Ersatzstrombetrieb und Hausautomation

  • Hallo zusammen! Wie teilt Ihr Eurer Hausautomation mit, dass gerade Ersatzstrombetrieb läuft? Meine Loxone wird über Batteriepuffer versorgt und bekommt zunächst einmal nicht mit, wenn ein Stromausfall anliegt. Innerhalb von 30 Sekunden geht der Fronius WR dann in den Ersatzstrombetrieb. Danach wäre es schön, wenn die Hausautomation das mitbekommt, um Grossverbraucher wie Wärmepumpe, Ladestation und Klimatechnik wegzuschalten bzw. nicht mehr anlaufen zu lassen. Natürlich könnte ich direkt am elektronischen Zähler die Spannung abgreifen, die ist bei Stromausfall null und dahinter befindet sich das Netztrennrelais zum Haus, so dass hier solange Null anliegt, bis das Netz wiederkommt. An dieser Stelle möchte ich aber nicht in den Hauptverteiler eingreifen. Ich habe mir daher ein Frequenzsteuerrelais besorgt, welches die 50 Hz überwacht und bei Über- oder Unterfrequenz einen Kontakt ansteuert. Da Fronius den Ersatzstrom mit 53 Hz fährt kann ich damit den Ersatzstrombetrieb zuverlässig detektieren. Sobald wieder 50 Hz anliegen fällt der Kontakt ab und die Hausautomation kann die Verbraucher wieder zuschalten.

  • K.a. Ahnung von deinem System, aber gibt es dafür keine Tasterschnittstelle/-interface oder I/O Modul/Gateway?

    Danach wäre es schön, wenn die Hausautomation das mitbekommt, um Grossverbraucher wie Wärmepumpe, Ladestation und Klimatechnik wegzuschalten bzw. nicht mehr anlaufen zu lassen.

    Das kannst du auch stupide lösen.

    > Unterspannungsauslöser

    > Sperrschütze, oder Eingriff Steuerspannung

    > Aufteilung der Netze in kritische/unkritische Verbraucher

  • Der sinnvollste Weg dafür wäre eine SW Lösung.


    Kann der WR nicht mitteilen, wenn das Netz weg ist? Man könnte da alles mögliche auswerten.


    Vielleicht gibt es auch Modbus Register o.ä. aus denen die Netzparameter ausgelesen werden können.

  • Danach wäre es schön, wenn die Hausautomation das mitbekommt, um Grossverbraucher wie Wärmepumpe, Ladestation und Klimatechnik wegzuschalten bzw. nicht mehr anlaufen zu lassen.

    Es wäre besser diese zwischen dem Zeitpunkt des Netzausfalls und der Bereitstellung des Ersatzstroms vom Netz zu trennen.


    Netzausfall kann man auch einfach mit einem Installationsrelais erkennen, bis hin zu einem Netzausfallrelais, das die Spannung und andere Parameter misst. Vielleicht hat aber auch der Wechselrichter ein Signal das Du nutzen kannst.

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1000Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BTM-III

  • Hallo,


    Der Fronius schaltet ja die Relais um, das Signal kann man als Hardware abgreifen.

    Alternativ steht in Register 40093 die Frequenz drinnen.

    Es wäre besser diese zwischen dem Zeitpunkt des Netzausfalls und der Bereitstellung des Ersatzstroms vom Netz zu trennen.

    Oder einfach nicht auf den Notstromausgang zu legen?


    Grüße

    Herr 3x

    2013: Smart Home mit Home Assistant, Hue und Homematic

    2015: Fronius Symo Hybrid 3.0, Fronius Battery 3,6 kWh, 4,25 kWp LG

    2022: Victron MP2 3000, Cerbo GX, Lynx BMS, 5,12 kWh Victron Smart Batterie, 0,5 kWp Vordach

    2023: 1,1 kWp an der Wand, Tibber als Versorger

  • Der Fronius macht eine Ersatzstromversorgung für alle drei Aussenleiter, also liegen auch alle Verbraucher im Ersatzstrom. Das ist ja auch gut so. Register Auslesen bei Fronius geht nur über deren Netzinterface, das funktioniert, wenn alles funktioniert, wenn aber das Internet zusammenbricht, geht das nicht mehr. Auch direkt über Modus kann man bei Fronius nicht zugreifen, dass lässt das System nicht zu, es kommuniziert mit seiner Peripherie exklusiv über Modus und das Ergebnis steht nur auf dem Fronius Server im Internet (siehe oben). Die Frequenzüberwachung ist schon elegant, daher habe ich das hier vorgestellt. Wenn jemand eine andere Lösung hat (nicht theoretisch, sondern tatsächlich umgesetzt), dann wäre diese Information für andere Fronius Nutzer ggf. hilfreich.

  • Der Fronius macht eine Ersatzstromversorgung für alle drei Aussenleiter, also liegen auch alle Verbraucher im Ersatzstrom.

    Mal was anderes:

    Hast du das schon mal bei vollem Betrieb simuliert?


    Je nach Verhalten von Wärmepumpe, Ladetechnik, Klimatechnik, etc bei Netzwiederkehr müssen die bereits vor dem Ersatzstrombetrieb abgeworfen werden. Sonst gibt es wegen Überlast gar keinen Ersatzstrombetrieb.

  • Auch direkt über Modus kann man bei Fronius nicht zugreifen, dass lässt das System nicht zu, es kommuniziert mit seiner Peripherie exklusiv über Modus und das Ergebnis steht nur auf dem Fronius Server im Internet (siehe oben).

    Diese Aussage ist zumindest für meinen Fronius Symo Hybrid nicht richtig.

    Ich kommuniziere mit dem über ModbusIP lokal, alternativ geht auch die lokale API.


    Der Fronius macht eine Ersatzstromversorgung für alle drei Aussenleiter, also liegen auch alle Verbraucher im Ersatzstrom.

    Wenn man sich die Schaltpläne der Umschaltboxen ansieht wird man erkennen, dass es einen Notstromausgang gibt und einen Netzausgang. Wenn man natürlich das ganze Haus auf Notstrom anschließt hat man gute Karten, dass beim Anlaufen einer Wärmpumpe der Wechselrichter einfach mit Überlast ausgeht.


    Zur Hardware-Lösung: IO0 geht auf 1 bei Notstrom.


    Grüße

    Herr 3x

    2013: Smart Home mit Home Assistant, Hue und Homematic

    2015: Fronius Symo Hybrid 3.0, Fronius Battery 3,6 kWh, 4,25 kWp LG

    2022: Victron MP2 3000, Cerbo GX, Lynx BMS, 5,12 kWh Victron Smart Batterie, 0,5 kWp Vordach

    2023: 1,1 kWp an der Wand, Tibber als Versorger

  • Ganzes Haus auf Notstrom ist schon korrekt. Das habe ich testhalber schon einmal 10 Stunden am Stück lang durchgehalten. Die Hauptverbraucher werden auch abgeworfen, wobei das für die WP am einfachsten ist, da wird einfach der EVU Eingang auf Sperrung beschaltet. Die Frage für mich war, wie ich detektiere, dass das Netz wieder da ist. Das geht am einfachsten über einen Frequenzwächter. Natürlich geht auch alles über Modbus, wenn die zugehörigen Rechner etc. laufen. Das andere ist fest verdrahtet, das ist mir sicherer und fehlertoleranter. Was noch zu erwähnen ist, bei mir ist die Umschaltbox im Hauptverteiler integriert, Wechselrichter und Technikraum sind 30 m Kabellänge entfernt. Da bietet sich eine dezentrale Steuerung an. Da in unserem Haus die drei Aussenleiter ziemlich symmetrisch belastet sind, macht Ersatzstrombetrieb auf einem Aussenleiter wenig Sinn, da werden dann wichtige Kreise nicht mehr versorgt und alles umzuverdrahten ist unverhältnismäßig.