4 Module auf Garage. Fragen zum Anschluss

  • Es ging darum, dass der Netzbetreiber die Regeln macht und somit die Norm überbewertet wird, weil sie keine unmittelbaren, sondern wenn überhaupt nur mittelbare Wirkung entfaltet.


    Wenn nun Westnetz 800 VA ohne Inbetriebsetzungsprotokoll ausdrücklich akzeptiert, dann wird das Bestandteil der "für die Ausführung eines Netzanschlusses maßgeblichen Regelungen" und damit eine Ergänzung der TABs.


    Damit ist das "gerichtsfest", denn wenn der Gesetzgeber es erlaubt und Netzbetreiber es akzeptiert, wer sollte noch ein berechtigtes Klageinteresse dagegen haben? Aber man kann es auch bewusst kompliziert machen, um hier mal ordentlich einen rauszuhauen.


    Auf der anderen Seite haben viele VNBs die Neuregelung noch nicht umgesetzt und beharren noch auf 600 VA.


    Das könnte tatsächlich angreifbar sein, weil das Gesetz eine Angleichung der TABs (wenn auch nur etwas pauschal) fordert.


    Hier muss man die Rechtsprechung oder Aussagen der Clearingstelle abwarten.

  • Wenn Du in anderer Sache Probleme mit Westnetz hast, teile denen das mit, nicht uns.

    Bewirb dich doch mal als Mod, wenn du abschweife und passende Anekdoten aussortieren willst, die könnten vielleicht noch Hilfe gebrauchen…aber ändere deinen „Ton“!!!

    Egal wie tief man die Messlatte für den menschlichen Verstand auch ansetzt: jeden Tag kommt jemand und marschiert erhobenen Hauptes drunter her!

  • Henne-Ei-Problem. Das Bashing hatte hier nichts zu suchen und war somit kein Argument in der Sache. Das macht es schwierig.

    Du meinst diesen Ausdruck?


    Ehrlich gesagt: Für mich bezog sich diese rot markierte Bezeichung und deine Antwort auf den Beitrag von Hopfen

    Und ich finde es äußerst unangemessen andere Schreiber in diesem oder anderen Thread abwertend zu bezeichnen.

    In der Sache kann man anderer Meinung sein, aber sollte schwer aufpassen, dabei nicht unterhalb der Gürtellinie zu landen.


    Daher meine Antwort, die deine Äußerung auf die zweifelhafte Vorgehensweise bei Westnetz bezog.

    Hättest es einfach dabei belassen können.


    Themenbezug?


    Es ging darum, wer am Ende bestimmt, ob man die nun gesetzlich möglichen 800 VA auch tatsächlich ausreizen kann.


    Wenn Du in anderer Sache Probleme mit Westnetz hast, teile denen das mit, nicht uns.

    Wenn mich ein Beitrag nicht interessiert, dann spare ich mir Kommentare.

    Könntest du jetzt auch versuchen und einfach auf meine OT Antwort nicht noch einmal antworten.

    Vielleicht möchtest du höchstens klarstellen, dass du Hopfen nicht als "komischen Vogel" bezeichnet hast.

    Hab ich bestimmt nur falsch verstanden.

    :danke:

  • Gibt da nichts klarzustellen, denn die Aussage kam, das kann man so nachlesen, und zwar nachdem er eine Binsenweisheit als "steile These" darstellte. Da war ich genervt. Jeder kann sich mit wenigen Klicks bei seinem Netzbetreiber informieren, was Sache ist. Der eine erlaubt oder duldet es, dann ist auch kein Inbetriebnahmeprotokoll erforderlich, der andere verbietet es noch. Dass dann zum Rundumschlag ausgeholt wird, verwundert und befremdet halt. Interessant ist auch, dass sich darauf gestürzt wird, anstatt einfach bei der Sache zu bleiben.


    Wäre auch mein Vorschlag im Sinne der Fragen. Einfach sich auf die Fakten konzentrieren und nicht Nebendiskussionen künstlich aufblähen.

  • Hier muss man die Rechtsprechung oder Aussagen der Clearingstelle abwarten.

    Was willst Du denn abwarten? Wenn die Netzbetreiber ihre TAB nicht geändert haben, gelten 4105 und 600VA max.

    Und wie das Solarpaket 1 zu lesen ist, das hat das Bundeswirtschaftsministerium glasklar in den FAQs geschrieben:


    https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/F/FAQ/faq-solarpaket-1.pdf?__blob=publicationFile&v=6



    Das ist doch der gerade der Mist: Wer sich eine 800VA-Anlage hinstellt, muss 4105 erfüllen, soll es gerichtsfest sein. Es gibt zurzeit auch keinerlei Hinweise darauf, dass 800VA-Selbstbau-Anlagen jemals gerichtsfest werden könnten. Die Produktnorm soll lediglich die Kriterien definieren, damit Hersteller eine 800VA-Konformitätsbescheinigung ausstellen können.


    Wenn sich jemand hier im Forum Rat holen will, sollte man das auch deutlich machen.

    Machen, was der Netzbetreiber will: spart Zeit, Geld und Ärger. Wenn nicht in "leichter Sprache", wird hier geholfen.

  • Wer sich eine 800VA-Anlage hinstellt, muss 4105 erfüllen, soll es gerichtsfest sein.

    Nochmals: Wenn der VNB im Einklang mit dem Wortlaut des Gesetzes den Anschluss einer O-Ton "steckerfertigen Anlage" mit bis zu 800 VA ohne Inbetriebnahmeprotokoll (Westnetz)* erlaubt, wer sollte dann noch ein berechtigtes Klageinteresse haben? Berechtigtes Interesse ist nach ZPO zwingende Klagevoraussetzung, ansonsten wird die Klage von vornherein als unzulässig abgewiesen.


    Der Netzbetreiber macht die Vorgaben, der PV-Betreiber muss sich zwar danach richten, aber es nur noch im Marktstammregister anmelden.


    Da sich der Netzbetreiber mit seinen TABs auf die Normen bezieht, entfalten letztere keine unmittelbare Wirkung auf den PV-Betreiber. Dieser hält sich einfach an die für seinen Anschluss geltenden Bedingungen, die ihm der VNB mitteilt. Damit handelt der Betreiber mindestens im guten Glauben.


    In dem Zitat wird der Begriff der Norm überbewertet. Eine Norm entfaltet erst ihre Wirkung, wenn sie vertraglich vereinbart oder von staatlicher Seite als verbindlich verordnet wurde. Bis dahin handelt es sich nur um Empfehlungen.


    Insofern muss man in dem Punkt die 4105 nicht erfüllen, wenn die für die Bedingungen des Anschlusses maßgebliche Stelle dies ausdrücklich nicht verlangt und darin auch kein grober Widerspruch zu erkennen ist. Da es Wechselrichter mit 800 VA mit allen Prüfbescheinigungen etc. zu kaufen gibt und diese auch in weiten Teilen Europas vom Anwender selber in Betrieb genommen werden dürfen, wäre es lebensfremd, dem Laien aufzuerlegen, entgegen der Freigabe des Netzbetreibers handeln zu müssen. Wenn es jemand wissen muss, dann der VNB.



    *) Ob damit auch Schuko umfasst ist, lässt sich derzeit nicht nachlesen. In dem Fall würde man aber nur eine Elektrofachkraft für die Einspeisedose benötigen, aber keinen konzessionierten Betrieb für die Inbetriebnahme des BKWs.

  • In dem Zitat wird der Begriff der Norm überbewertet. Eine Norm entfaltet erst ihre Wirkung, wenn sie vertraglich vereinbart oder von staatlicher Seite als verbindlich verordnet wurde. Bis dahin handelt es sich nur um Empfehlungen.


    Das ist ein Missverständnis. In aller Regel wird niemand Dich verklagen, wenn Du Dich nicht an die 4105 hältst. Du musst aber selbst klagen, wenn mit Verweis auf 4105 eine Schadensregulierung abgelehnt wird.


    Das war bis 600VA kein Problem. Eine Studie zeigte, selbst im Worst Case wird es nicht brenzlig. Ab 3,2A ändert sich das. Ein 800VA-WR gibt 3,5A ab. Das ist auch der Grund, warum die neue Produktnorm keinen Akku und nur 960Wp vorsieht. Die Zeit soll beschnitten werden, in der tatsächlich 800VA fließen. Doch das ist noch nicht beschlossen.

    Machen, was der Netzbetreiber will: spart Zeit, Geld und Ärger. Wenn nicht in "leichter Sprache", wird hier geholfen.

  • Irreführende Hervorhebung.


    Die Vermutung hast Du weggelassen. Das ist aber der wesentliche Punkt. Die Norm wird dadurch nicht zwingend verbindlich, sondern behält ihren Empfehlungscharakter.


    Abweichungen bedürfen einer plausiblen Erklärung. Diese ist spätestens durch die ausdrückliche Akzeptanz des Netzbetreibers gegeben.


    Und die Vermutung bei 800 VA statt 600 VA anderweitig zu erschüttern dürfte nach dem aktuellen Sachstand nicht gelingen. Ich sag's ja nur. Lebensfremde Phantomdiskussion ohne Praxisrelevanz.

  • Lebensfremde Phantomdiskussion ohne Praxisrelevanz.

    So scheint es tatsächlich.

    Lieschen Müller kauft bei irgendeinem Discounter oder im Baumarkt ein BKW Set - 800 VA WR und 850 Wp Module sind da schon länger üblich.

    Auch die Anbieter von Sets im Internet verkaufen seit längerem nur noch 800 VA WR.

    Lieschen liest die Anleitung und erfährt noch, dass eine Anmeldung beim Marktstammdatenregister nötig ist.

    Dort klappt es auch (bis 800 VA und 2 kWp).

    Wie soll sie darauf kommen, dass es nicht (ganz) OK ist?

    Wie viel Information ist ihr zuzumuten?


    Vielleicht hat sie noch das Papier zum Solarpaket 1 irgendwo gesehen.

    Aber auch dort steht: 800 VA und 2 kWp.


    Bestimmt wird das BKW demnächst (danke VDE?) auch überreguliert: Set ist Set und besteht aus WR, Modulen und Halterung und Prüfstempel.

    Daran wird nichts geändert. Nachkauf von defektem WR: nur in Set mit neuen Modulen.


    Ist es korrekt, dass Lieschen im Fall der Fälle nachweisen muss: war zwar nicht VDE konform, aber mir nicht klar.

    In gutem Glauben habe ich dem Verkäufer vertraut, der wissen müsste, was erlaubt ist und was nicht?


    Andererseits sieht man hier (!) viele Nutzer, die sagen: ich habe Platz für 4 Module und WR mit 4 Anschlüssen haben nun einmal mehr Leistung (Platz 2 Beliebtheit bei Geizhals).

    Das kann ich ja drosseln. Oder lassen. Oder später nicht mehr ganz so sehr drosseln. Oder ich baue noch eine Batterie dran. Oder so.


    Ich finde es schwierig, zum jetzigen Zeitpunkt die 600 VA als tatsächlich einzig zulässige Lösung in zu betrachten - dazu ist die Wirklichkeit einfach jetzt eine andere als vor 2 Jahren.