Wallbox oder nicht ? Alt-PV mit SHM1 & Speicher - einigermassen geregeltes Überschussladen geplant

  • Moin levve Lütt,


    ich habe gestern nen B250e geordert :mrgreen:


    In dem Zuge steht auf dem Plan ein einigermassen geordnetes Überschussladen zu realisieren.


    Der einfachste weg ist, den Ladeziegel mittags einzustecken um den Ertrag ab Mittag aufzuschnappen - feddich.


    Ich bin in der Technik noch nicht firm - Habe gelesen, dass erst der Ladeziegel in die Steckdose muss und erst dann das Auto angestöpselt. Andersherum scheint es nicht zu funktionieren - somit scheint eine schaltbare Steckdose wohl vom Tisch zu sein...

    Oder weiss da jemand genaueres ?


    Testen kann ich es noch nicht, da ich den Wagen wohl erst in der kommenden Woche bekomme.


    Der Wagen hat nur ne 15kWh Batterie - sofern sich meine bessere Hälfte täglich anstöpselt reden wir über vielleicht 5kwh tägliches nachladen - ich vermag hier nicht unbedingt einen Grund für eine Wallbox zu erkennen.....


    Nur wie anders könnte man ein zeitliches Fenster zum Laden einrichten, wenn das Fahrzeug über den Ladeziegel mit dem Hausnetz verbunden ist.


    Wie finde ich überhaupt die Ladeparameter für den Wagen raus ?

    Also 1-3 phasig und die Leistungen ?)


    (Ich habe je einen Lader Schuko (8A) und blaue CEE im Kofferaum liegen, zusätzlich ein Ladekabel für Ladestation)


    Der Grund ist, dass in der Garage ein fast ungenutzter Drehstromanschluss ist - wie früher (zu) oft üblich mit 5x1,5mm²


    Meine favorisierte Ladeleistung wird 5-7 kW nicht überschreiten, eher sogar weniger.


    Am liebsten würde ich die vorhandene Installation nutzen wollen, da ungenutzt. Ein neues Kabel zu legen ist ist nahezu ausgeschlossen. Der erforderliche Umbau würde alle Rahmen sprengen (Erdgarage, 5 seitig in der Erde mit bis zu 70cm dicker Wand Richtung Wohnhaus)


    Mein aktueller Plan ist, erstmal das Kabel mit Schuko zu bestücken


    Edit:


    Die Frage nach den Phasen kann ich hier beantworten:


    • 76B Wechselstrom-Ladesystem (AC-Laden) bis zu 7,4 kW

    AC-DC-Ladesysteme bei Plug-in-Hybrid Fahrzeugen und E-Autos


    Offensichtlich kann der Wagen 2phasig Laden. Das wäre geil und kommt der Nutzung der Drehstromdose sehr nahe

    7,28 kWp, 6000TL20, Ost mit 28 x ReneSola JC260M-24/Bb (02/2013)
    2,65 kWp, 2500TL21, West mit 10 x SolarWorld AG SW 265 mono (EU)
    6,48 kWp, SB5.0, W/NW mit 22 x SolarWorld AG SW 270 mono (EU)
    Altspeicher 14,8 kWh Hoppecke Batterie mit SI 6H-11

    10 kWh TitanSolar, weiterhin am SI 6H-11

  • Moin.


    Hat dein Auto denn Ausstattungscode 76B? Serienmäßig gab es nur einphasig mit 3,7kW.


    Den Mercedes-Lader kenne ich jedoch nicht im Details. "Ladeziegel" kann aber prinzipbedingt nur einphasig laden. Und meist auch nicht mit 3,7 kW. Aus Sicherheitsgründen wird der Strom begrenzt, in der Regel auf 8A, 10A oder 13A - was dann ca. 1,9kW, 2,3kW oder 3kw entspricht. Die meisten Schuko-Steckdosen sind nicht für Dauerbelastung gar nicht ausgelegt, CEE (blau, Wechselstrom) ist besser.


    Für mehrphasiges / Drehstromladen brauchst du eine Wallbox bzw. ein spezielles Ladegerät ("mobile Wallbox"). Mit einem Außenleiter kann die fest angeschlossene Wallbox 16A / 3,7kW - auf zwei Außenleitern hättest du dann 2x 16A / 3,7 kW = 7,4 kW maximale Ladeleistung. Ob deine 5x1,5mm² Leitung dafür genügt, hängt von der Leitungslänge und Verlegung ab. Auf jeden Fall hättest du auf der Leitung mehr Verlust, als wenn diese einen größeren Querschnitt hätte.


    Je nachdem, wieviel Leistungsüberschuss du hast (Leistung PV abzüglich Leistung für Haushalt), kannst du so "schnell" aber häufig gar nicht vom Dach laden. Gerade im Frühjahr und im Herbst.


    Der Vorteil einer Wallbox beim PV-Überschuss-Laden ist folglich gar nicht so sehr die höhere Ladeleistung, sondern dass die Wallbox dem Auto über das Ladekabel signalisieren kann, einen niedrigeren Ladestrom zu wählen. Bei 5A und "einphasigem" Laden reichen z.B, 1,4 kW.


    "Zweiphasig" wäre da dann gar nicht so vorteilhaft, dann ist das Minimum bei 5A nämlich schon 2,8kW. Man könnte die Wallbox zur Not auch nur an einen Außenleiter anschließen, den zweiten und dritten Außenleiter an den Leitungsschutzschaltern abschalten (nicht ganz regelkonform) oder ein spezielles Ladekabel (oder Zwischenstecker) verwenden, bei dem nur 1 von 3 Außenleitern verbunden ist.


    Wie das prinzipiell funktioniert, habe ich neulich hier beschrieben. Bisschen anderer Kontext, aber vielleicht interessant in dem Zusammenhang:



    Allerdings wird sich - trotz aller Technikbegeisterung - die Anschaffung einer geeigneten, steuerbaren Wallbox in deinem Fall vermutlich nicht rechnen. Angesichts des kleinen Fahrakkus und der kurzen Fahrtstrecken kannst du ja keine Unmengen Strom vom Dach laden... Wie lange dauert es dann, bis die Kosten für die Wallbox und evtl. Steuerung wieder drin sind?


    Den Ladestrom kann man auch manuell im Auto (über das Multimediasystem, ggf. über Mercedes Me App) einstellen. Den würde ich - je nach Jahreszeit - an den "üblichen" Leistungsüberschuss anpassen. Und dann erstmal, wie vorgeschlagen, tagsüber anstecken.


    Ausprobieren, ob eine Zeitschaltuhr / Funksteckdose funktioniert - das macht es komfortabler. Oder ggf. den Leitungsschutzschalter zum "Aktivieren" des Ladevorgangs verwenden.


    Ob das Auto dann lädt, hängt vom Ladegerät ab. Bei Smart und VW in meinem Umfeld war es kein Problem einfach bei angestecktem Ladestecker die 230V-Seite ein- und auszuschalten. Wichtig aber, dass dein Schaltgerät für 16A Dauerbelastung zugelassen ist! Von Billiggeräten mit ggf. klein dimensionierten Relais ist abzuraten.


    Automatisieren könnte man das - mit ausreichend Basteltrieb - später natürlich auch noch. Da bietet sich ggf. eine der zahlreichen, freien Heimautomatisierungs-Systeme an.

  • Die Länge von der Sicherung bis zur Drehstromsteckdose schätze ich auf rund 5 Meter. Da erwarte ich nicht wirklich Riesenverluste, Das Kabel liegt hauptsächlich unter Putz, somit sollte event. Abwärme auch händelbar sein.


    Die "Schalterei" mit der Netzspannung könnte ich theoretisch schon im Sicherungskasten vornehmen - ich habe da schon für Testzwecke zwei Relais sitzen. Diese nutze ich aber nicht mehr, da die damals geplante Schalterei unzweckmässig war.


    Leistungsmässig sollten die Hager Relais damit klar kommen können. So könnte ich zumindest mal ein Zeitfenster zum Laden - obs nun 2,3 oder 3,7 kW ist erst mal egal - definieren.... sofern die Netztrennung der Ladekasten verdauen kann

    7,28 kWp, 6000TL20, Ost mit 28 x ReneSola JC260M-24/Bb (02/2013)
    2,65 kWp, 2500TL21, West mit 10 x SolarWorld AG SW 265 mono (EU)
    6,48 kWp, SB5.0, W/NW mit 22 x SolarWorld AG SW 270 mono (EU)
    Altspeicher 14,8 kWh Hoppecke Batterie mit SI 6H-11

    10 kWh TitanSolar, weiterhin am SI 6H-11

  • Strombelastbarkeit 1,5mm² könnte in Abhängigkeit von Umgebungstemperatur und Verlegeart knapp werden. Falls die Leitung im Rohr oder Kabelkanal liegt und du von 3 belasteten Adern und max. 30° ausgingest, wäre sie zu knapp.


    Verlustleistung bei 3,7kW pro Außenleiter sind auch ca. 31 W. Bei "zweiphasigem" Laden mit 7,4kW dann 62 W. Da wird das Kabel schon warm und der Verlust ist nicht riesig, aber auch nicht unerheblich.


    Hinweise ohne Gewähr, bitte eigenverantwortlich prüfen / rechnen :)


    Schütz im Schaltschrank hat wahrscheinlich ausreichenden Bemessungsstrom, sollte drauf abgedruckt sein.


    Also probier aus, ob der "Ladeziegel" mitspielt. Viel Erfolg!