Völlige Autarkie, hat das schon jemand hier aufgebaut.

  • Folgende Situation, ich hatte eine 800W Anlage ins Stammregister eingetragen - Der Stromanbieter verlangt jetzt, dass ich einen neuen Zählerschrank brauche. Das Haus ist Baujahr 1959 129qm. mit Satteldach Ost West.

    In der Tat ist das das Problem, Im ganzen Haus sind alle Steckdosen "genullt" Nur 2 Adrig verlegt. Wenn ich jetzt einen neuen Zählerschrank einbauen lasse, kommt das ganze Theater, Leitungsverlegung im ganzen Haus komplett NEU zu verlegen, Hinzu kommt noch eine Erdung die verlangt wird.

    So kommt die Neuinstallation auf knapp 10 000€

    Jetzt meine Frage: wenn ich das öffentliche Stromnetz stilllegen lasse, dann brauche ich das ganze nicht.

    FI ist auch nicht nötig - weil alle Geräte 2 Polstecker haben und Schutzisoliert sind.

    Kann man sich vom Netz trennen lassen <X und seinen Strom zu 100% selber produzieren mit LiFePO4 Akku´s Laderegler und etwa 5 - 8KW Solarzellen hinzu bauen. Im Winter müsste dann ein Notstromgenerator aushelfen.

    Wer hat Erfahrung. Summa summarum so hatte ich gerechnet mit 8000€ zurecht zu kommen.

    Die 800Watt Solar kosten 498€ x 10 = 5000 + 3000€ 5KWH LiFePO4 Akku. Danach Stromkosten NULL :danke:

  • Abgesehen von der technischen Machbarkeit (Da kann ich gar nix sagen) wird der Generator im Winter nicht nur aushelfen müssen sondern fast ausschließlich laufen. Ich kenne nun dein Stromverhalten/Verbrauch nicht aber ich habe 15kwp oben und produziere im Winter an vielen Tagen rein gar nichts. Vor allem wenn es geschneit hat oder wenn es halt einfach den ganzen Tag relativ dunkel ist. Dezember und Januar zum Beispiel. Da würde ich tagelang nix zu Essen bekommen geschweige denn Licht oder so. Und wenn dann nur sehr kurz.

    Einen Speicher könnte ich von Oktober bis Januar erst gar nicht laden, weil ich alles was ich produziere sofort verbrauche.


    Kann mir nicht vorstellen das so etwas in der heutigen Zeit möglich ist.

    Außer man lebt in einer Höhle. ;)

    12,58 Kwp Anlage Südausrichtung Niederbayern (Fremddach seit 2011) Volleinspeiser


    15,2 Kwp Anlage Süd/West/Nord/Ost 30 Grad Walmdach (Juni 2022 Überschusseinspeiser) Ohne Speicher


    LWWP mit Pufferspeicher seit 2012


    Niederbayern - ;)

  • …Summa summarum so hatte ich gerechnet mit 8000€ zurecht zu kommen…

    Das sind vermutlich alleine die Kosten für Diesel pro Jahr, damit du nicht 6 Monate im Dunkeln sitzen musst.


    Und nein: auch irgendwelche Umschalter oder sonstiges Gebastel mit Ladegeräten befreien dich nicht von der Einhaltung des aktuellen Stands der Technik, auch wenn einige das anders sehen.

  • Technisch kann man das natürlich machen nur finnanziell wird sich das nicht lohnen.

    Alleine ein vernünftiger Stromgenerator der auch brauchbar im Dauerbetrieb läuft liegt >3K€.


    Und das alles nur um bei seiner geliebten Nullung zu bleiben?

    Und nur Schutzisolierte geräte den Herd,Wasserkocher möchte ich sehen der Schutzisoliert ist?


    Klar kostet das Umrüsten auf FI auch recht viel Geld ist aber auch wirklich kein Luxus.

  • …Summa summarum so hatte ich gerechnet mit 8000€ zurecht zu kommen…

    Das sind vermutlich alleine die Kosten für Diesel pro Jahr, damit du nicht 6 Monate im Dunkeln sitzen musst.


    Und nein: auch irgendwelche Umschalter oder sonstiges Gebastel mit Ladegeräten befreien dich nicht von der Einhaltung des aktuellen Stands der Technik, auch wenn einige das anders sehen.

    Für 8000 € bekommt man viele tausend Liter Diesel, damit kann man mehrere Jahre den Dieselinverter füttern und gleichzeitig das Haus heizen. Kein einfaches Unterfangen.

    Zitat

    ein Erbbaurecht (99) Jahren ist und in ca 25 verfällt (Radlader kommt )

    Wollte ich schreiben: Investitionen in dein Hausnetz stehen dennoch höher in der Prioritätenliste.

    Bitte nicht im Zitat antworten, wird eingeklappt.


    Neue Info: Wie steht dein Netzbetreiber zu 600 VA? Wahrscheinlich das gleiche Spiel.

    Dann spiel mit und argumentiere: Ein netztechnisches nicht signifikantes (max.800 VA) Erzeugungsgerät ist keine "Anlage" mit NAB und IBN. Deine Kundenanlage erfährt mit dem Anstecken eines "Geräts" keine Änderung. Du erweiterst deine Haushaltsgeräte nur um ein netztechnisch nicht relevantes Erzeugungsgerät.

    Oder einfach machen was der Netzbetreiber will. BKW abmelden und stillegen.

    25 Jahre Strom einkaufen und auf die Punktlandung Auszug und Bagger hoffen.



    Oder du schaltest zwischen Hausanschluss und deinem Haus einen Lastumschalter.

    Versorgst das Haus entweder

    A) aus dem Netz

    B) aus deinem Konstrukt (PV-Generator mit Akku, dann brauchst du ein ESS mit Hybrid-WR, z.B.victron, o.ä. und 800 VA reichen nicht. Du musst aktives Lastmangement durch Verhalten betreiben). Eine off-grid Anlage muss nicht angemeldet werden, da sie durch den manuellen Lastumschalter (alles startet neu) niemals mit dem Netz verschaltet werden kann.

  • Servus Wattschlumpf, natürlich kannst Du den Stromanschluss komplett stilllegen und Dich ausschließlich selber mit

    eigenem Strom versorgen. Es geht nur nicht ganz so einfach wie Du es Dir vorstellst ;)

    (und das Thema wäre bei den Inselanlagen besser aufgehoben)

    Anfangen musst wie bei jeder echten Inselanlage damit Verbraucher und Verbrauch genauestens aufzulisten und zwar

    auch nach Tages- und Jahreszeit differenziert. Wie so etwas ausschauen kann siehst Du z.b hier.

    Während Du im Sommer recht freizügig verbrauchen kannst überlege Dir jetzt schon was Du im Winter wirklich zwingend

    brauchst - denn darauf muss die Anlage ausgelegt werden. Wahrscheinlich wirst die letzten Prozent anders, also fossil

    abdecken wollen da Du für 100% EE Deinen Verbrauch extrem einschränken müsstest... während die Kosten der Anlage trotzdem explodieren. (außer Du steckst bis zum Hals in der Materie drinnen und bist ein sehr findiger Alleskönner)


    Der nächste Schritt ist die Erzeugungsseite und die fängt damit an genau zu checken wieviel geeignete Flächen für PV und evt. auch Windkraft vorhanden sind (denn obwohl Kleinwindanlagen völlig unwirtschaftlich sind können sie evt. im Winter gegen

    den Notstromer konkurieren) PV-Module sind billig wie nie, deswegen kannst Du davon ausgehen dass es Sinn macht alle

    verfügbaren Flächen komplett zu belegen!


    Dann kommt die Speichergaudi und jetzt wird es ziemlich teuer. Deswegen ist es so wichtig die Verbrauchsseite genau zu kennen! Jede kWh/d im Winter weniger reduziert die benötigte Speicherkapa enorm.


    Zum Schluss brauch man dann entsprechend der vorangegangenen Erkenntisse Laderegler und Wechselrichter und noch

    ein paar zusätzliche Geräte um die Energieströme erfassen und transportieren zu können.


    Wenn Du gewillt bist Dich richtig einzuarbeiten und die nötigen Schritte sorgfältig einen nach dem anderen ausführst bekommst Du hier ne Menge gute Unterstützung. Wenn Dir aber alles aus der Nase gezogen werden muss und Du Dich

    weiterhin so naiv gibst wird das sicher nix- zumindest nicht mit mir :mrgreen:

    Und ja, ich bin so gut wie autark. Allerdings beziehe ich lieber noch ca 200kWh/a an Drehstrom aus dem Netz als dass ich

    den Generator knattern lasse. ich könnte aber den Anschluss auch jederzeit stilllegen lassen.


    lg,

    e-zepp

  • Vielen Dank für die AW. Ich habe bereits beim Nachbarn nachsehen dürfen, was der mit seiner 3.6KW Anlage erwirtschaftet.

    Bei mir habe ich schon gemessen: 3.5Kw/H / Tag 24/7 Winterbetrieb. sind nötig. Kochen Fernsehen Computer Heizölbrenner.

    Warmwasser ist bei mir Propangas. Und die Heizung Öl. (15Jahre alt)

    Es stellt sich auch die Frage 48V LiFePO4 nehmen, so 100AH macht 4.8KW/h

    Die Anlage beim Nachbarn mit 3.6Kw brachte im Dezember 23 im Durchschnitt 1.3Kw/h Das würde dann sehr eng für mich.

    Da ich Alleinstehend bin, 75Jahre und rüstig müsste ich meine PV mindestens doppelt so groß machen so etwa 7.5KW - Platz ist genug da. Und einen 600W Benzin-Generator - wenn der Akku am Abend weniger als 30% hat.

    Hatte ich mir so gedacht

    Akku kostet knapp 1100€ 48V 100Ah. Welcher Laderegler wäre nötig und welcher Wechselrichter.

    :danke:

  • Ich würde hier eine Sanierung der Elektroinstallation vorschlagen.

    Jedoch nicht auf heutigen Neubau Niveau, sondern in Anbetracht der kurzen Restnutzungszeit mit Augenmaß.


    Aufputzinstallation, wo neue Leitungen gezogen werden müssen

    Austausch der Schuko Steckdosen gegen Eurosteckdosen, für Handyladegerät und Radio reicht das.


    Natürlich muss der Isolationswiderstand passen.


    Damit sollte sich in einem vernünftigen Kostenrahmen die Elektroinstallation auf ein heutiges Sicherheitsniveau bringen lassen

  • Nett gemeint, aber bei 2 Familienhäusern entfällt die Zwangssanierung (sviw) und ist sicherlich auch unwirtschaftlich, denn die Wärmeisolierung ist genau so "schlecht" Schätzungen gehen da zwischen 100 und 150000€ das rechnet sich einfach nicht. Aufputz ist sicher für manchen ein guter Tip. Hier nicht. Das einzige was helfen kann ist dass die Gasheizungen wieder erlaubt werden, das reduziert die Heizkosten um >60% an heutigen Preisen. <X aber vielen Dank. Nur das technisch notwendige zur Autarkie ist wichtig für mich. :danke: