Rentabilität Speicher bei Förderung

  • Man liest es ja immer wieder hier im Forum, Speicher rechnet sich nicht.

    Momentan fördert Berlin 300€ je kWh Speicher.

    Wenn BYD 16,6 kWh für 9000€ zu haben ist, dann sind das 4980€ Förderung.

    Somit kostet der Speicher 4020€, da liegt man bei 242€ je kWH.


    Damit wird der Speicher doch rentabel würde ich meinen, was sagt ihr dazu?

  • Zuerst solltest du alle Randbedingungen der Förderung klären (Gibt es ein Limit für die Speichergröße, 60% Beschränkung für die Einspeisung? usw.)


    Sind in den 9.000€ für den Speicher alle Kosten enthalten?


    Passt die PV-Anlage um den Speicher regelmäßig zu füllen?


    "Meinen" lang nicht, man muss rechnen und brauchbare Annahmen treffen z.B. zur Entwicklung der Strompreise. ;)

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp; 2021: 1035 kWh/kWp; 2022: 1139kWh/kWp; 2023: 1089 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))

  • was sagt ihr dazu?

    Wenn Du einen hohen Nachtverbrauch hast, warum nicht ... wenn Du die 16 kWh über Nacht nicht leer bekommst, liegt da totes Kapital im Keller, egal wie günstig es war. Und 16 kWh wollen über Tag erst mal vollgemacht werden - bei 30 kWp auf dem Dach sicherlich kein Problem (ok, im Winter vielleicht schon) ...

    Nur wer sich erhebt, kann sich auch widersetzen.

  • so dann mal hier auch.. im youtube hatte ichs ja schon mehrfach erklärt..


    die pauschale annahme speicher lohnen sich nicht ist durch die befreiung von der eigenverbrauchsbesteuerung geschichte.. man sollte generell rechnen..


    mit förderung lohnt sich ein speicher schneller.. klar.. aber man sollte nicht aus dem grund "wird ja gefördert" irgendwas grösser bauen als benötigt.. erstens verplempert man dann am ende geld (meistens mehr als man ohne förderung bei vernünftiger dimensionierung gezahtl hätte) und was auch nicht unwichtig ist.. ein heimspeicher ist immer ressourcenfresser - baut mal also doppelt so gross wie "nötig" verbraucht das auch doppelt so viel wertvolles material..


    16,6kwh nachtverbrauch im märz oder oktober sind schon sehr viel.. das kann man kaum glauben?


    generell sollte man grobauslegung den speicher an einem nachtverbrauch im oktober oder märz orientieren - und ca halb so gross in kWh wie die pv anlage in kWp - das passt einigermassen das man am ende auf 220-250zyklen kommt dann sollte es sich rechnen

    grösser kostet nur geld und schadet dem planeten mehr

  • Einen passenden WR dazu hast du schon?


    Deine Anlage kenn ich nicht.

    Mal 120 Zyklen angenommen, sparst du damit in 10 Jahren 1.200 kWh/kWh.

    Kosten 242 €/kWh, macht also 242 € / 1.200 kWh, ergibt 20 ct./kWh plus 10 ct./kWh für die entgangene Vergütung. Kann man machen, aber so richtig Gewinn macht man da aktuell nicht.


    Magst du mal was zu deiner PV und deinem Verbrauch schreiben?

    Klar muss der Länderfinanzausgleich verbraten werden, aber eine kleinere Batterie rentiert sich evtl. doch...


    Edit:

    Mit 5 kWh und 250 Zyklen spart man über 10 Jahre 2.500 kWh/kWh ein. Bei angenommenen 350 €/kWh Speichergröße ergäbe das Stromkosten von 14 ct./kWh plus die 10 Vergütungsentfall...


    Ich bin der Meinung, wenn man das selbst baut, lohnt sich auch auf den schlechteren Flächen (nicht Nord 45°) PV immernoch mehr als ein geförderter Speicher.

  • Lohnen sich Stromspeicher - auf diese Faktoren kommt es an
    Billig einspeisen und teuer wieder zurückkaufen - diesen Satz hört man oft in Verbindung mit Stromspeichern. Wir haben ein Update unserer Wirtschaftlichkeits...
    youtu.be


    Martin hat seinen Speicherrechner aktualisiert und nochmal die großen Hebel gezeigt, wie ein Speicher rentabel werden kann.

    16,2kWp (12,06kwp in 2021 + 4,14kWp in 2023)

    Powered by Q.Cells & SolarEdge, Supported by 8kWh BYD

    seit 07/2023 Wärmepumpe Buderus WLW176i-4 AR T180

    seit 11/2023 gebrauchter eGolf, geladen über openWB

    sonnige Grüsse 8)

  • Ich danke für Eure Antworten.


    Zu den Eckdaten. 23 kWP bei 35 Grad O/W Ausrichtung jeweils gleiche Madulanzahl. 6000 KWh Strom, 5000 KWh Wärmepumpe.

    Was ich an Nachtverbrauch habe kann ich so jetzt nicht sagen.

    Daher weiß ich nicht ob er leer wird.

  • Warum hast Du Deine Vermutung noch nicht durch Wissen ersetzt? Die Daten liegen Dir doch vor.

    Hast Du viel zu beheizende Fläche? Beide Verbräuche sind auf den ersten Blick sehr hoch.


    Vergiss die Kosten für den Einbau und die Anmeldung nicht!