen

    seit 2001 4,8 KWp mit Atersa Modulen
    seit 2009 zusätzlich 5,625 KWp Solarworld
    seit 2011 zusätzlich 22 KWp Webasto
    PLZ-Gebiet 86...

  • Das ganze ist mal wieder typisch Politik. Keiner kann in 20 Jahren sagen, welche Preise die Rohstoffe haben, aber ich denke langfristig ist ein Trend nach oben zu erkennen. Außerdem kann man nicht viel über die Beständigkeit des Euros sagen. Ob es dann auch sinnvoll ist das ganze wegzureißen ist dann wieder eine andere Frage.

  • Hallo


    ohne grössen angaben kann jeder nur raten aber wer antworten erwartet solte auch richtige angaben machen


    mfg



  • Schliesse mich Deiner Meinung voll an,denn wie Du schon erwähnt hast,wird dieses Repowering bei WEA's schon seit einiger Zeit angewendet (vorher hatte die Anlage 1 MW Leistung,heute kann ich durch Repowering 3,4 oder mehr MW auf den gleichen Standort bauen)und könnte mir durchaus vostellen -habe das früher in einem anderen Thread mal beschrieben-die Anlage eines Tages teilweise abzubauen und durch neue Leistungsstärkere Module und WR zu ersetzten und dadurch den Standort beibehalten,eventuell sogar die alte noch funktionierende Anlage für ein gewisses Salär zu veräussern!



    Gruss ZST

  • Zitat von Zentralschmiertechnik

    ....
    Schliesse mich Deiner Meinung voll an,denn wie Du schon erwähnt hast,wird dieses Repowering bei WEA's schon seit einiger Zeit angewendet (vorher hatte die Anlage 1 MW Leistung,heute kann ich durch Repowering 3,4 oder mehr MW auf den gleichen Standort bauen)und könnte mir durchaus vostellen -habe das früher in einem anderen Thread mal beschrieben-die Anlage eines Tages teilweise abzubauen und durch neue Leistungsstärkere Module und WR zu ersetzten und dadurch den Standort beibehalten,eventuell sogar die alte noch funktionierende Anlage für ein gewisses Salär zu veräussern!..


    Repowering="Hersteller kann eine neue Anlage verkaufen", Altbesitzer hat mit vorhandener noch nichts verdient.
    Bei Windkraft ist das ein zweischneidiges Schwert.
    Hört sich SUPER toll an, aus 3 Windräder wird eins, Politiker und Windradhersteller sagen das gerne.


    Ein Beispiel aus der Praxis:
    Habe mich vor 12 Jahre bei einem Windpark beteiligt, weil ich Enercon-Fan bin (getriebelos) dachte ich mir die Wartungskosten wären da wohl gering (kein Getriebe, kein Gertriebeöl ...)


    Was macht Enercon:
    -bisher erhielt Enercon ca. 1 Cent pro kWh eingespeisten Strom (von 9,1 Cent/kWh Einspeisevergütung)
    -jetzt will Enercon 2 Cent pro kWh eingespeisten Strom, weil die Wartungskosten gestiegen seien , also Verdoppelung der Wartungskosten,
    -weiterhin soll größer Schäden nicht mehr gedeckt sein , ist Druckmittel um Repowering verkaufen zu können.
    -der Windpark kommt jetzt erst in die Ausschüttungsphase, die letzten Kredite werden dieses Jahr getilgt.
    -also noch nichts verdient, gerade 2/3 der Geldeinlage wurden ausgeschüttet, geplante Ausschüttung von > 10..15 % schmelzen wie der Schnee in der Sonne
    -um das Repowering durchzuführen muß man neues Geld zuschießen oder neue Gesellschafter mit ins Boot holen, und wieder 10 Jahre warten bis die schwarze Null wieder sichtbar wird.
    -was ist wenn man mit der Windkraft eine Teil der Altersvorsorge geplant hat -> macht nicht denn lebe ich halt nochmal 10 Jahre länger
    -JA die Repowering-Anlage wird mehr einspeisen, es gibt sogar ein Bonus auf die Vergütung


    Jetzt kommt die große Frage:
    Was macht Enercon nach 12 Jahren, wieder Repowering anbieten, wieder alles von vorne, da bin ich ziemlich sicher, der Investor ist ganz hinten in der Kette


    Das Geld zu Sparbuchniveau angelegt hätte mehr gebracht.


    Bei der PV wird wohl nur der gute Standort was einbringen, neue Montagesysteme ... werden wohl Einzug halten (speziell Freifläche)
    Wie beim Fertighausbau, alles kommt vormontiert auf die Baustelle, wird nur noch hingestellt, inkl. WR-Gebäude ...