Private Bestandsanlage selber erweitern oder nicht?

  • Hallo,

    habe seit 2012 7KW an Südseite EFH mit einem Fronius WR + Solarlog in Betrieb. Läuft soweit gut und Südseite ist so gut wie belegt damit. Eigenverbrauch wird so gut möglich ausgenutzt der Rest geht für noch EEG 19,11ct ins Bayernwerk Netz.


    Seit geraumer Zeit sind wir auf 2 E-Autos und E-Bike umgestiegen. Seit diesem Jahr ist es fast nicht mehr möglich kostenlos an öffentlichen Ladesäulen zu laden und zuhause PV Überschußladen ist wichtig geworden. Deswegen hatte ich mir im letzten Jahr selbst Fonius Wattmeter+ Databox2.0 und Wattpilot eingerichtet und PV Überschußladen funktioniert recht gut mit den installierten 7KWp Nennleistung. An guten Tagen kommen im Peak knapp 6KW raus.

    In 2022 hatte die Anlage 6.300KWh erzeugt. Mein Jahresverbrauch lag bei 5.500KW/h. Eingespeist wurden 4.100KW/h.

    Keine Wärmepumpe und keine größeren Nachtverbraucher. 4-Personen Haushalt.


    Dachfläche wäre noch eine Seite nach Osten gerichtet und ohne Verschattung ca. 25qm auf Garagendach verfügbar. Innerhalb den nächsten 2 Jahren üplane ich zusätzlich ein Doppel-Carport mit Flachdach zu errichten. Dort hätten dann ggf weitere 35qm Platz.

    Speicher aktuell keiner Vorhanden.


    Im Zuge der kommenden KFW442 habe ich ein erstes Vorab-Angebot einer Erweiterung von meinem damaligen Solateur.

    Für 5KWp auf dem Garagendach inkl 5KW Speicher und WB veranschlagt die Firma um die 20.000€ abzüglich knapp 5.000€ Förderung bleibe ich auf ca 15k€ Investition für 5KWp was ich viel zu teuer finde. Eigenleistung bei Installation lässt die Firma nicht zu.


    Zeitglich sehe ich immer diese Faltblatt-Angebote von denen ich denke daß diese doch bei so überschaubaren Preis nicht so falsch sein können.

    Z.B. aktuell wieder bei Netto Online 3KWp Anlage mit WR für 1.499€. Wären 8 Module für 3KW. Ich finde das einen Spitzen Preis und installation würde ich mir zutrauen.

    Leider passen nur 12 oder max 13 Module auf die Garage und nicht 16Stk. dieser Größe.

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    Was ist davon Grundsätzlich zu halten? Sind solche günstigen Selbstbau Ergänzungen zu empfehlen oder soll ich weitere Solateur Angebote vergleichen?

    WB wäre nicht das Thema, denn hätte ich schon. Speicher wäre schön aber kein Muss wenn finanziell noch nicht lukrativ.

    Ich bin gelernter Elektriker aber seit längeren nicht mehr aktiv im Beruf. Handwerklich nicht unbegabt.

    Die neue Einspeiseleitung der neuen WR in den Zählerschank mit Auflegen dürfte nicht so schwierig sein. Marktstamm Register Meldung hatte ich damals bei er ersten Anlage auch selber hinbekommen. Wie ist das mit Meldung an Bayernwerk? Denke dann würde ja eine neue durschschnittliche Mischvergütung je nach neu installierter Leistung für die Einspeisung ermittelt-oder?

    Klar verzichte ich bei solch einer nur PV Leistungs Eigen-Erweiterung auf die KFW Förderung aber kann man es nicht selbst Erweitern bei solch größer Unterschied der Invest-Kosten?


    Hinweise, Inputs, Empfehlungen, Risiken....?

  • Die Angebotsanfragen bei den Solarteueren brechen momentan immens ein. Trotzdem ist es schwierig etwas seriöses zu erwischen. Die Betriebe haben allesamt einen riesigen Auftragsbestand vom Vorjahr welchen sie derzeit abarbeiten müssen. Einige WR haben noch immer Lieferschwierigkeiten. Wenn du selbst machst, bist du deutlich flexibler an dem was es gerade günstig gibt.


    Leider ist V2H aber noch nicht soweit daß es in D etwas vernünftiges gäbe. Darauf zu warten ist aber sinnlos.

  • Du brauchst einen Zertifizierten Elektriker der es anschließt und anmeldet. Die Förderung bekommst du auch wenn du selber baust. Du musst nur alles neu kaufen mit Rechnung und die Förderrichtlinien einhalten. Wenn der Elektriker dann die Rechnung für die Anmeldung ind Inbetriebnahme schreibt, dann bekommst du auch die Förderung.

    So hat mir es die Mitarbeiterin der KFW mitgeteilt.