Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

  • Hallo,


    welche Angaben müssen auf dem "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung" beantwortet werden, wenn ich Solarstrom Erzeuger werde?


    Die meisten Fragen sind klar, jedoch bei folgenden Punkten bin ich mir nicht sicher, was ich eintragen soll:


    - 3 Angaben zur Festsetzung der Vorauszahlungen
    - 4 Angaben zur Gewinnermittlung
    - 7 Angaben zur Anmeldung und Abführung der Umsatzsteuer


    Reicht es, wenn ich eine Simulation der zu erwartenden Erträge meiner Photovoltaikanlage beifüge, anstatt alle Fragen des Bogens beantworte?

    MfG
    Solarium

  • @ Solarium
    Guten Abend,
    die Fragebögen sind nicht einheitlich. Meines Wissens sollte folgendes richtig sein:


    3
    nichts eintragen, weil du als Existenzgründer sowieso jeden Monat eine Umsatzsteuervoranmeldung machen musst.
    Bei der Gelegenheit gleich die Dauerfristverlängerung beantragen.


    4
    hängt von der Mächtigkeit deines PV-Kraftwerkes ab.
    Die Gewinnermittlung erfolgt normaler Weise durch Einnahme-Überschussrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG.
    Eine Eröffnungsbilanz ist deshalb nicht notwendig.


    7
    ?????
    was meinst du hier?
    Anmeldung über Internet mit ELSTER.
    Abführung an das FA mit Einzugsermächtigung für dein Geschäftskonto. Ebenso die Erstattung auf dieses Konto.


    Wichtig! Es geht hier um das laufende Geschäftsjahr.
    Bei Umsatz schreibst du rein : ca. XXX,XX Euro - also die Summe die das EVU als monatliche Pauschale im laufenden Jahr überweisen will.
    Und bei Gewinn schreibst du VERLUST rein.


    Tja, reicht wahrscheinlich nicht. Der Finanzbeamte kommt vielleicht mit deiner Kalkulation nicht klar und schätzt einfach einen monatlichen Gewinn, der erst einmal zu versteuern wäre. Kriegste zwar wieder bei der Steuererklärung, aber ein Darlehen an den Finanzminister muss ja wohl nicht sein. Zumal du normaler Weise in den ersten Jahren gar keinen Gewinn haben solltest.
    Da musst du durch. Aber probiers doch einfach mal!
    Das ist so ein Grundsatz bei den Ämtern: Erst Formblatt und dazu ggf. die Erläuterung. Sonst weiß doch der Ärmste nicht, wo er das Ganze einordnen soll. Und Ordnung muss sein. Nicht wahr? ;-)


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Guten Tag,


    als Existensgründer bist du verpflichtet in den ersten zwei Jahren eine monatliche Umsatzsteuervoranmeldung abzugeben.
    Diese hat dem Finanzamt jeweils " ... bis zum 10. des Monats, der auf den Monat folgt, für den die Umsatzsteuer angemeldet wird ..." vorzuliegen.
    Also für den September muss die USt-Voranmeldung bis zum 10. Oktober 24.00 Uhr auf der Datenbank deines Finanzamtes sein.


    Mit der Dauerfristverlängerung erreichst du einen vierwöchigen Aufschub. Die USt-Voranmeldung für September muss dann bis zum 10. November 24.00 Uhr bei Finanzamt eingegangen sein. Das gilt dann für ein Jahr.
    Mit der letzten Voranmeldung (die für Dezember dieses Jahres) beantragst du die Dauerfristverlängerungs für das nächste Jahr neu.


    Dafür gibt es ein Formblatt. Bei ELSTER ist soetwas dabei, glaube ich.


    Noch ein Tip: Mach die ersten Voranmeldungen, bei denen du einen hohen Vorsteuerabzug machen kannst (die Umsatzsteuern von der Anlage) ohne Fristverlängerung. Du hast dein Geld dann auch vier Wochen früher zurück.


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Hallo,


    Ich habe auch ueber eine Dauerfristverlaengerung nachgedacht. Allerdings teilte mir mein Finanzbeamter mit, dass ich dann 11/4 meinens Jahresgesamtumsatzes als Vorauszahlung leisten muss.
    Auf meinen FA Formular steht unter 7.5 DAUERFRISTVERLAENGERUNG folgendes: " Ich moechte die Dauerfristverlaengerung fuer die Abgabe der Umsatzsteur-Voranmeldung nutzen. Mir ist bekannt, dass bei monatlicher Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldungen eine Sondervorauszahlung zu berechnen und zu entrichten ist. ..."
    Kann mir jemand bzgl. dieser Sondervorauszahlung etwas sagen?

  • Hallo SolarKlaus,
    also ich mache keine Dauerfristverlaengerung fuer die Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung.
    Ich habe zwar 4 Wochen laenger Zeit fuer die Umsatzsteur-Voranmeldung muss allerdings bis zum 10. Februar des Jahres die Sondervorrauszahlung bezahlen.


    Die Sondervorrauszahlung betraegt ein Elftel der Umsatzsteuer-Vorauszahlung des Vorjahres.

  • Hallo Solarklaus,
    man muss ein 1/11 der Umsatzsteuerschuld des letzten Jahres vorauszahlen, um in die Dauerfristverlängerung zu kommen. Nun weiß ich nicht wie das ist, wenn man im letzten Jahr noch keine Umsatzsteuer abführen musste. Am besten beim Finanzamt nachfragen.


    11/4 währen ja fast das dreifache und dann noch vom Jahresumsatz , da hast du mit Sicherheit was falsch verstanden.



    Gruß Kato

    15,54 Kwp
    2xSB5000 mit je 32 Stück Suntechnics STM185
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