Dämmung vollzogen - wie weiter verfahren? - Wärmepumpe (noch) sinnvoll? Alternativen?

  • Erst mal vielen lieben Dank für die zahlreichen informativen Beiträge.

    Ich denke, es gibt keinen Grund zu streiten - die ganze Thematik ist leider umstritten und keiner weiss, was die Zukunft bringt. Schlauer ist man meist immer erst im Nachhinein.


    Was ich jetzt für mich aus den Beiträgen herausgelesen habe sind folgende Punkte/Optionen


    1. Die Ölheizung erst einmal belassen und schauen wie es sich in Zukunft entwickelt

    2. Die Ölheizung komplett ersetzen und keine Hybridheizung bauen.


    Fragen, die ich noch aus den Beiträgen herausgelesen habe:

    - die Vorlauftemperatur ist auf Grund der Einrohrheizung relativ hoch angesetzt: um die 60° C (wenn ich das richtig im Kopf habe)

    - Eine PV-Anlage ist mit 24,9 kWp verbaut

    - Ziel der ganzen Investition soll schon in erst Linie die Kosteneinsparung in der Zukunft sein; der Umweltgedanke kommt hier an zweiter Stelle

    - Problem (?) bei der Förderung ist aktuell, dass wir dies im Zuge eines Sanierungsfahrplanes noch nach alter Förderung beantragt haben. Hier liegt der Fördersatz bei 35 % + 5 % = 40 % - ob hier noch ein Wechsel auf die neue Förderung möglich wäre, habe ich bisher nicht herausgefunden.


    Aktuell "schmerzt" es natürlich schon etwas, wenn man z.B. jede Menge Strom ins Netz einspeist und parallel dazu der Brenner der Ölheizung das Wasser warm macht...

  • Na das sieht doch schon ganz anders aus. Vielleicht mal die Anlagengröße in deinem Profil anpassen. Was BYDinSachsen sagte ist da schon der richtige Weg falls dein Fördermodell es zulässt noch einen Winter zu warten (Fertistellungtermin gesetzt?). Ebenso sind die Ausführungen zur Hybridheizung richtig, das verkompliziert nur die Hydraulik und bringt sinnlose Betriebskosten. Das Grundproblem ist die derzeit vorherschende Goldgräberstimmung bei der GWS-Truppe. Ich habe das immer so gelöst das ich einen Elektriker als Fachunternehmer für die WP genommen habe (Geht nur bei Anlagen die ohne Kälteschein zu installieren sind) und die hydraulische Einbindung der WP selbst gemacht habe. Das war allerdings bei meinen Anlagen deutlich einfacher als das sich bei dir darstellt. Aber vielliecht hast du ja einen sachkundigen Bekannten der dir hilft. Wobei ich auch hier erwähnen möchte das selbst mit großer PV und gutgedämmten (unter 20kWh/qm/A) Haus ich im Kernwinter Heizstrom zukaufe (ca. 850 kWh bei 230 qm Wohnfläche). Im meiner Altbau (1890) WP-Etagenheizung kommen bei 70qm durchaus noch 1200,00€ pA (4000 kWh=13000kWh Heizleistung) Heizstrom zusammen.

  • Du kannst schriftlich auf die alte Förderung verzichten und dann einen Antrag nach den neuen Regeln stellen.

    Soweit ich das verstehe hat der TE bereits mit den Maßnahmen begonnen. Bei der alten Förderung konnt die energetische Ertüchtigung ja noch Teil der Förderung sein. Hier sollte man auf jeden Fall prüfen ob sich ein verzicht auf die alte Förderung nicht auch auf die Förderfähigkeit der bereits getätigten Maßnahmen auswirkt.

  • Die baust du selbst ein, auf die Förderung sche.ßt du dann bist du für max. 8000€ durch mit dem Thema Heizung.

    Solltest du Handwerklich völlig unbegabt sein müsstest du noch eine Presszange leihen/kaufen dann brauchst du nicht Löten.


    Ähm, für mich der seit langem beste Rat hier im Forum.



    1. Heizlast bestimmen (ist keine Raketenwissenschaft)

    2. mitGeoT*Sol Testversion die gewünschte Wärmepumpe durchrechnen

    3. Bauen


    Dieser ganze BaFa hantier ist mehr Aufwand, Kosten, Ärger als es braucht einen Kühlschrank in den Garten zu stellen.

    5,16 kWp MPE215-PS06/SSO- Sunny Boy 5000TL-21 -WebBox BT - Sunny Home Manager

  • Das klingt so ein wenig, als wäre eine Wärmepumpenheizung zu projektieren und zu montieren so einfach wie eine Gartenhütte zusammenzuschrauben.

  • Vielen Dank für euere Einschätzung.

    Laut Sanierungsfahrplan haben wir eine Zeit zur Umsetzung bis Mitte 2025. So wie ich unseren Energieberater verstanden habe, muss man nicht alle Maßnahmen, die im Fahrplan verankert sind durchführen.

    Sobald die gewünschten Bestandteile erledigt sind, kann man die Förderung beantragen (entweder mit oder ohne WP)


    Mit der Dimensionierung bin ich mir auch noch sehr unsicher, was mir angeboten wurde. Die 16 kW der alpha innotec ist schon eine Hausnummer und wird entsprechend Strom ziehen.

    Fraglich ist auch ob man die Ölheizung vielleicht verkauft bekommt. Neulich habe ich von einem Installateur gehört, dass der "Run" nach Ölheizungen noch nie so groß war und es schon zu Lieferengpässen kommt.


    Einen Selbsteinbau schließe ich bei Wasser/Heizung aber aus. Das ist mir wirklich zu heikel, auch da ich davon absolut keine Ahnung habe.

    Was mich allerdings verwundert ist, dass hier immer von einfach Installation gesprochen wird. Auch wenn ich das Angebot gerade nicht vorliegen habe, waren da etliche Arbeitsstunden aufgeführt.

  • Was mich allerdings verwundert ist, dass hier immer von einfach Installation gesprochen wird. Auch wenn ich das Angebot gerade nicht vorliegen habe, waren da etliche Arbeitsstunden aufgeführt.

    Je nachdem wie der Heizungsbauer das einschätzt kann man erheblich Zeit mit der Ertüchtigung der Hydraulik verbringen. Da wäre es interessant mal das Angebot zu sehen.

  • Was mich allerdings verwundert ist, dass hier immer von einfach Installation gesprochen wird. Auch wenn ich das Angebot gerade nicht vorliegen habe, waren da etliche Arbeitsstunden aufgeführt.

    Je nachdem wie der Heizungsbauer das einschätzt kann man erheblich Zeit mit der Ertüchtigung der Hydraulik verbringen. Da wäre es interessant mal das Angebot zu sehen.

    Am Wochenende kann ich das gerne mal hochladen.

  • Das klingt so ein wenig, als wäre eine Wärmepumpenheizung zu projektieren und zu montieren so einfach wie eine Gartenhütte zusammenzuschrauben.

    Na was denkst du denn?

    Hier im Forum sind Dutzende Leute die beruflich nix mit Heizung zu tun haben/hatten, die haben das Ding einfach eingebaut und das läuft, meist sogar besser wie wenn sie für das 6-8 fache an Kosten einen Heizungsbauer beauftragt hätten der noch ganz prima Zeugs mit verbaut hätte und damit die Effizienz versaut hätte.


    Es geht ja letztlich nur darum die fertige WP mit zwei Rohren an die bestehende Heizungsanlage anstelle des alten Wärmeerzeugers anzuschließen. Welche Teile dabei noch wo mit reingehören bekommt bei Bedarf hier jeder erklärt oder kann es nachlesen weil es eigentlich schon Tausendfach hier irgendwo steht.