PV Anlage für Mieter ohne Einspeisevergütung

  • Hallo,


    kann man einen Mieter einen 3kWp PV Anlage ohne Einspeisevergütung zur Verfügung stellen? Also prinzipiell ein größeres Balkonkraftwerk. Die Anlage würde prinzipiell auf den Zähler des Mieters laufen. Kann im Marktstammregister trotzdem der Vermieter eingetragen werden, ansonsten müsste ja bei Wohnungswechsel ständig umgemeldet werden.

  • Wenn ich mich nicht vertue, ist der Anlagenbetreiber derjenige, auf den der Stromzähler läuft - also der Mieter - und der müsste sich dann im Marktstammdatenregister eintragen und beim Mieterwechsel wieder austragen.

    Soetwas müsste dann über ein Mieterstromkonzept realisiert werden.

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  • Nein. Der Anlagenbetreiber ist nach dem EEG die Person, die die Solaranlage auch tatsächlich für die Erzeugung von Solarstrom nutzt, d. h. den Strom erzeugt. Der Anlagenbetreiber ist auch derjenige, der die rechtlichen Risiken aus dem Anlagenbetrieb trägt und dafür verantwortlich ist.

  • Doch - aber der Mieter ist der Anlagenbetreiber, da es ja Sein Stromzähler ist, über den die Anlage läuft.

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  • kann man einen Mieter einen 3kWp PV Anlage ohne Einspeisevergütung zur Verfügung stellen? Also prinzipiell ein größeres Balkonkraftwerk. Die Anlage würde prinzipiell auf den Zähler des Mieters laufen.


    Kann im Marktstammregister trotzdem der Vermieter eingetragen werden, ansonsten müsste ja bei Wohnungswechsel ständig umgemeldet werden.

    Heißt das ein Vermieter kann dem Mieter dann gar kein fest installiertes Balkonkraftwerk zur Verfügung stellen?

    Das hängt davon ab, was du unter zur Verfügung stellen selbst verstehst. Was sind deine Interessen? ohne Einspeisevergütung - warum? Deine Informationen sind unvollständig. Zur deiner Photovoltaikanlage fehlt die Wechselrichterleistung. In welchem Gebäude mietet der Bewohner eine Wohnung? Es ist sicher ein 2FH/3FH-Familie oder eine WEG.


    Was du laienhaft formulierst, deshalb bist du im PV-Forum, ist das Normalste für einen vernünftigen Menschen. Dein Gebäude liegt in Deutschland? Da ist das leider nicht normal. Es geht alles was du vorhast, technisch, rechtlich und steuerlich. Willst du es verstehen? Dann beginne die verlinkten Wissen-Artikel in meiner Signatur unter diesem Beitrag zu lesen. Nicht gleich aufgeben. Ich erkläre alles was du wissen musst. Denn du musst es allen anderen erklären, dem Elektriker, dem Netzbetreiber, evtl. dem Mieter.


    Du hast schon richtige, teilrichtige und falsche Antworten erhalten. Wie soll das ein Laie unterscheiden.

    Die Einspeisevergütung erhält der Anlagenbetreiber, also der Vermieter.

    Noch hat dir niemand mitgeteilt wer der Anlagenbetreiber ist bzw. wird.

    ist der Anlagenbetreiber derjenige, auf den der Stromzähler läuft - also der Mieter -

    und der müsste sich dann im Marktstammdatenregister eintragen und beim Mieterwechsel wieder austragen.

    Soetwas müsste dann über ein Mieterstromkonzept realisiert werden.

    Perfekt erklärt. Da hier alle 1FH können denkt da niemand drüber nach.

    Der Anlagenbetreiber der PV muss nicht der Vertragspartner für den Bezugstarif sein.

    Im 1FH nimmt das niemand so genau, Haus gehört dem Mann, die PV-Anlage der Frau und Betreiber sind die Kinder, weil es der Steuerberater so empfohlen hat. Für den VNB der das Messkonzept prüft sind das alles Anlagenbetreiber.


    Für alle die jetzt verunsichert sind lesen bitte diesen Thread: Warum Balkonkraftwerk zusätzlich zur PV Anlage ? Dort habe ich das Thema erstmals am Beispiel rechtlich in allen Aspekten erklärt, VORSICHT - Texttafeln, auch das Solarpaket 1 wird berücksichtigt und die VDE-Diskussion eingeordnet. Mit dem Solarpaket 1 entsteht ein juristischer Begriff "Steckersolargerät". Der interessiert uns hier nicht weiter. M.E. braucht das "Steckersolargerät" niemand, naja vielleicht die Energiewirtschaft.


    STSC Hier beschreibe ich kurz was du tun musst. Was du vorhast ist "Eigenstrom im MFH für alle" mit dem Baustein "Balkonkraftwerk". Ich schreibe ab jetzt PV-Anlage, weil BKW kein definierter juristischer Begriff ist. Weil du alles anders machen willst, hilft es die von Anbeginn, die korrekten energierechtlichen Begriffe zu verwenden.


    Ich beginne mit dem einfachsten Schritt: Im Marktstammregister kannst du einen Account anlegen und die PV-Anlage schon einmal anlegen, mit Status "in Planung". Wer den Account führt muss keine PV-Anlage betreiben. Denn der Betreiber der im Eigentum des Vermieters befindliche PV-Anlage wird der Wohnungs-Letztverrbaucher, denn nur der Anlagenbetreiber darf energierechtlich Eigenstrom verbrauchen. Nur Eigenstrom ist "Strom zum Verbrauch", den kann man zur Verfügung stellen.. Als Anlagenbetreiber trägst du "Bewohner Nr.4711" ein, damit hast du die Mieterwechsel erledigt. Die ganzen Zugangsdaten aufschreiben.


    A) Dann beginnt die Arbeit mit dem Elektriker (der keinen TREI-Schein haben muss. Wir arbeiten nur in der Kundenanlage). Bei der "vereinfachten Anmeldung beim VNB" ist der Elektriker nicht der Anlagenerrichter und macht audh keine IBN. Wenn möglich die PVA an eine Endleitung anschließen, die darf auch dreiphasig sein (wäre meine zukünftsfähige Empfehlung). Wichtig ist nur "der Anschluss hinter der Entnahmestelle", d.h. dem Zähler der Wohnung. Bleibt die Wechselrichterleistung insg. unter 600VA (zukünftig 800 VA) dann musst du kein NAB mit IBN machen. 8-ung: jeder Netzbetreiber macht etwas anders.


    Einheitlicher wird es erst wenn es viele machen und immer auf den rechtlich sauberen Weg bestehen bzw. frühestens mit dem "Steckersolargerät", wobei der Stecker überbewertet wird.


    That's it. Jetzt stellst du diese PVA im MaStR auf "in Betrieb". Warum der Wohnungs-Letztverbraucher hinter der Entnahmestelle NICHT auf die EspV verzichten muss, liest du auf Seite 5 des Threads von oben. Bei jedem Mieterwechsel musst du nun jedesmal die Kontonummer des neuen Mieters beim Netzbetreiber angeben, dass der weiß, wer der Anlagenbetreiber ist, falls sich das Finanzamt mal dafür interessieren sollte. Niemand sonst wird sich ab jetzt dafür interessieren.


    Ob du für diese generöse Wohltat mit deinem Mieter eine 3,50 € höhere Miete vereinbarst, hängt davon an in welchem xFH-Familie der wohnt. Dem Bewohner ist klar, er ist der Anlagenbetreiber wie bei deiner Heizung. Er ist für den sicheren Betrieb verantwortlich und haftbar. Er sollte seinen Vermieter informieren, wenn die Halterung am Balkon wackelt oder der Heizkörper tropft.


    An einer PV-Anlage hinter der Entnahmestelle einer Wohnung kann niemand anderes als der Bewohner der Betreiber sein, denn der Bewohner hat die Schlüsselgewalt und der Zähler läuft auf seinen Namen. Das ist nicht anders im 1FH.


    B) anstatt des eingeebneten, beschwerlichen Wegs kannst du den steinigen Weg bergauf gehen.

    Bist du ein revolutionärer Selbstdenker und möchtest die 3kWp Generatorkapazität an einem Hoymiles HMT-2250-6T ungedrosselt betreiben, dann solltest du es nicht eilig haben. M.E. geht das auch. Nur musst du dafür ein erst ein NAB Netzanschlussbegehren stellen, sauber das Formular ausfüllen, usw. steht alles schon irgendwo im Wissen-Blog oder meinen Beiträgen. Dann brauchst du für die Inbetriebnahme IBN eine EFK-TREI (VNB-Liste) die ebenso kampfesfreudig ist wie du. Technisch (wird es die 3-phasige Leitung), energierechtlich, steuerlich alles kein Problem. Du musst nur die Argumente parat haben, die korrekten Begriffe verwenden und dem VNB Zeit geben, bis es den Weg auf dem Tisch der Fachkraft gefunden hat.


    STSC gerne hier weiter fragen, lass uns hören was du entschieden hast, wo Hürden auftauchen.

  • B) anstatt des eingeebneten, beschwerlichen Wegs kannst du den steinigen Weg bergauf gehen.

    Bist du ein revolutionärer Selbstdenker und möchtest die 3kWp Generatorkapazität an einem Hoymiles HMT-2250-6T ungedrosselt betreiben, dann solltest du es nicht eilig haben. M.E. geht das auch. Nur musst du dafür ein erst ein NAB Netzanschlussbegehren stellen, sauber das Formular ausfüllen, usw. steht alles schon irgendwo im Wissen-Blog oder meinen Beiträgen. Dann brauchst du für die Inbetriebnahme IBN eine EFK-TREI (VNB-Liste) die ebenso kampfesfreudig ist wie du. Technisch (wird es die 3-phasige Leitung), energierechtlich, steuerlich alles kein Problem. Du musst nur die Argumente parat haben, die korrekten Begriffe verwenden und dem VNB Zeit geben, bis es den Weg auf dem Tisch der Fachkraft gefunden hat.

    Angenommen man bekommt das hin und die 3kWp Anlage wird über die EFK eingetragen. Wie würde das ganze dann bei einem Mieterwechsel ablaufen? Der Vermieter könnte den neuen Mieter in das Marktstammregister eintragen. Aber wie erfolgt die Ummeldung beim VNB, muss dann durch die EFK wieder eine Inbetriebnahme erfolgen?