Beteiligungen bei kleinen Anlagen

  • Hallo, ich möchte dieses Jahr 3 kleine Anlagen (10kWP) bauen und einen Teil des notwendigen Kapitals durch Beteiligungen finanzieren. Habt Ihr hierzu eine Idee was die Rechtsform betrifft? Eine GmbH & Co KG ist für diese Größenordnung nicht rentabel, eine GBR mit atypisch stillen Teilhabern wohl das naheliegendste.


    Da ich plane den Investoren einen festen Zinssatz auszuschütten wären auch Darlehensverträge denkbar.


    Für jede Anregung dankbar.


    Mark

  • Hallo Mark,


    deine Informationen sind nicht so sehr umfangreich. Du kannst also bestenfalls ein paar EntscheidungsHILFEN kriegen und die nur fragmentatrisch.


    So wie ich das sehe, ist dein Finanzierungsbedarf rund 150.000 Euro. Selber bist du offensichtlich finanziell nicht so stark, die Anlagen zuerst privat zu bauen und zu bezahlen und erst danach zu vergesellschaften.


    Wenn du die Sache über Privatdarlehen finanzieren willst, und nichts anderes wäre ja im Grunde die atypisch-stille Beteiligung, hättest du mit den Sicherheiten das gleiche Problem, wie bei einer Bankfinanzierung. Wie du wissen solltest, haftet jeder Gesellschafter der GbR mit seinem gesamten Privatvermögen, der atypische mit seiner Einlage und möglicherweise mit einer Nachschussverpflichtung. Und das MUSST du den Gesellschaftern vorher sagen! Wenn du als Substanz dann nicht viel mehr als die Anlage hast, würde für mich als Privatanleger eine atypisch stille Beteiligung keinesfalls in Frage kommen, auch nicht bei einer Ausschüttung 8,25 % p. a. , wie bei der EECH (Warnung!).
    Wenn schon GbR, dann gleichberechtigt für alle Gesellschafter – sowohl für Gewinn als auch für Verlust.
    Wenn schon privat finanzieren, dann mit einer Art Genussschein.
    Aber die Probleme sind am Ende mindestens ähnlich.


    Und noch etwas. Der Zeitrahmen für dein Vorhaben dürfte ziemlich eng werden. Wir haben jetzt Ende Juli. Viel früher als Ende September solltest du die vertraglichen Dinge und die Finanzen nicht in die Reihe kriegen können. Eher solltest du aber auch keine Aufträge auslösen. Denn in dieser Größenordnung will heutzutage fast jeder Lieferant und Händler einen Bankgarantie, bankbestätigten Scheck oder Vorkasse für die Materiallieferung sehen, weil es ganz so aussieht, dass Bezahlen in D. irgendwie aus der Mode gekommen ist.
    Ich weiß nicht, in welcher Region du wohnst. Aber im Oktober kann es schon Schnee geben und einen Solarteur kriegste dann nicht mehr auf die Dächer. Und wenn die Anlagen nicht vor Jahresende Strom einspeisen, kannst du deine Kalkulation zum Heizen nehmen. Nächstes Jahr geht bekanntlich die Vergütung weiter zurück. Ich kann mir vorstellen, dass du mit diesen Aussichten einen privaten Geldgeber kaum noch von der Renditeträchtigkeit einer Geldanlage in PV überzeugen kannst.


    Ich weiß nicht wie alt oder wie jung du bist und wie weit in die Zukunft deine finanzielle Planung geht.
    Aber rechne dir mal die Sache durch, wenn du das selber mit Bankunterstützung durchziehst. ( z. B. mit der Umweltbank, die nimmt in dieser Größenordnung die Anlage als Sicherheit). Die 30.000 Euro Eigenkapital sind da sicherlich eher aufzutreiben. Ob dafür aber eine Gesellschaft notwendig ist, hängt von deinen persönlichen Verhältnissen ab. Notfalls musst du halt kleinere Brötchen backen und nur eine oder zwei Anlagen realisieren. Die anderen Fläche(n) könnte man vielleicht vermieten. (z. B. an die S.A.G Solarstrom).


    Für deine Kalkulation gibt’s hier im Netz eine Reihe brauchbarer Tools. Du wirst selbst bei optimistischer Rechnung feststellen, dass man als Sonnenstromerzeuger kaum Chancen hat, schnell reich werden zu können. Das gelingt dir mit Solaraktien wahrscheinlich besser. Aber das es in den bevorstehenden haarigen Zeiten ein großartiges Instrument zur Vermögenssicherung und Altersvorsorge sein kann, sollte dir dabei schon klar werden.


    Denke mal darüber nach und BLEIBE REALIST!
    Wäre schön, wenn du hier mal deine Entscheidung posten würdest.


    Alles Gute und viel Erfolg
    wünscht dir Doris


    P.S.
    Ich habe von alledem hier ein paar persönliche Erfahrungen und nur eher oberflächliche Kenntnisse. Deshalb lasse ich mich nicht für die Richtigkeit und schon gar nicht für die Vollständigkeit in die Verantwortung nehmen. Die Beratung bei einem geeigneten Fachanwalt, Steuerfachmann und Unternehmensberater ist eine zwingende Voraussetzung für ein derartiges Vorhaben.
    D.

    Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht, das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. (Norman-Vincent Peale 1898-1993)

  • Wer möchte sein eigenes Solarkraftwerk in Spanien besitzen oder Teilhaber an einer Solarkraftwerksanlage werden.
    Ab 150 000,00 Euro wäre es möglich sich an einer Solarkraftwerksanlage mit 10 % Beteiligung,zu realisiern.



    Nähere Auskunft unter:
    solaregi@safe-mail.net