Datenlogger - und keine Alternative??? Anlagenüberwachung

  • Guten Tag,
    auf die Wichtigkeit der laufenden Überwachung der PV-Anlage wurde hier schon sehr oft hingewiesen. Ein Controller oder Datenlagger sind natürlich das hohe C.
    Aber es geht auch noch anders und der Spaß kostet man gerade dreieinhalb Euro plus Porto.
    Es gibt nämlich EIN Kriterium, das zuverlässig und reproduzierbar angibt, wie gut die Anlage wirklich ist. Dabei sind alle Faktoren eingeschlossen - die Anlagenkenngrößen, die Ausrichtung usw. bis zu den thermischen Verhältnissen. Das Verrückte an der Methode ist, dass man auch noch die historischen Werte rauskriegt, wenn man regelmäßig und halbwegs genau die Energierträge dokumentiert hat.


    Ich erwarte in den nächsten Tagen die Zustimmung bzw. die Auflagen für die Verbreitung eines Beispiels für diese nach meiner Ansicht einfache, aber sehr aussagefähige Anlagenüberwachung und werde es dann in den Grundlagen/FAQ posten.


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Tach




    aehm, Zählimpulse vom Einspeisezähler abfragen per PC,SPS etc ?



    MfG

  • Da bin ich auch gespannt. Am Dokumentieren der Daten solls nicht scheitern, seit Installation meiner Anlage hab ich fast jeden Tag aufgeschrieben! :shock:

    8,55 kwp SANYO HIT 190 BE 3
    27 x KACO PVI 4000 i -- 18 x KACO PVI 3500 i
    --------------------------------------------------------
    "Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." (Einstein)

  • Hallo zusammen,


    ich hatte ja schon angekündigt, dass ich versuchen will eine JEDERMANN-LÖSUNG für die Anlagenüberwachung von kleinen PV-Anlagen zusammenzustellen. Ist nun fertig das Ganze und steht oben bei FAQ/Checkliste unter dem Thema :
    Anlagenüberwachung mit dem Taschenrechner


    Natürlich können da noch Fehler drin sein. Bitte sagen oder editieren!!!


    Ein konstruktives Feedback würde ich mich sehr freuen!


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Hallo Doris


    Donnerwetter da hast du aber mächtig aus dem vollen geschöpft. Hattest warscheinlich eine Menge Arbeit damit.
    Das mus ich gleich mal ausprobieren.


    Gruss
    fadeka

    Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher (Voltaire 1694-1778)

  • Nun hab ich es auch geschafft mich durchzuarbeiten. Ich zolle dir Respekt Doris das klappt richtig. :P


    Für mich als alter Fauli ist es zum Datenlogger allerdings kein Alternative. :roll:
    Aber trotzdem klasse. Wichtig ist ja zumindest dass man es kann, wenn man will.
    Wenn man das allerdings als Nachweis benutzen will, sollte man das dann schon öfters in gleichmäßigen intervallen machen, und dies dann dokumentieren. Mit Datum und Unterschrift. Nur so wird nach 10, 15, 20, oder 25 Jahren ein Nachweis daraus.
    Und einen Leistungsabfall kann man mit ein paar Rechnungen auch nicht nachweisen.


    Saubere Buchführung ist also gefragt.

  • Mein lieber Lothar,


    Zitat

    Wenn man das allerdings als Nachweis benutzen will, sollte man das dann schon öfters in gleichmäßigen intervallen machen, und dies dann dokumentieren. Mit Datum und Unterschrift. Nur so wird nach 10, 15, 20, oder 25 Jahren ein Nachweis daraus.
    ...
    Saubere Buchführung ist also gefragt.


    Na aber sicher! Wartung, Entstörung, usw. muss alles da rein. Und zwar genauso präzise und vollständig, wie bei deiner Gehaltsabrechnung oder Steuererklärung.


    ***
    Sag mal, glaubst du wirklich mit den Daten aus deinem Sunny-Beamer eine Modulalterung rauszufinden??? Ich habe ja auch den SBCO aber ich kann den drehen und wenden und streicheln, aber der gibt mir einfach nicht die Möglichkeit des Vergleiches Sonne vs. Strom. Wie soll das gehen???
    Der SBCO-Plus kann ja wenigstens noch einen "Sonnenwert" speichern. Aber "gültig" im Sinne von geeicht und beglaubigt ist das Teil sowieso nicht. Davon dann Garantieansprüche für frühzeitig ergraute Module ableiten zu wollen, halte ich für fragwürdig.


    Ich glaube, wir müssen an dieser Stelle noch weiter machen. Ich könnte mir vorstellen, in die Excelliste vom SBCO oder in die Software vom Peter die Globalstrahlung der jeweiligen Anlage mit einzubauen. So kriegen wir einen sauberen Bezugspunkt und die Daten stehen nicht mehr für sich alleine. Frage mich aber bitte nicht, wie das gehen soll. Ich will vermuten, so ähnlich wie wie bei meiner Taschenrechnermethode.


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Hallo Doris,


    erstmal vorne weg: KLASSE ARBEIT!


    Deine Idee und die Lösung ist vermutlich nicht zu toppen, egal was man da an Elektronik einsetzt.
    Wie du sagst, man wird vermutlich immer "offizielle" Messdaten heranziehen müssen um im Schadensfall was beweisen zu können.
    Und das ist halt nur der Stromzähler und eine offizielle Einstrahlungskarte. Ich denke, selbst wenn man teure Strahlungsmessgeräte auf dem Dach hat, auch geeichte, wird immer jemand kommen können und behaupten: Eichung stimmt nicht mehr, wurde manipuliert oder oder oder.


    Eine andere Idee wie man "inoffiziell" herausfinden könnte ein schleichendes Degrading seiner Module _ohne_ Einstrahlung zu errechnen:


    Jedes Jahr gibt es eine Reihe von Tagen die bei optimaler Einstrahlung einen Maximal-Ertrag liefern. Dazu suchen wir uns z.B. die Top 20 heraus.
    Davon lassen wir mal die "Ausreisser" weg, also die Top3 zum Beispiel.
    Mit verschiedenen statistischen Mitteln könnte man jetzt versuchen die Tage zu ermitteln, die relativ gleich gute Ergebnisse liefern. Man würde jetzt eine Art gemittelten "Tages-Maximal-Ertrag" bekommen, der über die Jahre zu vergleichen ist.
    Selbst verregnete Jahre und Top-Jahre sollten bei gleichen Anlagenwerten
    im Mittel nach dieser Methode zum gleichen Ergebnis kommen, da ja immer wenigstens ein paar gute Tage dabei sind.
    (Und ob es nun 10 gute Tage, oder 40 sind spielt für so eine Max-Ermittlung keine Rolle).


    So, nun könnte man diesen Max-Wert über die Jahre vergleichen und sollte eine Leistungsabnahme auch feststellen können.


    Eine noch genauere Analyse sollte möglich sein, wenn man den Max-Leistungs-Wert in Watt von einzelnen Tagen auch noch mit einrechnet. Dann könnte nicht nur nach TOP20 ausgewertet werden, sondern auch Einstrahlungsmässig vergleichbare Tage verglichen werden können. Schliesslich hängt der Leistungsmaximum eines Tages entscheidend auch von der Modultemperatur ab.
    Ich meine damit, daß 6,0 kWPeak im April anders zu bewerten sind, wie 6.0 kWPeak im Juli. Im April wird das Leistungsmaximum sicher höher gewesen sein wie im Juli. Im Juli schaffst du das nur über die vielen Sonnenstunden eines Tages.


    Also, keine Frage, deine Methode wird immer besser sein (und die einzig offiziell anerkannte), aber vielleicht kann diese statistische Berechnung auch einen Hinweis liefern und wenn mans dann genau möchte, dann kann man ja noch immer über die exakte Methode nachrechnen.
    Also was für uns faule Logger-Freaks: Erstmal den Rechner schaffen lassen und wenns dann wirklich dicke kommt, dann hinsetzen und rechnen
    :D


    Echter Nachteil: Geht nur im Jahresvergleich


    Viele Grüße,
    Jörg

  • Dankeschön Jörg,


    ich hatte nach Lothars Posting schon so etwas vermutet!

    Zitat

    Also was für uns faule Logger-Freaks: Erstmal den Rechner schaffen lassen und wenns dann wirklich dicke kommt, dann hinsetzen und rechnen


    Hach, Männer!
    Wenns um Präzison oder Ausdauer geht, kann man euch eben an nichts ranlassen. Ihr werdet doch wohl noch einmal im Monat eine dreistellige Zahl aus der Photon abschreiben und in eure Excelliste eintragen können! Und wie man dann eine simple Formel zur Berechnung draus macht, kann ich euch zeigen! Habe ich gerade gelernt - ist ganz einfach. ;-)


    Im Ernst. Ich habe drei Wechselrichter und jeden Tag eine Menge Leistungsdaten. Alle 15 Minuten kommen drei neue Leistungsangaben rein - also rund 15.000 (FÜNFZEHNTAUSEND) im Jahr. Jeden Tag einen neue Datei - also dreihundertfünfundsechzig.
    Wie sortiert man solche Mengen von Daten nach den von dir benannten Kriterien und das mindestens jährlich?


    Die größeren Anlagen werden doch auch mit den Strahlungsbedingungen verglichen. Guck mal hier hin: http://www.solaroptimal.de
    Da findest du rechts ein Login zu einer Musteranlage. Die Auswertung macht meteocontrol. Irgendwo steht was von Auswertung. Dort findest du Diagramme. Man hat dort die augenblickliche Globalstrahlung und die dazugehörige Leistung übereinander gelegt. Die Differenz zwischen Globalstrahlung und Energieertrag ist ziemlich konstant. Das dürfte so bleiben, solange es keine Probleme gibt.


    Na gut, metecontrol hat tagesaktuelle Werte. Und die könnte man kaufen. Wollen wir aber nicht. Aber genau so etwas habe ich mit dem PR-Wert vor. Wenn die Kurven auseinanderlaufen, sollte ein Fehler in der PV-Anlage sein.
    Da die Datenlogger auch Leistungsdaten Stringweise liefern (???) müsste doch auch damit mindestens monatlich irgend ein brauchbarer Wert zu ermitteln sein, der auf den aktuellen Zustand der PV-Anlage schließen lässt. Oder?


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)