Neue PV Anlage, Ost-West-Steildach, 30° Süd

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich hier schon etwas länger mitlese ("lurke") ist dies nun mein erster Beitrag.

    Eine kurze Vorstellung.

    Vor einigen Monaten habe ich mich mit dem Gedanken angefreundet, eine PV-Anlage installieren zu lassen. Aufgrund der langen Vorlaufzeiten und um auch zunächst ein paar Erfahrungen zu sammeln, habe ich erstmal ein BKW auf dem Gartenschuppen installiert (kann ich auf Wunsch etwas zu schreiben). Nun soll was "richtiges" aufs Dach.


    Daten zum Dach

    • 51ter Breitengrad (Kreis Aachen)
    • Satteldachmit Ost-West-Ausrichtung, 30° gegen den Uhrzeigersinn gedreht, also fast schon Nord-Ost--Süd-West-Ausrichtung
    • Dachneigung: ca 35°
    • Dachfläche jeweils ca 6,5m x 7,2m


    Hindernisse/Besonderheiten:

    • jeweils ein Dachfenster vorne und hinten (vorne ein Rettungsfenster)
    • Solarthermie (ST) auf Süd-West
    • Jeweils ein Kaminschacht (Süd-West: Heizung, Nord-Ost: "Komfort")
    • Blitzableiter
    • Die SAT-Antenne auf der Süd-West-Seite vorhanden ist bereits ausser Betrieb genommen. Ich habe sie deswegen auf dem Bild "ausradiert".

    Anforderungen / Gedanken

    1. Es sollen so viele Module aufs Dach wie möglich aber ohne dass es zu kompliziert wird. Dabei denke ich an technische Lösungen umd Verschattung zu kompensieren (Optimizer).
    2. Wegen (1.) mache ich bewusst keine Angabe zur Nennleistung der Anlage. Wie gesagt, soll drauf, was sich sinvoll machen lässt.
    3. Wir spielen mit dem Gedanken, die ST entweder zu verschieben (selbe Dachseite, andere Dachseite) oder ganz vom Dach zu entfernen. Ist zwar einerseits schade drum aber ohne ST wirkt das Dach (hoffentlich) aufgeräumter und es gibt Platz für ein bis zwei PV-Module mehr.
      Irgendwann wird das Brauchwasser vermutlich mal mit einer Wärmepumpe erzeugt, noch machen das Gasheizung und, wie im Moment, die ST. Wir könnten allerdings ab sofort schon einen 3kW-Heizstab nutzen, der eigentlich nur als Notlösung im Wasserspeicher sitzt.



    Speicher


    Wir könnten uns vorstellen, auch einen Speicher einzubauen. Entweder sofort oder irgendwann später. Auch wenn der sich vielleicht nie amortisiert, wäre es ein Komfortgewinn und, bei Notstromfähigkeit des WR, auch eine gewisse Beruhigung. Kommt auch auf auf den Preis an, den ich weiss, wenn das erste Angebot eintrudelt.

    Man kann den Speicher aber auch einfach von der sportlichen Seite aus sehen und dafür auf Alufelgen, Tieferlegung und Sportauspuff verzichten :)



    Wir haben mit einigen Solarteuren Kontakt aufgenommen und bereits zwei Beratungsgespräche gehabt, die unterschiedlich ausführlich waren. Weitere Gespräche kommen evtl. noch, wenn die Betriebsferien enden.


    Unabhängig von den Solareuren habe ich auch mal ans Zeichenprogramm gesetzt und ein wenig mit den Ausrichtungen der Module gespielt. Ich würde mich da über Kommentare freuen.


    Als erstes werde ich nun Bilder der Dachseiten hochzuladen, danach möchte ich noch meine eigenen Planungsideen vorstellen. Ich bitte um Kommentare.


    PS: Ich hoffe, dass das nicht zuviel Text war. Aber von anderen Foren weiss ich , wie nervig es ist, Fragestellern jede Info aus der Nase ziehen zu müssen.

    Danke fürs lesen.

  • Hier meine Entwürfe für die Sued-West-Seite.

    Eine Dachziegel ist ca 26cm breit und 36cm hoch. Die linke Reihe ist etwas breiter, weil nicht überlappt aber das habe ich nicht berücksichtigt.

    Die grauen Felder sind das Dachfenster und der Gasheizungskamin, die rote Linie ist der Blitzableiter.

    Das orange farbene Feld ist die Solarthermie. In einigen Entwürfen liegen die PV-Paneele darüber, was meiner Faulheit geschuldet ist ;-/.

    Als Modulgrösse habe ich grob 180cm x 115cm angesetzt. Auch wenn die etwas kleiner sind, wird noch Raum für die Klemmen gebraucht und lieber etwas grösser Planen, als sich nachher wundern, dass es nicht passt.


    1. Vorschlag 1:
      Front_Sued-West_Vorschlag_01.pdf
      11 Module hochkant
      ST wird entfernt
      Abstand zum Blitzableiter ist zum First knapp 70cm, zur Seite sind gut 100cm.
      Abstand zur Hausseite (links) beträgt knapp einen Dachziegel (was angeblich das Minimum ist, wegen Sog).
      Ausserdem wäre unterhalb der Module noch reichlich Platz, um ggf. Schneefanggitter nachzurüsten (nicht dass es hier soviel schneien würde, aber wenn mal was liegt, klatscht durchaus was auf den Boden).
    2. Vorschlag 2:
      Front_Sued-West_Vorschlag_02.pdf
      Eigentlich irrelevant, da das eine Modul mit dem Gasheizungskamit kollidiert. Ausserdem ist der Blitzableiter überbaut.
    3. 9 Module
      Front_Sued-West_Vorschlag_03.pdf
      ST bleibt
      Abstände zu BA und Dachrand wie in Vorschlag 1.
      Wäre der geringste Aufwand, aber bereits im Bild liegen die oberen zwei Module press an der ST. Ob das in der Realität passt, ist fraglich. Ausserdem sieht das Dach so bestimmt genauso unaufgeräumt aus, wie jetzt (hätte nicht gedacht, dass mich sowas stört, ist aber so).
      Also vermutlich eher auch für die Tonne.
    4. 10 Module
      Front_Sued-West_Vorschlag_04.pdf
      ST wird versetzt.
      PV-Abstände zu BA und Rand wie in 1 aber ST ist recht nahe am BA.
      Nicht viel aufgeräumter als Vorschlag 3 aber immerhin ein PV-Modul mehr.
    5. Vorschlag 5
      Front_Sued-West_Vorschlag_05.pdf
      13 Module quer,
      ST entfernt.
      Leider werden Abstände zu Dachrand und BA recht klein.

      Rein rechnerisch würden links sogar 12 Module quer übereinander passsen. Dann wäre aber erstens wirklich gar kein Abstand mehr zum Dachrand, -First oder Traufe und die drei Module über dem Fenster wären nicht mehr "synchron" zu den zwei linken Reihen. Deswegen habe ich das Modell garnicht erstellt, kann es aber auf Anfrage erstellen und hochladen.
  • Hier die Entwürfe für die Nord-Ost-Seite.

    Auf dieser Seite gibt es keinen Blitzableiter und man könnte unter dem Dachfenster ein Modul unterbringen.
    Nachteilig ist der ca 1m hohe Kamin, der im Winter einen Schatten zwischen 3 bis 3,5 Meter werfen kann (ggf sogar noch mehr, wenn man die Dachneigung berücksichtigt. Allerdings scheinen davon maximal 2 Module gleichzeitig betroffen zu sein.

    Der ST, die in einigen Vorschlägen nun auf diese Dachseite versetzt wurde, sollte partielle Verschattung weit weniger ausmachen, als den PV-Modulen (stimmt das?).

    Was die Windbelastung (v.a. bei Vorschlag 1) angeht: Nach meiner bisherigen Erfahrung, ist diese Dachseite deutlich weniger stark belastet. Sturm kommt meist aus (süd-) westlicher Richtung.


    1. Vorschlag 1
      Rueck_Nord-Ost_Vorschlag_01.pdf
      14 Module insgesamt, 12 quer, 2 hochkant
      ST von anderer Seite auf diese Seite gesetzt.
      Abstände zu Dachrand und First knapp bis nicht vorhanden.
      Entlüftungsöffnungen von PV überdeckt (siehe Vorschlag 2, dort sind sie sichtbar).
    2. Vorschlag 2
      Rueck_Nord-Ost_Vorschlag_02.pdf
      11 Module, alle hochkant
      ST umgesetzt
      Entlüftungsöffnungen frei
    3. Vorschlag 3
      Rueck_Nord-Ost_Vorschlag_03.pdf
      11 Module, alle hochkant
      ST umgesetzt
      Raum unterm Fenster frei
      Oberes Modul links vom Fenster stark "verschattungsgefährdet".
      Vorteil: Module liegen hoch genug, sodass evtl. Schneefangitter gesetzt werden könnten
    4. Vorschlag 4
      Rueck_Nord-Ost_Vorschlag_04.pdf
      11 Module,
      keine ST
      Vorteil: Kamin wäre notfalls durchs Fenster erreichbar.
    5. Vorschlag 5
      Rueck_Nord-Ost_Vorschlag_05.pdf
      12 Module, hochkant und quer,
      keine ST
      einige Module verschattungsgefährdet
      Leicht unruhiges Dachbild aber evtl. nicht so schlimmt, weil Gartenansicht
      Vorteil: Kamin wäre notfalls durchs Fenster erreichbar.
  • Die Solateure werden Dir vermutlich eine Anlage mit je 11 Modulen SW und NO, 10K Hybrid WR und 10 kWh Speicher anbieten.

    Wo ist das BKW, das Du offensichtlich hast, gibt es noch Garage, Carport, Gartenhaus, wo Platz für Module ist?

  • Die Solateure werden Dir vermutlich eine Anlage mit je 11 Modulen SW und NO, 10K Hybrid WR und 10 kWh Speicher anbieten.

    Wo ist das BKW, das Du offensichtlich hast, gibt es noch Garage, Carport, Gartenhaus, wo Platz für Module ist?

    Das wäre z.B. für Süd-West Vorschlag 1 und für Nord-Ost Vorschlag 2.


    Bislang weiss ich nur, was einer der beiden Solarteure verbauen würde. Das wäre in der Tat ein 10kW Hybrid-WR von Growatt. Beim Speicher ginge es bei 7,5kWh los.


    Das BWK ist exakt quer zum Giebel ausgerichtet, also Süd, 30° Richtung Osten, Anstellwinkel 15°. Ein weiteres Modul liesse sich noch ohne Probleme unterbringen. Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, den ST-Kollektor "irgendwo" im Garten unterzubringen - wenn das mit den Wasserleitungen nur nicht so ein Aufwand wäre.


    Garage ist vorhanden, aber die liegt nördliche des Hauses (im Bild links unterhalb des Schuppens). Module dort würden nur morgens und spätnmittags Sonne erhalten.

  • OK, dann würde ich dazu raten, gleich möglichst viel zu bauen, jedoch auch die Kosten nicht außer Acht lassen:

    Einen 10K Hybrid WR nehmen, je 11 Module SW und NO parallel auf einen MPPT hängen und den 2. MPPT für die Belegung der Garage verwenden.

    Das BKW um 1 Modul erweitern und mit anmelden.

    Den Speicher nur kaufen, wenn dann noch Geld übrig ist, sonst später nachrüsten.

  • OK, dann würde ich dazu raten, gleich möglichst viel zu bauen, jedoch auch die Kosten nicht außer Acht lassen:

    Einen 10K Hybrid WR nehmen, je 11 Module SW und NO parallel auf einen MPPT hängen

    Mit "parallel" meinst du wirklich zwei Reihenschaltungen von 11 Modulen parallel?

    Kann der MPPT-Tracker des WR denn damit umgehen, wenn die Module nicht gleich ausgerichtet sind?

    Zitat

    und den 2. MPPT für die Belegung der Garage verwenden.

    Das BKW um 1 Modul erweitern und mit anmelden.

    3 Module in Reihe ergeben ergeben ca 100V. Das reicht, das der MPPT-Tracker anfängt zu arbeiten?

    Ansonten hätte ich das einfach so gelassen wie es ist. Nachteilig hier nur, dass der Akku, sofern er verbaut würde, nicht direkt aus DC geladen werden kann.

    Zitat

    Den Speicher nur kaufen, wenn dann noch Geld übrig ist, sonst später nachrüsten.

    Auf jeden Fall. Ich weiss nur noch nicht, ob das wieder Diskussionen mit dem NB gibt, wenn man den Akku später in Eigenregie nachrüsten möchte.

  • Auf jeden Fall. Ich weiss nur noch nicht, ob das wieder Diskussionen mit dem NB gibt, wenn man den Akku später in Eigenregie nachrüsten möchte.

    Der ist Anmeldepflichtig durch einen Elektriker.

    Auch das Marktstammdatenregister interessiert sich dafür.

    Ich weiß nur nicht wie/ob ein NB das merken soll/will, dass da einer rum steht...

  • Ja, ich meine wirklich je 11 Module parallel, bei um 180 Grad gedrehten Anordnungen funktioniert das ohne großen Ertragsverlust, kannst ja mal zum Thema googlen.

    Das 3. BKW-Modul würde ich gleich mit anmelden und dann erst später bei Bedarf dazu bauen, wenn dein jetziger BKW-WR das nicht kann. Die 3 Module an den großen WR zu hängen ist nicht empfehlenswert.

    Wie viel Module passen auf die Garage?