Unterstützung bei Anlagenauswahl gesucht

  • Liebes Forum,

    seit Langem bin ich schon Mitleser und begeistert von der Hilfsbereitschaft und dem hier vertretenen Know how. Ich hoffe, ich verstoße gegen keine Etikette, wenn ich mich mit folgendem Thema an euch wende. Wie so viele möchte ich jetzt auch mein EFH (freistehend, Eigentum) mit PV ausstatten. Ich bin durchaus technikaffin, das Haus verfügt über eine vollständige KNX Installation (Gira-HS vorhanden, an einer IP-Symcon Installation zu Testzwecken arbeite ich noch…) . Die kontinuierliche Grundlast des Stromverbrauchs (24/7) liegt bei ca. 600W.

    E-Auto ist noch nicht vorhanden, LWP kommt vss in 1-1,5 Jahren.

    Derzeit gibt es noch eine Gasheizung von Vaillant mit 160l Speicher für Heizung und WW.

    Das zu belegende Dach ist nach Süd-Südwest ausgerichtet, Neigung ca. 18Grad. Geplant (gem. Solateuren und von mir über Onlinerechner gegengeprüft) ist jetzt eine Installation mit zunächst ca. 15,2 kWp (36x 420er Glas-Glas-Module von Bauer). Im nächsten/übernächsten Jahr kommen weitere ca. 12-13 kWp auf demselben Dach hinzu, sobald eine Gaube gebaut wurde.

    Ich habe jetzt Angebote über Systeme mit Kostal, Fronius (Gen24 10.0) und RCT (PowerStorage 10) vorliegen, jeweils mit Speicher (BYD HVS 10.2 bzw. RCT 11.5) und Tigos (TS4-A-O). Letztere nicht vorrangig wegen Verschattung (kaum vorhanden), sondern um meinen „technischen Kontrollfetisch“ zu befriedigen. 😜 Zudem eine Feuerwehrabschaltung (vss. Eaton).

    Da ich jedenfalls perspektivisch gerne die Möglichkeit der Ersatzstromfähigkeit hätte, wäre wohl Kostal raus.

    Die Apps der Hersteller scheinen, wenn man den Bewertungen im AppStore glauben kann, allesamt noch einigermaßen schrottig zu sein. Insofern ist das ggf. neutral bei der Entscheidung?

    Was mir wichtig wäre, ist natürlich die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Anlage (liefern wohl alle), die Erweiterbarkeit des Speichers (nach Online-Rechner wäre angeblich eine Kombination der insgesamt möglichen 28 kWP und 18 kWh Speicher am wirtschaftlichsten) und auch um die Anbindung einer Wallbox („Überschussladen“) und der LWP. Zudem möchte ich möglichst intelligent Lasten im Haus schalten (KNX Schaltaktoren vorhanden, aber zB auch Miele Spülmaschine, MW und Trockner mit Miele@home). Ich wünsche mir auch eine gute Möglichkeit der Visualisierung der Daten und ihre Speicherung.

    Zu welcher Kombination ratet ihr derzeit? Preislich tun sich die Angebote nicht so viel…

    Vielen Dank für eure Unterstützung !!

  • Speicher und Optimierer weglassen.

    Einen WR für ALLE Flächen wählen. Dafür musst du jetzt alle Flächen planen.


    Das ist am wirtschaftlichsten. Da springt sogar noch ein kleines Aggregat mit dem Kraftstoff deiner Fahrzeug raus. (evtl. macht da auch eins mit Diesel mal Sinn, solang du noch Heizöl hast)

  • Danke für die Antwort. Heizöl hab ich keines, sondern wie geschrieben Gas. Ich nehme an, du beziehst das auf ein etwaiges Notstromaggregat als externer Einspeiser. Das möchte ich nicht aus verschiedenen Gründen.

    Zur Dimensionierung des WR: die Installation wird ja am Ende ca. 25-29 kWp - dafür gibt es mWn keinen Hybrid-WR.

  • Oh sorry, verwechselt. Dann halt eines mit der Kraftstoffsorte deines Autos.

    Dennoch macht ein Aggregat am ehesten Sinn, wenn es dir um Wirtschaftlichkeit und wirklich verfügbaren Notstrom geht.


    Die beste Option ist wirklich, das Dach mit einem WR voll zu machen und mit den dann gesammelten Daten so lange zu warten, bis sich ein Speicher mal rentiert.

  • Die kontinuierliche Grundlast des Stromverbrauchs (24/7) liegt bei ca. 600W.

    Das ist extrem viel. Wie kommt das zustande? Die Grundlast zu reduzieren ist immer deutlich wirtschaftlicher als jede mögliche PV-Anlage.


    Ein Speicher ist Stand heute in den allermeisten Fällen defizitär. Wenn du den als Liebhaberei oder aus Notstrom-Gründen haben willst, okay -- sonst spar dir die Ausgabe!


    Optimierer ohne echten Bedarf dafür zu verbauen ist maximal Unsinn. Ausgabe für nix, doppelt so viele Steckverbindungen auf dem Dach, mehr Komponenten, die kaputt gehen können!


    Das zu belegende Dach ist nach Süd-Südwest ausgerichtet, Neigung ca. 18Grad.

    Gibt es noch weitere Dachflächen? Ein genordetes Luftbild ist für alle Hilfesteller immer äußerst hilfreich.



    Bevor konkrete Komponenten ausgesucht werden, sollte erstmal klar sein, welche Belegung in Frage kommt und was genau das persönliche Ziel für die Anlage ist...

    Wenn jetzt schon eine Erweiterung auf noch zu errichtenden Dachflächen feststeht, sollte die auf WR-Seite bereits jetzt mitgedacht werden.


    (Von KNX hab ich keine Ahnung, die Fragestellungen in die Richtung kann ich nicht beantworten)

    EFH mit O-W-Anlage (2x 28 Module) & Carport mit S-N-Anlage (2x 12 Module)
    SMA SHM 2.0 + STP 15000TL-30 + STP 8.0 + EV Charger 22 (gedrosselt auf 11 kW wegen KfW 440)

    IBN 09/2021 – SunnyPortal

    Cupra Born 77 kWh (EZ 12/2022)

  • Die Dachflächen und die Belegung stehen wie beschrieben fest. Es ist simpel ein Pultdach, das zunächst zu ca. 60% („Linke Hälfte“), und später zu weiteren 40% („rechte Hälfte“) belegt wird. Also alles hübsch nebeneinander.

    Ja, der Grundverbrauch ist nicht niedrig, isso. Es läuft ein Serverrack, PoE -Switches,… mit allein ca. 350w Last, plus USV etc. Das ist gleichzeitig wie in der Ausgangsfrage beschrieben auch eine meiner Hauptüberlegungen für einen Speicher, nämlich die recht gleichbleibende Grundlast. Mit Speicher könnte diese m. E. gut abgedeckt werden, so jedenfalls nach Simulation. Ich dachte, meine Grundüberlegungen und Ziele hätte ich im Ausgangspost beschrieben, wenn etwas für euch relevantes fehlt, sagt bitte, dann versuche ich es noch genauer zu beschreiben.

    Die Tigos dienen wenn ich deren Beschreibung richtig verstanden habe, nicht nur zur Optimierung, sondern auch zum Monitoring und der evtl. Fehlersuche und der Sicherheitsabschaltung. Ist das nicht so?

  • Ok, also in Summe rund 15 + 13 kWp = 28 kWp.


    Eine entgegengesetzt nach NNO ausgerichtete Dachhälfte gibt es nicht? Bei nur 18° DN könnte die trotz Nordausrichtung rentabel sein.



    Da der Speicher für dich schon festzustehen scheint, bietet es sich an, gleich einen großen Hybrid-WR zu setzen, an welchen die Module der zweiten Dachhälfte später nur noch angeklemmt werden müssen, ohne weitere Anpassungen an der Hauselektrik vorzunehmen.


    => https://geizhals.de/goodwe-gw29-9k-et-a2901575.html

    https://de.goodwe.com/Ftp/Downloads/Datasheet/DE/GW_ET%2015-30kW_Datasheet_EMEA-DE.pdf


    Der ist kompatibel mit folgenden Speichern (Seite 3)

    https://de.goodwe.com/Ftp/EN/Downloads/User%20Manual/GW_Approved%20Battery%20Options%20Statement-EN.pdf

    BYD HVM sowie HVS und Goodwe-eigenes Material

    => https://geizhals.de/?cat=bmses…=19795_BYD%7E19795_Goodwe

    EFH mit O-W-Anlage (2x 28 Module) & Carport mit S-N-Anlage (2x 12 Module)
    SMA SHM 2.0 + STP 15000TL-30 + STP 8.0 + EV Charger 22 (gedrosselt auf 11 kW wegen KfW 440)

    IBN 09/2021 – SunnyPortal

    Cupra Born 77 kWh (EZ 12/2022)

  • Guten Morgen, nein die andere Dachseite ist nicht geeignet. Zu stark verschattet.

    Den Goodwe hatte ich nicht auf dem Schirm, klingt aber technisch interessant. Nur 1 WR für die gesamte Installation, Ersatzstrom inklusive.

    - Ich nehme an, auch schwarzstartfähig?

    - Wie ist die Qualität und Funktionalität im Vergleich zu RCT und Fronius zu beurteilen?

    - Ich möchte auch keine „China-Datenkrake“ in meinem Netzwerk…

    - Ist 1 Goodwe-WR besser als 2 RCT/Fronius in Kaskade?

    - die goodwe App scheint nach den Bewertungen genauso Schrott zu sein wie Fronius/RCT, oder?