Dämmung vollzogen - wie weiter verfahren? - Wärmepumpe (noch) sinnvoll? Alternativen?

  • Jetzt mal ganz abgesehen davon dass die Angebote völlig irre sind, was möchtest du mit dem Umbau erreichen? Eine Reduktion der CO2 Emmisionen oder eine Kosteneinsparung. Bei Erstrigem würde ich dir zu ein paar Split Klimas raten, die sind auch in den Sommern der Zukunft sicher nötig beim zweiten würde ich gar nichts ändern. Der Verbrauch ist für die Hausgröße absolut ok, die Heizung ist relativ neu. Du wirst selbst bei DIY keine nenneswerte Kostensenkung durch die Installation einer WP erreichen.


  • Jetzt mal ganz abgesehen davon dass die Angebote völlig irre sind, was möchtest du mit dem Umbau erreichen? Eine Reduktion der CO2 Emmisionen oder eine Kosteneinsparung. Bei Erstrigem würde ich dir zu ein paar Split Klimas raten, die sind auch in den Sommern der Zukunft sicher nötig beim zweiten würde ich gar nichts ändern. Der Verbrauch ist für die Hausgröße absolut ok, die Heizung ist relativ neu. Du wirst selbst bei DIY keine nenneswerte Kostensenkung durch die Installation einer WP erreichen.



    Das ist so nicht ganz richtig. Bei einem hochgerechneten Ölverbrauch fürs ganze Jahr von 2.800 l liegen die Kosten dafür incl. Schornsteinfeger und Wartung bei ca. 3.000 €. Der Wärmebedarf liegt bei 20% geschätztem Effizienzverlust bei einem alten Ölkessel bei ca. 23.000 kwh. dafür braucht eine durchschnittliche WP ca. 6.000 kwh Strom, die Kosten dafür liegen bei etwa 1.500 €, womit wir bei einer jährlichen Einsparung von 1.500 € sind. Aufgrund der Wohnfläche gehe ich davon aus, dass es sich min. um ein ZFH handelt, der Förderhöchstbetrag liegt also bei 45.000 €, der Prozentsatz der Förderung bei Einsatz einer WP mit R 290 als Kältemittel bei 55%. Für 45.000 € sollte eine entsprechende Anlage zu bekommen sein, abzüglich Förderung betragen die Nettokosten dann rund 20.000 €, die man im Zweifel noch zumindest teilweise mit den Kosten für den Einbau einer neuen Ölheizung, die ja irgendwann einmal kommen werden, verrechnen muss. Diese dürfte dann nach deutschem Recht nur bis 2045 oder nach den neuesten Planungen der EU nur bis 2039 betrieben werden. Von den steigenden CO2-Abgaben beim Öl sowie der Verpflichtung, bei Neueinbauten von Brennstoffheizungen ab 2029 ? einen steigenden Anteil an grünem Heizöl dafür verwenden zu müssen, wollen wir hier einmal gar nicht reden. Und am Ende gibts ja auch noch sowas wie die Klimaerwärmung !

  • Jetzt mal ganz abgesehen davon dass die Angebote völlig irre sind, was möchtest du mit dem Umbau erreichen? Eine Reduktion der CO2 Emmisionen oder eine Kosteneinsparung. Bei Erstrigem würde ich dir zu ein paar Split Klimas raten, die sind auch in den Sommern der Zukunft sicher nötig beim zweiten würde ich gar nichts ändern. Der Verbrauch ist für die Hausgröße absolut ok, die Heizung ist relativ neu. Du wirst selbst bei DIY keine nenneswerte Kostensenkung durch die Installation einer WP erreichen.



    Das ist so nicht ganz richtig. Bei einem hochgerechneten Ölverbrauch fürs ganze Jahr von 2.800 l liegen die Kosten dafür incl. Schornsteinfeger und Wartung bei ca. 3.000 €. Der Wärmebedarf liegt bei 20% geschätztem Effizienzverlust bei einem alten Ölkessel bei ca. 23.000 kwh. dafür braucht eine durchschnittliche WP ca. 6.000 kwh Strom, die Kosten dafür liegen bei etwa 1.500 €, womit wir bei einer jährlichen Einsparung von 1.500 € sind. Aufgrund der Wohnfläche gehe ich davon aus, dass es sich min. um ein ZFH handelt, der Förderhöchstbetrag liegt also bei 45.000 €, der Prozentsatz der Förderung bei Einsatz einer WP mit R 290 als Kältemittel bei 55%. Für 45.000 € sollte eine entsprechende Anlage zu bekommen sein, abzüglich Förderung betragen die Nettokosten dann rund 20.000 €, die man im Zweifel noch zumindest teilweise mit den Kosten für den Einbau einer neuen Ölheizung, die ja irgendwann einmal kommen werden, verrechnen muss. Diese dürfte dann nach deutschem Recht nur bis 2045 oder nach den neuesten Planungen der EU nur bis 2039 betrieben werden. Von den steigenden CO2-Abgaben beim Öl sowie der Verpflichtung, bei Neueinbauten von Brennstoffheizungen ab 2029 ? einen steigenden Anteil an grünem Heizöl dafür verwenden zu müssen, wollen wir hier einmal gar nicht reden. Und am Ende gibts ja auch noch sowas wie die Klimaerwärmung !

    Das ist völliger Blödsinn. Bei der Senke kommt der Gute nicht auf ne 3,8er Jaz. Selbst bei deinem Beispiel wären das noch für 1800,00€ Strom. Wartung und Schorni spart er nicht, da Hybrid. Er bekommt 35% Förderung bleiben noch 30000,00€ für ihn. Der Öler ist von 2016 kann also bequem noch bis zu seinem Lebensende laufen. Nach dessen Ableben kann er sich noch immer Gedanken über eine WP machen. Die "Verpflichtung, bei Neueinbauten von Brennstoffheizungen ab 2029" ist für Ihn erst nach dem Tod des Ölers relevant. Eine nennenswerte CO2 Einsparung wird nur beim Betrieb der Heizung mit EE STrom erzielt, dieser ist derzeit im Winter nicht ausreichend verfügbar, seine PV wird ihm bei dem Verbrauch auch nicht helfen. Die Frage ist schon ob es sinnvoll ist funktionierende Heizungen, die ja auch bei Ihrer Herstellung einen CO2 Abdruck hinterlassen haben durch ein, zumindest ökonomisch fragwürdiges, Konzept zu ersetzen bevor das aus Altersgründen oder einer geänderten Kalkulationsgrundlage nötig ist.

  • Das ist völliger Blödsinn.

    ich glaub das trifft eher auf deinen Kommentar zu.

    Bei der Senke kommt der Gute nicht auf ne 3,8er Jaz.

    Na ist ja schön das dir schon die niedrigst notwendige VL Temperatur mitgeteilt wurde. Schätze mal damit bist du bereits weiter wie oerg

    Wartung und Schorni spart er nicht, da Hybrid.

    Aha, bist du wie es aussieht schon wieder allen anderen inkl. dem Hausbesitzer einen Schritt voraus. :thumbup:


    Eine nennenswerte CO2 Einsparung wird nur beim Betrieb der Heizung mit EE STrom erzielt, dieser ist derzeit im Winter nicht ausreichend verfügbar,

    Hier z.B. trifft es "Das ist völliger Blödsinn." sehr gut!

    Ein erhöhter Strombedarf sorgt dafür das mehr EE ins Netz gelangen können.

    Was hier an Öl eingespart werden könnte ist um ein Vielfaches mehr wie das was man benötigen würde um die Lücken bei der Stromerzeugung zu füllen wenn Wind und PV nicht genug liefern.

    *übrigens sind WP usw. die Anlagen die in Zukunft benötigt werden. d.h. deren Verbrauch ist primär mit EE anzusetzen wenn von diesen genug kommt, erst als Lückenfüller kommt dann fossiler Strom dazu. Auf der anderen Seite stehen die nicht Energiewende konformen Verbraucher wie Ö/Gasheizungen... für diese ist dann das an Stromerzeugung anzusetzen was die WP usw. übrig lassen. Es gilt nicht der älteste Verbraucher bekommt den ersten EE Strom und neue WP bekommen nur den Dreckstrom, es ist wenn dann genau umgekehrt anzusetzen!


    seine PV wird ihm bei dem Verbrauch auch nicht helfen.

    Das lässt sich am besten beurteilen wenn man keine WP betreibt. :thumbup:

    Ich hab hier eine LWWP im Altbau mit Heizkörpern und von deren Verbrauch wird etwa 27% durch die PV gedeckt. Ich kann aber nicht sagen ob die PV jetzt einen Teil des WP Verbrauches decken kann denn ich hab ja hier beides am laufen und kann das demnach nicht beurteilen ob das hilft.


    Die Frage ist schon ob es sinnvoll ist funktionierende Heizungen, die ja auch bei Ihrer Herstellung einen CO2 Abdruck hinterlassen haben

    Ganz grob überschlagen: Für eine WP mit 170kg die vereinfach zu je 1/3 aus Alu, Kupfer und Eisen besteht würden etwa 15000kWh Energie benötigt wenn man den Primärenergiebedarf für die Erzeugung der Metalle mit Faktor 5 multipliziert(1x fürs Material, 4x für Verarbeitung zur WP).

    d.h. ich würde davon ausgehen das eine WP sich nach 2 spätestens 3 Jahren energetisch amortisiert hat.

    Demzufolge eine WP macht auch Sinn wenn sie heute eine gestern eingebaute Gas/Öl Heizung ersetzen soll.


    zumindest ökonomisch fragwürdiges, Konzept

    Ist der einzige Punkt wo man dir zustimmen kann wenn man Heizungsbauerpreise ansetzt.

    Im Eigenbau der nur wenig komplexer ist wie der Aufbau einer IKEA Schrankwand und dem Anschluss zweier Gartenpumpen stimmt es natürlich wieder gar nicht. Da hat man das Invest in die WP je nach Preisklasse die man wählt und Aufwand in 5-12 Jahren wieder drin durch die Einsparungen gegenüber der alten ÖL/Gasheizung.

    *gilt natürlich für heutige Energiepreise also mit der Subventionierung von Öl/Gas durch den ermäßigten CO2 Preis(vergl. mit Emissionshandel)

  • Bei der Senke kommt der Gute nicht auf ne 3,8er Jaz.

    Na ist ja schön das dir schon die niedrigst notwendige VL Temperatur mitgeteilt wurde. Schätze mal damit bist du bereits weiter wie oerg

    Aha, bist du wie es aussieht schon wieder allen anderen inkl. dem Hausbesitzer einen Schritt voraus. :thumbup:

    Ja, anhand der Beschreibung seiner Heizung kann man das unschwer annehmen wenn man etwas Erfahrung mit WPs hat.



    #

    Zitat von drehstromdreher
    Wartung und Schorni spart er nicht, da Hybrid.


    Aha, bist du wies aussieht schon wieder allen anderen inkl. dem Hausbesitzer einen Schritt voraus. :thumbup:


    Auch das steht in der Beschreibung des TE.



    "Hier z.B. trifft es "Das ist völliger Blödsinn." sehr gut!

    Ein erhöhter Strombedarf sorgt dafür das mehr EE ins Netz gelangen können. Was hier an Öl eingespart werden könnte ist um ein Vielfaches mehr wie das was man benötigen würde um die Lücken bei der Stromerzeugung zu füllen wenn Wind und PV nicht genug liefern."


    Die Rechnung möchte ich gerne mal sehen.


    "Das lässt sich am besten beurteilen wenn man keine WP betreibt. :thumbup:

    Ich hab hier eine LWWP im Altbau mit Heizkörpern und von deren Verbrauch wird etwa 27% durch die PV gedeckt. Ich kann aber nicht sagen ob die PV jetzt einen Teil des WP Verbrauches decken kann denn ich hab ja hier beides am laufen und kann das demnach nicht beurteilen ob das hilft."


    Soll das heißen dass man erst mal baut und dann herausfindet das meine 7,5 kWp im Winter praktisch keinen Beitrag zum Heizstrom leisten? Oder möchtest du mir erzählen dass deine PV, im Winter, 27% deines Heizstroms erzeugt?


    "Ganz grob überschlagen: Für eine WP mit 170kg die vereinfach zu je 1/3 aus Alu, Kupfer und Eisen besteht würden etwa 15000kWh Energie benötigt wenn man den Primärenergiebedarf für die Erzeugung der Metalle mit Faktor 5 multipliziert.

    d.h. ich würde davon ausgehen das eine WP sich nach 2 spätestens 3 Jahren energetisch amortisiert hat.

    Demzufolge eine WP macht auch Sinn wenn sie heute eine gestern eingebaute Gas/Öl Heizung ersetzen soll"


    Das ist doch völlig irrelevant. Es geht darum dass ein funktionierendes System, sinnloser Weise, durch ein Neues ersetzt wird. Da spielt es doch keinerlei Rolle ob sich der Ersatz in deiner fadenscheinigen Rechnung nach 1,2, oder 200 Jahren energetisch amortisiert.


    "Ist der einzige Punkt wo man dir zustimmen kann wenn man Heizungsbauerpreise ansetzt.

    Im Eigenbau der nur wenig komplexer ist wie der Aufbau einer IKEA Schrankwand und dem Anschluss zweier Gartenpumpen stimmt es natürlich wieder gar nicht. Da hat man das Invest in die WP je nach Preisklasse die man wählt und Aufwand in 5-12 Jahren wieder drin durch die Einsparungen gegenüber der alten ÖL/Gasheizung.

    *gilt natürlich für heutige Energiepreise also mit der Subventionierung von Öl/Gas durch den ermäßigten CO2 Preis(vergl. mit Emissionshandel)"


    Ich wage stark zu bezweifeln das sich die vom TE beschriebene Hydraulik gut für DIY eignet, zumal der TE bisher nicht erwähnt hat das er dies beabsichtigt.




  • Und wieder das gleiche, sinnfreie Gewäsch. Du erzielst keine JAZ von 4 in dieser Hydraulik und schon gar nicht bei deinen "mögliche" 55 Grad VL. Ob du hier nen Hybrid laufen lässt oder nicht ist für die Förderung egal, bei den derzeitigen Angeboten bist du eh an der Förderobergrenze.


    "Deswegen - einfach mal Klappe halten wenn man keine Ahnung hat !" Da kann ich dir nur zustimmen.


    Was mir allerdings jetzt mal abseits deines Geschwafels, aufgefallen ist, ist dass wir hier ein Haus mit 300 Quadratmeter Wohnfläche und ner 7,5 kWp PV haben. Hat das Haus kein Dach? Mit ner Vollbelegung könnte man dann sogar in Bereiche kommen wo eine WP andeutungsweise Sinn machen würde.

  • Könnt ihr diese sinnlosen Grabenkämpfe nicht einfach unterlassen?


    Aktuell kennt niemand die Hydraulik und die Eignung für Wärmepumpe. Selbst wenn der TE hier Hinweise geben kann, will und wird - es bleibt raten und schätzen.


    Deswegen: Test im nächsten Winter. Bis dahin Vorbereitung. Mischer einbauen lassen (falls nicht sowieso schon vorhanden) um die Vorlauftemperaturen auf unter 45°C zu bringen. Bedienungsanleitung des Ölers und vor allem der Steuerung beschaffen. Heizkreispumpe(n) überprüfen, ob die ordentlich Durchsatz schaffen, und ggf. auch auswechseln.


    Im nächsten Winter dann die Vorlauftemperaturen schrittweise absenken. Heizung 24/7 durchlaufen lassen. Pumpen auf max. Förderleistung stellen. Wenn man damit an den kältesten Tagen unter 45°C kommt, ist der Drops schon fast gelutscht. 35°C wäre noch besser, kann man ja gleich noch testen bei der Gelegenheit... Wenn man dann noch täglich den Ölverbrauch und die durchschnittliche Außentemperaturen in einer Tabelle erfasst hat man auch die Ermittlung der Heizlast und damit der Größe der WP zweifelsfrei geklärt.


    @TE: aufgrund des Ölverbrauchs und der Hausgröße sowie der Tatsache, dass deine Hydraulik auch VOR der Sanierung die Bude warm bekommen hat, sehevichbes fast als sicher an, dass du mit einem simplen Tausch des Wärmeerzeugers aus kommst. Hybrid ist in deinem Fall das verkehrsteste, was du machen kannst...

  • drehstromdreher
    Lesen bildet...


    und wenn du gelesen hättest, dass ich vermutet habe, dass es sich bei dem Haus aufgrund der enormen Wohnfläche um ein ZFH handelt, würdest du vielleicht begreifen, dass es in diesem Fall einen Förderhöchstbetrag von 45.000 und nicht von 30.000 gibt


    und wenn du richtig gelesen hättest, hättest du auch bemerkt, dass die angesprochenen 55 Grad sich auf die Fälle beziehen, in denen ich eine Hybridheizung nicht für sinnvoll halte und nicht auf das hier besprochene Objekt.


    Aber du betreibst ja selektives Lesen - du liest nur das, was dir in den Kram passt und denkst dir dabei auch gleich noch ein paar passende Fakten dazu. Und jetzt lassen wir das Ganze besser, mir wird das hier mit dir nämlich entschieden zu blöd.

  • Könnt ihr diese sinnlosen Grabenkämpfe nicht einfach unterlassen?


    So manche Dinge möchte ich einfach hier nicht unwidersprochen stehen lassen, wie z. b die Aussage, dass eine Wärmepumpe nur dann zur CO2-Reduzierung beiträgt, wenn man sie mit grünem Strom betreibt.


    ansonsten geht du doch genauso wie ich davon aus, dass eine Hybridlösung keinen Sinn macht und das Haus wahrscheinlich problemlos mit einer WP beheizt werden kann.