Blitzschutz und Überspannungsschutz

  • Hallo,


    ich habe folgendes Vorhaben:
    -Aufdachanlage (ca. 5,2kWp) auf Satteldach (9,1 x5,1 m ganz normal es Satteldach) des Wohnhauses
    -Erneuerung, bzw. Abänderung Blitzschutzanlage


    Lage:
    -Gebäude freistehend
    -auf dem Berg


    -->> Blitzschutzanlage erforderlich


    Anlageninfo:
    Das Süd-Dach soll weitestgehend mit PV ausgenutzt werden, d.h. der Abstand zum First, Ortgang und zur Traufe werden ca. 20 cm sein.
    D.h. der Abstand zum Blitzschutz wird so gering sein, dass das Gestell an den Blitzschutz angeschlossen werden muss (ist doch richtig, oder?).
    Wenn ich 50 cm Abstand vom First oder Ortgang halten müsste, wird die PV-Anlage zu klein....



    Fragen:
    - Wieviel kostet ca. ein Überspannungsschutz für meine Anlagengröße für DC und AC Seite?
    - Gibt es eine alternative Blitzschutzabänderung, damit ich die PV-Anlage nicht daran anschließen muß? (Ich meine, der Blitzschutz muss doch auf beiden Dachseiten am Ortgang zum Boden geführt werden.)



    Gruß


    Tobias


  • 20 oder 50 cm das ist die Frage, was zwischen Modul und Dach ist, wo das Dach ist usw. Unter umständen ist die Anlage bei 20 cm nicht so lange auf dem Dach :roll:


    Zum Überspannungsschutz
    AC - da 1phasig ca. 150 E
    DC - je nach String 140-280 EUR
    Verteiler 60-80 EUR

  • Danke für die Antwort zu den Preisen.


    Wenn der Abstand ca. 50cm (40 cm) wäre, könnte man dann die Verbindung weglassen zum Blitzschutz weglassen? Ist dann ein Überspannungsschutz trotzdem empfehlenswert?


    Wie wirksam ist der Überspannungsschutz? Verminderung der Schäden? Oder ist ein Ausschluss von Schäden möglich (prozentuale Sicherheit beim Blitzeinschlag?)?



    Gruß Tobias

  • Zitat von geo-dienste

    Hallo,



    Lage:
    -Gebäude freistehend
    -auf dem Berg


    was ist für Dich ein Berg ? ein Hügel ?


    Auf alle Fälle steht das Gebäude exponiert da. D.h. Wind und Wetter dort kann ich nicht einschätzen.
    Aber 20 cm zum First sind IMO sehr bedenklich. Deswegen lieber kleiner und es bleibt auf den Dach. Globale Erwärmung !!!


    Überspannungsschutz ist hier sicher ratsam. 100% Sicherheit gibt es aber eh nicht.
    Sollte der Blitz direkt einschlagen, hilft nur die Versicherung.
    Der Blitz kann unberechenbar sein.


    Das Gestell muss sowieso geerdet werden. Ist der Kostenfaktor das problem die Anlage an den bestehenden (?) Blitzschutz anzuschliessen ?



    gruss voltaikfuchs


    edit:
    Gibt doch sicher Bäume in der Umgebung oder ? > Blitz > Baum > Überspannung


    jetzt weiss ich auch wo das ist 8)



    Geografie
    Seiffen befindet sich 60 km südöstlich von Chemnitz an der Grenze zu Tschechien. Mit einer Höhenlage von 650 m bis 700 m NN liegt sie fast auf dem Erzgebirgskamm.




    Also Hügelgebirge :lol:
    Trotzdem 3 x 8 x 185W Sharp :?: zu klein

  • Mein Wille ist es, im Vorfeld zu versuchen, alles richtig zu machen. Deshalb gilt es alles abzuklären. Auch unnötige Kosten.


    Die Lage ist zumindest einseitig exponiert. Wind, Sturm gibt es auch -> da Erzgebirgskamm.


    Der Solarteur versucht erstmal das ganze Dach mit PV zuzupflastern (war aber noch nicht vor Ort). Aber das erscheint mir auch nicht unbedingt sinnvoll.



    Zitat von voltaikfuchs

    Das Gestell muss sowieso geerdet werden. Ist der Kostenfaktor das problem die Anlage an den bestehenden (?) Blitzschutz anzuschliessen ?


    Nicht die Kosten sind das Problem, sondern die Fachkunde.


    Was ist bei 50cm Abstand besser: an Blitzschutz anschließen oder nicht (im Falles eines Einschlages).
    Überspannungsschutz auf jeden Fall.


    Zitat von voltaikfuchs

    Trotzdem 3 x 8 x 185W Sharp :?: zu klein


    Was meinst du? Das das Dach für die Anlage zu klein ist oder die Anlage für mich? Es steht noch nichts fest.


    Welche Abmaße haben diese Sharp Module?


    Habe noch einen Schornstein oben am First (Südseite)


    Gruß Tobias

  • Zitat von geo-dienste

    Was ist bei 50cm Abstand besser: an Blitzschutz anschließen oder nicht (im Falles eines Einschlages).
    Überspannungsschutz auf jeden Fall.


    50cm Abstand zwischen Blitzschutzanlage und Photovoltaikanlage ist ein ca.-Wert damit man im Vorfeld abschätzen kann was machbar ist. Der genau Abstand müßte aber ausgerechnet werden. Hierfür brauchte man aber mehr Details. Zum Beispiel ein Foto des Hauses, wieviel Ableiter, Höhe des Gebäuses,...etc. Auch sollte man erstmal den Erder (Fundament- oder Ringerder) messen, bevor man weiter plant. Denn ohne einen niedrigen Erdungswiderstand hilft dir die beste Blitzschutzanlage nichts.


    Stell doch bitte mal ein oder zwei Fotos des Gebäudes ins Forum, dann kann man Stück für Stück das Konzept erarbeiten.


    Der Tom 8)

  • Vorab müßte eine Fangstange auf Abstandshalter (Fieberglasstäbe 50cm länge) am Schornstein angebracht werden. Abstand zwischen den beiden Haltern ca. 80-100cm. Länge der Fangstange richtet sich nach dem Schornstein bzw. dem Metallrohr. Hier müßte man die vier Blitzschutzklassen heranziehen. Aber wenn Du einfach von der Fangspitze einen 45°-Kegel ziehst und alles darunter verschwindet, dann bist Du immer auf der richtigen Seite.


    Die Firstleitung ist soweit man das auf dem Foto sieht ok und die zwei Ableitungen auch. Welches Material wurde hier verwendet? Aluminium? Verzinkter Draht? Kupfer? verdrillte Kupferadern?


    Alle metallischen Teile, wie z.B. Dachfenster, Standgitter am Schornstein, müssen angeschlossen werden. Zusätzlich müßte noch eine Ableitung am Südwest-Fallrohr angebracht werden, soweit sie nicht in einem Stück verlegt wurde bzw. durchgehend verlötet wurde.


    Soweit meine erste Einschätzung. Die Berechnung der Abstände müßte ich heuteabend mal durchgehen. Aber man könnte die Dachableitungen evtl. noch ein wenig weiter nach außen verlegen um mehr Fläche für die PV-Anlage zur Verfügung zu stellen.


    Genauere Details kommen noch später.



    Der Tom 8)

  • Hallo Tom,


    Vielen Dank fürs erste.


    Die alte Dacheindeckung soll runterkommen, somit muss auch die Blitzschutzleitung erstmal deinstalliert werden.


    Am Ortgang kommt laut Klempner ein neues Blech (Breite 10cm ?). Dann wird mit Priolit-Schindeln das Dach gedeckt. Dann Aufdachanlage.


    Die Ableitung wird dann laut Klempner auf auf das Ortgangsblech geschraubt (Klemmschrauben) ist dann also ganz außen am Dach.


    Vermutlich wird die Leitung erneuert. Im Moment ist Aluminium ca. 1cm Durchmesser.


    Muß das Blech, also die 10cm Breite mit in die Berechnung einbezogen werden? Und der Schornstein, da aus Alu ---> ich meine Abstand zur PV-Anlage.


    Hast du evtl. eine Skizze von Fangstange bzw. Halter, da ich noch nicht richtig weiß wie es gemeint ist.


    Vielen Dank vorab.


    Tobias