Einspeisetarife in den USA

  • Zitat von larapinta

    Bin seit 2009 mit zwei Ingenieurgesellschaften in den USA ( New Jersey und Kansas ) in Verhandlung Freilandanlagen in den USA zu bauen. Es gibt dort bisher keine einheitlichen Einspeiseverguetungen sondern die PPA's sind entweder mit den lokalen Netzbetreibern individuell auszuhandeln oder aber mit Industrieunternehmen abzuschliessen, die den Strom fuer ihre eigenen Betriebsanlagen benutzen. Die Veruetungen variieren dabei von 0,25 USD - 0,58 USD je nach Bundesstaat und Einspeisezeit. Mittags ist der Stom teurer, Vormittags und nachmittags bis in die Abendstunden billiger. Aus diesem Grund macht es Sinn fuer groessere Anlagen entsprechende Speichersysteme einzuplanen, die erlauben die erzeugte Energie zu Zeiten hoher Verguetung abzugeben.
    Wir haben aus diesem Grund eine 1,5 MW Anlage in der Naehe von Philadelphia mit Na/S Batterien ausgestattet.
    Derzeit sind mehr als 2 GW in den unterschiedlichen Staaten in Planung. Pennsylvenia, New Jersey, Massachusetts und Maine foerdern PV derzeit mit 30 % Tax incentives und stellen auch billige Grundstuecke zur Verfuegung. Die meisten Anlagen werden aber wohl an der nicht vorhandenen Infrastruktur ( fehlende Anschlussleitungen, Umspannwerke ) zu leiden haben.
    Aufdachanlagen sind deshalb sehr vielversprechender. Die meisten Betreiber von Malls und Industriebetrieben nutzen die Energie fuer sich selbst.


    Interessant zu lesen. Da will man mehr wissen. Also keine einheitliche Einspeisevergütung, "sondern die PPA's sind entweder mit den lokalen Netzbetreibern individuell auszuhandeln oder aber mit Industrieunternehmen abzuschliessen".


    VUB

  • Hallo,


    die Erwartungen in den USA scheinen durchaus vorhanden zu sein:
    http://www.azcentral.com/arizo…0090604biz-solar0504.html
    http://greeninc.blogs.nytimes.…/07/13/a-solar-land-rush/


    Auch große deutsche Unternehmen sind schon in den USA unterwegs, um regenerative Energien zu entwickeln:
    http://www.solarportal24.de/na…sprojekte_in_den_usa.html


    ...aber auch für den kleinen amerikanischen Haeuslebauer scheint Photovoltaik in manchen Regionen attraktiv zu sein:
    http://www.solarcity.com/


    Viele Grüße
    Christian

  • In Bundesstaat Hawaii wird bald ein feed-in-tariff eingerichtet werden. Die Endverbraucherpreise sind dort aber auch schon recht hoch. Wird von diesem Einspeisetarif ein signifikanter Effekt auf die Marktentwicklung erwartet? Nach meinem Kenntnisstand ist der Einspeisetarif nahe dem derzeitigen Endverbraucher Strompreis. Hawaii ist doch auch - zumindest ein bisschen - Obama-Land? Vielleicht wisst Ihr mehr?

  • Dachanlagen scheinen wirklich interessant zu sein.


    Auf Hawaii hat das Hamburger Unternehmen Conergy seine erste Solaranlage errichtet. Es ist eine Dachanlage auf der dortigen Fujifilm-Niederlassung mit einer Leistung von 320 Kilowatt. Genau wie Google im Linkbeispiel am Anfang dieses Threads möchte Fujifilm den Großteil seines Stromverbrauches decken.


    Das bestätigt somit die These eines Vorredners, daß Dachanlagen attraktiver erscheinen als Freilandanlagen, die noch einiger Nacharbeit, weil Invesition benötigen.


    Grüße
    Patrick Müller