36 Monate Netzausbau - nichtmal Nulleinspeisung erlaubt

  • Hallo zusammen,


    Leider habe ich ein „kleines“ Problem mit meinem VNB. Und zwar ist die Netzverträglichkeitsprüfung negativ ausgefallen mit voraussichtlichem Netzausbau in 36 Monaten. Getauscht werden muss hier ein Gittermasttrafo samt Niederspannungsfreileitungen zu einigen Häusern. D.h. es soll eine Bodentrafostation gebaut werden. Angeblich würde die Spannungsüberhöhung mit Einspeisung meiner 11,57kWp (Wechselrichter 10kW) 17% über Nennspannung betragen. Die Offenlegung der Netzdaten habe ich beantragt.


    Hier meine Frage:

    Kann ein Netzausbau von voraussichtlich 36 Monaten überhaupt „unverzüglich sein?


    Außerdem wird eine Nulleinspeisung ebenfalls nicht genehmigt, weil mein Nachbar eine PV mit 7,8kWp in Betrieb hat, und wir einen gemeinsamen Hausanschluss haben. Technisch verstehe ich es nicht, zumal ja ein Balkonkraftwerk auch erlaubt sein muss und nach Aussage des VNB auch unproblematisch wäre. Die Nulleinspeisung aber nicht?? Kann ich nicht nachvollziehen.


    Auch eine Teileinspeisung wird bei meinem VNB grundsätzlich nicht genehmigt auch wenn es technisch möglich wäre.


    Was würdet ihr hier machen, oder bleibt mir hier wirklich nur, zu warten.


    Vielen Dank

  • Kann ein Netzausbau von voraussichtlich 36 Monaten überhaupt „unverzüglich sein?

    Das kann durchaus so sein. Die Trafostationen stehen beim VNB nicht einfach so auf Lager und auch die Montagefirmen haben nicht gerade Langeweile.

    Technisch verstehe ich es nicht…


    Eine „Nulleinspeisung“ ist zumeist bilanziell, nutzt also bei Spannungserhöhung in schlechtesten Fall (der immer betrachtet wird) nichts.

    Was würdet ihr hier machen…

    Netzberechnung durchführen und nachweisen, bis zu welcher Leistung im schlechtesten Fall ohne Überschreitung der Grenzwerte eingespeist werden kann. Damit kannst du dann mit dem VNB auf Augenhöhe diskutieren.

  • Bei Deinem Problem wurde !ich mich! über die Absage des VNBs h.w. hinwegsetzten und eine Anlage errichten und als 0-Einpeiser konfigurieren und mich auf einen Rechtsstreit einlassen.
    Das wird aber h.w. nicht passieren denn das scheuen die VNBs wohl gerade mehr als der Teufel das Weihwasser.
    Denn dies würde ihr Versagen beim Netzausbau ja manifestieren und h.w. müssten Sie Dir dann noch einen Schadensersatz zahlen ?!?
    Aber Urteile gibts wohl noch keine ... kenne aber hierzu auch keine Prozesse zwischen VNB und Kunden.

  • Beitrag von alfred.t. ()

    Dieser Beitrag wurde von Elektron aus folgendem Grund gelöscht: Unsachlichkeit ().
  • Manche WR können das auch im Gridbetrieb für jede Phase.
    Würde dann eh für den vollständigen Inselbetrieb auslegen und mich dort auch bei genug Energie von der PV gerne aufhalten.

  • Netzberechnung durchführen und nachweisen, bis zu welcher Leistung im schlechtesten Fall ohne Überschreitung der Grenzwerte eingespeist werden kann. Damit kannst du dann mit dem VNB auf Augenhöhe diskutieren.

    Das ist eine super Idee. Aus meiner Sicht dürfte es auch eigentlich keine technischen Gründe geben die dagegen sprechen.

    Ich habe auch bereits versucht, zu erfragen, wie viel kW gehen würden. Die Aussage war leider nur: „Teil-/ oder Nulleinspeisungen sehen unsere Vorgaben nicht vor“.

    Wäre es denn nach einer eigenen Berechnung auf Basis der bereitgestellten Daten nicht möglich, einfach die Anlage mit geringerer Leistung anzumelden, und eine entsprechende Begrenzung im WR zu hinterlegen? Oder ggf. eine Anmeldung mit weniger Modulen, wobei man die andere „volle“ Anmeldung weiter laufen lassen würde, damit der Netzausbau angegangen wird?


    Offenbar sind das Problem tatsächlich die maroden NS Freileitungen zu meinen „Nachbarn“, und nicht der Trafo. Ich selbst habe tatsächlich eine neue und relativ überdimensionierte Erdzuleitung. Die Aussage der Berechner ist im Prinzip die, dass durch meine Einspeisung das Spannungsniveau am Trafo angehoben würde, sodass die Verbraucher mit der langen maroden NS-Freileitung dann eine zu hohe Spannung (durch den zusätzlichen Spannungsabfall ihrer PV angeblich 1,17*Un) hätten.


    Die 36 Monate sind laut Aussage des VNB wohl keine unbedingt realistische Angabe sondern eine Art „Puffer“ um sich nicht festlegen zu müssen.


    Grundsätzlich hätte der WR auch die Möglichkeit, Limit per Phase einzustellen.

    Würde hier nicht auch eine Q(U)-Kennlinie oder ggf. ein fester (relativ niedriger) cosPhi Sinn machen, um einer Erhöhung der Spannung durch Untererregung entgegenzuwirken?

  • Ich habe auch bereits versucht, zu erfragen, wie viel kW gehen würden. Die Aussage war leider nur: „Teil-/ oder Nulleinspeisungen sehen unsere Vorgaben nicht vor“.

    Bei so einer Aussage wäre ich ja versucht, NAB in 100W Schritten zwischen 1kWp und 11,5kWp zu stellen…

  • Bei so einer Aussage wäre ich ja versucht, NAB in 100W Schritten zwischen 1kWp und 11,5kWp zu stellen…

    Ja, geht auch mir so, so traurig es ist 🙈 aber sinnvoll wird sein, die Netzdaten mal nachzurechnen und dann entsprechend ein NAB zu stellen oder?