Hallo, bin auch neu hier und möchte Anlage aufbauen.

  • Hallo zusammen,
    und einen schönen Gruß in's Forum. Prima Möglichkeiten hier, bin durch Zufall hier herein gestolpert. :wink:
    Bin ein Neuling bezüglich Photovoltaik allerdings etwas " angehaucht " mit Elektronik. Ich möchte mir zunächst eine Nachführanlage aufbauen um Erfahrung zu sammeln. Kantenlänge des Modulträgers ca. 5,5 x 5,0 mtr. ( 20 Module )
    Gibt es einen User hier im Forum der Erfahrung mit Nachführanlagen hat, ich spekuliere auf die angeblichen 30% mehr an Wirkungsgrad.
    Ob's stimmt?? :roll:
    Endausbau soll dann bei 4x Modulträgern auf Ständern sein, da ich nichts auf's Dach bauen möchte.
    Gruß Phil

  • Hallo,


    als ich 1996 meine erste PV-Anlage plante, hatte ich auch übers Nachführen nachgedacht.


    Damals waren nachgeführte Anlagen teurer. Mir wurde geraten für das Mehr an Geld, einfach mehr Module zu kaufen. Am Ende des Jahres sind dann auch mehr kWh geleistet. Allerdings mit dem Vorteil der Wartungsfreiheit und der absoluten Sturmfestigkeit!!
    Ob diese Überlegungen heute noch gültig sind vermag ich nicht zu sagen, spielt doch der Preis und die Zuverlässigkeit der verwendeten Komponenten die ausschlaggebende Rolle.


    Wer mal im Internet stöbert, findet nachgeführte Anlagen mit all Ihren Problemen.


    An meinem Solargenerator war bis heute kein Eingriff nötig.


    mfG


    Strawberry

  • Hallo Phil,


    feine Sache, was du da machen willst.
    Der Mut und die Fähigkeit so eine Anlage selber zu konstruieren und zu bauen, nötigen Respekt und Bewunderung ab. Das traut sich nicht jeder zu!


    Wie weit hast du es bis Würzburg? Ich hätte da mal was zum an- oder abgucken anzubieten. Wenn dich darüber hinaus noch bestimmte verwaltungs- oder baurechtliche Fragen interessieren, solltest du mal hier nachsehen:
    http://www.photovoltaikforum.c….php?p=775&highlight=#775


    Aus eigener Erfahrung kann ich dir dringend empfehlen, verschiedene Dinge vorher abzuklären. Das spart Ärger und kostet nur Briefmarken und etwas Zeit. Es gibt da so ein Sprichwort: Wenn du etwas beginnst, bedenke stets das Ende. Und am Ende sehen wir hierzulande die Behörden.


    Übrigens sind die mindestens 30 % Mehrertrag realistisch. Ich habe da eine Ertragsexpertise von meteocontrol uber eine zweiachsig nachgeführte Anlage.


    Viel Erfolg und tschüss


    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Doris ,
    Hallo Doris,
    zunächst vielen Dank.....sehr nett..... :D
    Danke für die Info's und den Tipp. Was die Nachführung betrifft ist nicht so das Problem. Ich hatte vor langer Zeit mal Interesse an der Radioastronomie und habe mir zur Beobachtung von entfernten Radioquellen einen Parabolspiegel mit 3 mtr. Durchmesser auf einen 3 Zoll Standrohr etwas 5mtr. über Grund aufgebaut und mit Schubmotoren aus der SAT-Technik per Rechner nachgesteuert. Die Sonne zu verfolgen, per Rechner oder optisch, ist nicht so das Problem.


    Bezüglich der Anmerkung Würzburg ist wohl das Projekt in Erlasee angesprochen??
    Würde mich sehr interessieren. Ist das zu besichtigen?? Bis Würzburg habe ich etwa 2 Stunden zu fahren.


    Ich muss zunächst noch klären welche Module derzeit zu erhalten sind und vor allem welche es sein sollen ( müssen ) . Auch Aufgrund der Bauhöhe und Befestigungsmöglichkeiten der Module. Da erhoffe ich mir ja durch das Forum etwas Hilfe :wink:


    Bezüglich Baubehörde usw. habe ich hier schon einiges durch. Ich habe noch einen 22 mtr. hohen Gittermast mit diversen Antennen auf dem gleichen Grundstück stehen. Da auch der große Parabolspiegel aufgebaut war sehe ich derzeit kein Problem mit der Photovoltaik Anlage. Grundstück ist auch groß genug und Platz zum Nachbarn gibt's reichlich.


    So, war zwar etwas OT aber sollte nur zur Beschreibung dienen. :)


    Back to Topic...
    Was ist an Leistung bei Nachführung mit 20 Modulen derzeit Stand der Technik?
    Ist ein Zellenwirkungsgrad von 16% und ein Modulwirkungsgrad von ca. 14% aktuell??
    Wie sieht es mit der Leistungsgarantie aus?
    Mein Grundgedanke waren zunächst Monokristalline Module, wobei das Thema Modulauswahl für mich noch etwas sehr undurchsichtig ist.
    Mit diesen Fragen fängt sozusagen mein Einstieg hier an :lol:
    Will mich natürlich selbst auch weiter in's Thema einlesen, nicht nur Fragen stellen sondern auch was für's Forum beitragen :wink:
    nur wo anfangen?? Brauche noch Tipps :cry:


    Gruß Phil

  • Na hier zum Beispiel.


    Hallo Phil,
    Es sind am Anfang zunächst zwei Dinge, die erkennbar von vorn herein Probleme erzeugen dürften.


    Das erste ist das EEG.
    Als Voraussetzung für die Stromeinspeisung bezieht man sich da auf den § 8. Nach diesem Paragrafen erfüllst du die Vergütungsvorausetzungen mit deiner Nichtdach- oder Nichtfassadenanlage nicht, weil sich deine Anlage eben nicht dort befindet, wo bereits ein Bebauungsplan für PV-Anlagen besteht bzw. aufgestellt wird oder eine planfestgestellte Fläche dafür zur Verfügung steht. VOR dem EEG ging das aber noch.
    Auf deutsch: Selbst wenn du eine Baugenehmigung kriegst, wirst du den Strom von deiner Anlage nicht los. Wahrscheinlich hat der Solarteur von Lothar aus diesem Grund seine nachgeführte Anlage auch auf dem Dach. Kühn ist natürlich der Gedanke, den Traker am Giebel anzubauen und das ganze als Fassadenanlage zu deklarieren.


    Die zweite Sache kommt aus der Deutschen Bauordnung für die Konstruktion des Trakers selber. Für ungefähr 12 bis 18 m² Fläche möchte das Teil Windgeschwindigkeiten bis Orkanstärke problemlos wegstecken können. Da kommst du auf ein Standrohr von ungefähr 25 cm Durchmesser, das dann aber auch mindestens 1 Meter tief in der Erde einbetoniert sein sollte. Ohne geprüfte Statik kannst du eine Baugenehmigung vergessen. Diese Genehmigung wirst du aber brauchen, weil mindestens dein Ordnungsamt und ganz sicher das Finanzamt mit im Boot sind und möglicherweise noch eine ganze Reihe anderer Klugscheißer, von deinem neidischen Nachbarn mal ganz abgesehen.
    Dir sollte das Risiko bewusst sein, wenn du schwarz baust und das Ding jemandem bei heftigen Wind um die Ohren fliegt, weil du bei deiner Berechnung an einer Stelle jedes mal das gleiche Komma falsch gesetzt hast – trotz 100maliger Prüfung.
    Also starte mit einer Beschreibung und ein paar Zeichnungen sowie dem Entwurf deiner Statik bei der unteren Baubehörde eine Bauvoranfrage.
    Vom EEG kein Wort. Der Beamte schläft bei PV vielleicht noch. Warte die Empfehlungen und Auflagen ab und entscheide dann, ob du die Sache wirklich noch willst. Die Gebühren dafür sind allemal billiger, als der ganze Trödel, der sich sonst noch ergeben köönte. Kannste glauben.


    Du kannst dir ja mal diese Anlagen ansehen: http://www.pairan-elektronik.de und http://www.ibc-solar.com halte ich am ehesten für den privaten Nachbau geeignet.
    Hier kriegst du Informationen über die Anlagen von Erlasee: http://www.solonmover.com . Ansehen kannst du dir die Anlagen in Erlabrunn jederzeit. Samstags von 12 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr sind dort auch kompetente Leute vor Ort, die dir alles zeigen und erklären können.


    Ich sehe das so: Ehe diese Sachen nicht abschließend gekärt sind, ist dein Vorhaben sehr unsicher und ich würde mich mit der Realisierung zurückhalten. Als Spaß ist die Sache einfach zu teuer, denk ich.


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Doris
    Hallo Doris,


    ja :cry: typisch Anfänger bzw. nicht richtig informiert. Ich beziehe mich auf
    Zitat:
    Das erste ist das EEG.
    Als Voraussetzung für die Stromeinspeisung bezieht man sich da auf den § 8. Nach diesem Paragrafen erfüllst du die Vergütungsvorausetzungen mit deiner Nichtdach- oder Nichtfassadenanlage nicht, weil sich deine Anlage eben nicht dort befindet, wo bereits ein Bebauungsplan für PV-Anlagen besteht bzw. aufgestellt wird oder eine planfestgestellte Fläche dafür zur Verfügung steht.
    Auf deutsch: Selbst wenn du eine Baugenehmigung kriegst, wirst du den Strom von deiner Anlage nicht los.
    **
    _________________________________________________________


    Hier in meiner Gegend stehen allerdings zwei Anlagen als Nachführanlagen ganz normal im Garten von Wohnhäusern ( normales Baugebiet ) Auf beiden Dächern sind einige ( wenige ) Module installiert. Möglicherweise gibt es da ja einen Ausweg, sozusagen 1/4 der Generatorleistung auf dem Dach, den Rest der Leistung macht die Nachführanlage im Garten? :? Sozusagen eine Anlage nach EEG auf dem Dach mit gutem " Wirkungsgrad " :)
    Ich werde mich mal mit den Eignern unterhalten, mal sehen.
    Also bis dann mal..
    Gruß Phil

  • Hallo Phil,


    bevor es das EEG gab war es den EVU eigentlich egal, woher dein PV-Strom kam.
    Jetzt gibt es unterschiedliche Tarife für unterschiedliche Anlagen und die EVU zieren sich bei jedem Watt, was die abnehmen sollen. Dashalb musst du auch mit ziemlich detaillierten Unterlagen deine Einspeisung anmelden.
    Spätestens dann wird erkennbar, dass deine Anlage eben keine Dachanlage ist. Dein Solarteur oder Elektriker unterschreibt mit und wird für deine Idee kaum seine Konzession gefährden wollen. Der kommt nie mehr bei einem anderen EVU rein.


    Deshalb ist die Sache mit der Splittung zwar sehr interessant, aber nicht ungefährlich. Einmal Einspeiser immer Einspeiser ist nicht! Veränderst du heimlich die technische Seite, provozierst du eine Vertragskündigung aus wichtigem Grund und du bleibst auf Dauer auf deinem schönen Strom sitzen.


    Ich denke, dass das EEG ausreichend legale Möglichkeiten bietet, um aus Sonne Strom zu machen. Reich werden kannst du damit sowieso nicht.


    Was die Gartenanlagen deiner Nachnbarn betrifft, kann es durchaus sein, dass die VOR dem neuen EEG errichtet wurden. Es kann auch sein, das die Hessische Bauordnung diese Anlagen genehmigungsfrei stellt oder die unteren Baubehörden Einzelanlagen tolerieren. Wenn nicht, sind das definitiv Schwarzbauten und die erlangen auch durch irgendwelche Fristen keine Legalität. Wenn die Behörden es wollen, kann es vom Bußgeld mit Nutzungsverbot oder ggf. bis zum Abriss mit Strafe kommen. Nachträglich kriegst du mit hoher Sicherheit keine Genehmigung, eben wegen §8 EEG. Aber ich kann mich auch irren.


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Hallo an alle,


    Donnerwetter, was habe ich da gelesen, 27,5 m² mit Trakker an der Giebelwand ? Statik ? :roll:
    Also ich würde trotz allem mal die Kosten einer solchen Trakker- Anlage prüfen. Kann mir überhaupt nicht vorstellen das trotz der 30% Mehrertrag die Anlage je in die Gewinnzone fährt.

  • @ mppPaek


    KÜHN, hatte ich geschrieben, KÜHN IST NATÜRLICH DER GEDANKE ....

    So ein Ding am Giebel festzukriegen, ist schon eine ingenieurtechnische Herausforderung und natürlich auch machbar, wie fast alles heutzutage. Nur ob es vernüftig ist, steht auf einem anderen Blatt.


    Die Verknüpfung von Ideen und Gedanken ist zulässig. Manchmal kommt etwas Positives, manchmal etwas Negatives heraus.
    So ist es eben. Nicht wahr?


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)