• Stimmt es, dass es seit ca. 2 Monaten ein Gesetz gibt, welches verbietet auf eternitgedeckten Dächern eine Photovoltaikanlage zu installieren ? Bin am überlegen, ob ich auf meinem Hallendach (ca. 20 Jahre alt, landwirtschaftl. Machinenhalle) eine Anlage montieren soll.


    Danke schon im voraus für eine Auskunft.

  • Hallo Jens,


    ob es so ein Gesetz gibt, weiss ich jetzt aus dem Stehgreif auch nicht,
    allerdings weiss ich dass Eternit Asbesthaltig ist. Das heisst, nix am Dach machen ist auf jeden Fall die Beste Lösung.
    Ansosten musst du das ganze Dach abreissen und die Eternitplatten fachgerecht entsorgen (gegen Nachweis von der Deponie).
    Wenn du eine Photovoltaikanlage planst, soll diese ja ein paar jahre auf deinem Dach bleiben - oder ? :)
    Mein Schwager hat auch sein ganzes Eternitdach runtergerissen und alles neu eingedeckt, bevor er seine PV-Anlage installiert hat.

    Gruß Michael Z.
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    "Im Alter bereut man vor allem die Sünden, die man nicht begangen hat"

  • Hallo Jens,
    ich habe da gerade so eine Idee. Vielleicht lässt sich die Dachfläche der Halle mit dachintergrierbaren Modulen belegen und so das Ethernit zu ersetzen. Sollte funktionieren. Dies ist eine denkbare Variante auch mal über Dünnschichtmodule nachzudenken.
    Allerdings ist von Land zu Land anders geregelt, wer, wie und wann das Ethernit abbaut und wie es entsorgt werden muss. Kann sein, dass da etliches genehmigungspflichtig ist.
    Na und? Wer will dir schon den besseren öklogischen Ersatz verweigern. Allerdings, in D ist inzwischen alles möglich.


    Schönes Wochenende
    von Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Hallo Jens,


    hab ich grad beim stöbern gefunden - vielleicht hilft es dir :wink:


    ZITAT:
    Neu (Stand 11/04): es ist der erklärte politische Wille, an asbesthaltigen Dächern keine Maßnahmen mehr durchführen zu lassen, die ein solches Dach erhalten! Ein entsprechendes Gesetz ist bereits verabschiedet oder steht kurz davor!
    Wichtige Hinweise zum Thema Wellasbest


    Wir müssen in diesem Zusammenhang auf einige Punkte aufmerksam machen, die von Bundesland zu Bundesland und auch von Stadt zu Stadt unterschiedlich gehandhabt werden.


    Das Thema „Umgang mit Asbestzement- Produkten“ ist weitestgehend als problematisch bekannt. Der Umgang ist geregelt in der TRGS 519. Danach darf nur derjenige an und mit diesen Produkten arbeiten, der die notwendige Sachkunde in einem speziellen Lehrgang erlangt hat. Schwerpunkt dieses Seminars ist natürlich die Demontage und Entsorgung derartiger Produkte. Da bei uns mehrere Mitarbeiter über diese Sachkunde verfügen, ist das bis hierher kein Thema.


    Problematischer wird es mit der Behandlung von AZ- Produkten, die der Erhaltung dienen. Die TRGS 519 sagt einerseits, dass AZ- Platten nicht gereinigt werden dürfen. Das ist insoweit auch klar, weil bei jeglicher Art der Reinigung Asbestfasern freigesetzt werden können, die dann die Mitarbeiter und die Umwelt belasten können. Andererseits sagt die TRGS 519 auch, dass AZ- Platten, die noch nicht beschichtet waren, nicht beschichtet werden dürfen.


    Hier beginnt die Unklarheit, die zu unterschiedlichen Auslegungen führt: Bei der Erstellung der TRGS 519 ist man davon ausgegangen, dass eine Beschichtung üblicherweise eine Farbbeschichtung oder jedenfalls eine Dünnbettbeschichtung mit welchem Material auch immer ist. Hier ist immer eine vorhergehende Reinigung erforderlich.


    Bei der Beschichtung eines Wellasbest- Daches mit Polyurethan- Ortschaum verhält es sich etwas anders. Hier wird vorher nicht gereinigt und während der gesamten Maßnahme findet keine Tätigkeit statt, die zu Beschädigungen der AZ- Platten und somit zur Freisetzung von Asbest- Fasern führen kann.


    Die Arbeiten an AZ- Produkten werden unterteilt in die Bereiche Abriß (A), Sanierung (S) und Instandhaltung (I). Auf diese so genannten ASI- Arbeiten bezieht sich die TRGS 519. Darin heißt es weiter, dass Arbeiten der Kategorie A und S einzeln meldepflichtig sind, also 14 Tage vor Beginn der Maßnahme beim Gewerbeaufsichtsamt/ Staatl. Amt für Arbeitsschutz angemeldet werden müssen. Bei Arbeiten der Kategorie I, also Instandhaltung, genügt es, dass die tätige Firma bei der für den Sitz der Firma zuständigen Behörde anzeigt, dass sie Arbeiten an AZ- Produkten (in geringem Umfang) durchführt.


    AZ- Produkte gelten als „hart gebundener Asbest“, von dem normalerweise keine Gefahr ausgeht. Erst bei der Demontage und bei der mechanischen Bearbeitung können Fasern frei werden. Beschäumungen von Asbestzement- Dächern sind daher im Sinne dieser Verordnung Arbeiten „in geringem Umfang“, weil keine Demontage und auch keine mechanische Bearbeitung stattfindet. Diese Arbeiten fallen also in den Bereich I = Instandhaltung und sind somit nicht anzeigepflichtig.


    Hier aber greift nun die (mögliche) unterschiedliche Auffassung der Behörden. Es gibt Behörden, die lassen grundsätzliche keine erhaltenden Maßnahmen zu, auch nicht die Beschäumung. Wenn dann diese Arbeiten trotzdem ausgeführt werden, kann es vorkommen, dass eine Baustelle stillgelegt wird. Man müsste dann über einen langwierigen Klageweg die Situation klären lassen. Besser ist, mit der zuständigen Behörde vorher zu sprechen, das Verfahren darzulegen und die Zusage der Übereinstimmung zu erfragen.


    In den alten Bundesländern hatten wir diesbezüglich noch keine Schwierigkeiten. Wir haben aber von Mitbewerbern gehört, dass es in den neuen Bundesländern hier schon Schwierigkeiten gab. Wir möchten daher empfehlen, dass Sie sich mit dieser Problematik befassen und bei der zuständigen Behörde entsprechende Informationen einholen.


    Ein Verbot der Beschäumung, obwohl mit der TRGS 519 konform, kommt im weitesten Sinne einer Enteignung gleich, weil dem Objekteigentümer die Verfügung über sein Eigentum in Form einer Werterhaltung entzogen wird. Das wäre anders, wenn der Gesetzgeber die Gefährlichkeit von AZ- Platten höher eingestuft hätte und für den Austausch gegen asbestfreie Produkte z.B. eine Frist gesetzt hätte. Er hat aber ganz klar AZ- Platten als nicht gefährlich eingestuft, so lange keine faserfreisetzenden Maßnahmen durchgeführt werden. Gefährlich wird es erst, wenn derartige Produkte ausgebaut und entsorgt werden!

    Gruß Michael Z.
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  • .... und das auch noch ......


    ZITAT:


    Dachsanierung bei Faserzement
    ist ein besonderes Thema.
    Neben bituminösen Dachabdichtungen wurden in den vergangenen 40 Jahren häufig Eindeckungen mit Asbestzement- Produkten vorgenommen. Minimale Anforderungen an die Statik der Dachkonstruktion und rationelle Großflächeneindeckung haben dieses System zur kostengünstigsten Dachlösung gemacht.


    Inzwischen ist der Werkstoff Asbestzement durch Aktualisierung der Gefahrstoffverordnung aus dem allgemeinen Bauwesen verbannt.






    Asbestfasern, die durch Verwitterung oder durch mechanische Bearbeitung von Asbestzement-platten frei werden, können zu schweren Erkrankungen führen. Der Umgang mit Asbestzement- Produkten ist in der TRGS 519 (Techn. Richtlinie für den Umgang mit Gefahrstoffen) geregelt.
    Aus dieser Erkenntnis resultieren im Sanierungsfall Auflagen, die durch die neueste Gefahrstoffverordnung präzisiert sind. Mechanische Reinigung (z.B. durch Besen) ist untersagt. Bei Reinigung durch Druckwasser muss das Aufwirbeln von Fasern verhindert und das Ablaufwasser aufgefangen werden.




    Bei Abriss muss vor Beginn der Maßnahme das zuständige Bauordnungsamt informiert werden. Die Monteure sind mit Vollschutzkleidung und Atemschutzgerät auszustatten. Die demontierten Platten und Bruchstücke sind in geeigneten Foliensäcken auf Einwegpaletten fachgerecht zu entsorgen. Die damit verbundenen Kosten können im Einzelfall die Kosten einer Neueindeckung übersteigen. Weitere sehr wichtige Hinweise zu diesem Thema können Sie hier nachlesen.



    Bei fortgeschrittener Alterung von Wellasbest- Dachplatten durch Algenbewuchs und Erosion ist der Verbund der eingebauten Faserstoffe nicht mehr gewährleistet. Ständige Bewegung der Leichtbaudächer, z.B. durch Wind, führt dazu, dass die Befestigungselemente entweder gelöst sind oder durch Spannungen zu Rissen in den Dachplatten führen. In allen Fällen kann bei älteren Wellasbest- Dächern davon ausgegangen werden, dass die ursprünglichen mechanischen Eigenschaften der Dachkonstruktion nicht mehr vorhanden sind.


    Für den Bauherrn stellt sich damit die Frage nach einer sinnvollen und wirtschaftlich vertretbaren Sanierungsmethode. Die Vielzahl angebotener Systeme erleichtert die Auswahl ganz sicher nicht. Da eine gründliche Vorbehandlung, wie z. B. Reinigung der Dachfläche, unzulässig ist, scheiden alle üblichen Beschichtungen im Dünnbettverfahren aus.



    Hier bietet sich zur Sanierung das Verfahren der Ortverschäumung mit Polyurethan- Hartschaum an. Bei diesem Verfahren wird ohne nennenswerte Vorreinigung -lose Moospolster werden aufgesammelt- der Ortschaum im Sprühverfahren auf das Dach in mehreren Lagen bis zu einer Gesamtdicke von etwa 40 mm aufgebracht. dabei wird das Dach mechanisch erheblich verbessert, es entsteht praktisch ein Verbundelement. Neben der zuverlässigen Abdichtung und mechanischen Verbesserung wird dabei das Dach noch optimal wärmegedämmt! Die außenliegende Wärmedämmung "beruhigt" das Dach thermisch, sie verringert das "Arbeiten" der Dacheindeckung durch Wärme und Kälte.

    Gruß Michael Z.
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    "Im Alter bereut man vor allem die Sünden, die man nicht begangen hat"

  • Hallo Michael,
    nur mal kurz ein Hinweis am Rande wegen der Zitate.
    Gib mal sicherheitshalber immer die vollständige Fundstelle an oder einen Link (Quellennachweis). Du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr im Netz gefahndet wird nach möglichen oder tatsächlichen Copyrigthverletzungen. Es gibt doch tatsächlich Leute, die verdienen damit Geld! Sicher nicht bei irgendwelchen Behördenveröffentlichungen. Aber sicher ist sicher.
    Den Elektron haben sie als ersten an der Angel. Weil dies hier private Foren sind, wären die dann ganz schnell geschlossen.


    Gilt natürlich für alle, die hier posten.
    Tschüss Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Zitat

    Hallo Michael,
    nur mal kurz ein Hinweis am Rande wegen der Zitate.
    Gib mal sicherheitshalber immer die vollständige Fundstelle an oder einen Link (Quellennachweis). Du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr im Netz gefahndet wird nach möglichen oder tatsächlichen Copyrigthverletzungen. Es gibt doch tatsächlich Leute, die verdienen damit Geld! Sicher nicht bei irgendwelchen Behördenveröffentlichungen. Aber sicher ist sicher.
    Den Elektron haben sie als ersten an der Angel. Weil dies hier private Foren sind, wären die dann ganz schnell geschlossen.


    Gilt natürlich für alle, die hier posten.
    Tschüss Doris


    Hier der Auszug aus dem Haftungsausschluss / Disclaimer nachzulesen unter http://www.photovoltaikforum.com/viewtopic.php?t=8


    Zitat

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    Gruß Elektron

  • Hallo,


    Bei mir kam gleich die Umweltpolizei.


    Danach ein Beamter aus Kiel.


    Landwirtschaftliche Betriebe gelten als Privatbesitz und bei Eigenleistung ist das mit Asbest kein Problem.
    Sobald aber Angestellte auf dem Betrieb sind, ein Gewerbebetrieb oder eine Firma die Arbeiten ausführt fangen die Probleme an.


    Als Privatmann erhält man eine Ausnahmegenehmigung und hat weiter keine Auflagen.



    Mfg

    MfG


    Solardach