4 Module auf Garage. Fragen zum Anschluss

  • Gerichtsfest sind zurzeit nur 600VA.

    Gerichtsfest sind die Vorgaben des Netzbetreibers (TAB), Norm hin oder her. Denn so steht es im Gesetz:


    Zitat


    können unter Einhaltung der für die Ausführung eines Netzanschlusses maßgeblichen Regelungen angeschlossen werden


    Einige erlauben schon lange 800 VA, andere limitieren weiterhin bei 600 VA.


    In dem Fall müsste man prüfen, ob der VNB zur Anpassung / Vereinheitlichung verpflichtet ist (auch das ergibt sich aus dem Gesetz).


    Solange das nicht klar ist, bleibt nur, beim jeweiligen Netzbetreiber nachzufragen.

  • Okay das scheint ja eher eine Entscheidungssache zu sein


    A) Module sehr Flach mit 12-15Grad montieren bei Ost/West. Hier ist die Ausbeute im Sommer größer, nicht so windanfällig und bessere Belegung des Platzes. Im Winter fast nichts.


    B) Module mit 30-35Grad montieren bei SO, S und SW. Im Sommer leichte Verluste dafür im Winter das bisschen, was an Sonne rausguckt, mit abgreifbar. Windanfälliger. Platz kann nicht optimal verwendet werden.


    Das mit der Batterie und der Poolpumpe habe ich nicht so bedacht. Sie zieht zwar nur knapp 450w aber da sie läuft ein paar Stunden am Tag.

  • Module sehr Flach mit 12-15Grad montieren bei Ost/West. Hier ist die Ausbeute im Sommer größer,

    Ist das so?

    Derzeit erreicht die Sonne bei mir etwa 62 Grad Höhe.

    Für ideal 90 Grad zur Sonne fehlen also 28 Grad.

    Zumindest für Süd Module sind dann 35 Grad sinnvoller.


    In 3D (Süd Ost) kann ich das nicht wirklich rechnen.


    Aber der Unterschied wird so groß nicht sein - zumal du die Ernte auch verbrauchen solltest.

  • Ich kenne auch nur die Tabelle in der 35 Grad der beste Winkel ganzjährig ist und das bei Süden.

    Bei SüdOst bin ich runter auf 30 Grad, Südwest ist knapp über 35 Grad weil bifacial.

    Wenn ich 4 Module auf ein Dach stellen würde, dann vermutlich quer, 30 - 35 Grad, 1 Südost, 1 Süd, 1 Südwest und 1 West.

    1 West, weil ich im Sommer abends mehr und länger Strom brauche als morgens.

  • Gerichtsfest sind zurzeit nur 600VA.

    Gerichtsfest sind die Vorgaben des Netzbetreibers (TAB), Norm hin oder her. Denn so steht es im Gesetz:

    Wessen TABs wurden geändert, um 800VA möglich zu machen? Wirst ja wohl einen Beleg für Deine steile These haben.


    Normalerweise heißt es dort nämlich (Bundesmusterwortlaut des Verbands):

    https://www.bdew.de/media/documents/3000_BDEW_Bundesmusterwortlaut_TAB_2023_v20230502.pdf


    14 Erzeugungsanlagen und Speicher
    14.1 Allgemeine Anforderungen
    (1) Für den Anschluss und Betrieb von Erzeugungsanlagen und Speichern sind die Vorgaben der VDE-AR-N 4105 einzuhalten.


    Und 4105 bestimmt nun mal: Ab 600VA Inbetriebssetzungsprotokoll.

    Machen, was der Netzbetreiber will: spart Zeit, Geld und Ärger. Wenn nicht in "leichter Sprache", wird hier geholfen.

  • Ja, dieses Westnetz ist echt ein komischer Vogel.

    Anscheinend sind 800 VA zulässig - kann man so anmelden.


    Aber wehe, du möchtest für die abgemeldete 600 VA Anlage den Verzicht auf Einspeisevergütung widerrufen. Gemäß EEG 24 hätte ja auch ein BKW Anspruch auf die 8 Cent.

    Dann möchte Westnetz einen Elektriker und die komplette Anmeldung wie bei großen Anlagen.


    Erinnert an Pippi Langstrumpf.

  • Aber wehe, du möchtest für die abgemeldete 600 VA Anlage den Verzicht auf Einspeisevergütung widerrufen. Gemäß EEG 24 hätte ja auch ein BKW Anspruch auf die 8 Cent.

    Dann möchte Westnetz einen Elektriker und die komplette Anmeldung wie bei großen Anlagen.

    Themenbezug?


    Es ging darum, wer am Ende bestimmt, ob man die nun gesetzlich möglichen 800 VA auch tatsächlich ausreizen kann.


    Wenn Du in anderer Sache Probleme mit Westnetz hast, teile denen das mit, nicht uns.

  • Gibt nur nichts zu lachen. Westnetz hat seine TAB nicht so geändert, dass 800VA ohne Inbetriebssetzungsprotokoll möglich wäre. Hier die Änderungen ab 1.1.2024


    https://www.westnetz.de/content/dam/revu-global/westnetz/documents/bauen/ihr-weg-zum-netzanschluss/niederspannung/TAB-Niederspannung-01012024.pdf




    Abweichend zur BDEW TAB sind in der TAB der Westnetz die folgenden Punkte geregelt:
    - Der Anmeldeprozess und einzureichende Unterlagen (Anhang A + B BDEW TAB) können im Einzelfall abweichen.
    Siehe hierzu Kapitel 4.1 der vorliegenden TAB.
    - Die Eigentumsgrenze bei Erzeugungsanlagen, die über Anschlussschränke im Freien angeschlossen werden (Kap.
    5.2 BDEW TAB), wird in Kapitel. 4.2 der vorliegenden TAB geregelt.
    - Abweichend zu Kap. 5.1 Abs. 3 der BDEW TAB findet Kapitel 5.1 Abs. 2 der VDE-AR-N 4100 Anwendung.
    - Das Kapitel „Standardnetzanschlüsse und davon abweichende Bauformen (Kap. 5.3 BDEW TAB)“ entfällt.
    - Der Anschluss von vorübergehend angeschlossenen Anlagen erfolgt grundsätzlich über eine kundeneigene
    flexible Anschlussleitung (Kap. 13.3 BDEW TAB).
    - Die Inbetriebsetzung der Kundenanlage (Bezugs-, Erzeugungsanlage oder Speicher) erfolgt grundsätzlich durch
    einen in das Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragenen und konzessionierten Elektroinstallateur
    (nachfolgend kurz auch „eingetragener Installateur“). Die WestnEetz ist dabei grundsätzlich nicht anwesend
    (Kap. 14.4 BDEW TAB).
    - Anforderungen an steuerbaren Verbrauchseinrichtungen gemäß §14a EnWG
    - Position von Hausanschlusskästen in hochwassergefährdeten Gebieten (Kap 5.3.4 BDEW TAB)


    Wer kommt bloß immer auf die Idee, 800VA könnten ohne Inbetriebssetzungsprotokoll normgerecht und gerichtsfest sein.

    Machen, was der Netzbetreiber will: spart Zeit, Geld und Ärger. Wenn nicht in "leichter Sprache", wird hier geholfen.