ALt EEG Anlage auf Familienmitglied überschreiben mit oder Ohne Kleingewerbe

  • Hallo STromerzeuger , ich benötige dringend Infos

    Folgender Bestand:

    Wohnhaus mit zwei Parteien ,ein Stromanschluss (Familie ,wir mit Schwiegereltern)

    Anlage 1 :Bestands PV Anlage BJ 2012 9,6 kWp

    Anlage 2: Neu Bj 2024 13kWp plus Speicher

    Anlage 3: in BAU 6,6 kWp

    Für Anlage 1 hat Schwiegervater ein Kleingewerbe angemeldet , Anlage zwei wird auf Schwiegervater angemeldet, und Anlage 3 auch.

    Zum 01.06 sollen alle Anlagen und auch der Stromanschluss auf uns übertragen werden .


    Jetzt ergibt sich schon ein Problem bei der Anmeldung der Anlage 2 , (unser Steuerberater hat uns da falsch beraten..komplettes durcheinander )

    Kann Schwiegervater die Anlage 2 anmelden ohne das die Anlage über sein Kleingewerbe läuft und dann ohne MwSt?

    Wenn wir die Anlagen übernehmen welche Möglichkeiten haben wir dann , mit /ohne Kleingewerbe und welche Vorteile/Nachteile ergeben sich daraus??


    Gruß Peter

  • Was heißt denn "Kleingewerbe angemeldet" in dem Fall?

    Ein "Gewerbe anmelden" ist ein Vorgang, den man bei der Gemeindeverwaltung vollzieht, das ist aber für PV nicht nötig.

    Dem Finanzamt teilt man u.U. eine gewerbliche Tätigkeit mit, wie z.B. das Erzeugen und Verteilen von Strom aus PV. Da gibt es aber kein "klein" oder "groß".

    Bzgl. der Umsatzsteuer kann man -sofern unter 22T€ Umsatz/Jahr- die Kleinunternehmerregelung wählen, ist dann aber z.B. nicht vorsteuerabzugsberechtigt. Daher haben vor 2023 die meisten PV-Betreiber auf die Besteuerung als Kleinunternehmer verzichtet und sich die MwSt der Anlage als sog. "Regelbesteuerte" wieder geholt. Nach 5-6 Jahren ist man dann steuerunschädlich ein die Kleinunternehmerbesteuerung gewechselt.


    Was ist mit "Anlage anmelden" gemeint? Beim Finanzamt? Da muss nichts mehr gemeldet werden, alle 3 Anlagen sind steuerfrei bei der Einkommensteuer. Und Anlage 2 und 3 wurden mit 0% MwSt angeschafft, also gibt es da auch nichts vom Finanzamt zurückzuholen.


    Wem der Stromanschluss und/oder das Haus und/oder die PV-Anlage gehört, ist auch egal. Die Rechte und Pflichten aus dem Betrieb einer Photovoltaikanlage hat der im MaStR eingetragene Betreiber. Der bekommt die Einspeisevergütung, und der muss sich auch um die steuerlichen Belange kümmern.


    Der 1.6. ist ja nicht mehr weit weg... warum übernehmt ihr nicht gleich die Betreiberschaft zumindest von Anlage 2 und 3? Ist wie gesagt unabhängig von allen anderen Rechts- und Besitzverhältnissen rund um Anlage, Dach und Haus. Das Finanzamt bleibt außen vor, da die Anlagen ja auch mit 0% MwSt erworben wurden bzw. werden.

    Anlage 1 kann Dein Schwiegervater ebenfalls an Euch über einen Betreiberwechsel im MaStR übertragen. Aus Sicht des Finanzamts ist das eine nicht steuerbare "Geschäftsveräußerung im Ganzen". Er kann dann dem FA die Aufgabe seiner gewerblichen und unternehmerischen Tätigkeit mitteilen und macht dann für 2024 eine letzte USt-Erklärung, und damit ist er und auch das Finanzamt raus aus eurer PV-Nummer

    22,2kWp, 66°/-114°, DN 42°, IBN 11/21

    6,6kWp, 150°, DN 3°, IBN 2/23 (DIY)

    SMA STP20000-TL 30 / SMA STP6.0-3AV-40 / SMA SHM 2.0

    7kW Jeisha seit 7/23 (DIY), nur Heizkörper auf 200m² aus 1985