200 kW geplant, Netzbetreiber erlaubt nur 100 kW

  • Was ist sowas?

    Eine Anlage mit dem Nutzungsprofil und den Einschränkungen, die du beschreibst.


    Wenn du ein möglichst hoch aufgelöstes Jahreslastprofil hast, kann man das mal gegen die prognostizierten Erträge werfen und schauen, wo das Optimum für die Auslegung des Generators liegt.

    Die PAV, E Regelung gilt für den Anschluss an Mittel- und Hochspannungsnetze…

    Die PAV,E Regelung hat erstmal nichts mit der Spannungsebene zu tun. Die Definition/Beschreibung des Verfahrens findest du (auch) in der VDE AR-N 4105, die sich explizit auf den Anschluss in Niederspannung bezieht.

  • Wenn du ein möglichst hoch aufgelöstes Jahreslastprofil hast, kann man das mal gegen die prognostizierten Erträge werfen und schauen, wo das Optimum für die Auslegung des Generators liegt.

    Schon klar, danke, aber wir haben glücklicherweise das Bestreben nach "möglichst viel".


    Das heißt, dass nach VDE diese 60% Überkapazität bei Einhaltung der VDE, also Anwendung der P(AV,E) Regelung, vom Netzbetreiber ermöglicht werden muss?


    Und wo kann ich nachlesen, was elektrotechnisch passiert, wenn abgeregelt wird?

    Und warum kann ich dann nicht einfach beliebig groß bauen und entsprechend mehr abregeln?

  • Schreibe bitte mal etwas zu deinem Verbrauch, danke

    Im Schnitt 14 MWh pro Monat also 168 MWh pro Jahr.

    Schulbetrieb mit Wärmepumpe.

    Vielen Dank

    der nächste Schritt ist der Lastgang, das hilft bei der Auslegung enorm.


    Wie ich schon schrieb, meine Gedanken zu einer Lösung beinhalten Batterien. Einfach umschrieben eine netzgekoppelte Inselanlage mit Ersatzstrom-funktion.


    Ich sehe den Vorteil im maximalen Eigenverbrauch, also auch für die Wärmepumpe bei Nacht und /oder andere wichtige Verbraucher. (AKKU)




    Das ist natürlich mit den wenigen Informationen jetzt hier nicht vollumfänglich zu klären. Dazu wären Gespräche und weiterer Austausch notwendig.

    Daher frage ich mal nach der Region, Ort / Kreis ... gern auch per PN


    Ich persönlich halte von einer Drosselung nichts,sorry. Wir entwickeln Anlagen die den Max. Nutzwert bieten und so das beste Preis/Leistungsverhältniss bieten.

    Mit entsprechender Regeltechnik zu den modernen Maschinen klappt das ganz gut. Auch die Kombination mit USV bei Gewerbebetrieben entwickelt sich gerade in Deutschland hervorragend, ich denke auf dem Gebiet gibt es noch nicht sooooo viele Anbieter.


    Ich wollte mit dieser kurzen Beschreibung nur die Vielzahl von Möglichkeiten aufzeigen, das alles sehr individuell.


    Freue mich auf weiteren Austausch

    beste Grüße aus Transilvanien

    (Nickname)

    Rudi

    Techniker und Chef ...........kein Elektiker!

  • netzgekoppelte Inselanlage

    :/


    Luftbild Belegungsplan Dachneigung?


    VNB ist verpflichtet auf Anfrage die Netzdaten offenzulegen.

  • Laut dem Netzbetreiber ist in der entsprechenden VDE überhaupt keine Zahl erwähnt, die die Überdimensionierung bei P(AV,E) begrenzt.

    Wir dürften also theoretisch 3 GW installieren, um auch im dunkelsten Winter auf 135 kW zu kommen.


    Klasse, bis dahin erst einmal vielen Dank!

  • Wenn der VNB das sagt...

    Ich finde

    P_AV,E>=0,6xP_inst

    In

    Kapitel 5.5.2 auf Seite 24

    Mist.

    Dankeschön!


    Was genau bedeuten denn die Kürzel?


    Woran liegt denn so eine Limitierung? Die Wirtschaftlichkeit sollte doch immer im Ermessensspielraum des Betreibers/Eigentümers oder ähnlich sein.

  • P_inst ist die Installierte Leistung

    P_AV,E ist die Vereinbarte Anschlussleistung in Einspeiserichtung


    Grund wird die Regelgeschwindigkeit sein, (z.B. wenn die Last plötzlich abfällt) dann muss die Thermische Belastbarkeit der Betriebsmittel ausreichen um ein paar Sekunden eine Überlast zu vertragen.

  • Man muss hier zwischen Generatorleistung der Module und Erzeugungsleistung des Wechselrichters unterscheiden.

    Module kannst du beliebig viele installieren, hier ist die Fläche und die Vorgaben des Wechselrichterherstellers sowie wirtschaftliche Erwägungen die Grenze.

    Die Erzeugungsleistung, also die Ausgangsleistung des Wechselrichters auf Wechselspannungsseite, ist in der VDE AR-N 4105 auf die oben bereits mehrfach genannten 60% Überdimensionierung limitiert. Hintergrund ist (auch), dass ein gewisses Überschwingen der Regelung nicht zu vermeiden ist und man auch kurzfristig nicht beliebig viel zusätzliche Leistung abgeben bzw. das Netz aufnehmen kann.