Brandschutz für Wechselrichter auf Dachboden

  • Ist so ein FI gar nicht Standard?

    Nein.

    Wenn die Abschaltbedingungen eingehalten werden können (idR TN-Netz) verzichtet man da oftmals auf den RCD.

    Wechselrichter in der Größenordnung haben nicht unerhebliche Ableitströme, die zu Fehlauslösungen des RCD´s führen können.


    Da musst du also schon kontrollieren, ob da einer eingebaut wird oder nicht.


    Da müsste ich nochmal großflächig Pflaster aufreißen, und hätte recht lange Kabellängen. Und an der Hauswand montieren scheidet aus optischen Gründen aus.

    Gibts bei euch keine Dachrinnen?

    Ob da jetzt ein Rohr mehr oder weniger ...


    Die langen Kabellängen sind auch kein Problem bei den Stringspannungen. 6mm² anstatt die Sparversion mit 4mm² verwenden, dann sollte das idR passen. Auch wenn das aktuell Zusatzaufwand ist, würde ich dir dringend dazu raten den WR nicht im Dachboden zu montieren. Im Optimalfall in den HWR (wenn kein trockener und nicht Hochwassergefährdeter Keller vorhanden) und wenn es wirklich notwendig wird tatsächlich technisch für Kühlung sorgen.


    Spätestens wenn mal ein Speicher nachgerüstet werden soll, wirst du eine andere Standortwahl bereuen.


    Allerdings würde ich dann gerne für Brandschutz sorgen. Die Wand für die Montage ist aus Ziegeln, aber sowohl Dachschrägen mit PE-Dampfsperrfolie als auch der Bodenbelag sind brennbar. Was würde sich da empfehlen?

    Normal werden die mit Brandschutz Gipsplatten doppelt beplankt und sauber verspachtelt.


    Boden müsste man sich etwas überlegen.

    Zur Nutzung als Stauraum würde ich die Dämmung eh mit Spannplatten schützen.

    Direkt unter die WR dann mehrere m² mit Blech verkleiden ( ähnlich Bodenblech bei Kaminöfen)

  • Gibts bei euch keine Dachrinnen?

    Ob da jetzt ein Rohr mehr oder weniger ...


    Die langen Kabellängen sind auch kein Problem bei den Stringspannungen. 6mm² anstatt die Sparversion mit 4mm² verwenden, dann sollte das idR passen. Auch wenn das aktuell Zusatzaufwand ist, würde ich dir dringend dazu raten den WR nicht im Dachboden zu montieren. Im Optimalfall in den HWR (wenn kein trockener und nicht Hochwassergefährdeter Keller vorhanden) und wenn es wirklich notwendig wird tatsächlich technisch für Kühlung sorgen.


    Spätestens wenn mal ein Speicher nachgerüstet werden soll, wirst du eine andere Standortwahl bereuen.



    Mögliche Aufstellorte:

    - Haustechnikraum im Erdgeschoss -> Wird im Zweifel warm werden, hat kein Fenster. Klimaanlage scheidet aus (meine Entscheidung, auch wegen hässlichem Außengerät bzw. großer Wandbohrung); Photovoltaikanlage auf 10kWp reduzieren wäre hier höchstens möglich, damit die WR-Abwärme vertretbar wird

    - Außenwand am Haus -> zu geringer Dachüberstand, separates kleines Überdach wäre im Zweifel nötig, scheidet aus optischen Gründen aus.

    - Garage, Carport, Gartenhaus -> scheidet aus. Auch mit Kabelführung außen an der Dachrinne müssen wir Pflaster aufreißen, um ein Kabel in die Garage zu bekommen. Sowohl Garage, Carport, als auch Gartenhaus sind durch eine Pflasterfläche vom Haus getrennt. In der Garage wird es noch dazu wärmer als auf dem Dachboden im Hochsommer.

    - Dachboden -> scheidet offenbar aus, aus den Gründen, die du nennst?


    Was bleibt dann noch? :)

  • zum Thema Rauchmelder bin ich auch noch auf der suche:


  • Was bleibt dann noch? :)

    Was schlägt der Solateur vor?


    Ist schwierig da etwas vorzuschlagen, ohne vor Ort gewesen zu sein. Standort sollte dauerhaft Frostfrei und im Optimalfall im Temperaturbereich von 5-35°C liegen ( für eine mögliche Nachrüstung des Speichers, der sollte in unmittelbarer Nähe zum WR untergebracht werden)


    Das dabei auch die ein oder andere Wand oder das Pflaster dran glauben muss, ist halt so. Das gleiche Problem gibts bei sämtlichen Nachrüstungen die nicht vorbereitet sind (z.b. eine Wallbox)

    In der Garage wird es noch dazu wärmer als auf dem Dachboden im Hochsommer.

    Da gibts aber ganz andere Lüftungsmöglichkeiten und man kommt an die WR ran, falls etwas sein sollte.

    Vorbeugender Brandschutz ist das eine, aber wenn der WR mal wirlklich abfackeln sollte ist die Position im Dachboden maximal Suboptimal.

  • Hast du eine Berechnung oder wie kommst du auf die 10-14 kWp?


    Die höchsten Erträge wirst du aktuell haben, weil die Module morgens noch kalt sind bzw. über nachts abkühlen können. Und derzeit stört dich die Abwärme im Wohnraum noch nicht. Im Sommer sinkt die Produktion, weil die Module auf dem Dach kochen. Da musst du ggf. etwas helfen, weil du die Wärme nicht im Wohnraum haben willst.


    Aber da hat eig. jeder mit PV irgendwann ein mobiles Klimagerät, weils auch ohne Abwärme der PV (weil WR woanders montiert) der Wohnraum durchaus etwas Kühlung vertragen kann. So eine Kiste ist den Hitzeperioden ein Segen ...


    Imho mach mit den 25kWp das Dach voll (du wirst im Winter um jedes Modul froh sein) und sammle Erfahrungen im Betrieb.

    Unabhängig davon kannst du dir jetzt schon mal eine mobile Klima und einen Standventilator kaufen.

    Wäre auch ohne PV nicht mehr wegzudenken, wenn man das einmal hatte ...

  • Was ist mit Keller? Hast du keinen ?


    Ich habe übrigens schon vier WR (gehabt) und keiner davon ist nennenswert warm geworden hat gar den Raum erwärmt. Vielleicht machst du dir einfach zuviel Gedanken.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • keiner davon ist nennenswert warm geworden hat gar den Raum erwärmt.

    Das kann ich so nicht bestätigen.

    Mein Bungalow von 2011 hatte bisher 21°-22° im Hochsommer ohne irgendwelche Zusatzkühlung. Morgens Rollos runter und nachts durchlüften, in langen Phasen der Hitze vielleicht auch mal Richtung 24°.

    Seit März 2024 habe ich eine 25kWp PV auf dem Dach und einen 20kW WR von Deye im Technikraum (Keller und Garage gibt es nicht, ein Carport ist zu weit weg vom Haus).

    Von Beginn an ist mir aufgefallen, das der Technikraum tagsüber recht warm wurde, je mehr und länger die Sonne schien, je wärmer wurde es. In der Übergangszeit habe ich die Tür offen gelassen und ein wenig das Haus "mit geheizt", da fällt die Wärme nicht so auf.

    Dazu habe ich dann auch ein Thema eröffnet, scheint bisher noch nicht so mengenhaft jemanden zu stören?

    Am Thermometer im Raum lese ich morgens mittlerweile 24° ab, das geht dann bis 28°/29° rauf. Das Fenster des Technikraums ist 24h angekippt.

    Werde als ersten Versuch nun mit einem mobile Klimagerät versuchen, dem entgegenzuwirken. Das Invest liegt bei unter 1% der PV Anlage und zum testen werde ich die Abwärme erst einmal zum Fenster rausleiten. Sollte es funktionieren kommt ein richtiges Loch in die Außenwand, davor scheue ich mich aber noch ein wenig.

    58 x Suntech STP430S-C54/NSHM Fullblack 430W

    WR Deye Sun 20-K-SG01HP3-EU-AM2

    Deye GB-L 8,18kWh Hochvoltspeicher

    Walmdach alle vier Seiten belegt

    Standort 145XX

    IBN März 2024

    LWP Rotex HPSU Compact 8kW / Bungalow Bj. 2011

  • Hast du eine Berechnung oder wie kommst du auf die 10-14 kWp?

    Halbe Leistung = halbe Abwärme = halbes Problem...



    Aber da hat eig. jeder mit PV irgendwann ein mobiles Klimagerät, weils auch ohne Abwärme der PV (weil WR woanders montiert) der Wohnraum durchaus etwas Kühlung vertragen kann. So eine Kiste ist den Hitzeperioden ein Segen ...

    Ja, allerdings würde ich so ein Gerät dann eher in den Wohnräumen haben wollen als im Haustechnikraum. Im Haustechnikraum fehlt mir auch das Fenster, über das ich die Abluft des mobilen Klimageräts "entsorgen" könnte



    Was ist mit Keller? Hast du keinen ?

    Nein

    Vielleicht machst du dir einfach zuviel Gedanken.

    Tatsache. Allerdings kam ich hier mit einer technischen Brandschutzfrage und die werten Foristen haben mit ihrer Hilfestellung wieder alles grundsätzlich in Frage gestellt ;)



    Mein Bungalow von 2011 hatte bisher 21°-22° im Hochsommer ohne irgendwelche Zusatzkühlung. Morgens Rollos runter und nachts durchlüften, in langen Phasen der Hitze vielleicht auch mal Richtung 24°.

    Danke für deine Erfahrung, das bestätigt meine Befürchtung mit dem Haustechnikraum. Bei mir ist dein vorheriger kühler Zustand der Status quo ohne PV. Wunderbar kühl im Hochsommer, innen unter 24°C bei 36° C Außentemperatur, falls ich in kühlen Nächten ausreichend Kälte ins Haus lüfte. Die angenehme Kühle hält dann auch mal ne Woche ohne nächtliche Lüftung bei tropischen Nächten, dank der Masse im Massivbau.


    Am Thermometer im Raum lese ich morgens mittlerweile 24° ab, das geht dann bis 28°/29° rauf. Das Fenster des Technikraums ist 24h angekippt.

    Genau ein solches Fenster im Technikraum fehlt mir eben. Es gibt zwar eine Außentür, aber wir haben zu viele aktive Einbrecher hier in der Gegend als dass dauerhaftes "Tür auf" eine ernsthafte Option wäre.

    Sollte es funktionieren kommt ein richtiges Loch in die Außenwand, davor scheue ich mich aber noch ein wenig.

    Die erforderlichen Kernbohrungen für ein Klimagerät ohne Außengerät scheinen relativ groß zu sein. Und bevor ich eine Splitklima mit Außengerät installiere, kann ich auch gleich den Wechselrichter nach draußen hängen. Bräuchte allerdings noch ein etwas hässliches Überdach.

  • Halbe Leistung = halbe Abwärme = halbes Problem...

    Gleiche Fixkosten = Teurer pro kWp = mehr Netzbezug insbesondere im Winter


    Ja, allerdings würde ich so ein Gerät dann eher in den Wohnräumen haben wollen als im Haustechnikraum. Im Haustechnikraum fehlt mir auch das Fenster, über das ich die Abluft des mobilen Klimageräts "entsorgen" könnte

    Wenn du die Wärme des Haustechnikraums in der Wohnung entsorgst, hilft dir so ein Teil im Wohnraum. Das Teil kommt problemlos mit der zusätzlichen Abwärme der WR klar. Problem ist eher dass du erstmal kein Zweischlauchsystem hast.


    Beim Einschlauchsystem bläst du warme Luft nach draußen um die Wärme loszuwerden.

    Als Austausch strömt dafür aber auch zwangsläufig wieder warme Luft von außen nach innen.

    Funkioniert, ist aber nicht gerade sonderlich effizient.


    Genau ein solches Fenster im Technikraum fehlt mir eben. Es gibt zwar eine Außentür, aber wir haben zu viele aktive Einbrecher hier in der Gegend als dass dauerhaftes "Tür auf" eine ernsthafte Option wäre.

    Gäbe auch Türen mit Fenster zum öffnen.

    Da gibts sicherlich eine Lösung die sich einbruchsicher schrägstellen lässt.


    Bau doch erstmal die PV und kümmere dich dann um die Abwärme.

    Das "Problem" hast du nur wenige Wochen im Sommer, ansonsten ist die Abwärme sogar gewünscht.

    Und bis die bei dir wirklich in Betrieb geht, ist der Hochsommer vmtl. eh schon vorbei und du hast noch ein ganzes Jahr um dir Gedanken darüber zu machen.