Unterschied zwischen Mono- und Polykristallinen PV-Modulen??

  • Hallo Leute,



    bin gerade dabei, mich über PV-Anlagen zu informieren! Habe eine Dachfläche von rund 200qm zur Verfügung, auf die ich eine PV-Anlage montieren lassen will! Das Dach hat eine leichte Süd-West Ausrichtung und eine Neigung von 22°!


    Im Internet habe ich schon viele Seiten dazu gelesen, allerdings wird man schon ein wenig mit Informationen überschüttet und es ist schwierig den Überblick zu behalten.....


    Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Mono- und Polykristallinen PV-Modulen??


    Welche PV-Module würdet Ihr empfehlen, am Besten nimmt man doch die mit der größten Leistung(180W)!?


    Bei den Wechselrichtern ist SMA ja ein "Marktführer", würdet Ihr auch den empfehlen?



    Bitte um ein paar Informationen zu meinen Fragen!




    Gruß



    Christian

  • Monokristalin -> Polykristalin


    Man könnte sagen, dass gute polykristaline Module mindestens so gut, oder auch besser als ein schlechtes Monokristalines Modul sind.


    Pauschal muß man sagen haben monokristaline Module einfach einen besseren Wirkungsgrad. Ist in der Regel so. Fakt


    Monokristaline Module sind in der Herstellung aufwendiger und teurer als polykristaline. Aber nicht immer besser, aber häufiger.


    Bei Wechselrichter ist es so ne Sache.


    Herr Wolfgang Weber, von SMA sagte mal. Auch andere Mütter haben schöne Kinder. Generell muß ich aber sagen mit SMA bin ich gut bedient. Es passt der Preis, das Produkt, und vor allem der Service. ( Der ist Klasse )
    Ich habe ein SMA Sunnyboy und ich würde mir jederzeit wieder einen kaufen.

  • Hallo Christian,


    wie Walter schon sagt, ist der Unterschied zwischen mono- und polykristalin nicht das entscheidende. Man sollte sehen, welche Leistungsdaten das Modul auf die bezogene Fläche hat. Das mit den 180 W ist schön und gut, die Frage ist aber bei welcher Modulgröße? Das Verhältnis zur Fläche muss halt stimmen.


    Desweiteren sollte man versuchen Markenmodule zu bekommen, denn mit Noname Produkten kann es Probleme geben. Wichtig hierbei ist die Garantie aufs Modul und die Leistungsgarantie. Es gibt Hersteller die geben 20 Jahre Garantie aufs Modul und 20 Jahre Leistungsgarantie auf z.B. 80% der Nennleistung. Die Module müssen natürlich auch lieferbar sein. Das ist wohl heute nicht immer selbstverständlich.


    Bei den Wechselrichtern gibt es viele Möglichkeiten, wo man bei den großen Herstellern nicht viel falsch machen kann. Wichtiger bei der Überlegung Wechselrichter ist, ob Du die Anlage Fernüberwachen willst, so dass Du die Leistungsdaten z.b. Auf einen Rechner bekommst. Dabei finde ich hast Du bei SMA zumindest was den Preis für den Datenlogger und die Software (die ist Kostenlos) angeht kleinere Vorteile.


    Gruß Lars.

    Intel ist mir zu teuer, also kaufe ich AMD. Jetzt soll mir mal einer sagen, ich hätte keine Ahnung!

  • Hallo Christian,


    ganz kurz zum Unterschied polykristallin – monokristallin.


    Die Module selber sind aus Silizium-Zellen zusammengebaut.
    Die polykristallinen Zellen werden in einen Block GEGOSSEN und bilden beim Erkalten eben viele miteinander verbundene (multi) Kristallgefüge. Sie werden danach in 0,3 mm Scheiben filetiert.
    Die Zellen schimmern bläulich und sehen wegen der Strukturierung sehr chic aus.
    Zur Zeit ist Q-Cells mit den 6,2“-Zellen Spitze.


    Die monokristallinen Zellen werden als ein einziger Kristall aus der Schmelze GEZOGEN. Der Produktionsaufwand ist höher. Die Zellen selber sind eher matt und tiefschwarz.
    Die besten Zellen sollen zur Zeit die A300 von SunPower sein.
    BP scheint sein Qualitätsproblem für die Saturnzellen jetzt wohl auch im Griff zu haben.


    Der Unterschied kann für neuere Zellen von Bedeutung sein, wenn diese in der gewünschten Zellengröße und gleich in der entsprechenden Stärke gezogen werden können und das Zersägen entfällt.
    Für dich als Anwender ist das aber nicht von erheblicher Bedeutung. Ich vermute mal ohne Beweis, dass die monokristallinen Zellen länger leben sollten.


    Was die Leistung der Module betrifft, immer Markenhersteller und im eigenen Interesse am Besten inländische bevorzugen. Und dabei schauen, wer der Zellenlieferant ist.


    Garantieprobleme wurde hier schon mal Ansatzweise durchgehechelt: http://www.photovoltaikforum.com/viewtopic.php?t=129


    Tschüss
    Doris

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

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  • Hallo Christian,


    es gibt ausser poly-und monokristallin auch noch Dünnschichtzellen und HIT Zellen. Dünnschicht nimmst du wenn du Fläche ohne Ende hast und der Modulwirkungsgrad nicht entscheidend ist....HIT-Zellen nimmst du wenn du aus der zur Verfügung stehenden Fläche die maximale Leistung herausholen willst, HIT-Module haben einen höheren Modulwirkungsgrad als z. B. Poly- oder Mono-Module.....und was ich entscheidend finde: einen wesentlich niedrigeren Temperaturkoeffizient! Speziell für dein Dach würde das gut passen: Bei einem Dach mit "nur" 22° Neigung entsteht nur eine sehr geringe Kaminwirkung, d.h. die Luft unter den Modulen wird sehr gering ausgetauscht, dadurch werden die Module speziell bei dir mit Südwestlage im Sommer bei voller Einstrahlung und hohen Aussenteperaturen sehr heiß----> die Leistung der Anlage wird mit poly-mono-Zellen zur besten Erntezeit sehr stark einbrechen, da diese ausnahmslos einen höheren Temperaturkoeffizient aufweisen, die Folge davon: Weniger Ertrag und damit weniger € als möglich wäre.
    Der Temperaturkoeffizient hat folgende Auswirkung: Pro 1°C Temperaturanstieg sinkt die Leistung z. B. bei Mono um 0,45% , bei HIT-Zellen nur um 0,30%


    HIT-Zellen gibt es nur bei SANYO.....
    Link: http://www.sanyo-energy-europe.com


    Der Preis? Etwas teurer, aber bei uns im Süden von D rechnet sich das auf jeden Fall.


    Gruß, solar-Pfister

    Regenerative Energien kosten nicht die Welt