Einspeise EEG Nachhilfe gesucht, so lohnt sich die Volleinspeisung

  • Guten Tag zusammen,


    Ich bitte um Meinung Kommentaren und Ergänzungen zu Folgendes Szenario:


    2*30kWp Anlage Privat errichten (von 2 Personen) auf gemietetem Dach (Gewerbe) als Volleinspeiser.

    Wenn ich es richtig verstanden habe sind 30kWp in diesem Fall Umsatz/Mehrwertsteuer befreit.

    Ebenso sind laut § 3 Nr. 72 EStG die Einnahmen Einkommenssteuer befreit.

    Das gute an der Konstruktion ist:

    • Der Inhaber der Gewerbehalle möchte keine Anlage selber bauen und muss sich damit nicht auseinander setzten
    • Wir nutzen die Fläche und können den gesamt Anteil des Netzstromes grüner machen
    • Der Verpächter des Daches bekommt eine Zahlung und freut sich über Liquidität
    • Wir haben eine Anlage die sich dank Flachdach in kurzer Zeit Amortisiert


    So nun die Fragen zu diesen 2x 30kWp Anlagen:


    1. Kann ich und ein Partner 2 x 30 kWp auf einer Gewerbehalle bauen (ein Unternehmen in der halle) und die Steuerlichen Vorteile nutzen als wäre jeder für sich mit 30kWp unterwegs?
    2. Sollten wir einen oder zwei WR in diesem Fall nutzen (Trennung der Anlagen für EEG nötig)?
    3. Da wir über einen Netzanschlusspunkt gehen brauchen wir zwei Zähler oder reicht die Aufzeichnung der WRs für die Vergütung?


    Kalkulation:


    Kostenannahme ist die folgende:

    • Baukosten pro Anlage = 25.000€ (833€ pro kWp)
    • Pacht = 5.000€

    Das ganze mal zwei und wir kommen auf 50.000€ Kosten bis zur ibn.


    Einnahmen pro Jahr wären folgende pro Anlage:

    • 10kWp x 1.000 = 10.000 kWh x 0.13€ = 1300€/Jahr
    • 20kWp x 1.000 = 20.000 kWh x 0.109€ = 2180€/Jahr

    das sind 3480€ pro Jahr und Anlage => 6960€ gesamt/Jahr

    Daraus ergibt sich eine Amortisation von 7,18 Jahren bis die Anlage ins Positive läuft.


    Wenn das so funktioniert würde ich mich nach Dächern umschauen und noch weitere Anlagen bauen, bis die 100kWp auf mich als natürliche Person, die steuerfrei vereinnahmt werden können, aufgebraucht sind.


    Ich bitte um Korrektur wenn etwas nicht stimmt.


    Viele Grüße

    Elias

  • Kalkulation hab ich nicht angeschaut.

    Bedenke RSE > 25 kWp und zNAS > 30 kVA sowie Wandler > 44 A.

    Ich würde hier rechnen ob ein WR mit Wandlermessung oder 2 WR und 2 Zähler günstiger wären. Zählerkosten und ggf. Bezugstarif nicht vergessen.

    Vom BMF gab kürzlich es eine Klarstellung in welchen Kombinationen die ESt-Freiheit gewährt bleibt.

    Aufzeichnung der WRs für die Vergütung?

    Interessiert höchstens für Ersatzwertbildung. MSB-Zähler ist nötig.

  • Baukosten pro Anlage = 25.000€ (833€ pro kWp)

    Dann lohnt sich das immer. :) Aber das wird wohl nicht so ganz hinkommen mit dem Preis, oder ist das Eigenbau?

    Ich arbeite in einem Photovoltaik Betrieb und habe dadurch die Möglichkeit etwas günstiger an die Hardware und Kompetenz zu kommen. Nach der Kalkulation und Rücksprache mit dem Einkaufsteam bin ich auf knapp 750€ bei Flachdach gekommen (12% habe ich für unerwartetes aufgeschlagen das ist ein Erfahrungswert der Projektmanager). Auf einem Trapetzdach wäre das ganz noch günstiger. UK Kosten drücken und eigene Arbeitszeit nicht berechnen dann klappt das schon ;).

  • Vielen dank für die Rückmeldung. Den RSE hatte ich nicht bedacht.

    Werden die Anlagen in diesem Fall zusammen Betrachtet da es ein Netzanschlusspunkt ist?

    Wenn nicht würde ich das ganze auf 2 x25 kWp reduzieren.

    Viele Grüße

  • Wäre traurig 10 kWp nicht zu bauen. Schau doch erstmal wie viel RSE kostet.


    Ich möchte nicht unnötig vollzitiert werden.

    Schau im Wissen Schwellenwerte und Grenzen an.

  • Ist die Pacht für einmal auf 20 Jahre gesehen oder wie habt ihr das im Detail gedacht?

    Die Pacht wird einmalig für 20 Jahre fest gesetzt. Dabei handelt es sich um einen Grundbucheintrag welcher die Nutzungsüberlassung regelt.


    Grüße

  • Macht Verträge die auf 30 und 40 Jahre verlängerbar sind