Grenzenchaos mit Volleinspeiser + Überschusseinspeiser möglich über 100kWp ohne Wandlertechnik oder Direktvermarktung?

  • Vorab: Gesamte Flächen auf dem Grundstück können bei >125kWp liegen. Davon 14kWp ohne Einspeisevergütung


    Verbrauch: 8000kWh Hausstrom; Zukünftig geplant 2xWärmepumpen mit insg. 8-9000kWh; 1 E-Auto mit 1500kWh - zukünftig denkbare 4 E-Autos wenn günstiger mit insg. 8000kWh

    Sensationell wäre

    2024: Volleinspeiser 45kWp + Überschusseinspeiser 23kWp

    2025: VE 42kWp + ÜE 15kWp (bzw Nulleinspeiser mit Flächen die nicht vergütet werden können sofern der Verbrauch dazu passt - z.B. über GeneratorPort von Deye aus 2024 mit 2x12er Hybrid)

    = VE 87kWp ; ÜE 38kWp = Gesamt 125kWp

    • nicht über 45kWp (3 Wohneinheiten) je Anlage wegen Ertragssteuerfreiheit je Betreiber
    • 2025er Dächer bzw Flächen mit Schatten durch direkt verbundene Gebäude und Bäume. Nur weitgehend DIY kann die Flächen wirtschaftlich machen. Also entweder selbst oder nie. Dürfte auch nur mit MikroWechselrichtern sinnvoll sein wegen der Schatten. Das bietet sowieso niemand an. Nein, String + Optimierer sind zu teuer.
    • Warum so? Weil 23kWp passend für Hausverbrauch aktuell ist und zukünftige WärmePumpen und E-Autos mit 15kWp NullEinspeiser Verbrauchsangepasst selbst erweitert werden können. Im besten Fall deckt der Nulleinspeiser mit Batterie den Sommerverbrauch komplett und der Überschusseinspeiser hilft im Winter voll mit. Damit speist der Überschusseinspeiser maximal ein.
      Alle Restflächen werden Volleinspeiser

    1. Hürde RSE / FRE


    ursprünglich angestrebt alle Anlagen unter 25kWp auf mehr Jahre oder Betreiber verteilen wegen RSE / FRE aber verworfen weil vermutlich Netbetreiber das nicht mit 5 Anlagen mit sich machen lässt. Also kann man es auch im ersten Jahr berücksichtigen. Außerdem heißt es bei Westnetz


    Zitat

    Die Leistung mehrerer Photovoltaikanlagen, die auf einem Grundstück oder Gebäude und innerhalb von (aktuell) 12 Kalendermonaten errichtet wurden, sind gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zusammen zu fassen

    das bedeutet, auch 2x25kWp im ersten Jahr = Pflicht zu RSE / FRE, denn weiter heißt es

    Zitat

    ... Bei einer Gesamtanlagenleistung von mehr als 30 kWp und bis einschließlich 100 kWp müssen die Photovoltaikanlagen mit einer technischen Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung (Funkrundsteuerempfänger) ausgestattet werden. ...


    RSE / FRE Fragen:

    1. kann der RSE / FRE für die Folgeanlagen genutzt werden oder fällt für jede Anlage der gleiche Kostenfaktor an? Also 1x RSE oder 4xRSE Kosten? oder gar 6x RSE Kosten wenn 2 Wärmepumpen, 1 Wallbox und 4 PV-Anlagen
    2. gibt es Vorteile durch den RSE bzw. bekommt man die kWh der Drosselung bei ÜE und VE erstattet?
      1. PV Forum Link angeblich ja, aber wieviel und für was?
      2. auf der Seite von go-e heißt es z.B.:
    Zitat

    In Deutschland kommst du im Gegenzug dafür, dass du die Kontrolle über deine steuerbaren Geräte dem Netzbetreiber überlässt, ...

    1. pauschale Ermäßigung der Netzentgelte - rund 160 € pro Jahr
    2. deine Verbrauchskosten werden um 60 % gesenkt.

    Im ersten Fall gilt der Rabatt landesweit und beträgt je nach Netzgebiet zwischen 110 und 190 EUR pro Jahr.

    Für den zweiten Fall ist ein separater Stromzähler erforderlich. Ab 2025 soll es auch möglich sein, ein zeitvariables Netzentgelt zu wählen, welches das Laden zu Zeiten günstiger macht, in denen das Stromnetz weniger ausgelastet ist.

    heißt das, man braucht den RSE / FRE um die günstigeren Wärmepumpentarife überhaupt zu bekommen oder gibt es dann die obigen Ermäßigungen? Oder hängen die besseren Tarife ausschließlich am Vorhandensein eines eigenen Zähler?


    Die geplanten Wärmepumen (2) haben vorraussichtlich zwischen 8000-9000kWh im Jahr. Bei der Überschussanlage mit 23kWp sind maximal 20-25% durch PV Abdeckung zu erwarten, also immer noch >6000kWh Netzbezug im Jahr. Da sollte sich ein getrennter Zähler bei ensprechend geringeren Tarifen lohnen.


    2. Hürde: Hausanschluss


    Von allen anderen Grenzen nochmal zusätzlich die Frage nach dem Haus-Anschluss. 2 Wärmepumpen geplant, mind 1 Wallbox mit 11kw geplant (11kw weil 22kw vermutlich schon mit Durchlauferhitzer 21-24kw irgendwas sprengen?) + 3 Wohneinheiten oder 5 in Zukunft denkbar.


    Hier spielt wohl eine Rolle: Leitungsdicke zum HAK. Entfernung zum nächsten Transformator? Woher weiß ich dann was geht?


    3. Hürde: ab 100kWp Direktvermarktung und Wandlermessung oder schon vorher?

    selbst wenn der Hausanschluss das alles Packt, gibt es ab 100kWp weitere Hürden? Bei Westnetz hieß es im Zitat oben bis 100kWp. Darüber stoße ich auf die teure Thematik Wandlermessung und auf Direktvermarktung.


    D.h. auch wenn ich den ÜE in der Netzeinspeisung begrenze, was als NE über Deye Generatorport möglich sein sollte, dann kann ich die 15kWp aber dennoch nicht rausrechnen für Direktvermarktung oder Wandlerschrank. Wäre dieses Limit dann möglich? z.B. VE statt möglichen 87 nur 75kWp + ÜE/NE statt möglichen 38 nur 25kWp auf dem Dach. = 100kWp


    Oder reiße ich auch mit VE 75 + ÜE 25 schon Limits wo teure Wandlertechnik her muss?


    4. Mikrowechselrichter mit einbinden

    Da die Dachflächen 2024 mit 45kWp die einzigen unverschatteten sind, ist die Frage ob man die restlichen Flächen mit Mikrowechselrichtern ausstattet. Finanziell machen Optimierer aus meiner Sicht keinen Sinn.


    ÜE Erweiterung von 23 auf 38kWp in 2025
    Idee war GeneratorPort bei Deye zu nutzen mit 2x12er Hybrid Deye SUN-12K-SG04LP3-EU aus der 2024 geplanten Anlage. Wenn ich das richtig verstehe kann jeder von denen 45A bzw 31kw durchleiten.
    Also an jeden Deye dann einen Strang mit 3xHMT-2250 á 6 Module a 440W = 7,92x2 = 15,84kWp


    VE zweite Anlage in 2025 von 45 auf 87kWp oder was möglich ist

    Keinen Schimmer wie das gehen soll. Kann man mit Mikrowechselrichtern sowas überhaupt einbinden? Muss dazu im Zählerkasten was besonders viel Platz gelassen werden? Sind 4 Flächen a 10-11kWp, aber nur mit MikroWR wirtschaftlich im DIY sinnvoll machbar.



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    Ja, mir ist auch klar das die Sensationell Beschreibung am Anfang nicht klappen wird. Aber versuchen kann mans ja :S


    Um das alles im Blick zu haben braucht man keine Elektromeister sondern Elektrogötter. Irgendwie habe ich so langsam den Eindruck das ganze Vorhaben kann nur schief gehen.

  • Ergänzend heißt es bei Westnetz bei mehr als 100kWp


    Zitat

    Bei einer Gesamtleistung von mehr als 100 kWp müssen zusätzlich technische Einrichtungen zur Abrufung der Ist-Einspeisung (registrierende Lastgangmessungen, RLM) installiert werden

    Jemand eine Ahnung was sowas an Mehrkosten bedeuten würde?

  • Ich würde erstmal knapp unter 100 kWp anstreben und ein entsprechendes NAB stellen, ob 100 kWp überhaupt möglich sind.

    Wenn ja, könnte man durchaus anstreben, alles auf einmal zu bauen, weil es dann preiswerter wird:

    - Überschuss-Einspeiser mit knapp 45 kWp mit 3 Parteien, d.h. Wohnungseigentümer.

    - 2 x Voll-Einspeiser mit je knapp 25 kWp, die 2 weitere steuerliche Personen betreiben.

  • Ok, also theoretisch könnte man folgend aufteilen um keine Einkommenssteuer anfallen zu lassen:

    • 3x je 25kWp mit Betreiber Achim; Achim&Bert, Achim&Carmen
    • Überschuss-Einspeiser 25kWp - Bert

    Wenn ich Westnetz richtig verstehe, das ist der RSE/FRE dennoch für alle fällig weil die Betreiber egal sind

    Zitat

    Die Leistung mehrerer Photovoltaikanlagen, die auf einem Grundstück oder Gebäude und innerhalb von (aktuell) 12 Kalendermonaten errichtet wurden, sind gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zusammen zu fassen


    Aber was ist mit den Zählern? Braucht man dann für jede Anlage einen geeichten Zähler der wiederum beim Netzbetreiber wieviel kostet 150€ im Jahr?

  • Ja, man wird wohl 3 Zähler brauchen, 2 für die Volleinspeiser und einen für die Überschusseinspeisung.

    Je Zähler darf der VNB nicht mehr als 20€ im Jahr verlangen.


    Wenn man für die Steuerung sowieso alle kWp am Anschluss addieren muss, bietet sich folgende Aufteilung an:

    - knapp 45 kWp Überschuss für die 3 Wohnungseigentümer

    - knapp 55 kWp für 2 Volleinspeiser

  • Ich glaube wir brauchen hier mal Luftbilder.

    Bei einer so großen Dachfläche kann es doch gar nicht so viel Schatten geben, dass wir Modulwechselrichter brauchen.

    Leistungsfaktor cos phi__________________0 ≤ |cos phi| ≤ 1; oft zwischen 0,8 und 1

    Scheinleistung S [VA] = U * I______________z.B. WR; (nie bei DC!)

    Wirkleistung P [W] = U * I * cos phi

    Blindleistung Q [var] = U * I * sin(arccos(cos phi))


  • Würde überhaupt schon ein NAB über 100 kWp gestellt?

    Vielleicht lehnt der VNB ja ein so große Anlage ab!

    Ablehnen darf er nicht. NVP oder nicht-Wirtschaftlichkeitsberechnung ist zu übermitteln.

    Leistungsfaktor cos phi__________________0 ≤ |cos phi| ≤ 1; oft zwischen 0,8 und 1

    Scheinleistung S [VA] = U * I______________z.B. WR; (nie bei DC!)

    Wirkleistung P [W] = U * I * cos phi

    Blindleistung Q [var] = U * I * sin(arccos(cos phi))