Unterschied Commercial und Industrial Speicher

  • Moin zusammen,


    aktuell schaue ich mich für meinen Hof nach großen Speichern um. Bei den FENECON speichern werde ich nicht so recht schlau, allgemein finde ich das Gebiet recht schwer zu durchschauen. Vielleicht kann mir nun jemand helfen.

    Mein Ziel ist es, sowohl den Eigenverbrauch zu optimieren, meine Lastspitzen zu kappen UND am Spotmarkt beim Stromhandel teilzunehmen. Nun stellt sich mir bei den FENECON-Produkten die Frage, worin sich die Commercial und Industrial Speicher überhaupt unterschieden?

    Klar, die technischen Daten verstehe ich alle und die sind unterschiedlich. Zudem ist Commercial vermutlich Indoor und Industrial Outdoor geeignet. Aber in Bezug auf die Anwendungen, die ich vorhabe: Worin liegt der Unterschied? Kann ich mit irgendeinem der Speicher überhaupt am Spotmarkt direkt handeln?


    MfG

    Finn Hansen

  • Ist die Vergütung für die PV ausgelaufen oder gibt es keine PV?

    Unter Energiehandel vermute ich An- und Verkauf aus dem Speicher.

    Nach meinem Wissen schließt die Vergütung von Überschüssen aus der PV den Verkauf von Energie aus dem Speicher aus.


    Zum Speicher mit Passendem WR brauchst du noch irgendetwas, was die aktuellen Preise des Spotmarktes bekommt, auswertet und entscheidet, ob An- oder Verkauf sinnvoll ist.

    Hier im Forum gibt es nach meiner Erinnerung 2 Erwähnungen von Unternehmen, die dynamische Strombepreisung anbietet. Tibber und die Tage würde noch ein Unternehmen erwähnt. Da sollte man sich dann mit diesen Anbieter in Verbindung setzen. Ich glaube beide erwarten, dass man sich einen Smart Meter aus Ihrem Hause installieren lässt, bei einem meine ich gelesen zu haben, dass die auch einen Energiemanager anbieten, der dann auch den Speicher-WR ansteuert, so dieser kompatibel ist.



    Also vom Ablauf her, würde ich bei diesen anfangen. Wenn dann entschieden ist, mit welchem Unternehmen du zusammenarbeiten möchtest, bekommst du da auch auch die Liste der mit ihnen kompatiblen WR. Dann kannst du den passenden WR aussuchen und auch den dazu passenden Speicher.

    12,16 kWp, SHM 2.0, STP8.0, SB5.0, SI4.4M, BYD 14 kWh, 26 Module JAM60S03-320 -45/28, 12 Module JAM60S03-320 -45/10

  • Ach wirklich? Das wäre interessant zu wissen .. wie kommst du drauf? Hast du irgendwie eine Quelle dazu?

    Eine PV-Anlage ist vorhanden ja, geht einfach um die maximierung

  • Schau mal hier im Forum, ich erinnere mich, dass ich davon gelesen habe hier, auch mit Quellenverweis.


    Theoretisch könntest du ansonsten Energie billig kaufen und dann mit EEG-Vergütung wieder verkaufen.

    Dem Strom sieht man nicht an, ob der vom Dach kam oder erst paar Stunden zuvor aus dem Netz bezogen wurde.


    Hab bisschen gesucht, hier dazu die Clearingstelle
    "Eine Besonderheit ergibt sich dann, wenn der in der EEG-Anlage erzeugte Strom vor der Einspeisung in dem Speicher zwischengespeichert wird. Der nach der Zwischenspeicherung in das öffentliche Netz eingespeiste Strom kann nur dann vergütet werden, wenn es sich bei dem Speicher um einen „EE-Speicher"handelt, d.h. wenn in dem Speicher ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien zwischengespeichert wird."...."Abzugrenzen ist ein EE-Speicher von sog. „Mischspeichern“, mithin solchen Speichern die nicht nur mit Strom aus erneuerbaren Energien beladen werden (vgl. zur Einstufung als Speicher mit Graustrom auch hier)."

    12,16 kWp, SHM 2.0, STP8.0, SB5.0, SI4.4M, BYD 14 kWh, 26 Module JAM60S03-320 -45/28, 12 Module JAM60S03-320 -45/10

  • Wow, vielen Dank!

    Dann wäre es ja auch eine gute Option, wenn man die selbst erzeugte Energie speichert und über den Direktvermarkter am Spotmarkt zu teuren Preisen verkauft. Wenn ich nur verkaufe, dann halte ich mir ja die Option offen, immer noch mit der EEG-Vergütung aus dem Speicher einspeisen zu können.

    Da müsste man nur berechnen, ob sich das lohnt bei den kleinen Mengen und den Kosten für die Direktvermarktung.

    Oder steht dem irgendentwas im Wege?

  • Das sollte gehen.

    Die Kosten für die beiden Unternehmen von denen hier im Forum berichtet wurde sind nach meiner Erinnerung bei beiden 10€/Monat fix. (plus ev. Smartmeter-Messtellen-Gebüren)

    12,16 kWp, SHM 2.0, STP8.0, SB5.0, SI4.4M, BYD 14 kWh, 26 Module JAM60S03-320 -45/28, 12 Module JAM60S03-320 -45/10

  • Moin zusammen,


    wäre toll, wenn jemand Tipps hätte!


    Wir bauen für den Kunden eine PV-Anlage und wollen dazu einen Speicher anbieten. Da gibt es inzwischen viele Hersteller, die vollumfängliche Speichersysteme anbieten, die direkt einen Wechselrichter und Steuerung (inkl. EMS) mit eingebaut haben. So weit so gut. Nun kann man mit Hilfe dieser Speichersysteme den Eigenverbrauch optimieren und über gewisse Einstellungen im EMS eine Lastspitzenkappung durchführen. Diese beiden Vorteile verstehe ich und kann nachvollziehen, wie sie funktionieren. Nun kommt aber das Thema Strommarkt bzw. Regelleistungsmarkt ins Spiel und es wird für mich undurchsichtig.

    1. Nun möchte ich den überschüssigen Strom aus meinem Speicher nicht über die EEG-Vergütung verkaufen, sondern am Strommarkt handeln oder für Regelleistung anbieten. Dazu stellen sich mir mehrere Fragen: Was benötige ich, zusätzlich zu den oben erwähnten Komponenten, um an den Märkten teilnehmen zu können (technisch gesehen)? Gibt es irgendwelche Voraussetzungen für eine Teilnahme? Ich wäre stand jetzt einfach auf einen Direktvermarkter zugegangen (der ja zwingend notwendig ist?), der dann vermutlich über eine Schnittstelle zum EMS auf die Speicher-Daten zugreift und den Stromhandel mit einer Software durchführt und dafür Geld kassiert. Ist das so weit richtig oder fehlt dazwischen etwas?

    2. Ganz allgemein: Kann ich mit einem Speicher überhaupt beides machen, also sowohl meine eigens erzeugte Energie speichern und benutzen als auch am Markt handeln? Was ich glaube zu wissen ist, dass der Verkauf unproblematisch ist, aber wenn ich am Strommarkt einkaufe, im Speicher auch Graustrom gespeichert werden könnte, sodass ich über den Speicher keine EEG-Vergütung mehr erhalten könnte. Oder gibt es da eine Abgrenzung (Größe?), z. B. wenn ich eine PV-Anlage + Speicher habe, darf ich nicht am Markt teilnehmen? Oder ganz im Gegenteil, ich darf mit meinem Speicher alles, sowohl selber speichern, selber nutzen, selber verkaufen und selber kaufen ohne Einschränkungen?

    3. Würde das Ganze ganz leicht automatisch funktionieren, über eben die Softwares der Direktvermarkter? Also angenommen, wir bauen dem Kunden PV-Anlage + Speicher dorthin und schließen einen Vertrag mit dem Direktvermarkter ab. Nun läuft alles problemlos automatisch ab über den Speicher, das EMS und die Software des Direktvermarkters. Es wird zu günstigen Zeiten eingekauft, mal selbst verbraucht, mal später zu teuren Zeiten wieder verkauft. Oder die PV-Anlage speist voll ein und der Eigenverbrauch wird nur über Einkauf vom Speicher übernommen.

  • Darum geht es erstmal nicht. Mir geht es viel mehr um das große ganze, also wie genau funktioniert die Teilnahme am Stromhandel, wie ist das technisch umgesetzt und was darf man und was nicht.