SMA Sunny Boy 700 oder 1100

  • Hallo,


    seit Mitte Juni habe ich eine dachintegrierte PV-Anlage. Da dies zusammen mit dem Ausbau des Daches erfolgen sollte, haben wir uns für Module von Roto entschieden (unsere neuen Dachflächenfenster sind vom gleichen Hersteller).
    Wir haben uns für 3 Module RPV 18/14 mit zusammen 1014 Wp entschieden. Gemäß Datenblatt des Roto Kataloges 2004/5 (Seite 93) hat ein Modul folgende Daten:
    Nennleistung: 338 Wp
    MPP-Spannung: 70,30 V; MPP-Strom 4,83 A, Leerlaufspannung: 86,0 V
    Kurzschlussstrom: 5,10 A, Temperaturkoeffizient P: -,0430 %K
    zulässige Systemspannung: 800 V Zellentyp: polykristallin


    Gemäß dem Komplettangebot von Roto gehöhrt hierzu der Wechselrichter Sunny Boy 1100 E mit folgenden Daten:
    PV Spannungsbereich 139 V - 400 V max. Eingangsstrom 10 A, max PV-Leistung 1.500 Wp, max Wirkungsgrad 93%.


    Diesen Wechselrichter habe ich dann auch bestellt (und bezahlt). Geliefert wurde aber ein SMA Sunny Boy 700. Da ich dies nicht sofort bemerkte, wurde auch der Sunny boy 700 installiert. :(


    Erst als die Rechnung kam, verglich ich was geliefert wurde und was ich zahlen sollte. Der Dachdecker und der Elektriker, die die Anlage bei mir installierten, baten mich, ich solle mich direkt mit Roto in Verbindung setzen und dies klären, da der Dachdecker auch den Sonny Boy 1100 E bestellt hatte. (Kopie der Bestellung liegt mir vor).


    Ein Telefonat mit Roto brachte mich aber nicht wirklich weiter. Dort sagte man mir, dass mir polykristalline Module geliefert wurden, das Kompletangebot bezog sich aber auf monokristalline Module (Im Katalog steht aber das das Modul polykristallin ist :shock: ) Der Sonny Boy 1100 E würde mit den poly Modulen nicht funktionieren, da die Eingangs-(?) oder die Leerlaufspannung nicht geignet sei (oder so ähnlich). :?


    Da ich mir zusammen mit der PV-Anlage auch ein Sunny Beam geholt habe, was eine maximale Leistung von 600 W anzeigt (60 % der maximalen Leistung (Dach mit 30 % Neigung, verschattungsfrei, Ausrichtung 150 ° in Mainz) , beindruckte den Herrn von Roto auch nicht wirklich. Er sagte zu mir das sei normal.


    Ich bin mir nun nicht mehr sicher, ob ich wegen der in meinen Augen vorliegenden Falschlieferung weitervorgehen soll oder aber ob die Anlage auch mit dem Sunny Boy 700 gut funktioniert, dann möchte ich allerdings von Roto die Differenz der Kaufpreise Sonny Boy 700 - 1100 zurück haben.


    Da ich blutiger Anfänger in der Solarwelt bin, bitte ich um Eure Beiträge.


    Vielen Dank

  • Ob Poly oder Monokristallin ist den Wechselrichtern eigendlich egal. Die Aussagen sind auch ziemlich kurios. :shock:
    Unglaublich was sich die Leute so alles trauen.


    Um deine Anlage optimal abzustimmen, kannst du das Tool GeNau benutzen oder direkt die Hotline von SMA kontaktieren.
    Oder du meldest dich im Forum von SMA. http://www.sma.de/forum/?ShowWhat=0,66,&SelEntry=66 Da ist SirUrsus, der kennt sich da sehr gut aus.
    ich würde die Hotline von SMA anrufen, die helfen dir weiter 100% und kompetent.



    http://www.sma.de/smaprosa/dateien/1365/GenAu_7-25.xls

  • Der Wechselrichter ist absolut unpassend zu diesen Modulen. Vom SB 700 gibts zwar 3 verschiedene Versionen, aber selbst wenn du die größte hast, ist
    1. die Leerlaufspannung zu hoch,
    2. empfiehlt SMA max. 900Wp Generatorleistung, und
    3. ist die max. Ausgangsleistung von 700W schon etwas gering für den Generator.


    Wenn schon SMA, dann musst den 1100E nehmen. Da würd ich aber dem Installateur Beine machen, schließlich ist das seine Aufgabe, das zu regeln!

    2x Sunways NT 6000, 52x Sanyo HIP 190 BE3, 9,88kWp


    WR1: 3 Strings a` 8 Module, 1 Temperatur- und Einstrahlungssensor, Neigung 30°, Azimut 180°
    WR2: 1 String a` 10 Module, 2 Strings a` 9 Module, Neigung 40°, Azimut 180°

  • Vielen Dank Walter und blabla,


    aufgrund Eurer Tipps habe ich in der vergangen Woche mehrfach mit Roto telefoniert.


    Ich hatte die Daten der gekauften Anlage (SMA Sonny Boy 1100 mit drei Modulen Roto RPV 18/14 - 2) im Tool Genau eingegeben. (Ergebnis: alles o.k. Energieausnutzungsfaktor: 100 %)


    Anschließend habe ich Da dann meine (vermeintlichen) Module zusammen mit dem SB 700 eingegeben, und alles wurde rot. Daraufhin habe ich Roto mit dem Ergebnis konfrontiert und um Stellungnahme gebeten. Das Ergebnis war, das mir angeblich auch ein anderes Modul geliefert wurde :?: , nähmlich das Modul RPV 18/14-3. Dieses würde nicht mit dem SB 1100 funktionieren. Das Datenblatt erhielt ich dann per Mail.

    Ich muß nun einmal auf mein Dach klettern um zu überprüfen, ob mir wirlich das Modul -3 geliefert wurde (Auf der Rechnung steht -2, genauso wie SB 1100; das grenzt m.E. schon an Betrug :evil: ) Für mich als Laien ist das so, als ob man einen VW Golf 1.8 l Benzin bestellt und einen 1.7 l Diesel erhält und man erst an der Tankstelle erfährt, was einem untergeschoben wurde.


    Hier das Moduldatenblatt:
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    Moduldatenblatt RPV 18/14 - 3
    Nennleistung : 334 Wp
    Anzahl der Zellen : 88 Stk.
    Größe der Zellen : 156 x 156 mm
    Zellentyp : monokristallin
    Zellenwirkungsgrad 15,6%
    Zellenabstand : 2 mm
    Modulbreite (Brutto): 1960 mm
    Modulhöhe (Brutto): 1400 mm
    interne Verschaltung : 1-stromig
    Anordnung der Zellen 11 x 8
    Glas : ESG
    Glasstärke :4 mm
    MPP-Spannung : 44,0 V
    MPP-Strom : 7,6 A
    Leerlaufspannung : 53,3 V
    Kurzschlußstrom : 8,5 A
    Temperaturkoeffizient P : -0,52 %/K
    Temperaturkoeffizient Is : 0,03 %/K
    Temperaturkoeffizient UOC : -0,38 %/K
    zulässige Systemspannung : 800 V
    Umgebungstemperatur : -40°-+90°C
    Laminatfarbe : Anthrazit
    Leistungstoleranz : +/- 5%
    Gesamtgewicht 2: ca. 48,5 kg
    Leistungsgarantie : 20 Jahre 80%
    Schutzart : IP 65
    Modulwirkungsgrad 1: 14,0%
    Anschluss MC - Stecker


    1 Der Modulwirkungsgrad bezieht sich auf die sichtbare Glasfläche des Moduls
    2 Gesamtgewicht ist abhänig von der Blechabdeckung
    Die Angaben der elektrischen Daten beziehen sich auf eine senkrechte Einstrahlung von 1000 W/m² bei einer Temperatur von 25°C (Normalbedingungen mit AM = 1,5)


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    Ich habe daraufhin diese PV Anlage als neues Modul im Tool GenAU eingegeben und mit dem gelieferten SB 700 als Anlage erfasst. Daraufhin erhielt ich folgendes Ergebnis:



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    Kann mir nun einer bitte sagen, ob diese Anlage objektiv schlechter ist als die bestellte Anlage, die gem. GenAU folgedes leistet:



    Wechselrichter PV-Generator
    Roto Frank
    Sunny Boy 1100 (2005-...) RPV 18/14 - 2
    1 x 3 = 3 Module
    max. AC-Leistung : 1,1 kW Stringleistung : 1,0 kWp
    max. DC-Leistung : 1,2 kW Gesamtleistung : 1,0 kWp o.k.
    (max. DC-Leistung WR / Nennleistung PV) Nennleistungsverhältnis : 119%

    min. DC-Spannung : 151,0 V String-MPP-Spannung bei +70°C : 170,3 V o.k.
    ( bei Netzspannung: 260 V ) String-MPP-Spannung bei +50°C : 188,3 V o.k.
    String-MPP-Spannung bei +25°C : 210,9 V o.k.
    max. MPP-Spannung : 400,0 V String-MPP-Spannung bei -10°C : 242,5 V o.k.

    String-Leerlaufspannung bei +25°C : 258,0 V o.k.
    max. DC-Spannung : 400,0 V String-Leerlaufspannung bei -10°C : 289,6 V o.k.

    max. DC-Strom : 10,0 A
    max. DC-Strom (188 V) : 6,4 A max. mögl. Generatorstrom : 4,8 A o.k.

    Energienutzungsfaktor : 100,00% o.k.




    Roto Frank: RPV 18/14 - 2 (MPP: Punkt maximaler Leistung)

    Nennleistung : 338 Wp Zellen des Moduls : 140 , poly
    MPP-Spannung : 70,3 V MPP-Spannung bei +50°C : 62,8 V
    MPP-Strom : 4,8 A MPP-Spannung bei +70°C : 56,8 V
    Leerlaufspannung : 86,0 V MPP-Spannung bei -10°C : 80,8 V
    Kurzschlußstrom : 5,1 A Leerlaufspannung bei -10°C : 96,5 V
    Temperaturkoeffizient der Leerlaufspannung : -0,35 % / °C
    Temperaturkoeffizient der MPP-Spannung : -301,00 mV / °C geschätzt
    Zulässige Systemspannung des Moduls : 800 V


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    Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten, denn ich denke ich muss nun Roto erheblich härter anfassen und dafür benötige ich Fachwissen.