PV-Anlage: Modulauswahl

  • Hallo PV-Profis,
    habe zwei Angebote von einem Lieferanten:
    1. 16,7KWp: Sharp-Module NUS5E3E 185W (Mono)69.500,-EUR (4174,-EUR/KWp)
    2. 15,3KWp: Photovoltech-Module 170W (Poly)61.200,-EUR (4000,-EUR/KWp)
    (Beide Angebote ohne MWst und ohne Montage)


    Beide Modultypen sind kurzfristig lieferbar.
    Ich kann ca. 15KWp auf dem Dach unterbringen, wobei mir nicht so wichtig ist, möglichst viel KWp pro m² unterzubringen (genug Dachfläche). Leider bekomme ich keine polykristalienen Module eines namhaften Herstellers mehr.
    Meines wissens nach ist die Firma Photovoltech ein Belgischer Hersteller und relativ neu am Markt.


    Was würdet ihr mir empfehlen?
    A) etablierter Hersteller (Sharp) aber mono = teuer
    oder
    B) neuer Hersteller (Photovoltech) aber poly = günstig


    Meines Wissens nach bringt mir ein mono-Modul bezogen auf 1KWp nicht mehr Ertrag pro Jahr als ein poly-Modul. Ist das richtig?


    Danke für eure Antworten.

    Standort: NRW
    29.11.05; 16,49KWp: Photovoltech PVT170 170W; 7*11Module, 2*10M. WR 3*SB5000TL
    09.11.09; 41KWp: Sharp NU-SOE3E 180W; 10*20M. WR 5*SMC7000TL; 2*14M. WR 1*SB5000TL-20
    26.08.12; 11,7kWp: SunOwe SF125x125-72-M(L) 60*195W; WR 1*SB5x 2*SB3000TL-21

  • Hallo Muki,
    das Modul von Photovoltech ist nach IEC 61215 zertifiziert. Ich würde dieses nehmen. Die Differenz zum Sharp-Preis muss erst mal geerntet werden!
    Meine Ansicht - aber entscheiden muss du schon selber - dein Geld!


    Hab ich noch dazu gefunden aus PHOTON August 2001: „...Die belgische Firma Photovoltech produziert seit Herbst letzten Jahres Zellen und Module. Ein spezielles Ätzverfahren setzt die Reflektion an der Zellenoberfläche herab und gibt den polykristallinen Produkten ein gleichmäßiges monokristallines Aussehen. Das Sahnestück der Belgier ist die Rückseitenkontaktzelle. Sie kommt ohne Stromsammelschiene auf der Vorderseite aus und eignet sich besonders gut, wenn es dem Architekten auf ein attraktives Aussehen ankommt...“


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Hallo Muki,


    also ich würde dir zu Mono raten, ist aber Ansichtssache. Außerdem würde ich Sharp vorziehen. Ich bekomme nun auch die NUS5E3E. Vorher hatte ich versehentlich 170er Module polykristalin bekommen (Sharp bzw. Conergy)sind genau baugleich. Von der Verarbeitung her sind die mono-Module entschieden besser. Zu Photovoltech kann ich nichts sagen, kenne ich nicht.


    Bei war es genau umgekehrt, poly konnte jeder liefern, aber keine Monos.


    In deinem Preis sind aber die Wechselrichter, Gestell und was man sonst so braucht schon drin, oder?

    15,54 Kwp
    2xSB5000 mit je 32 Stück Suntechnics STM185
    1xSB3300 mit 20 Stück Suntechnics STM185
    SunnyBoyControl mit Netzleitungsmodem

  • Hallo kato,
    in den Preisen ist alles enthalten bis auf Montage und MWSt.
    Mono-Module sind pro KWp teurer, scheinen aber keinen Mehrertrag pro KWp und pro Jahr zu bringen.

    Standort: NRW
    29.11.05; 16,49KWp: Photovoltech PVT170 170W; 7*11Module, 2*10M. WR 3*SB5000TL
    09.11.09; 41KWp: Sharp NU-SOE3E 180W; 10*20M. WR 5*SMC7000TL; 2*14M. WR 1*SB5000TL-20
    26.08.12; 11,7kWp: SunOwe SF125x125-72-M(L) 60*195W; WR 1*SB5x 2*SB3000TL-21

  • Zitat von muki


    Mono-Module sind pro KWp teurer, scheinen aber keinen Mehrertrag pro KWp und pro Jahr zu bringen.


    Diese Ausage ist falsch. Man könnte nun drüber streiten was oder wie der Wirkungsgrad die Module beeinflußt, aber er tut es.


    Gute Module haben nachweislich einen hohen Wirkungsgrad, und in der Regel haben Mono einen besseren Wirkungsgrad als Poly.


    Wenn das so wäre wie du sagst würden alle Module bei gleicher Bestrahlung die selbe Leistung pro wp erzielen. Natürlich gibt es noch andere Einflüsse, aber der Wirkungsgrad ist schon wichtig.
    Oder warum glaubst du dass sich Sharp so freut weil die neue generation Module einen 2% besseren Wirkungsgrad erzielen.

  • Hallo Walter,
    in meiner Region (Gütersloh) rechnet man mit einem Ertrag von ca. 800KWh/KWp pro Jahr. Ich habe noch nirgendwo eine Differenzierung nach Modultyp gefunden.
    Was meinst du den. Wie hoch ist der Ertrag eines mono-Moduls bei gleichen Bedingungen gegenüber einem poly-Modul? (normiert auf 1KWp)

    Standort: NRW
    29.11.05; 16,49KWp: Photovoltech PVT170 170W; 7*11Module, 2*10M. WR 3*SB5000TL
    09.11.09; 41KWp: Sharp NU-SOE3E 180W; 10*20M. WR 5*SMC7000TL; 2*14M. WR 1*SB5000TL-20
    26.08.12; 11,7kWp: SunOwe SF125x125-72-M(L) 60*195W; WR 1*SB5x 2*SB3000TL-21

  • ich glaube nicht, dass es einen Unterscheid zwischen Poly und Mono hinsichtlich der Stroamszbeute bezogen auf das kwp gibt. Der Wirkungsgrad bezieht sich auf die Fläche. Ich hatte die Auswahl zwische 170Wp Poly und 170Wp Mono von Sharp, gleiche Fläche und gleiche Bauform, habe mich trotzdem für die monos entschieden wegen dem Aussehen. Ich gebe aber zu, dass ich mit dem Gedanken gespielt habe, halbe halbe zu machen nur um den Unterschied zu testen. Aber das wird wohl ein anderer machen müssen. Glücklicherweise habe ich nun doch die 185Wp bekommen.(wiederum gleiche Bauform nur besserer Wirkungsgrad pro m²)


    In der Photon war wohl ein Artikel, da hatte einer 3 verschieden Module, habe aber vergessen welche besser abgeschnitten haben....

    15,54 Kwp
    2xSB5000 mit je 32 Stück Suntechnics STM185
    1xSB3300 mit 20 Stück Suntechnics STM185
    SunnyBoyControl mit Netzleitungsmodem

  • Kann nicht sein Kato. Spielt auch mit ein Rolle, aber wenn das so wäre, wären alle Module mit gleichem Wirkungsgrad gleich groß.
    Aber wie gesagt, ich habe mich disbezüglich an Wacker Chemie gewandt. leider warte ich noch auf eine entgültige Klärung.

  • Hallo Walter,


    nimm dir doch mal ein beliebiges Modul und teile die Modulleistung durch die Oberfläche, so dass du die Leistung pro m² herausbekommst.


    z.Bsp. 180Wp/1,31m² = 137W pro m² bei 1000W/m² =ca.13,7%
    oder 185Wp/1,31m² = 141W pro m² bei 1000W/m² =ca.14,1%
    oder 170Wp/1,31m² = 130W pro m² bei 1000W/m² =ca.13,0%
    Modulwirkungsgrad. Wenn du volle 1000W erneten könntest hättest du eben 100% Modulwirkungsgrad.
    Hier die Datenblätter der Module:
    NUS0E3E 180W
    http://www.sharp.de/pdat/SolarFlyer180W_D.pdf
    NUS5E3E http://www.sharp.de/pdat/SolarFlyer185W_D.pdf
    NU-R0E3T 170Wp http://www.conergy.de/PortalDa…df/cp170m-td-ger-0410.pdf
    C 170P
    http://www.aet.de/fileadmin/pdf/pvmodule/ConergyC170P-iV.pdf


    Alles baugleiche Module wobei die ersten 3 mono sind und das letzte Poly. Leider steht bei den letzten beide kein Modulwirkungsgrad im Datenblatt. Der Wert stimmt mit dem Datenblatt überein.


    Module mit gleichem Wirkungsgrad und gleicher Leistung müssen nicht gleich groß sein, müssten aber die gleiche Oberfläche haben. Wenn du Zeit hast kannst du ja mal ein paar nachrechnen. Ich muss erstmal weiter.
    Meine Anlage wird gerade montiert. :D
    PS: meine Meinung !

    15,54 Kwp
    2xSB5000 mit je 32 Stück Suntechnics STM185
    1xSB3300 mit 20 Stück Suntechnics STM185
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  • Guten Tag zusammen,
    also, diese Vergleiche sind so richtig hilfreich nicht. Habt ihr bei eurer Betrachtung nicht wesentliche Kleinigkeiten vergessen?
    Der prozentuale Wirkungsgrad des Moduls ist abhängig von der Strahlung UND der Zellenfläche UND der Temperatur und zwar von allen drei Faktoren GLEICHZEITIG und das in UNTERSCHIEDlichen Quantitäten. Das hatten wir hier schon mal. Und deshalb bin ich auch der Ansicht, dass die jeweiligen Vorteile nicht immer und überall zu tragen kommen müssen.
    Die pauschale Aussage, die einen oder anderen sind besser, ist einfach nicht zulässig! Das stimmt eben nur bei den Testbedingungen. Im Normalfall kann die Situation meilenweit davon entfernt sein. Und wie oft können dann genau diese Vorteile genutzt werden?


    Beispiel Zugspitze: Höchste Energieinstrahlung bei vielen Sonnenstunden, kühl, klare Luft, also kaum diffuses Licht. Optimale Bedingungen, aber welchen Vorteil bietet hier ein höherer Wirkungsgrad der Module mit Mono-Zellen?
    Beispiel südliches Brandenburg: Auch hier viel Sonne, aber sehr oft Hochnebel, also viel diffuse Strahlung und oft sehr warm. Hier bietet die geringere Temperaturabhängigkeit der Module mit Monozellen auf den ersten Blick klare Vorteile.
    Beispiel Kieler Bucht. Kaum klare Sonne und überwiegend diffuses Licht, aber meistens kühl. Hier spielt die Struktur der Zellen, die im Modul verbaut wurden die übergeordnete Rolle, die müssen eben mit diesen ungünstigen Licht zurecht kommen und früh zeitig aufstehen und spät schlafen gehen. Die Temperaturen sind hier nicht das Problem. Da können u. U. Dünnschichtmodule am Ende mehr Strom produzieren als z. B. Monos oder Polys, trotz miesem Modulwirkungsgrad bei 1.000 Wp/m².


    Und zum Schluss ist das Ganze noch abhängig vom technologischen Fortschritt (Zellenstruktur bei Saturnzellen oder A300-Zellen, Zellenstärke und –größe, Rückkontaktzellen, usw. usw.).


    8.300 Euro sind eine Menge Geld und für die Ertragssituation an Mukis Standort muss erst mal gerechnet werden, ob diese Differenz über 10 Jahre durch die teureren Module wenigstens ausgeglichen wird. Nach meiner Schätzung eher nicht.
    Ich würde deshalb immer noch die Module mit den Polyzellen nehmen.


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)