Planung Solaranlage EFH SW ohne Speicher oder etwa doch mit ?

  • Hallo,


    Ich bräuchte bitte auch mal etwas Hilfe.


    Es geht um mein Einfamilienhaus von 1927 das ungedämmte Dach (auch von 1927) wir in den nächsten 1-2 Monaten komplett erneuert.


    Standort: Münster (NRW)

    Dachausrichtung: 57 Grad SW

    Dachneigung : ca. 40 Grad

    Keinerlei Verschattung , keine Erker,Dachfenster, Antenen oder ähnliches nur ein Schornstein in der Firstmitte.


    Dachfläche: das ist etwas schwierig da das Dach eh neu aufgebaut wird, die Dachbalken werden verstärkt und an allen Seiten wird ein zusätzlicher Überstand gegenüber dem alten Daches gemacht.

    Es wird etwa eine Breite von 9,50-9,80m werden und die Höhe vermutlich gute 6,50m


    Seit ein paar wochen habe ich auf einen unterstand ein BKW mit 2*410Wp (Rot eingezeichnet) in Südausrichtung und 30Grad neigung , allerdings liegen die Module ab ca.17:30 im Hausschatten.



    Stromverbrauch ca. 4000kw/h bei 2 Personen , Kein E-Auto oder sonstigen großverbrauche.


    Ich selber bin ausgebildeter Elektroinstallateur habe aber schon vor 30 Jahren in die IT gewechselt und bin dabei geblieben.

    Dazu habe auch einen Bekannten der die meisten Elektroarbeiten machen wird und über seine Firma erfolgt auch die anmeldung/abnahme der Anlage.


    Bei der Modulmontage selber kann ich auf den Dachdecker zurückgreifen (das Dach wird da eh noch eingerüstet sein) der auch kein Problem damit hat wenn ich selber das Material selber besorge.


    Von der Dachfläche passen pro Seite bei den Standard Modulen 24 Module angeordnet in 8 nebeneinander in 3 Reihen.

    Dazu dann sehr wahrscheinlich noch 5 Module längs dann bin ich ziemlich genau bei den 6,5m höhe wobei ihe glaube das die höhe eher in den bereich 6,80m gehen wird.


    Die große Frage ist eigentlich auch belegt man die 2. Seite auch mit oder lieber nicht?


    Problem ist ja wohl das die Einspeisevergütung/kWh der guten SW Seite von der schlechten NO Seite mit runtergezogen wird wenn man über 10 KW kommt.

    Oder sehe ich das falsch ?


    Die meisten Teile würde ich dann als günstige Aktionsartikel kaufen.


    Beispiele:

    - Übers wochenende hätte man Vertex+ 435WP für 100€ in variabeler Stückzahl kaufen können.

    - Bei Dealclub bekommt man aktuell 36 * DAH Solar (DHM-60L9 380W) incl. Versand für 2390€ was ja gerade mal 175€ pro kWp sind dazu gibt es für 200€ Aufpreis noch eine Wallbox dazu.

    Das schöne an den Modulen ist halt das die fast 10 cm schmaler sind und so würde ich 3*9 Module + 5 also 32 Module auf SW unterbringen.

    Damit wären die geringer Leistung pro Modul schon fast wieder ausgelichen (12,1 zu 12,6 kWp).


    Aber dafür haben die wieder eine deutlich geingere NPPT Spannung dann bekomme ich Probleme mit der optimalen Spannung des Huawei SUN2000-10KTL-M1


    Speicher hatte ich eigentlich keinerlei Intresse ich wollte es eher 'einfach' haben.

    Weil ich mir durchausvorstellen in 10 oder mehr Jahren das Haus noch zu verkaufen weil alleine ist mir das einfach zu groß.




    Aber jetzt kommt diese völlig kranke KFW442 Förderung die mich etwas rumtreibt.

    Ich könnte von einen Bekannten seinen 10 jahre alten Ion übernehmen damit ich ein E-auto habe.



    Wenn ich richtig rechne:

    Kosten:

    2590€ für die oben erwähnten 36 DAH 380W Module + Wallbox für 2590€

    1300€ für den Huawai SUN2000-10KTL-M1

    4100€ noch der Huawei Luna2000 10kWh Speicher

    130€ der Smart Power Sensor

    1500€ Montagematerial für 32 Module


    Macht erstmal 9620€ an Fixkosten.


    Dazu dann noch Montage, Kleinmaterial von nochmal ca 2500€


    Dann bin ich bei gut 12K


    An KFW Förderung gibt es dann halt smarte 9100€ (600€ Wallbox ,10*600€ je 1kW Solaranlage,10*250€ je 1kWh Speicher)



    Das wird also sehr günstig für eine Anlage mit 12,1kWp Solar mit einen 10KW WR und 10kWh HV Akku und eine Wallbox von der ich nicht weiß ob ich sie überhaupt montieren muss.


    Oder mache ich da einen Rechen/Logicfehler ?


    Ich hoffe ich habe euch nicht total erschlagen mit den vielen Text.

  • 5 kWh Speicher genügen locker!

    In Selbstbau kann man NW 40 mitnehmen.

  • So ich habe meine Planung jetzt näher konkretisiert.


    Es wird keine KFW42 Anlage sondern nur etwas möglichst einfaches ohne Speicher.


    Kaufen werde ich eine Palette (36 Stück) von einen dieser beiden Module:

    Jinko Tiger Solar 430Wp (JKM430N-54HL4R-B)

    STC/Mpp Spannung 32,58V

    STC/MPP Strom 13,20A

    Max OCV 42,6V (auf -10Grad hochgerechnet)


    Vertex S+ 435 (TSM-NEG9R.28)

    STC/Mpp Spannung 43,6V

    STC/MPP Strom 9,99A

    STC/OCV 56,1 (auf -10Grad hochgerechnet)


    Der große unterschied ist halt das die Vertex durch die 144zellen eine deutlich höhere Spannung haben.


    Aufgebaut sollen die auf dieses Dach:

    Standort: Münster (NRW)

    Dachausrichtung: 57 Grad SW

    Dachneigung : ca. 40 Grad

    Keinerlei Verschattung , keine Erker,Dachfenster, Antenen oder ähnliches nur ein Schornstein in der Firstmitte.

    Dachfläche: wird für jede Seite etwa eine Breite von 9,50-9,80m werden und die Höhe vermutlich gute 6,50m sein

    (Dach wird noch komplett erneuert deswegen steht die genaue Maße noch nicht fest)


    Technisch/optisch am einfachsten wäre:

    24 Module angeordnet in 8 nebeneinander in 3 Reihen auf SW

    die restlichen 12 Module dann auch NO


    Ich könnte auch noch 5 zusätzliche Module längs auf SW packen und dann noch 7 auf NO.

    Nur finde ich das weder schön un auch die Strings werden dann problematisch.


    Wieviel mehr würde das theoretisch ausmachen?


    Große Frage welchen WR ?

    Ich will kein Akku, und eigentlich auch nur einen WR in den Keller packen.


    Wenn ich die theoretischen 15,5 kWp auf einen Huawei 10KW packen der soll ja bis 11000 Watt ausgang können.


    Verliere ich da überhaupt viel und sollte wirklich lieber einen 12/15KW WR nehmen?

    Weil ich bin je mit 57Grad rechtweit weg von einer reinen Südlage was wäre als maximaler Ertrag übrhaupt möglich?


    Stringspannungen sind halt bei den Vertex S zu hoch für 24 Module SW in Reihe von daher wäre wohl in der Aufteilung die Jinko besser.


    Oder hat wer allgemein eine andere Idee für die Aufteilung?

  • Ganz klar sinnVOLL statt gutes Dach frei lassen.

    Oben eine Reihe quer.

    NO und SW 2 Strings schattenfrei parallel.

    Restliche Module jeweils am exklusiven MPPT. WR mit 3 MPPT der den parallelen Strom verarbeiteten kann.

  • Was meinst du mit 'NO und SW 2 Strings schattenfrei parallel.'


    Hast du konkrete empfehlungen zu WR mit 3 MPPT?


    Ich hatte mal den Kostall PLENTICORE plus G2 in der Beobachtung der hat 3MPPT aber ist der im Wirkungsgrad rund 1% Schlechter als ein Huawei Sun2000 was halt auch auffällt das der Kostal 2 lüfter hat während der Huawei keinen hat.

  • Problem ist ja wohl das die Einspeisevergütung/kWh der guten SW Seite von der schlechten NO Seite mit runtergezogen wird wenn man über 10 KW kommt.

    Oder sehe ich das falsch ?

    Ja, hast du (vermutlich), denn das wird anteilig berechnet. Für die ersten 10 kWp voller Satz, nur der Teil darüber hinaus reduzierter Satz.

    Von daher => beide Dachhälften voll.


    Mit 24M bzw. 29M * 2 * 430 Wp = 20,64 bzw. 24,94 kWp bleibst du bei echter Vollbelegung exakt unter der RSE-Pflicht (>25 kWp), was auch angestrebt werden sollte.


    Für 40° DN mit deiner Ausrichtung kannst du als "Korrekturfaktor" zur WR-Bestimmung rund 0,6 ansetzen. Das ergibt einen WR mit 12...15 kW.

    EFH mit O-W-Anlage (2x 28 Module) & Carport mit S-N-Anlage (2x 12 Module)
    SMA SHM 2.0 + STP 15000TL-30 + STP 8.0 + EV Charger 22 (gedrosselt auf 11 kW wegen KfW 440)

    IBN 09/2021 – SunnyPortal

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