Dämmung vollzogen - wie weiter verfahren? - Wärmepumpe (noch) sinnvoll? Alternativen?

  • Hallo zusammen,


    momentan sind wir an der Durchführung einer energetischen Sanierung unseres Hauses.

    Fassaden- / Dachdämmung ist bereits fertig und hat deutliche Einsparungen in den Heizkosten gebracht.


    Aktuell scheitern wir aber an den weiteren Maßnahmen.

    Ursprünglich war die Installation einer Wärmepumpe eingeplant. Die Preise, welche aktuell aber aufgerufen werden sind einfach nur noch unverschämt.

    Am Beispiel: Ende 2022, während des Aufschwung/Boom der Wärmepumpe hatten wir ein Angebot welches bei ca. 37.000,00 € lag.

    Eine passende Wärmepumpe für unser Haus als Hybrid-Heizung. Uns wurde mehr oder weniger geraten, etwas zu warten bis die Wärmepumpen günstiger werden.

    Dies sind sie zwischenzeitlich auch einschließlich (fast) sofortiger Lieferzeit.

    Angebot von dieser Woche: 47.000,00 €.... Warum? Weil der Stundenlohn enorm gestiegen ist.


    Für 47.000,00 € (exkl. der natürlich notwendigen Betriebskosten) kann ich aber auch viel Heizöl kaufen.

    Mein Eindruck: die neue Förderung wird nun von den Installateuren und nur noch zum Teil von den WP-Herstellern "kassiert"


    Wir fragen uns daher, was jetzt die sinnvollste Variante wäre.


    1. Wieder eine Solarthermie (irgendwie im Garten) installieren? Vorteil: keine weiteren Betriebskosten

    2. Einen Heizstab einsetzen (bzw. Power-to-Heat-System) nutzen? Vorteil: 25 kWp-PV-Anlage wäre vorhanden.

    3. beides (1 & 2) kombinieren

    4. Warten und hoffen, dass sich die Installationskosten wieder in den normalen Bereich bewegen und die Anschaffung rentabler wird.


    Über ein paar Tipps/Ratschläge würde ich mich sehr freuen.

    Vielen Dank schon mal.

  • Und ein anderer Ansatz?


    Luft-Luft multisplit Geräte, sind ca 1 500€/innengerät plus Montage und etwas Kleinkram.

    Wenns das Haus hergibt (Fußbodenheizung) eine Luft Wasser Wärmepumpe als monoblock oder split gerät mit dazu. Dadurch eine gewisse Grundwärme und Komfortgewinn durch die Luft-Luft Split Geräte...


    Damit landest du bei einem Bruchteil der aufgerufenen Kosten...

    Was Heizungsbauer aufrufen ist echt einfach unverschämt...

  • Moin,
    47k€ hört sich schon nach verdammt viel an... Was wird denn dafür alles gemacht?
    WP allein kanns ja kaum sein.
    Power to Heat macht Dich im Winter arm, bei 25kWp würd ich eher an Split-Klimas für Einzelraumheizung denken; Ölheizung dann als Backup bzw für richtig kalte Tage / Wochen. Solarthermie lohnt eigentlich nur, wenn man auch einen hohen Wärmebedarf im Sommer / Übergang hat (z.B. Pool); ansonsten steht das System, weil man die Wärme nicht abnehmen kann.
    Eventuell eine Brauchwasser-WP, um den Ölkessel zu entlasten (falls WW auch über Öl läuft)

  • Ich bewohne auch einen sanierten Altbau und hab damals (2015/2016) aus Kostengründen noch auf eine Gastherme gesetzt.


    Über die letzten zwei Jahre habe ich aber ein paar Redundanzen eingebaut:

    - 2022: Brauchwasserwärmepumpe

    - 2022: kleiner Kaminofen im Wohnbereich (wird selten genutzt - geht eher um die Strahlungswärme an ganz kalten Tagen)

    - 2024: 2x Split-Klima (relativ zentral im OG und EG)


    Die Investitionen haben mich in Summe nur etwa 12.000,- Euro gekostet (alles Fachfirmen) und haben, bzw. werden, den Gasverbrauch in Zukunft noch ordentlich reduzieren. Dafür kann ich im Sommer das ganze Haus kühlen, habe immer einen trockenen Keller wegen der BWWP und kann ganz nebenbei noch meinen Eigenverbrauch in Sachen PV nach oben schrauben. :thumbup:


    Mein persönliches Fazit: Ich persönlich würde keine >40.000 Euro für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ausgeben. :shock:

    Photovoltaik (19,7 kWp):

    - Süd: 11,5 kWp Glas/Glas, 42° DN, Fronius Symo 10.0

    - West: 8,2 kWp Fullblack, 4° DN, Fronius Gen24 8.0

    - BYD 10.2 HVS


    Sonstiges:

    - Fronius Wattpilot; BMW i3 120 Ah (42 kWh); Dimplex DHW 300D+ BWWP; 2x Panasonic Split-Klima (3,5 kW)


    Standort: Niederbayern

  • Hallo zusammen,



    Am Beispiel: Ende 2022, während des Aufschwung/Boom der Wärmepumpe hatten wir ein Angebot welches bei ca. 37.000,00 € lag.

    Eine passende Wärmepumpe für unser Haus als Hybrid-Heizung. Uns wurde mehr oder weniger geraten, etwas zu warten bis die Wärmepumpen günstiger werden.


    Musst schon etwas über den Typ Wärmepumpe mitteilen. Ist es eine LWWP - dann definitiv zu teuer, ist es ein Ringgraben oder Tiefenbohrung Typ sieht es z.B. ganz anders aus.
    Muss was an der Heizungsanlage geändert werden, etc.
    --
    5-7 kW LWWP gibt es für 3-4 kEur, (Monoblock) - Installation kommt (geschätzt knapp selber Betrag, eher weniger) dazu - je nach Aufwand.

    Stell doch mal die Kostenvoranschläge ein, dann wird es evtl. mehr Feedback hier geben.

  • 1. Wieder eine Solarthermie (irgendwie im Garten) installieren? Vorteil: keine weiteren Betriebskosten

    2. Einen Heizstab einsetzen (bzw. Power-to-Heat-System) nutzen? Vorteil: 25 kWp-PV-Anlage wäre vorhanden.

    3. beides (1 & 2) kombinieren

    4. Warten und hoffen, dass sich die Installationskosten wieder in den normalen Bereich bewegen und die Anschaffung rentabler wird.

    1. :D <X
    2. :(
    3. :D <X <X
    4. :) :juggle:


    Tipps/Ratschläge

    Wenn Dach und Fassade auf aktuell geforderten Stand gedämmt wurden sollte jetzt eine günstige LWWP ausreichen.

    Wäre also ein Fall für eine selbst eingebaute Panasonic Leisha 5kW.

    Panasonic WH-WDG05LE5 Außengerät
    Panasonic WH-WDG05LE5 Außengerät der L Serie Kurzbeschreibung Die im Jahr 2023 eingeführte L Serie zeichnet sich durch neues Design und verbesserte…
    www.rjtec-shop.eu

    Panasonic WH-ADC0509L3E5 All In One Innengerät - Kombihydromodul
    Panasonic WH-ADC0509L3E5 Innengerät der L Serie Kurzbeschreibung Die im Jahr 2023 eingeführte L Serie zeichnet sich durch neues Design und verbesserte…
    www.rjtec-shop.eu


    Die baust du selbst ein, auf die Förderung sche.ßt du dann bist du für max. 8000€ durch mit dem Thema Heizung.

    Solltest du Handwerklich völlig unbegabt sein müsstest du noch eine Presszange leihen/kaufen dann brauchst du nicht Löten.

    Mit der Panasonic bekommst du nicht die effizienteste WP(nur so effizient wie die Geräte der großen deutschen Hersteller). Aber die für deinen Fall mit Abstand Preiswerteste und die mit der umfangreichsten Unterstützung wenn du mal nicht weiter weist.

  • Vie allem brauchen wir hier DATEN um das mal auf Stimmigkeit abzuklopfen! Wie groß? Wie beheizt? Wie hoch der Verbrauch nach der Dämmung? Warmwasser inkludiert? Für wie viel Personen?


    Mein Beispiel: Bauernhaus 115m2 mit 3000L Öl inkl. WW. Nach Dach und Fassade noch 5000kWh Wärmebedarf + 2500kWh WW. Das vorherige Heizkörper-System mit FBH im Rücklauf würde nicht angefasst - war schon vorher "gut" nach heizi-gefühl dimensioniert, nach der Dämmung viel zu groß ausgelegt.


    Entgegen dem Rat des heizi (min 9kW, besser 12kW) wurde aufgrund des Verbrauches nach schweizer Formel eine Heizlast von max. 4kW ermittelt. Montiert wurde dann 6kW da kleiner damals nicht lieferbar.


    Fazit: selbst bei -20°C vollkommen ausreichend. Kosten inkl. kpl. Neuaufbau des gesamten Heizraumes und der WW-Strecke 12.000€ für eine Dimplex-Split-WP.


    Dein Preis ist vermutlich ein Abwehr-Angebot. Ich kann mir (außer in Neuschwanstein) keine WP im EFH vorstellen, die derart hohe Kosten verursacht. Vor allem nicht NACH einer energetischen Sanierung...

  • :D <X
    :(
    :D <X <X
    :) :juggle:

    seh ich absolut genauso. Auf keinen Fall 1-3.


    Eine passende Wärmepumpe für unser Haus als Hybrid-Heizung.

    Vermutlich resultiert der hohe Preis aus der Hybrid-Forderung. Kompliziert, teuer, inkonsequent, unnötig, vor allem, nachdem du gedämmt hast. Weiter nach einem günstigeren Angebot suchen. Und kein Hybrid!

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Vielen herzlichen Dank für die zahlreichen und informativen Beiträge :)


    Das Angebot kann ich am Wochenende gerne nachreichen, da ich gerade beruflich unterwegs bin.

    Im ersten Angebot war als Wärmepumpe eine Vaillant AeroTherm Plus VWL 125/6A und im zweiten Angebot eine alpha innotech Hybrox 11 (bzw. 16) angeboten. Beide jeweils mit einem 1000 Liter Pufferspeicher.


    An eine Brauchwasserwärmepumpe haben wir auch schon einmal gedacht. Die Idee jedoch verworfen, nachdem wir ein Angebot inkl. Installation über 12.000,00 € erhalten haben.


    Zu den Eckdaten bei uns zu Hause:


    - Das Haus ist relativ groß, bestehend aus Alt- und Neubau; Wohnfläche ca. 300 - 350 qm

    - 5 Personen

    - 3 Etagen

    - Altbau (1976): Heizkörper (leider Einrohrheizung; was scheinbar immer irgendwie ein Problem ist)

    - Neubau (1982): Fußbodenheizung

    - 2016 wurde erst eine neue Ölheizung (Buderus 29 kW) verbaut - daher auch die Idee mit Hybridheizung (wo uns auch zu geraten wurde, diese auf keinen Fall auszubauen; man weiß ja nicht was kommt..)

    - Ölverbrauch lag nach den Dämmarbeiten für Warmwasser und Heizung (von August 2023 - April 2024 bei ca. 2.500 Liter