Photovoltaikanlage auf Asbest-Ethernitdach

  • Ich plane noch in diesem Jahr eine Anlage mit ca. 30 kWp auf meinem Dach zu instalieren und hab aus diesem Grund schon einige Angebote eingeholt. Ein namhafter Anbieter hat geschrieben "Das Ethernitdach darf gem. Chemikalienschutzgesetz nicht mit Photovoltaik überdeckt werden" ??
    Wer weiß was gegenteiliges bzw. gibt es Ausnahmen, denn nur der eine Anbieter hat was davon erwähnt.

  • Hallo Jens,


    ich vermute mal, dass es diese Probleme wirklich geben könnte, wie in dem einen Angebot bemerkt.
    Ignorieren würde ich diesen Aspekt nicht, wegen der nachgewiesenen Gefährlichkeit dieses Stoffes.
    Hier http://www.photovoltaikforum.com/viewtopic.php?t=302 wurde schon mal dein Problem angegangen.


    Sinnvollerweise würde ich von Anfang an die zuständige Behörde (z. B. Umweltamt) einbeziehen. Allerdings sollte auch hier die richtige Fragestellung zum Erfolg führen.


    Wie sich ein Abriss und die Entsorgung oder die Sanierung der Eindeckung auf die Wirtschaftlichkeitsrechnung für die Photovoltaikanlage auswirkt, muss bei den derzeitigen Preisen nicht weiter untersucht werden. Es sei denn, die Dachfläche sollte sowieso erneuert werden.


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Hallo Jens,


    ich habe hier noch etwas gefunden:


    http://www.sfv.de/lokal/mails/sj/asbestas.htm
    Wie schon vermutet, kannst du ohne die Behörden nix machen.


    Interessant und Vorteil könnte sein, dass du unter Umständen das Finanzamt mit im Boot hast, weil dich die Asbestsanierung außergewöhnlich belastet.


    Der Hinweis in dem einen Angebot bezog sich wahrscheinlich nicht auf ein Gesetz, sondern auf ein Urteil, nach dem ein Malermeister, der seinen Beschäftigten asbesthaltiges Material anbohren ließ, zu einer erheblichen Geldstrafe verdonnert wurde. Jedoch nicht für das Bohren, sondern wegen der Gefährdung seiner Mitarbeiter. Und er hat gewusst, dass es sich um diese Matetrial handelte.


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Hallo Leute,


    nachdem ich jetzt den Vertrag schon unterschreiben wollte, habe ich die Firma nochmals auf das zum Teil mit asbesthaltigen Eternitplatten hingewiesen, zuvor hieß es es wäre kein Problem, nun teilte mir die Firma mit, daß sie dies seit kurzer Zeit nicht mehr dürften, es kam irgend ei Schreiben etc.
    Wenn ich allerdings die Schienen selbst auf`s Dach montiere würden sie den Rest machen. Module montieren etc.
    Mach ich mich strafbar, wenn ich die Schienen montiere? Muß ich neue Löcher bohren oder kommen die Schrauben der Schienen in die Löcher der Eternitschrauben - dann würde ja kein Asbest freigesetzt?
    Ein neues Dach kann ich mir nicht leisten, dann gibt`s keine Solaranlage.


    Gibt`s da einen Kniff?


    Servus Jürgen

  • Tach


    beim Montieren nicht erwischen lassen :-)
    Siehe TRGS 519


    MfG

  • Hallo Jürgen,


    sieh dir mal hier http://solar.schletter.de/inde…lang=DE&seite=produkte#20 weiter unten bei GridTop die Befestigungen an. Scheint eine ziemlich komplexe Sache zu sein, auf Ethernit alles schön fest zu kriegen. Könnte man bestimmt selber machen. Aber Komplex = Teuer!!!
    Bist du sicher, das dein Dach oder die Halle wirklich noch 25 Jahre und länger mit dem Ethernit-Dach hält?


    Bei geringstem Zweifel – lass es lieber. Die Wahrscheinlichkeit eintretender Probleme scheint mir ziemlich hoch.
    Aber es gibt PV-Alternativen!


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Das blöde ist, daß ich das asbesthaltige Eternitdach erst vor 2 Jahren neu gestrichen habe - es war nicht kaputt, ich wollte nur nicht warten bis die rote Farbe ab war.


    Grüße Jürgen

  • Tach


    die Taube auf dem Dach oder den Spatz in der Hand
    was ist wohl wichtiger, die Asbestschleuder loszuwerden oder CO2 einzusparen ?



    MfG

  • Hallo Jürgen,
    wenn ich du wäre, würde ich das Asbestdach in Ruhe lassen und lieber alle paar Jahre schön dick Farbe drüber kleckern. Eigentlich ist das Zeugs ja unverwüstlich, wenn es in Ruhe gelassen wird.


    Ein ähnliches Problem war hier schon mal Thema:
    http://www.photovoltaikforum.com/viewtopic.php?t=302


    Auf PV brauchst du dennoch nicht verzichten. Es sei den du brauchst die Anlage aus Status- oder Imagegründen und weil dein Nachbar auch eine hat ;-)


    Ich weiß nicht wie weit weg du von Würzburg wohnst. Am 1. Oktober ist auf dem Solarfeld Erlasee Tag der offenen Tür. Da sind jede Menge kompetente Leute, die du dort ausfragen kannst, wegen dem Kauf von nachgeführten PV-Anlagen auf Pachtgrund.
    Ich habe mir auch eine gekauft und ich bin begeistert. Klick dich mal durch diese Seite hier und lies dir mal aufmerksam durch, ob das in deinem Fall eine Alternative wäre. http://www.solaroptimal.de


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)