Einspeisetarife in den USA


  • Moin ...


    Einfach hier in diesem Oberthema weiter unten lesen. Da steht was zu Vermont, Tennesee , New York State etc ....


    mfg vom Deich

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  • Zitat von neuharlingerstrom

    Einfach hier in diesem Oberthema weiter unten lesen. Da steht was zu Vermont, Tennesee , New York State etc ....
    mfg vom Deich


    Solche Fragen sollten immer sinnvoll in Forderungen an amerikanische Politiker umformuliert werden.


    Wenn in D die Solarindustrie, die Betriebe, die Photovoltaikanlagen aufbauen, und die Verwender von Photovoltaikanlagen, also Bauherren, der Meinung sind, daß in den USA der Photovoltaikanlagenbau zu fördern ist, dann sollten sich durchaus in Deutschland Gruppen bilden, welche die Parlamentarier in den Staaten der USA darauf hinweisen, daß es Sinn macht, solche Einspeisevergütungen zu schaffen. Genauso kann auf die lokalen und überregionalen Parteien in den USA zugegangen werden, also die Demokraten, Republikaner, etc., um das Thema von Europa aus voranzutreiben. Es kann sich auch hier im Photovoltaikforum eine Initiative bilden, die dann als Gruppe in den USA tätig wird. Dafür gibt es Internet.


    Auch der Hinweis, es bestehe ein Interesse europäischer oder deutscher Investoren, in den USA Betriebe aufzubauen, um im Solarbereich Arbeitsplätze zu schaffen, ist nützlich. Sobald erkennbar wird, daß die Politik auf solche Bestrebungen positiv reagiert, sollte man sich hier in den USA auch ganz konkret als Solateur etc. etablieren. Zu verändern gibt es hier in den Staaten eine Unmenge. Hier wird jeder, der sich sinnvoll nützlich machen will, positiv aufgenommen, vermute ich. Man kann sich genauso mit den hier bestehenden Bestrebungen sinnvoll verbinden und zusammen etwas aufbauen, um Konkurrenzdruck abzubauen.


    Andererseits steht dem Ganzen natürlich ein Visumzwang etc. etwas entgegen. Man kann sich dazu mit der amerikanischen Botschaft austauschen. Es gibt einen Telefonservice, der Tag und Nacht rund um die Uhr auch auf Deutsch genutzt werden kann, aber andererseits gebührenpflichtig ist. Die Fragen müssen also kurz und knapp und gezielt erfolgen, wenn man die Unkosten gering halten will.


    VUB

  • Zitat von VUB

    ... daß es Sinn macht, solche Einspeisevergütungen zu schaffen.


    Ich war gerade in den Staaten. PV-Anlagen sind so selten wie Motorradfahrer mit Helm (im Promill-Bereich). Was zu sehen war: in New Mexico und Texas laufen bereits -zigtausende von Windkraftanlagen.


    Das Problem dürfte sein, daß nur große Privatinvestoren an diese Sache gehen. Staatliche Förderung wie bei uns widerspricht dem amerikanischen Kapitalismus (was in manchen Fällen nicht so schlecht ist). Dazu kommt, daß die KW-Stunde Strom z.Zt. ein Zehntel der unsrigen kostet. Da bleibt für Einspeisevergütungen wenig Spielraum ...


    Anlagen in den nördlichen Staaten sind wenig interessant, die "Musik" spielt in den großen Wüstenregionen. Las Vegas könnte man binnen kürzester Zeit autark machen, Angesichts der dortigen Sonnenscheinfülle ...


    GLu

    (42xSuntech STP210-18/Ub ... Durchschnittsleistung seit 2011 = 1.107 kWp)
    Sollten Sie gezwungen worden sein, diesen Beitrag zu lesen, rufen Sie die Polizei !

  • Zitat von GLu


    Ich war gerade in den Staaten. PV-Anlagen sind so selten wie Motorradfahrer mit Helm (im Promill-Bereich). Was zu sehen war: in New Mexico und Texas laufen bereits -zigtausende von Windkraftanlagen.


    Es wird vermutlich mehr Motoradfahrer mit Helm wie Häuser mit Photovoltaik geben. Aber der Witz war gut.


    Zitat von GLu


    Das Problem dürfte sein, daß nur große Privatinvestoren an diese Sache gehen. Staatliche Förderung wie bei uns widerspricht dem amerikanischen Kapitalismus (was in manchen Fällen nicht so schlecht ist).


    Grants z.B. werden vergeben. Es gibt aber auch Cheerleaders, die für Photovoltaik Stimmung machen könnten.
    "Cheerleading (von engl.: cheer „Beifall“ und to lead „führen“, also sinngemäß „[das Publikum] zum Beifall führen“) ist eine Sportart, die aus Elementen des Turnens, der Akrobatik, des Tanzes sowie aus Anfeuerungsrufen besteht." aus:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Cheerleading
    Da "Photovoltaik auf's Dach bringen" eine sportliche Betätigung ist (Berufssport), sollte man das nutzen.


    Zitat von GLu


    Dazu kommt, daß die KW-Stunde Strom z.Zt. ein Zehntel der unsrigen kostet. Da bleibt für Einspeisevergütungen wenig Spielraum ...


    Das klingt wie ein schlagendes Argument. Jetzt muß also die Photovoltaik-Fraktion gezielt zum Gegenschlag ansetzen und politisch arbeiten.


    Zitat von GLu


    Anlagen in den nördlichen Staaten sind wenig interessant, die "Musik" spielt in den großen Wüstenregionen. Las Vegas könnte man binnen kürzester Zeit autark machen, Angesichts der dortigen Sonnenscheinfülle ...


    Sich die optimalen Regionen rauspicken, nützt wohl wenig, da es darum gehen muß, allgemein die Leute für die Photovoltaik zu begeistern. Argumente wird es genug geben, die dafür sprechen. Wenn auf dem Googleplex Photovoltaik ausgebreitet wurde, konnte man es sich zwar leisten, wollte aber auch Anstöße geben:
    http://www.klima-wandel.com/tag/googleplex/


    Grüße
    VUB

  • Also wenn die Stromkosten in den USA nur wirklich 1/10 des Betrages bei uns sind, ist das ja schön für die, natürlich schlecht
    für Einspeisevergütungen vergleichbar wie in Deutschland.


    Nur sollte man dort mal überlegen was konventionelle Kraftwerke zum CO2 Beitrag dort leisten, da würde ich in den USA mal ansetzen.


    Wenn ich sehe, was derzeit beim Weltklimagipfel abgeht, dann habe ich für die WELT allgemein, insbesondere die beiden führenden
    Umweltverschmutzer dieser Erde, recht wenig Verständnis...


    So gibt das nix mehr...der Zug ist abgefahen was zu retten...


    73 de Frank

    Ich bekenne mich --> ich bin Schneeräumer !
    ----------------------------------------------------
    24 Stück Yingli YL180 (23) = 4,32kWp
    1.String 9 Module SB1700
    2.String 15 Module SB2500
    SunnyBeam 869MHz
    180° Süd, DN50°

  • Zitat von DD3JI

    Also wenn die Stromkosten in den USA nur wirklich 1/10 des Betrages bei uns sind


    Ich war im August in Concord (New Hampshire). Dort ließ ich mir die Stromrechnung von der Familie unserer Austauschschülerin zeigen ... KW = 0,029 $ ...


    GLu

    (42xSuntech STP210-18/Ub ... Durchschnittsleistung seit 2011 = 1.107 kWp)
    Sollten Sie gezwungen worden sein, diesen Beitrag zu lesen, rufen Sie die Polizei !

  • Zitat von GLu


    Ich war im August in Concord (New Hampshire). Dort ließ ich mir die Stromrechnung von der Familie unserer Austauschschülerin zeigen ... KW = 0,029 $ ...


    GLu


    Erschreckend !


    Nachvollziehbar ist natürlich bei dem Preis, das es null Anreiz gibt, etwas zu tun. Natürlich wird man merken, das
    man irgednwann, eher schneller als später, auch für Geld keine lebenswerte Umwelt mehr kaufen kann.


    Eigentlich ist dann die Zusage der BRD -30% CO2 bis 2020 (?) in die Luft zu pusten, nix mehr wert.


    Dafür haben wir ja auch bunten Aufkleber auf den Autos, damit alles besser wird, es gibt sicher noch mehr
    Beispiele die nur wir alleine durch ziehen...


    73 de Frank

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    2.String 15 Module SB2500
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    180° Süd, DN50°

  • Zitat von DD3JI


    Nur sollte man dort mal überlegen was konventionelle Kraftwerke zum CO2 Beitrag dort leisten, da würde ich in den USA mal ansetzen.


    Wo anzusetzen ist, läßt sich schwierig eingrenzen. C02 ist natürlich thematisierbar, aber es wird viele andere nützliche Knackpunkte geben, die anzuführen sind, um Argumente für Photovoltaik zu liefern.


    Wir fahren in New York einen Hybrid Prius III der letzten Ausführung. Anfangs dachten wir, es gibt nur wenige, die sich aus Klimaschutzgründen mit einem solchen Auto ausstatten, um den Spritverbrauch zu senken. Inzwischen fällt aber auf, daß an allen Ecken und Enden diese Hybrids herumfahren. Green Technology ist hier in den USA auch ein großes Thema. Was die Photovoltaik betrifft, wird man wohl an eine kluge Marktstrategie denken müssen. Das bedeutet jedoch, es muß Forschung darüber stattfinden, wie sich Hausbesitzer von alten Apartmentblocks, Immobiliengesellschaften zum Bau neuer Gebäude, usw. am besten beeinflußen lassen, aktiv am Klimaschutz mitzuwirken. Deren Einnahmen dürften eigentlich Spielräume zu klugen Investitionen zulassen.


    Es ist jedoch so, daß die gesamte Haustechnik z.B. solcher Altbauten ungeheuer veraltet ist. Die Altbaubesitzer werden vermutlich, wenn ja, dann in die Erneuerung der Haustechnik investieren. Heizkörper lassen sich nicht regulieren. Wärme kommt hier in den Wohnungen so reichlich oder so wenig an, jenachdem ob der Raum an der Außenseite des Gebäudes an zwei Seiten frei liegt, oder nur zur Straßenseite frei liegt. Entweder ist es kühl oder man muß die Fenster leicht offen lassen, um in der trockenen Wärme nicht zu ersticken. Heizungssysteme zu erneuern, wäre der erste Schritt. Der nächste wäre dann die Wärmedämmung, und dann könnte Solartechnik zu Thema werden.


    In New York muß in vielen Stadtteilen, z.B. Manhattan "Car moving" stattfinden. Zwei Mal die Woche ist jeweils die eine Straßenseite von den Autos freizumachen. 2 Stunden danach ist die andere Seite dran. Das bedeutet, daß sich acht Mal über der Stadt eine Abgaswolke alleine deshalb zeigt, weil fast alle Autofahrer eines Zeitabschnitts ihre Autos anwerfen müssen und auf neue Parkplatzsuche gehen müssen. Später kehren sie dann wieder zurück. Zur Arbeit mit dem Auto zu fahren, geht nicht. Die Kosten für Tief- oder Hochgaragen sind astronomisch hoch. Man fährt dann lieber mit der Subway. Also müssen Car Mover engagiert werden, die diesen Job für die Besitzer der Autos machen müssen. Wenn die Stadt New York dazu überginge, den Autofahrern andere Konditionen zu schaffen, sodaß sie entlastet sind, Car Moving machen zu müssen, liesse sich darüber diskutieren, was für eine Belastung an die Stelle des Car Moving treten kann. Hier wäre dann z.B. der Aufbau von Photovoltaik im Verbund mit Dachgärten auf den Flachdächer ein gutes Thema,


    Vermutlich müssen also Maßnahmenpakete gepackt werden. Das eine hat dann mit dem anderen zu tun, um aus einem Altbau einen gelungenen Beitrag für den Klimaschutz werden zu lassen. Bei Neubauten sollte grundsätzlich Parkraum mitgebaut werden müssen. Und auf das Dach gehört ein Dachgarten mit Photovoltaik als Dach über den Sitzecken für die Hausbewohner.


    VUB

  • Bin seit 2009 mit zwei Ingenieurgesellschaften in den USA ( New Jersey und Kansas ) in Verhandlung Freilandanlagen in den USA zu bauen. Es gibt dort bisher keine einheitlichen Einspeiseverguetungen sondern die PPA's sind entweder mit den lokalen Netzbetreibern individuell auszuhandeln oder aber mit Industrieunternehmen abzuschliessen, die den Strom fuer ihre eigenen Betriebsanlagen benutzen. Die Veruetungen variieren dabei von 0,25 USD - 0,58 USD je nach Bundesstaat und Einspeisezeit. Mittags ist der Stom teurer, Vormittags und nachmittags bis in die Abendstunden billiger. Aus diesem Grund macht es Sinn fuer groessere Anlagen entsprechende Speichersysteme einzuplanen, die erlauben die erzeugte Energie zu Zeiten hoher Verguetung abzugeben.
    Wir haben aus diesem Grund eine 1,5 MW Anlage in der Naehe von Philadelphia mit Na/S Batterien ausgestattet.
    Derzeit sind mehr als 2 GW in den unterschiedlichen Staaten in Planung. Pennsylvenia, New Jersey, Massachusetts und Maine foerdern PV derzeit mit 30 % Tax incentives und stellen auch billige Grundstuecke zur Verfuegung. Die meisten Anlagen werden aber wohl an der nicht vorhandenen Infrastruktur ( fehlende Anschlussleitungen, Umspannwerke ) zu leiden haben.
    Aufdachanlagen sind deshalb sehr vielversprechender. Die meisten Betreiber von Malls und Industriebetrieben nutzen die Energie fuer sich selbst.
    Gruss larapinta