EVU zahlt nicht vollen Vergütungssatz....

  • hallo..
    wir haben eine Anlage auf einem Schulgebäude errichten lassen von ca. 30 kwp.
    Nach der örtlichen Besichtigung haben wir eine zweite Anlage - hohes Flachdach -.nicht gesehen bzw. war uns immer klar das wir auf einem eigenen GEbnäude die Anlage errichten. Somit sind wir alle von einer Anlage ausgegangen auf einemseperaten Gebäude.
    Nun kam der Bescheid vom Netzbetreiber der wiederum die betehende Anlage auf einem anschließenden GEbäude mit einbezieht und wir somit in die zweite Vergütungszone rutschen.


    das GEbäude ist physikalisch als Anbau zu betrachten an das alte schulgebäude und mit eienr verbindugnstür ( F90 9) zugänglich- aber eben nur in einen Raum. Also man kann nicht vom alten GEbäude ins neue Schulgebäude - sind auch zwei verschiedenen Schulen.


    Diue EVU behuaptet das eben durch diese Zugänge in der Brandwannd die Gebäude zu einem werden.-))


    Kann das sein obwohl separate Eingänge sowie selbständige benutzbarkeit von dem GEbäude gegeben sind?

  • Hallo sunglobal
    Erstmal willkommen hier im Forum.
    Ganz so einfach lässt sich diese Frage leider nicht beantworten. In welchen zeitlichen Abstand wurden die Anlagen gebaut? Ist es ein Grundstück mit zwar zwei Gebäuden aber nur einem Netzanschluß? Leider könnte da das EVU Recht haben, bitte alle Gegebenheiten nennen.
    Mit weihnachtlichem Gruß
    Eberhard

  • es sind drei Dächer auf denen jeweils 10 Kwp installiert wurden.


    es gibt nur einen Hausanschlußpunkt für beide Anlagen.
    Die sechsmonatige Frist gilt da nicht, denn es sind 3 Montae.


    Aber laut EEG wird ein GEbäude durch die selbstständige Benutzbarkeit definiert.
    Jedoch irgendwie wieder mit ausnahmen ...ach es ist schon Kreuz mit den Gesetzen..

  • Hallo sunglobal,


    vergiss mal 1 oder mehr Netzanschlüsse. das ist Käse.
    Es geht nur darum, ob 1 oder mehrere gebäude.
    Der Durchgang durch die Brandmauer ist mal negativ. Du schreibst, da kommt man nur in einen Raum ? o.k.


    Im Endeffekt ist es ziemlich simpel.
    Und zwar an hand der Liegenschaft.
    Sind es von Seiten der Grundsteuerstelle des Finanzamtes ein
    oder mehrere Gebäude.
    Die haben nämlich ähnliche Kriterien.
    Und falls auf jedes Gebäude eine seperate Grundsteuer anfällt,
    ist der Nachgweis simpel. Falls nicht, wirds schwierig.


    gruss voltaikfuchs

  • vom Liegenschaftsamt oder Finanzamt?


    Das EEG lehnt sich ja an die Landesbauordnung bzw. an die musterbauordnung an.


    Jedoch ist es mit kommnetaren gespickt die wiederum einiges verkomplizieren.


    Aber dein tipp ist Prima, denn die Besteuerung hat eine gewisse Autorität führ den EVU-Wichtigtuersesselfu...


    Kann man eigentlich vom Anlagenerrichter ein entschädigung verlangen..
    er bemüht die Sache zu regeln...jedoch wenn nicht..hätten wir das vorher von der firma als Info beklommen sollen?


    Schwieriger Fall..


  • Ausgehend vom
    Liegenschaftsamt -> Meldung-> Finanzamt (Grundsteuerstelle)


    Der Anlagenerrichter wird Dich/euch wohl beraten haben. Aber auf welche Art und Weise ? Und wohl unter dem Vorbehalt der Rechtsunsicherheit ?
    In einem solchen Fall klär ich das vorher. Aber darauf ein Rechtsanspruch ?


    grübel, kommt zumindest drauf an, ob..und wie , du verstehst ?


    gruss
    voltaikfuchs


    edit: sichtbares Zeichen: Grundsteuerbescheid

  • EEG 2004 § 3 Begriffsbestimmungen


    (2) Anlage ist jede selbständige technische Einrichtung zur Erzeugung von Strom aus
    Erneuerbaren Energien oder aus Grubengas. Mehrere Anlagen zur Erzeugung
    von Strom aus gleichartigen Erneuerbaren Energien oder aus Grubengas, die im
    Geltungsbereich des Gesetzes errichtet und mit gemeinsamen für den Betrieb
    technisch erforderlichen Einrichtungen oder baulichen Anlagen unmittelbar verbunden
    sind, gelten als eine Anlage, soweit sich nicht aus den §§ 6 bis 12 etwas anderes ergibt;
    nicht für den Betrieb technisch erforderlich sind insbesondere Wechselrichter,
    Wege,Netzanschlüsse, Mess-, Verwaltungs- und Überwachungseinrichtungen.


    Begründung zu §3 Begriffserklärung


    Zu Absatz 2
    Die neu eingefügte Vorschrift dient der rechtssicheren Klärung
    der für die Feststellung der Vergütungshöhe und der
    Leistungsobergrenzen jeweils maßgebenden Beurteilungsmaßstäbe.
    Die Regelungen entsprechen weitgehend der bisherigen
    Praxis. Allerdings sind der Rechtsliteratur gewisse
    Auslegungsunsicherheiten zu entnehmen, die mit den vorgeschlagenen
    Formulierungen beseitigt werden sollen.
    Gemäß Satz 1 ist zur Bestimmung einer Anlage vom Ansatz
    her grundsätzlich auf diejenige technische Einheit abzustellen,
    die den Strom erzeugt. Zur Anlage zählen nach Satz 1
    aber auch sämtliche technisch für den Betrieb erforderlichen
    Installationen, Geräte und baulichen Anlagen wie etwa
    unterirdische geothermische Betriebseinrichtungen, Staumauern
    oder Türme von Windenergieanlagen. Für Anlagen,
    deren technisch erforderlichen Bestandteile sich nicht sämtlich
    im Geltungsbereich des Gesetzes befinden, kann nur der
    Strom berücksichtigt werden, der den im Bundesgebiet lieDrucksache
    15/2864 – 30 – Deutscher Bundestag – 15. Wahlperiode
    genden Anlagenteilen zuzurechnen ist und in das deutsche
    Netz eingespeist wird. Dieser Stromanteil ergibt sich in der
    Regel aus den auf Völkerrecht oder Staatsvertrag beruhenden
    Konzessionen oder Bewilligungen. Dies gilt beispielsweise
    für Grenzkraftwerke, bei denen ein Teil auf deutschem
    Hoheitsgebiet, ein andere Teil aber auf dem Gebiet eines der
    Nachbarstaaten liegt. Mehrere Anlagen, die gleichartige
    Energien oder Energieträger einsetzen und durch für den Betrieb
    technisch erforderliche Einrichtungen (einschließlich
    Geräte und Installationen) oder bauliche Anlagen unmittelbar
    miteinander verbunden sind, gelten als eine Anlage, soweit
    sich aus den §§ 6 bis 12 nichts anderes ergibt. Bauliche Anlagen
    in diesem Sinne sind etwa Staumauern oder Türme von
    Windenergieanlagen. Für den Betrieb erforderlich sind auch
    die Einrichtungen zur Gewinnung und Aufbereitung des jeweiligen
    Energieträgers wie die Fermenter von Biogasanlagen,
    sofern nicht aufgrund einer räumlichen Trennung dieser
    Einrichtungen von einer betriebstechnischen Selbstständigkeit
    und damit von verschiedenen Anlagen ausgegangen werden
    muss. Infrastruktureinrichtungen wie Wechselrichter,
    Netzanschluss, Anschlussleitungen, eine Stromabführung in
    gemeinsamer Leitung, Transformatoren, Messeinrichtungen,
    Verbindungswege und Verwaltungseinrichtungen sind für
    den Betrieb technisch nicht erforderlich und zählen daher
    nicht zur Anlage. Vor diesem Hintergrund ist es praktisch
    nicht vorstellbar, dass z. B. mehrereWindenergieanlagen eine
    Anlage darstellen, da es in aller Regel an gemeinsamen betriebstechnischen
    Einrichtungen fehlen wird.
    Weitere Bedingung für die Verbindung zu einer Anlage nach
    Satz 2 ist infolge der Regelung des § 2 Abs. 1, dass die Anlagen
    im Sinne von Satz 1 sich sämtlich im Geltungsbereich
    dieses Gesetzes befinden.
    Die Regelung des Absatzes 2 dient auch dazu, die dem Gesetzeszweck
    widersprechende Umgehung der für die Vergütungshöhe
    geltenden Leistungsschwellen durch Aufteilung
    in kleinere Einheiten zu verhindern. Dabei soll es darauf ankommen,
    ob die Stromerzeugung auf dem Einsatz gleichartiger
    Energieträger (d. h. der jeweiligen Arten von Erneuerbaren
    Energien im Sinne dieses Gesetzes) beruht.
    Für Fotovoltaikanlagen normiert § 11 Abs. 6 eine hiervon
    abweichende Regelung.





    EEG 2004 § 11 Vergütung für Strom aus solarer Strahlungsenergie


    (6) Abweichend von § 3 Abs. 2 Satz 2 gelten mehrere Fotovoltaikanlagen, die sich
    entweder an oder auf demselben Gebäude befinden und innerhalb von sechs aufeinander
    folgenden Kalendermonaten in Betrieb genommen worden sind, zum Zweck der Ermittlung
    der Vergütungshöhe nach Absatz 2 für die jeweils zuletzt in Betrieb genommene Anlage
    auch dann als eine Anlage, wenn sie nicht mit gemeinsamen für den Betrieb technisch
    erforderlichen Einrichtungen oder baulichen Anlagen unmittelbar verbunden sind.


    Begründung zu § 11 Vergütung für Strom aus solarer Strahlungsenergie


    Zu Absatz 6
    Die Vorschrift enthält eine Sonderregelung zu § 3 Abs. 2
    Satz 2. Da es sich bei den jeweiligen Modulen als selbständiger
    technischer Einheit um separate Anlagen handelt,
    würden die Größendifferenzierungen in Absatz 2 ansonsten
    ohne Funktion bleiben.

  • ..da es sich eigentlich schon um eine gEbäude handelt aufgrund folgenden Indizien..
    ...seperaten Zugang
    ..eigenes Grundmauern
    ...Brandwand bzw. brandabschnitt..


    nur die Zugangstüren zu einen Raum im alten GEbäude soll anscheind alle anderen Argumente aushebeln. Obwohl der Zugang nur ein Zugang ist und kein durchgang ins Gebäude.


    Unter §11 ist die entscheidende Definition ob das Gebäude selbständig benutzbarkeit aufweist.
    ´Das heißt ob das GEbäude eigentsändig benutzbar ist und nicht auf einem Grundstück steht oder baulihc verbunden ist.
    So soll es im EEG stehen.
    Die bauliche Verbindung mit anderen Gebäuden iode rAnlagen beeinträchtig die funktionlae Selbständigkeit nicht.
    Also ein Reihenhaus oder Häuserblock ist demnach generell selbständig benutzbar.
    Selbst ein statische selbständigkeit ist nicht erforderlich. Daher handelt es sich auch bei einem Doppelhaus mit einer gemeinsamen Wand, aber getrennten Eingängen um zwei Gebäude. Ein Anbau ist demgegenüber grundsätzlich kein selbständiges GEbäude. Etwas anderes gilt nur dann, wenn er von auß0en seperat zugänglich ist und eine selbständige Funktion neben dem anderen GEbäude wahrnimmt.

  • Mach doch bitte ein paar Fotos von dem Gebäude und stell sie ins Forum. Dann können wir uns alle etwas darunter vorstellen. Erleichtert auch die Lösungsfindung.


    Der Tom 8)