Messbetrieb in 2 Wohnungen

  • Guten Tag,

    Vorweg ich hoffe, das ich im richtigen Forum bin, konnte es nicht genau spezifizieren.


    Nun zu meinem Anliegen beziehungsweise meine Frage: ich habe eine PV Anlage auf einem Dach eines Hauses mit zwei Wohneinheiten davon ist die eine Wohneinheit über einen Unterzähler mit dem Hauptzähler verbunden. Nun ist es so das in absehbarer Zeit die zweite Wohneinheit (mit dem unterzähler) vermietet wird.

    Mein Gedanke ist nun, dass ich die PV Anlage einfach an den Hauptzähler hänge und den Verbrauch Der Wohneinheit mit dem Unterzähler einfach ermittele und anhand des Strompreises meines Versorgers abrechnen.

    Habe ich hier zu naiv gedacht?

  • Schau in meiner Signatur an einem großen Bildschirm Strom an Dritte

  • Du wohnst selbst in diesem Haus (1FH mit Einliegerwohnung oder 2FH, kein Unterschied)?

    Die PV-Anlage (PVA) ist geplant? JA, dann kannst du die nächsten Fragen überspringen.

    Die PV-Anlage (PVA) ist vorhanden?

    Deine vorhandene gehört dir (Eigentümer) und du bist der Betreiber?

    Du betreibst die PVA in der Betriebsweise "Überschußeinspeiser"?

    Damit verbrauchst du als LetztVerbraucher "Eigenstrom" und bist gewerblich tätig, weil du "Strom zum Verkauf" am Markt gegen Einspeisevergütung verkaufst. Bitte versichere dich bei deinem Steuerberater ob das alles so korrekt ist?

    Ja das ist alles wichtig! Dieses Land wird von Juristen regiert und beschäftigt viele Berater.


    Alles mit JA beantwortet, dann wird es (sehr) kompliziert sobald du vermieten möchtest. Du begibst dich in ein rechtliches (Energie und Steuern) Minenfeld. Aber du bist schlau und erkundigst dich vorher. Das ist sehr selten und hier sind wir uns ähnlich, deshalb mache dich auf mein Konzept aufmerksam.


    Das Konzept ist geeignet für Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, Zweifamilienhaus, Dreifamilienhaus und kleineres Mehrfamilienhaus bei der Vermietung mit einer PV-Anlage, es hat mit Mieterstrom (Stromverkauf) nichts zu tun und basiert auf energierechtlichem "Eigenstrom".

    Es ist einfach (überraschend) und wird hier (noch) kontrovers diskutiert, wahrscheinlich weil die Einfachheit in der Umsetzung überfordert und in die juristischen Grundlagen (Energie und Steuern) niemand einsteigen möchte.


    Aus meiner Erfahrung werden Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, Zweifamilienhaus oder Dreifamilienhaus häufig innerhalb der eigenen Familie genutzt (vermietet), zumindest teilweise. Im allgemeinen wohnt der Vermieter selbst mit im 2FH,3FH und spricht mit seinen Nachbarn (Mieter). Vermieter eines (kleineren) Mehrfamilienhauses, die ein partnerschaftliches Verhältnis mit allen Mitmenschen pflegen und als "Miethai" dies auch mit ihren Mietern versuchen ) können es umsetzen. Mit bestehenden Mietverhältnissen wird der Einstieg nicht leicht, da ihr wirklich ein partnerschaftliches respektvolles Miteinander mit den Mietern haben musst, um alle zu überzeugen mit euch in ein Boot (als Betreiber) einzusteigen. Aber keine Furcht vor den Mühen, das Konzept ist einfach überzeugend, danach wird die Welt wieder einfach und bequem.


    "Eigenstrom für alle (Mieter und Ver-), Stromverkauf an niemanden."

    Ohne Gewinnabsicht, ohne Bürokratie.

    hier in Kurzform Photovoltaik in einem Mehrfamilienhaus #43 dabei bitte diese Korrigenda für den 3.Absatz beachten: "Bei einer "atmenden Pauschale" verzichten wir auf die Cent-genaue Abrechnung einer kWh und dürften auch auf geeichte (Zwischen-)Zähler verzichten."

    oder ganz von Anfang an ab Seite 1 mit Erläuterung der rechtlichen Grundlagen.

    #36 der aktuelle Stand mit VNB/MSB und dem Finanzamt als "verbindliche Antwort"


    Das Konzept lebt vom Verzicht (nach außen) und "Eigenstrom", deshalb muss die PVA als Nulleinspeiser betrieben werden, weil es die Einfachheit des Konzepts erfordert (siehe #36). Hierzu bitte keine unqualifizierten shouts. Danke für eine anständige Diskussionskultur.

  • Das traurige daran wäre die Nulleinspeisung. Wenigstens den Überschuss verschenken.

  • Mit pflanze stimme ich hier völlig überein. Ändern kann ich es leider nicht, siehe unten. Wer keine Nulleinspeisung möchte sondern eine Überschußeinspeisung der hat "Strom an Dritte" (das ist "Strom zum Verkauf", auch Mieterstrom ist "Strom zum Verkauf") und nimmt am Strommarkt teil (klingt nach Gewerbe oder?). Dann braucht es entspr. Meßkonzepte und damit kennt sich pflanze bestens aus.


    Selbstverständlich wird im Konzept "Eigenstrom für alle (Mieter und Vermieter)" versucht mit kreativen Ideen (im Rahmen der Möglichkeiten deutscher Gesetze) den (ungenutzen) Überschuss so gering zu halten wie es nur geht.


    z.B. Verschenken mit einer Überschußladestation für E-Autos (BEV)


    A) kostenlos (verschenken) ist rechtlich i.O. an die Betreiber (Mieter und Vermieter), das ist "Eigenstrom", leider haben (manche) Miethaie damit ein Problem. Ich plane es so ein und sehe es als Anreiz zum einfachen Einstieg in die Elektromobilität. Irgendwann wird das Rennen um die Ladestation/en ausbrechen. Dann ist es Zeit einen Referenzpreis/Überschußladen in die "atmende Pauschale" einzuführen (die der Vermieter erhält), darüber werden sich die Betreiber (alle) dann schon einig werden müssen. Denkbar und gut ggü. dem Finanzamt zu argumentieren wäre z.B. die Höhe der Einspeisevergütung. Alle 1FH-Betreiber "rechnen" hier so (und kriegen beim BEV-Laden ein breites Grinsen im Gesicht).


    B) kostenlos (verschenken) ist rechtlich N.i.O. an fremde Dritte, z.B. Nachbarn. 8-ung Graubereich: Ich hätte damit kein Problem. Meine Mitmenschen in der Nachbarschaft (andere Grundstücke) kenne ich, die werden bestimmt einen Kasten Bier vergessen.


    z.B. die Brauchwasserwärmepumpe kommt noch früh genug dazu. Denn da bewegen wir uns in die HeizKostenV, ein neues Minenfeld. Ersteinmal muss das Konzept allseits approved sein, die Anlage in Betrieb gehen, dann stehen alle Möglichkeiten offen die wir vom 1FH kennen, alles ohne Bürokratie, weil alle Nutznießer die Anlage selbst betreiben, um ihren Eigenstrom zu verbrauchen.


    Wer hat kreative Ideen? Ohne dass das Finanzamt auf den Plan tritt!


    Graubereich: Nach § 30 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes ist jede Schenkung vom Erwerber binnen einer Frist von drei Monaten nach erlangter Kenntnis von dem Erwerb dem für die Verwaltung der Erbschaftsteuer zuständigen Finanzamt anzuzeigen. Zur Anzeige ist auch der Schenker verpflichtet.

    Ausnahmen gelten nur für übliche Gelegenheitsgeschenke, zu Anlässen wie Hochzeit, Geburtstag, Weihnachten, einer bestandenen Prüfung, etc. Was „üblich“ genau bedeutet, ist nicht definiert, hier müssen die Vermögensverhältnisse des Schenkers und des Beschenkten betrachtet werden. Zudem müssen auch Schenkungen zum Bestreiten des angemessenen Unterhalts nicht angezeigt werden. Weiterhin greift auch die Ausnahme der Anzeigepflicht für Erwerbe, die auf einer gerichtlich oder notariell beurkundeten Schenkung beruhen.


    Ein Überschuß (und sei er noch so klein) wird immer bleiben, deshalb bleibt es immer eine Nulleinspeisung.

    Nur die Legislative (der Gesetzgeber) kann das ändern!

    Manchmal ist es richtig Scheiße in einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat zu leben, ist mir persönlich lieber als in einer Anarchie.