Renditenlügen??

  • ......tja, Zentralschmiertechnik
    obs dann so einfach bei vielen 5-6% Rendite werden wird die Zeit bringen.
    Besonders kleinere PV`s unter 10kwp, die im Anschaffungspreis immer etwas höher liegen wie größere, werden oft schwierigkeiten haben das zuschaffen. Insbesondere wenn sie in Ertragsschwächeren Gegenden im Land errichtet wurden oder werden. Zw. 1000kwh und 1200kwh pro kwp und Jahr kann nicht jeder einfahren :!:
    Mit diesem einfachen R.Rechner von IBC kann man schon mal schön Spielen!
    http://berechnung.ibc-solar.de…C7FCC8AE79A24CFA6AE7412E8


    Und die Steuer natürlich auf PV-Gewinne nicht vergessen nach der PV-Tilgung, die das Erwerbseinkommen vieleicht zum Spitzensteuersatz hoch schnellen lässt.
    Also der Spitzensteuersatz nicht nur auf PV gezahlt werden muß, sondern auch das Erwerbseinkommen.


    Phoenixx :)

    Solarthermie+WDVS2000,PV05,Solarstromsternwarte07,ElektroC-Zero+Ökostrom12,ETABiomasseheizung13,PlugandPlayPV2016
    -eines Tages wird man sagen: "...mit Syrien und der Ukraine hat damals alles angefangen"
    http://www.alpakas-unterm-sternenhimmel.de

  • Hi,


    also wenn der worst case ist, dass ich in zehn Jahren den Spitzensteuersatz zahlen muss, dann habe ich bei meinen Investitionen (gerade auch PV) alles richtig gemacht :)
    Dieses Damoklesschwert lasse ich gerne über mir hängen. Wenn ich jetzt allerdings lieber mehr steuern als nötig zahle, damit ich auch in zehn Jahren noch etwas abzusetzen habe, dann kann der Schuss auch nach hinten losgehen und ich zahl im schlimmsten Fall dann überhaupt keine Steuern und habe noch einen (unnötig) hohen Kredit auf der Anlage, weil der Staat schon (zu)viel von meinem Geld hat.


    bis dann
    Christian


  • Das ist schon richtig,nur wenn ich kein Geld habe,dann kann ich auch nicht viel erwarten.
    Aber mit einem gewissen Anteil EK lassen sich die Renditen erhöhen auch bei kleineren Anlagen.
    Natürlich sind die Preise um einiges schlechter wie bei grösseren (30kwp) Anlagen.


    Aber 2007 und 2008 war das ganze doch dann überhaupt nicht tragbar :!:
    denn einem hohen kw/kwp Preis stand auch noch ein hoher Finanzierungszins gegenüber.


    Wenn ich das mit heute vergleiche,dann müssten fast alle Anlagen
    aus diesen vergangenen Jahren fast gar keine Rendite erwirtschaften :shock:


    Zum Thema Spitzensteuersatz muss man sagen,dass nur der jenige den zahlt,der ein hohes Einkommen hat :!:


    Das klingt hier im Thread so,als müssten die Leute hinterher mehr bezahlen,als Sie hineingesteckt haben!


    Natürlich kann man mit Degressiver und 20%tiger Abschreibung ne Menge an Steuern reduzieren aber sollte nur in Ausnahmefällen (hohe Einnahmen) die eventuell volle Anwendung finden!


    Habe ich auch so gemacht,war aber auch nötig für das Bilanzjahr 2007 und 2008.


    2009 sieht das ganze anders aus Umsatzeinbrüche über 50% und dementsprechend auch der Geinnrückgang,heisst dann aber auch ,dass die Abschreibung aus PV moderat gewählt werden muss.


    Fazit: Keine Steuern nachbezahlen und keine Steuern zuzahlen


    Gruss Zentralschmiertechnik

  • naja, wenn einer mit 40% Steuersatz rechnet, dann sollte derjenige doch auch ein paar Euro verdienen. Schlimm, daß die Leut wo schon viel verdienen dann mit "nix" mehr zufrieden sind.


    Ich selber finanziere meine Anlage mit Eigen- und Fremdkapital. Die EK-Rendite schaut folgendermaßen aus. Es geht mit 8% los, fällt im Laufe der ersten 10,5 Jahre auf 4% ab. Die 10,5 Jahre sind die Abzahlungszeit für den Kredit. In den darauffolgenden 10 Jahren ist die EK-Rendite dann durchschnittlich 30%. Das ganze ist jetzt mit linearer Afa ausgelegt. Eine degressive Abschreibung werde ich noch durchrechnen. Vorteil, in den ersten Jahren kann man viel abschreiben, Nachteil wenn die Anlage mal richtige Gewinne abwirft (Kredit bezahlt) ist weniger zum abschreiben da und dadurch die Steuerlast höher. Aber mal schauen was rauskommt.

    Gruß Alex

  • Richtig alex.schmid76!


    Zitat

    Vorteil, in den ersten Jahren kann man viel abschreiben, Nachteil wenn die Anlage mal richtige Gewinne abwirft (Kredit bezahlt) ist weniger zum abschreiben da und dadurch die Steuerlast höher.


    Wenn nun jemand in den ersten PV Jahren, wo er per Sonder und Degressiver Abschreibung möglichst viel Abgeschrieben hat, jedoch noch ohne PV Gewinn bei seinem Erwerbseinkommen noch keinen Spitzensteuersatz bezahlen mußte, aber dieses Erwerbseinkommen durch diese Abschreibungen Kräftig reduzierte, hat später dann den Spitzensteuersatz auf das Komplette Erwerbseinkommen mit dem Einkommen aus PV!
    :shock: :roll:
    Grüße Phoenixx :)

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  • Wer sagt denn,dass er in 10 Jahren sagen kann,wo sein Steuersatz liegen wird.
    Wie kann ich heute schon beurteilen,welchen Stuersatz bis dato erreicht wird,dies bedeutet in die zukunft schauen (10 oder mehr Jahre)niemand weiss,was er aus seinem Haupterwerb überhaupt verdienen wird.
    Und dann die hohen Abschreibungen zu wählen,ist zu riskant!
    Wenn ich aber zumheutigen Stand hohe Steuersätze habe,dann sollte ich Diese auch versuchen,jetzt zu drücken,nicht erst in der Zukunft.


    Sind die hohen Abschreibungen erstmal weg,kann man den Rest degressiv bzw. linear auf 20 Jahre auf das bewegliche Wirtschaftsgut verteilen.


    Gruss Zentralschmiertechnik

  • Wer sich die Vorhaben der politischen Parteien und die wachsende Staatsverschuldung anschaut, kann wohl kaum von sinkenden Steuersätzen in den kommenden Jahren ausgehen. Wer das nicht berücksichtigt, könnte mit seiner PV-Anlage in den kommenden Jahren vor einem dicken Problem stehen.


    A propos "wachsende Staatsverschuldung": Man sollte auch einmal darüber nachdenken, dass das EEG keinen Inflationausgleich vorsieht (Potenzieller Nachteil für alle, die nur über EK finanzieren).

  • Zitat von Sonnenhorst

    Man sollte auch einmal darüber nachdenken, dass das EEG keinen Inflationausgleich vorsieht (Potenzieller Nachteil für alle, die nur über EK finanzieren).


    Hat man bei der erwähnten Staatsanleihe auch nicht, falls das die Alternative wäre. :shock: Allerdings hat man doch einen gewissen Inflationsausgleich, weil man den Strom auch selbst zu einem festen Preis verbrauchen kann - man ist also weniger von der Inflation betroffen!


    Aber mal eine ganz andere Betrachtungsweise: Wenn man zu Anfang viel abschreibt, spart man zu Anfang Steuern. Diese Summe kann angelegt werden, um die späteren hohen Steuersätze zu kompensieren. Ob sich das lohnt kann man rechnen, der Effekt sollte aber insgesamt marginal sein - da dürfte der Fehler aus der Abschätzung des Steuersatzes in 15 Jahren größer sein.


    Es sollte übrigens nicht vergessen werden, dass der Spitzensteuersatz nicht für das gesamte Einkommen gilt. Wenn man beispielhaft die Situation in 15 Jahren, mit und ohne Solaranlage vergleicht: Durch das zusätzliche Einkommen aus der Solaranlage zahlt man für das Geld, was man sonst so kriegt, keine höheren Steuern, sondern exakt die gleichen. Man zahlt nur einen hohen Steuersatz ("Grenzsteuersatz") auf die "zusätzlichen" Solareinnahmen.


    Ich betrachte da auch das Risiko. Und da geht meine Argumentation aktuell so (ich möchte bald so ca. 30-40kwp bauen):
    Ich weiß, welches Einkommen ich im letzten Jahr hatte. Jetzt Anfang Juni läßt sich auch relativ sicher für 2009 eine Vorhersage treffen. Das heißt, ich kann meine Anlage schon zum Teil mit Hilfe der gut vorhersagbaren Steuerrückzahlung auf die mögliche Abschreibung JETZT abzahlen. Ob ich in 10 oder 15 Jahren noch ein vergleichbares Einkommen habe wie jetzt, kann ich dagegen nicht sagen. Wenn es nur noch sehr wenig ist, würde mir die Abschreibung fast keinen Steuereffekt mehr bringen, dann habe ich mit der frühen Abschreibung also sowieso richtig gehandelt.
    Habe ich dagegen viel Einkommen, dann zahle ich einen hohen Steuersatz. Dann habe ich zwar nicht mehr viel zum Abschreiben, aber bei dem hohen hohen Einkommen tut mir das auch nicht weh. Dazu kommt, dass ich ja in der Zwischenzeit Kreditzinsen gespart habe, bzw. das Geld wie oben beschrieben zwischenzeitlich anders anlegen konnte. Also ist es selbst in dem Fall nicht so dramatisch, wie die rein mathematische Differenz der Grenzsteuersätze nahelegen könnte.

  • Also ich würde die Berechnung für die Ausgangslage für diese Anlage, die hier eigentlich besprochen wird, noch einmal mit den korrekten ZinsesZinsen für die ausbezahlten Erträge berechnen. Dann dürfte man nämlich bei deutlich mehr als 4% liegen.


    Dazu muss man natürlich von irgendeinen Marktzins ausgehen. Ich denke 2% sollte man auf einem Festgeldkonto immer bekommen können. Also erst mal die einzelnen Jahresauszahlungen noch auf den Endwert aufzinsen und dann die Rendite berechnen.