Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ???? Hilffeeee ???

  • Hallo
    Habe gerade ziemlichen Stress mit dem Finanzamt. Die wollen irgendwie einige Sachen von mir und unter anderem auch diesen Fragebogen wo mir der zuständige Bemte irgendwie keine richtige Auskunft dazu geben will. Also wende ich mich hiermit an Euch in der Hoffnung daß ihr mir im PV-Forum doch sicher PV-Steuertechnisch gute Auskünfte geben könnt !!!
    Also
    1. Wie sieht es aus mit den Ansetzungen zur Festsetzung der Vorauszahlungen : Muß ich da alles angeben (geschätzte Einkünfte aus Einspeisevertag + Einkünfte aus Nichtselbständiger Arbeit + evtl Kapitalvermögen oder Vermieteinnahmen ???
    Kommt bei der Vorrausichtlichen Höhe der Sonderausgaben und Belastungen alles rund um die PV Anlage rein?
    Ist der Steuerabzugsbetrag unter 3.2 nur die Umsatzsteuer die ich aus der Rechnung zurück will, oder muß da im ersten Jahr die komplette Investitionssumme rein ?
    2. Wenn ich die Umsatzsteuer aus der Rechnung der Anlage zurückwill ist es dann richtig auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung zu verzichten im Punkt 7.2 und mich hierfür auf fünf Jahre festzulegen???
    3. Ist es sinnvoll unter Punkt 7.3 die Istversteuerung zu beantragen bzw. welche Folgen ergeben sich hieraus für mich ???
    4. Die Dauerfristverlängerung macht doch Sinn oder sehe ich das Falsch ???


    Sorry schonmal wenn euch diese Fragen nerven aber ich bin steuerlich ziemlich ahnungslos und mein Elektriker hat mir gesagt das wäre alles gaaaanz easy und nun das.


    Und natürlich schonmal vielen lieben Dank für eure Hilfe und vielleicht auch noch für ein paar sinnvolle Tipps für mich !!!


    Mfg


    Frankl

  • Hallo Frankl,
    hmm, ich glaube, du hast Pech! Steuerliche Experten findest du hier ganz sicher nicht. Da ist nunmal ein Steuerberater erste Adresse, besonders dann, wenn einen die plötzliche PV-Unternehmereigenschaft überrascht und man bisher mit Steuern nichts am Hut hatte.


    Weißt du, ich finde es schon ein bisschen komisch, dass der Beamte vom Finanzamt seiner Verpflichtung zur Hilfe beim Ausfüllen nicht nachkommen will. Hast du ihn wirklich gefragt? Die Formblätter sind nämlich nicht bundeseinheitlich. Ich glaube jede Oberfinanzdirektion hat da andere. Da ist mit Ausfüllhilfen von hieraus nicht viel drin.


    Als erstes interessiert das Finanzamt nur dein Unternehmen und davon im Laufe des Jahres alleine die Umsatzsteuer. Im Fragebogen kommt unter Umsatz die erwartete Einspeisevergütung des laufenden Jahres rein. Manchmal wird auch nur gefragt, ob der Jahresumsatz über oder unter 16620 Euro liegt.
    Weitere Angaben musst du nicht machen, denn deine deine anderen Einkünfte haben mit dem PV-Unternehmen nichts zu tun und werden gesondert festgestellt.
    Bei Beschreibung der ungernehmerischen Tätigkeit kannst du z. B. reinschreiben: Gewinnung von Solarstrom mit Hilfe von Photovoltaikgeneratoren; Verkauf der erzeugten Elektroenergie an der örtlichen Netzbetreiber; Öffentlichkeitsarbeit (NICHT WERBUNG HINSCHREIBEN!) für alternative Energiegewinnung. Letzteres brauchst du um die ohne Zweifel wesentlich höheren Internetkosten z. B. für die Notwendigkeit der Darstellung deiner Anlage auf einem Portal zu begründen.
    Ob die Kleinunternehmerregelung für dich günstig ist? Keine Ahnung - musst du dich ein bischen belesen. Ich kenne eigentlich keinen PV-Stromgärtner, der auf die Vorteile der Regelbesteuerung verzichtet. Hängt auch davon ab, wie gut du im verwalten von Papier bist, oder ob du das einem Steuerberater überlässt.
    Die Dauerfristverlängerung ist nach meiner Meinung ein Muss. Günstig ist, diese erst nach der Erstattung der Umsatzsteuer für die Anlagenrechnung zu beantragen. Dann hast du den größten Erstattungsbetrag schon einen Monat früher.


    Übrigens, wenn du wirklich Steuervorauszahlungen machen musst, bist du in einer Vermögens- oder Einkommenssituation, wo du ohne Steuerberater sowieso nicht auskommst. Für diesen Fall wäre deine Anfrage hier wirklich etwas trollig. ;-)


    Tschüss
    Doris


    P.S.
    Ich gehöre auch nicht zufällig der steuerberatenden oder steuereintreibenden Zunft an. Deswegen können die obigen Angaben stimmen oder auch nicht stimmen.
    D.

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Hallöchen nochmal und vielen Dank schonmal an Doris !


    Ja mein Finanzbeamter auf dem zuständigen Finanzamt ist was Auskünfte angeht sehr zurückhaltend bzw. sagt eigentlich nur das müsste ich doch wissen !!! Und außerdem wäre ich ja weil ich vor ca 5 Jahren schon einmal Einkünfte über die Anlage GSE abfgeführt hätte. ( ca 4000 DM ) ein steuerlicher Sonderfall und müsste eh mit einer besonderen Betrachtung meiner ganzen Finanzlage rechnen.
    Ist echt ein Witz sowas und meiner Meinung nach ziemlich diskriminierend !!!
    Ich schätze mal das er mich halt aus irgendeinem Grund auf dem Kieker hat !
    Doch leider gehöre ich nur zur Form der Steuerzahler die halt auf so ne kleine Umsatzsteuerrückzahlung angewiesen ist und sich auch nicht unbedingt nen Steuerberater leisten kann oder will.
    Will ja nicht noch mehr von dem Geld was die Anlage irgendwann mal abwirft nachdem ich den Kredit zurückgezahlt habe für nen Steuerberater verheizen und Bekannte von mir haben da gaaanz üble Erfahrungen mit Steuerberatern gemacht mit horenden Kosten.


    Aber nichts desto Trotz haben mir die Infos ja auch schonmal ein bisschen weitergeholfen und ich werde mich noch ein bisschen weiter durch den Steuerdschungel kämpfen auf das ich auch irgendwann meine Umsatzsteuer zurückerstattet bekkome!


    Danke nochmals und viele Grüße


    Frank

  • Da fällt mir eben noch etwas ein. Wenn du dich wirklich mit der Problematik auseinandersetzen willst, dann sieh dir das hier mal an:
    http://www.akademie.de Dort steht rechts oben irgendwo Rubrik: Führung und Organisation. Dort klicken. Dann findest du u. a. das Thema: Recht und Finanzen. Da gibt es alles, was du wissen musst. Allerdings musst du dich anmelden. Ich glaube, die ersten vier Wochen sind ohne Gebühren. Das sollte reichen, um alle wichtigen Informationen herunterzuladen oder durchzulesen.
    Übrigens, ein gutes Verhältnis zu deinem zuständigen Finanzbeamten ist echtes Geld wer. Rede mit ihm! Fehler können sonst sehr teuer werden.


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)