Was haltet Ihr von diesem Angebot >>> 20,40kWp????

  • Hallo Fachleute,


    seit einigen Wochen interessiere ich mich für eine Photovoltaik Anlage, und hab mir ein erstes Angebot machen lassen!
    Die Anlage würde auf eine große Halle mit leichter Süd-Ost Ausrichtung montiert werden, und hat eine Dachneigung von 24°!


    Der Solateur hat mir ein Angebot gemacht, dass folgender Maßen aussieht:


    Photovoltaikanlage/Dachanlage bestehend aus


    - 136 Stk Module Sharp 150 Polykristallin >>> 20,40kWp
    - 2 x WR Sunny Boy 6000
    - 2 x WR Sunny Boy 3300TL
    - 1 Satz Aufdach Montagesystem aus Alu Profilschienen


    Preis für diese Anlage >>> ca. 90.000 € netto + USt. entspricht einem Einzelpreis von ca. 4400€/kWp netto + USt.


    Hinzu kommen folgende Kosten, die separat auf dem Angebot aufgeführt sind:


    - 4 x Display für WR für je 100€
    - Aufbau der Anlage für 5200€
    - Anlagenüberwachung Sunny Boy Control Light + je ein Modem für die WR 800€
    - Wechselstromanschluss für 1750€


    So das sind die Fakten!!!!!!


    Was haltet Ihr von dem Angebot, ist es zu teuer oder ok?


    Sind die SHARP 150 Module in Ordnung, oder gibt es da Probleme, der angegebene Modulwirkungsgrad von 11,8 %(Leistungstoleranz +/-5%) ist ja nicht rauschend!?


    Ist die Systemzusammenstellung mit den WR in Ordnung oder ist die Anlage falsch dimensioniert?



    Ich würde mich sehr freuen, wenn ein paar "Fachleute" Stellung zu meinem Angebot nehmen würden! Immerhin ist das eine Investition von gut 100.000€, und da möchte ich möglichst viele Meinungen zu meinem Projekt hören!



    Gruß


    Markus
    :P

  • Inkl. Montage ????


    Es gibt monokristalline Module bis 16% Wirkungsgrad, und die dürften auch nimmer mehr kosten.


    Für was brauchst du Displays wenn du nen Datenlogger hast. rausgeworfenes Geld.


    Im übrigen ist auch der SBCO light rausgeworfenes Geld. Der kann nicht mehr als der SunnyBeam. Spar dir die Displays, und kauf dir nen richtigen SBCO ohne light. dann kannst deine Strings auch überwachen. Und du kriegst deutlich bessere und aufschlußreichere Daten.


    Bei der Sortierung würde ich 5% vom Modulpreis abziehen.


    Die Dimensionierung kannst du auf meiner Seite mit Sunnydesign unter Downloads berechnen.
    Deine Sonneneinstrahlberechnungen bekommmst du auch auf meiner Seite

  • Hallo,


    danke für die Antwort!
    Wenn ich Module mit 16% Wirkungsgrad bekomme, dann brauch ich wohl weniger Fläche, um auf die 20,4kwp zu kommen!?


    Der Preis für das kwp wird sich aber wohl dabei nicht ändern....


    Der Datenlogger ist optional, d.h. wenn ich den Datenlogger nehme, fallen die Displays natürlich weg!
    Was ist eigentlich der Unterschied zwischen dem SBCO und SBCO light?



    Die 90.000 € beziehen sich laut Angebot nur auf das unten aufgeführte Material.....


    - 136 Stk Module Sharp 150 Polykristallin >>> 20,40kWp
    - 2 x WR Sunny Boy 6000
    - 2 x WR Sunny Boy 3300TL
    - 1 Satz Aufdach Montagesystem aus Alu Profilschienen


    Für die komplette Montage will der Solateur 5200€ zusätzlich....! Auch der Datenlogger usw., Wechselstromanschluss sind noch zusätzlich zu bezahlen!


    Ich werde mir aber noch mehrere Angebote einholen!

  • Der Wirkungsgrad hat nix mit der Modulleistung und mit der Größe zu tun.
    Das sind alles unterschiedliche Dinge.


    Darum sind in der Regel monokristaline Module besser als polykristaline. Auch wenn die Modulleistung die selbe ist.


    Das wäre ja einfach wenn ein kwp Dünnschichtmodul die geliche Ausbeute als ein kwp Monokristalines Modul. Dem ist leider nicht so. Darum sind z.B Sanyo Hip Module so beliebt, weil die bei starker Wärmeenwicklung einen viel besseren Wirkungsgrad haben.


    Ich vergleich mal einen Benziner mit nem Diesel. Beide haben 100 PS, aber der Diesel hat ein besseres Drehmoment, und wirkt dadurch kräftiger. ich weis, ist ein blöder Vergleich, aber etwas besseres fällt mir grad nicht ein. :lol:


    Beim Datenlogger ist es das selbe. Displays sind keine datenlogger, und stellen keine richtige Überwachung dar.


    Hier kannst ein bisserl lesen, sonnst wirds hier etwas lang.


    http://www2.sma.de/de/home/sol…/kommunikation/index.html

  • Hallo Walter,


    vielen Dank für Deine Antworten!


    Das mit dem Diesel und Benziner habe ich verstanden, fahre selber einen Diesel....oder auch nicht mehr bei diesen Preisen.... :(


    Aber wärst Du vielleicht so nett, und mir die Sache mit dem Wirkungsgrad ein bisschen zu erklären!???


    Was wäre denn der Unterschied, wenn ich eine Anlage(20kwP) mit Polykristallinen Modulen(11,8% Wirkungsgrad) und einer Anlage(20kwP) mit Monokristallinen Modulen(16% Wirkungsgrad) betreibe?


    Habe ich mit der letzteren mehr Ertrag oder wie kann man sich das vorstellen?



    Bitte um eine kleine Erklärung!



    Vielen Dank und Gruß Markus!!!!

  • Sorry Walter, aber Deine Ausführungen stimmen so nicht.


    Der Jahresertrag hängt am gleichen Standort von der max. Leistung ( KWp ), den Temperaturkoeffizienten ( auch zweiten und dritten Grades ) und der geometrischen Beschaffenheit der Module ( zum Beispiel der Zellenbeschattung bei schräg einfallendem Licht ) ab.


    Insbesondere der Wirkungsgrad geht in den Jahresertrag überhaupt nicht ein !!!


    Nebenbei haben die meisten Dünnschichtmodule einen höheren Jahresertrag als kristalline Module bei gleicher Leistung weil sie einen viel kleineren Temperaturkoeffizienten haben und auch bei Streulicht und besonders bei Teilverschattung besser sind als kristalline Module.


    Dünnschichtmodule brauchen in der Regel aber die doppelte Fläche wie kristalline, dazu kommt bei älteren Modulen eine gewisse Degradation. Ausdrücklich warne ich vor "Wunderdünnschichtmodulen" wie sie in der letzten Zeit öfters diskutiert werden. Gute Dünnschichtmodule ( Kaneka, Mitsubishi ) bekommt man für netto 2,75 €/Watt, wirtschaftlichere Module gibt es nicht. Leider versuchen Abzocker derzeit für fertige Anlagen Preise zu verlangen wie bei kristallinen Modulen und das ist aufgrund der viel billigeren Herstellung und des hohen Flächenbedarfs nicht gerechtfertigt.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Hier steht ein Artikel aus der Zeitschrift Photon Ausgabe Juli 2005


    http://www.ibc-solar.de/www_ib…0Photon%20Juli%202005.pdf



    Außerdem: Die vielgelobten monokristallinen BP-Saturn-Module sind beispielsweise im Jahresertrag geringfügig schlechter als die polykristallinen BP-Module, wie ich bei mehreren Anlagen bei uns im Ort feststellen konnte. Alle mir bekannten kristalline Anlagen mit einem besonders hohen Jahresertrag ( > 1100 KWh/KWp sind mit polykristallinen Modulen bestückt, die monokristallinen gehen bis max. 1040 KWh/KWp )..

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Hallo Kollektor, kann ich so nicht stehen lassen.


    Warum sollte der Wirkungsgrad nicht in die Jahresproduktion eingehen.


    Schau z.B bei http://www.sonnnenertrag.de unter alle den rechten Eintrag von rechts.


    Martin hat Sanyo Hip Module. Der Wirkungsgrad seiner Module ist bei hohen Temperaturen um ca. 30% besser. Das heißt nix anderes, dass zu dieser zeit die Module bessere Leistung erzielen.


    Nach deiner Ansicht fließt dieser Mehrertrag nicht in die Jahresproduktion. Wohin fließt er denn dann ???


    Ich habe einen SB 2800i
    Mein Bruder hat 2 x SB2100tl. Der Wirkungsgrad ist um 2% besser. nachweislich. Wir vergleichen täglich. Wo fließt dieser Mehrwert hin. Der Zähler lügt nicht. das ist halt dann der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
    1 kwp ist nicht gleich 1 kwp. Es gibt gute, normale, und auch schlechte Module. Das gibt es auch bei Wechselrichter. Wichtig ist die gesammte Konfiguration


    Der Wirkungsgrad bei Modulen besagt nix anderes, als dass der Ertrag


    Peak : Diese Werte gelten für eine Sonneneinstrahlung von 1000 Watt/m², Sonnenstand AM 1,5 und einer Zellentemperatur von 25°C.
    (STC - Standard Test Bedingungen)


    Man geht davon aus, daß jedes Grad mehr Temperatur 1% Leistung kostet.
    Wenn aber nun ein Modul gerade bei höheren Temperaturen höhere oder gleichbleibendere Leistung bringt, spricht man von einem besseren Wirkungsgrad.


    Zu deinen Dünschichtmodulen:


    Es ist richtig, dass z.B. CIS Module bei schlechtem Wetter auch einen höheren Wirkunggrad haben. das ist Richtig.
    Genau so Richtig ist aber dass CIS Module gerade bei hohem Lichteinfall mehr oder weniger in die Knie gehen.


    Ich bin ein Verfechter von Dünnschichtzellen, denn das ist Zukunft. Aber nun haben wir Gegenwart, und hier stimmt das Preis / Leistungsverhältnis nicht.


    Ich habe nie behauotet dass ein monokristalines Modul besser ist als ein polykristalines


    Der Wirkungsgrad ist halt in der Regel besser.
    Ich sage immer, dasses mittlerweile polykristaline Module sehr aufgeholt haben.
    Aber es gibt halt nicht nur gute polykristaline Module sondern auch gute monokristaline. In der Summe sind monokristaline Module immer noch besser als monokristaline Module.


    Und noch was:
    Die Herstellungskosten eines monokristalines Modules sind in der Regel 3 x so hoch als bei einem polykristalines Modul.


    Frage: Warum nimmt man das in Kauf ????

  • Hallo Walter,


    unter Wirkungsgrad versteht man das Verhältnis von abgebener Leistung zu eingestrahlter Leistung. Dass man bei verschiedenen Temperaturen verschiedene Wirkungsgrade hat, drückt der Temperaturkoeffizient aus. Der üblicherweise angegebene Wirkungsgrad bezieht sich auf 25 Grad Celsius.


    "Wenn aber nun ein Modul gerade bei höheren Temperaturen höhere oder gleichbleibendere Leistung bringt, spricht man von einem besseren Wirkungsgrad." muss richtig heißen: "spricht man von einem kleineren Temperaturkoeffizienten"


    Üblich sind 0,5 % Leistungsminderung pro Grad Celsius.


    Der einzige Vorteil von monokristallinen Modulen ist der i. a. höhere Wirkungsgrad bei 25 Grad Celsius. Ein höherer Wirkungsgrad bedeutet, dass man pro Fläche mehr KWp herausholt. Mit dem Temperaturverhalten hat das nichts zu tun.


    CIS-Module haben einen höheren Wirkungsgrad als amorphe Siliziummodule. Ökologisch und ökononisch sind amorphe Siliziummodule besser als CIS-Module. Polykristalline Module sind ökologisch und ökononisch besser als monokristalline Module. Einziger Vorteil von monokristallinen Modulen ist der geringere Flächenbedarf weil der Wirkungsgrad höher ist. Hat noch nichts mit dem Temperaturkoeffizienten zu tun. Der bestimmt lediglich die Wirkungsgradkennlinie bezüglich Leistung und Temperatur.


    Gute Nacht und

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Hallo Leute,


    da hab ich ja was losgetreten.....war nicht meine Absicht hier eine Grundsatzdiskussion loszutreten....!


    Das mit dem Wirkungsgrad sehe ich auch so wie Kollektor!
    D.h. wenn ich andere Module(z.B. Monokristalline Module) mit höherem Wirkungsgrad(16%) nehme, brauche ich weniger Module(Fläche) um auf die gleichen 20,4kwp zu kommen, wie mit denen 11,8% Dingern....


    Wie es dann mit dem Temp. Koeffizienten aussieht, ist wohl wieder eine andere Sache!



    Trotzdem finde ich diese rege Diskussion sehr gut, jeder kann von jedem noch was lernen!



    Gruß


    Markus